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Veröffentlicht am 21.07.2021

Eine tolle Fantasy-Geschichte

Der dunkelste Fluch
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Eine tolle magische Geschichte.

Sebastien fieberte seiner Initiierung entgegen, denn anschließend wird er endlich ein Teil der magischen Welt sein. Doch beim Ritual erlebt er eine böse Überraschung. Als ...

Eine tolle magische Geschichte.

Sebastien fieberte seiner Initiierung entgegen, denn anschließend wird er endlich ein Teil der magischen Welt sein. Doch beim Ritual erlebt er eine böse Überraschung. Als er im Anschluss seine Magie zeigen soll, leuchtet seine Sigille nicht in weißblau, sondern in blutrot. Das ist das Zeichen der Blutmagier, die sich den dunklen Künsten hingeben und nach Macht gieren.
Sebastien wird angeklagt und zum Tode verurteilt, doch im letzten Moment wird er von Aveline, einer Prophetin der Hexenwelt, gerettet. Sie versteckt ihn mittels Magie und nimmt ihn unter ihre Fittiche.
Denn laut einer Prophezeiung wird Sebastien de Beauvais der mächtigste Hexer der Welt werden und die Stellung aller männlichen Hexen verändern.
Nach einigen Jahren kann er jedoch immer seltener auf seine Kräfte zugreifen. Nur ein Elexier gibt ihm für kurze Zeit seine Magie zurück. Doch dann tritt er auf Alexandra, die als Mensch bisher keine Berührung mit der Hexenwelt hatte. In ihrer Gegenwart laden seine Kräfte sich merkwürdigerweise wieder auf und die junge Frau löst bei Sebastien Gefühle aus, die er eigentlich gar nicht haben dürfte. Wird er es trotzdem schaffen, die Bedrohung durch die Dunkelhexen zu verhindern?

Das Cover ist wunderschön und passt hervorragend zu der etwas düsteren Stimmung der Geschichte.
Als ich mit dem Buch gestartet bin, war ich erstmal ziemlich verwirrt. Vor dem Prolog gibt es ein "Es war einmal..." in dem erzählt wird, was vorher geschah. Dieses Kapitel ist jedoch vollgestopft mit Informationen, Namen und Zusammenhängen, die ich noch gar nicht zuordnen konnte. Verstanden habe ich den Abschnitt erst, als ich ihn am Ende nochmals gelesen habe.
Es hat deshalb auch etwas gedauert, bis ich richtig in die Geschichte hineingekommen bin.
Erzählt wird überwiegend aus der Sicht von Alex und Sebastien. So konnte ich mich gut in die beiden hineinversetzen.
Der zwölfjährige Sebastien hat seine Mutter schon sehr früh verloren und leidet seitdem unter seinem Stiefvater Etienne.
Während dieser in purem Luxus lebte, wohnte Sebastien in einem kleinen Abstellraum, in der keine Magie sauber macht oder das Ungeziefer fernhält.
Doch nach seiner Magieprüfung und der Vergabe der Sigille, soll sich alles ändern.
Sebastien ist ein sympathischer Protagonist. Ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen, auch wenn er sich schwer damit tut, Gefühle zu zeigen und zu empfinden.
Bei Alex hat es etwas länger gedauert. Zu Beginn empfand ich sie als sehr neugierig, bestimmend, stur und sehr fordernd. Das hat nicht gerade dazu beigetragen, sie als sympathische Protagonistin zu sehen.
Doch sie hat außergewöhnliche Fähigkeiten und im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich langsam weiter. Mit der Zeit habe ich sie und ihre Reaktionen besser verstanden.
Stefanie Hasse hat facettenreiche, interessante Charaktere erschaffen, die alle geschickt miteinander verflochten sind und sich gut in die Geschichte einfügen.
Ich habe bisher erst ein Buch von der Autorin gelesen und sie hat mich mit ihrer tollen Ausdrucksweise schnell in den Bann gezogen. Ich konnte das Buch irgendwann nicht mehr zur Seite legen.

Im Nachhinein habe ich dann gelesen, dass es sich bei diesem Buch, um die Fortsetzung einer Reihe handelt. Im Drachenmondverlag wird es jedoch als Einzelbuch angegeben.
Ich denke, ohne die Vorgänger zu kennen, dass es sich schon um eine abgeschlossene Geschichte handelt. Es wäre jedoch schön gewesen, vorher zu wissen, dass die Magic Tales Reihe ein Vorläufer ist, dann hätte ich die Bücher erst gelesen. So bin ich im Nachhinein etwas enttäuscht und werde die Reihe, die eigentlich auf meiner Wunschliste stand, wohl nicht mehr in Angriff nehmen.
Für "Der dunkelste Fluch" gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die "Magic Tales" gelesen haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2021

Ein Abenteuerroman der mich nach einiger Zeit in den Bann gezogen hat

Die Highlanderin
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Island 1289: Die kleine Enja überlebt als einzige ein schweres Schiffsunglück und wird im letzten Moment gerettet. Doch sie ist in der Hand von Menschenhändlern, die ihr das Zeichen des Sklaven auf die ...

