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Veröffentlicht am 19.10.2024

Magie und Spannung

Tage einer Hexe
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Ein sehr gut zu lesendes, spannungsgeladenes Buch mit einer sympathischen Hexe als Hauptperson, die mein Herz vor allem durch ihre unglaubliche Sturheit und den damit verbundenen Schlamasseln ...

Ein sehr gut zu lesendes, spannungsgeladenes Buch mit einer sympathischen Hexe als Hauptperson, die mein Herz vor allem durch ihre unglaubliche Sturheit und den damit verbundenen Schlamasseln gewonnen hat. Endlich mal eine nette und durch ihre Unvollkommenheit uns so ähnliche Heldin, die mit Verstand, Glück und Zockermentalität durchs Leben kommt. Doch von vorn: Kosara, die für ihr Leben gern Karten spielt (natürlich nicht ohne den einen oder anderen Betrug)muss zu Beginn der“Schmutzigen Nächte“ wenn die Monster in ihrer Heimatstadt erwachen vor deren Zaren, dem Zmey, welcher mit ihr eine Rechnung offen hat, fliehen. Der Preis dafür ist hoch - es ist ihr Schatten und in dem steckt nicht nur Kosaras Magie und was ist eine Hexe ohne diese. Nein mit dem Verlust ihres Schattens wird einen Hexe über kurz oder lang selbst zu einem und das gilt es zu vermeiden. Somit muss Kosara zurück und sich den Ungeheuern stellen. Aber sie ist nicht allein, der Polizist Bacharow aus der monsterfreien Nachbarstadt begleitet sie und die beiden unterschiedlichen Charakter merken schnell, dass sie sich für die 12 schmutzigen Nächte zusammenraufen müssen. Es beginnt eine Jagd nach Kosaras Schatten, wobei es nicht klar ist, wer hier wen jagt, denn der Zmey ist mächtig und skrupellos, die Monster vielfältig und auch Kosaras Freunde scheinen nicht auf ihrer Seite zu sein. Ein atemberaubendes Buch, welches ich an zwei stürmischen Abenden gelesen nein verschlungen habe. Ein Buch, welches mich mitgerissen und noch nicht wieder ganz losgelassen hat.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Schaurig schön

Wintergeister
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Sechs dunkle Geschichten - sechsmal Grusel mal nur subtil spürbar, manchmal spannend und ab und an bricht das Grauen über mich hinweg. Dunkle Schatten, leise Geräusche- die Nackenhaare stellen sich auf ...

Sechs dunkle Geschichten - sechsmal Grusel mal nur subtil spürbar, manchmal spannend und ab und an bricht das Grauen über mich hinweg. Dunkle Schatten, leise Geräusche- die Nackenhaare stellen sich auf und eine feine Gänsehaut legt sich auf meine Arme.
Ein Buch, dessen Geschichten gut und spannend erzählt sind. Man braucht nicht mehr als eine dunkle Herbstnacht, da das Aufhören so schwierig ist. Ein sehr schönes Buch, dass man alleine oder auch zu zweit mit gedämpfter Stimme vorlesend, bei Kerzenlicht genießen kann.

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Eindrucksvoll und aufwändig recherchiert

Suche liebevollen Menschen
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Aufgrund des Selbstmordes seines Vaters und einer durch Zufall entdeckten Zeitungsanzeige mit dem Namen selbigsten beginnt der Autor Julian Borger zu diesem düsteren Teil seiner Familiengeschichte ...