Island 1289: Die kleine Enja überlebt als einzige ein schweres Schiffsunglück und wird im letzten Moment gerettet. Doch sie ist in der Hand von Menschenhändlern, die ihr das Zeichen des Sklaven auf die Stirn ritzen und sie im nächsten Hafen verkaufen. Enja landet, nachdem sie mehrere Stationen durchlaufen hat, im Orient und wird zur Assassinin ausgebildet. 18 Jahre später, macht sie sich als erwachsene Frau, auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. Ihr Weg führt sie nach Schottland und dort baut sie sich ein neues Leben auf.
Doch im schottischen Grenzbereich tobt zwischen dem englischen und schottischen Clans ein heftiger Krieg und Enja steht zwischen den Fronten.
Als sie bei einem Überfall schwer verletzt wird, findet James Douglas, der Sohn eines Clanführers sie, nimmt sie mit auf seine Burg und rettet ihr das Leben. Die junge Frau ist schnell fasziniert von James, doch ihre Wege trennen sich wieder. Doch dann wird der Douglas-Clan von König Edward angegriffen und James gefangen genommen. Enja zögert nicht lange und reitet nach London um ihn zu befreien. Sie ahnt nicht, dass sie sich damit einen mächtigen Feind schafft.

Das Cover passt zu einem historischen Roman. Die Frau mit den rotblonden Haaren und dem grünen Kleid hat allerdings nichts gemeinsam mit der Hauptprotagonistin Enja, die fast ausschließlich als Mann auftritt und deren Haare sehr hell sind.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig.
Es hat aber etwas gedauert, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven haben es mir etwas schwer gemacht. Es gibt zwei Handlungsstränge. Zum einen begleiten wir die kleine Enja, die im Jahr 1298 als Auserwählte ihre Heimat Island verlassen muss und auf einem Schiff einer ungewissen Zukunft entgegenfährt.
Im zweiten Handlungsstrang, der im Jahr 1307 beginnt, ist Enja mittlerweile erwachsen und Herrin des Landsitzes Caerlaverock. Sie gerät mitten in den Kampf der schottischen Clans gegen den englischen König Edward und versucht alles, um als Frau ernst genommen und akzeptiert zu werden.

Nach und nach kam ich immer besser in die Geschichte hinein. Obwohl ich den Wechsel der Zeiten zu Beginn anstrengend fand, haben die Rückblicke in die Vergangenheit mir doch sehr dabei geholfen, die Hauptprotagonistin besser zu verstehen.
Denn bei der erwachsen Enja fiel es mir etwas schwerer, mich in sie hinein zu versetzen und ihre Gedanken und Emotionen nachzuvollziehen.
Enja ist eine unglaublich starke Protagonistin. Teilweise war sie mir schon fast zu stark, denn sie zeigt so gut wie gar keine Schwächen. Sie lernt unglaublich schnell, ist intelligent, kennt keine Angst, ihre Wunden heilen in einem unheimlich schnellen Tempo (erfahren wir im zweiten Teil warum?) und sie hat als Assistentin gelernt zu töten.
Zu Hal fand ich keinen richtigen Zugang. Er ist Enjas ständiger Begleiter und war mir mit seiner Eifersucht fast ein wenig unsympathisch. James hingegen, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Obwohl er in einer Welt aufgewachsen ist, in der Frauen nichts zu sagen haben und keine eigenen Entscheidungen treffen dürfen, akzeptiert er Enja sehr schnell.

Die Autorin hat gekonnt geschichtliche Informationen einfließen lassen und mich mit vielen interessanten Informationen versorgt. Ich habe viele Jahre im Gesundheitswesen gearbeitet und habe zum Beispiel mit großer Fazination verfolgt, über welches Wissen die Heiler der damaligen Zeit bereits verfügt haben sollen. Allerdings habe ich, nachdem Enja sich aus Stoffrollen einen Tampon gebastelt hat, die Stirn gerunzelt. Das fand ich dann doch etwas zuviel des guten.