Aufgrund des Selbstmordes seines Vaters und einer durch Zufall entdeckten Zeitungsanzeige mit dem Namen selbigsten beginnt der Autor Julian Borger zu diesem düsteren Teil seiner Familiengeschichte zu recherchieren. Die Eltern seines Vaters hatten nach der Rückführung Österreichs an Deutschland 1938 im Manchester Guardian inseriert, dass sie einen liebevollen Menschen für ihren Sohn suchen - dessen einzigste Chance den Nazis zu entkommen. Aber ist sein Vater den Dämonen wirklich entkommen oder haben sie ihn, wie seine englische Pflegemutter sagte, am viele Jahre später doch bekommen? Und wie ist dieser Teil seines Lebens, von dem er nicht gern gesprochen hat, abgelaufen. Und Julian Borger lässt es nicht bei der Geschichte seines Vaters bewenden, sondern recherchiert die Lebenswege von 7 weiteren jüdischen Kindern, die ebenfalls (manche in der gleichen Ausgabe) inseriert wurden. Die Detailtiefe des Buches lässt jeden Geschichtsbegeisterten tief in die Vergangenheit abtauchen. Die einzelnen Schicksale, man mag sich die Verzweiflung der Eltern und Kinder kaum vorstellen. Die Kinder von ihren Lieben getrennt, von Heimweh und Sorge geplagt mussten in einem neuen Land ein neues Leben beginnen (und das nicht nur in England - von den USA bis China reichen die Zufluchtsorte).
Ein sehr aufschlussreiches und detailliertes Fachbuch über das dunkelste Kapitel unserer Geschichte.

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Auch das Verbrechen geht mit der Zeit

Digital. Kriminell. Menschlich.
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Wo früher an düsteren Orten, dunkle Gestalten verstohlen Drogen ausgetauscht haben, wo der Bankräuber vermummt „Geld her“ geschrieben hat diese Zeiten und die Möglichkeit viel Geld mit kriminellen Handlungen ...

Wo früher an düsteren Orten, dunkle Gestalten verstohlen Drogen ausgetauscht haben, wo der Bankräuber vermummt „Geld her“ geschrieben hat diese Zeiten und die Möglichkeit viel Geld mit kriminellen Handlungen zu verdienen, haben sich gewandelt. So wie wir heute fix im Internet einkaufen als in die Stadt zu fahren, Geldgeschäfte online erledigen, so hat auch das Verbrechen seinen Platz im Internet eingenommen. Und Polizei und Staatsanwaltschaft mussten komplett umdenken. Und genau hier setzt das Buch von Jana Ringwald an. Sie zeigt uns anhand mehrerer Fallbeispiele ihren Arbeitsbereich und die juristischen Tücken, die sich auftun. Z.B. ist ein Drogendealer nur der Händler, sondern auch der Betreiber des Marktplatzes im Darknet? Ein Buch, was ich sehr interessant, gut erklärt und aufschlussreich fand. Auch die Exkurse in das allg. Juristenleben und z.B. die Frage, wer die Schuldfrage nun eigentlich klärt, fand ich unglaublich lehrreich. Ich muss aber warnen, dieses Buch ist mitnichten leicht zu lesen. Die juristische Art des Schreibens mit verschachtelten Bandwurmsätzen ist nicht immer leicht verständlich. Lässt man sich aber darauf ein und bedenkt, dass man immer noch ein Fachbuch und keine Biografie liest, dann wird man begeistert sein. Ich empfehle dieses Buch.

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Veröffentlicht am 02.10.2024

Wo man singt, dort lass Dich ruhig nieder

Tote singen selten schief
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Endlich hat Biene sich durchgerungen und hat ihre Freundin Betty zur Chorprobe begleitet und dann gleich ein Mord. Die Chorleiterin wurde auf dem Weg zur Probe umgefahren. Verdächtige gibt es viele oder ...

Endlich hat Biene sich durchgerungen und hat ihre Freundin Betty zur Chorprobe begleitet und dann gleich ein Mord. Die Chorleiterin wurde auf dem Weg zur Probe umgefahren. Verdächtige gibt es viele oder auch nicht - die Damen vom Chor bitten Biene zu ermitteln- schließlich ist sie doch Detektivin. Und dieser Fall hat es in sich. Ein schön geschriebener und ab und an lustiger Krimi, der vieles augenzwinkernd betrachtet. Biene ist so anders als die Polizei unterwegs - manchmal wie der Elefant im Porzellanladen. Ob ihre Methode erfolgreich ist, wer weiß. Und dann sind da noch Exfreund Jochen und der attraktive Chris und Omas Fahrrad ist auch noch weg.
Das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen. Die perfekte Lektüre für den Herbsturlaub. Es ist locker und mitreißend und mitunter komisch geschrieben. Ab und an hätte ich mir etwas mehr Diskretion von Birne, die ja trotzdem Profi ist, gewünscht. Aber trotz der Unzulänglichkeiten Biene muss man einfach gern haben.

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