Der Autorin ist es gelungen, die atmosphärische Stimmung wunderbar einzufangen und auch die bildhafte und lebendige Beschreibung des Settings, sorgte dafür, dass ich den Orient und die Highlands regelrecht vor Augen hatte.
Der Plot bleibt während der ganzen Zeit spannend, allerdings lösen sich die Probleme und Schwierigkeiten manchmal etwas zu schnell und unkompliziert. Am Schluss lässt die Autorin mich mit einem richtig fiesen Cliffhanger zurück.
Im Nachwort hat Eva Fellner dann nochmal aufgelistet, welche der Charaktere es tatsächlich gegeben hat und wer der Fantasy der Autorin entsprungen ist.
Ich habe lange mit mir gerungen, wie viel Sterne ich dem Buch geben soll. Nach einem etwas schleppend Start, hat die Geschichte mich irgendwann nicht mehr losgelassen und ich habe sie dann fast in einem Rutsch gelesen. Ich bin schon neugierig auf die Fortsetzung der Reihe und deshalb gibt es letztendlich 4 Sterne ⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2021

Eine tolle Fortsetzung der Reihe

Zeitenchaos
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Pepper und Noah haben es endlich geschafft, die Zeitschiene zu korrigieren und den Normalzustand herzustellen. Sie genießen ihre junge Liebe und Noah will Pepper endlich seinen Eltern vorstellen. Doch ...

Pepper und Noah haben es endlich geschafft, die Zeitschiene zu korrigieren und den Normalzustand herzustellen. Sie genießen ihre junge Liebe und Noah will Pepper endlich seinen Eltern vorstellen. Doch Noah hat in seiner Familie keinen leichten Stand und das Kennenlernen verläuft nicht so, wie geplant. Doch das ist nicht die einzige Schwierigkeit, mit der die Beiden zu kämpfen haben. Noahs Bruder Finn hat die Taschenuhr in die Finger bekommen und ehe die beiden Brüder sich versehen, stecken sie in der Vergangenheit fest. Sie schaffen es zwar irgendwie, aus der brenzligen Situation herauszukommen, aber nun fehlt von Pepper jede Spur. Hat Finn durch seine Leichtsinnigkeit die Zeit verändert? Noah macht sich, mit der Unterstützung von seinem Bruder, auf die Suche nach ihr. Er ahnt jedoch nicht, dass seine große Liebe zu Pepper auf eine harte Probe gestellt wird.

Das Cover ist wieder traumhaft und passt perfekt zum ersten Teil der Reihe. Es ist diesmal in schönen blauen und violetten Farbtönen gehalten.
Ich bin ein großer Fan von Zeitreise-Romanen und nachdem der erste Teil der Reihe mich bereits begeistert hat, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Was soll ich sagen?! Tini Wider hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.
Es gibt Bücher, bei denen stimmt von Anfang an einfach alles und "Zeitenchaos 2 : Zurück in die Vergangenheit" gehört auf jeden Fall dazu!
Der Schreibstil ist wie gewohnt wunderbar unbeschwert und locker. Die Sprache passt perfekt zur Geschichte.
Die Seiten flogen wieder so dahin und es fiel mir richtig schwer, dass Buch zwischendurch aus den Händen zu legen.

Noah und Pepper sind mir mittlerweile so vertraut, dass ich das Gefühl habe, sie persönlich zu kennen. Im zweiten Teil dreht sich die Geschichte jedoch überwiegend um Noah und wir verfolgen die Handlung auch aus seiner Perspektive. Wir bekommen so wunderbar einen Einblick in seine Gefühle und Emotionen.
Aber auch Finn ist ein toller Protagonist, der die richtige Menge an Pep in die Geschichte bringt. Er hat mich zwar so manches Mal mit seinen Aktionen genervt und ich hätte ihn am liebsten gepackt und geschüttelt, aber er hat sich wunderbar entwickelt.
Tini hat wieder ein sehr gutes Gespür für das Setting in London entwickelt. Sie versteht es, Schauplätze und Szenen lebendig wirken zu lassen und sie wunderbar bildhaft und detailliert zu beschreiben. Mit ihrer tollen Ausdrucksweise führt sie ihre Leser durch eine abwechslungsreiche Handlung, die voller Magie, spannender Überraschungen und unerwarteter Wendungen ist.
Es fiel mir nicht schwer, die Protagonisten auf ihren Reisen durch die Zeit zu begleitet und die Welt durch ihre Augen zu sehen.
Leider ist irgendwann jede Geschichte beendet.
Tini Wider hat mich auch mit ihrem zweiten Roman geflasht und ich hoffe sehr, dass die Reihe noch weitergeht und wir mehr von Pepper und Noah lesen!
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für dieses tolle Buch und verdiente 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2021

Eine tolle Fortsetzung der Reihe

Zeitenchaos
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Pepper und Noah haben es endlich geschafft, die Zeitschiene zu korrigieren und den Normalzustand herzustellen. Sie genießen ihre junge Liebe und Noah will Pepper endlich seinen Eltern vorstellen. Doch ...

Pepper und Noah haben es endlich geschafft, die Zeitschiene zu korrigieren und den Normalzustand herzustellen. Sie genießen ihre junge Liebe und Noah will Pepper endlich seinen Eltern vorstellen. Doch Noah hat in seiner Familie keinen leichten Stand und das Kennenlernen verläuft nicht so, wie geplant. Doch das ist nicht die einzige Schwierigkeit, mit der die Beiden zu kämpfen haben. Noahs Bruder Finn hat die Taschenuhr in die Finger bekommen und ehe die beiden Brüder sich versehen, stecken sie in der Vergangenheit fest. Sie schaffen es zwar irgendwie, aus der brenzligen Situation herauszukommen, aber nun fehlt von Pepper jede Spur. Hat Finn durch seine Leichtsinnigkeit die Zeit verändert? Noah macht sich, mit der Unterstützung von seinem Bruder, auf die Suche nach ihr. Er ahnt jedoch nicht, dass seine große Liebe zu Pepper auf eine harte Probe gestellt wird.

Das Cover ist wieder traumhaft und passt perfekt zum ersten Teil der Reihe. Es ist diesmal in schönen blauen und violetten Farbtönen gehalten.
Ich bin ein großer Fan von Zeitreise-Romanen und nachdem der erste Teil der Reihe mich bereits begeistert hat, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Was soll ich sagen?! Tini Wider hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.
Es gibt Bücher, bei denen stimmt von Anfang an einfach alles und "Zeitenchaos 2 : Zurück in die Vergangenheit" gehört auf jeden Fall dazu!
Der Schreibstil ist wie gewohnt wunderbar unbeschwert und locker. Die Sprache passt perfekt zur Geschichte.
Die Seiten flogen wieder so dahin und es fiel mir richtig schwer, dass Buch zwischendurch aus den Händen zu legen.

Noah und Pepper sind mir mittlerweile so vertraut, dass ich das Gefühl habe, sie persönlich zu kennen. Im zweiten Teil dreht sich die Geschichte jedoch überwiegend um Noah und wir verfolgen die Handlung auch aus seiner Perspektive. Wir bekommen so wunderbar einen Einblick in seine Gefühle und Emotionen.
Aber auch Finn ist ein toller Protagonist, der die richtige Menge an Pep in die Geschichte bringt. Er hat mich zwar so manches Mal mit seinen Aktionen genervt und ich hätte ihn am liebsten gepackt und geschüttelt, aber er hat sich wunderbar entwickelt.
Tini hat wieder ein sehr gutes Gespür für das Setting in London entwickelt. Sie versteht es, Schauplätze und Szenen lebendig wirken zu lassen und sie wunderbar bildhaft und detailliert zu beschreiben. Mit ihrer tollen Ausdrucksweise führt sie ihre Leser durch eine abwechslungsreiche Handlung, die voller Magie, spannender Überraschungen und unerwarteter Wendungen ist.
Es fiel mir nicht schwer, die Protagonisten auf ihren Reisen durch die Zeit zu begleitet und die Welt durch ihre Augen zu sehen.
Leider ist irgendwann jede Geschichte beendet.
Tini Wider hat mich auch mit ihrem zweiten Roman geflasht und ich hoffe sehr, dass die Reihe noch weitergeht und wir mehr von Pepper und Noah lesen!
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für dieses tolle Buch und verdiente 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2021

Der erste Teil der Reihe hat auf ganzer Linie überzeugt

Das Mondtor
1

Nasja wurde jahrelang darauf vorbereitet, den jungen König Nemos von Galadon zu ehrlichen und nun ist der Hochzeitstag gekommen. Sie hat Nemos noch nie gesehen und kann nur hoffen, dass sich zwischen ihnen ...

Nasja wurde jahrelang darauf vorbereitet, den jungen König Nemos von Galadon zu ehrlichen und nun ist der Hochzeitstag gekommen. Sie hat Nemos noch nie gesehen und kann nur hoffen, dass sich zwischen ihnen Gefühle entwickeln, denn sie haben beide nicht um diese Ehe gebeten.
Nasja will jedenfalls alles dafür tun, ihre Pflicht als Königin von Galadon zu erfüllen und den Menschen und den Nymphen in ihrer Heimat zu dienen. Auch wenn sie weiß, dass eine Nymphe am Hof des Königs nicht bei jedem willkommen ist, hofft sie, dass sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, ihr Volk vor den Zentauren schützen kann.
Nasja wird jedoch schnell klar, dass ihr größter Feind ganz nah ist und sie sich auf die Magie der Nymphen besinnen muss, um gegen ihn vorgehen zu können.

Für mich ist es das erste Buch, dass ich von Karola Löwenstein gelesen habe und es wird bestimmt nicht das Letzte sein!
Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht, denn nach einem kurzen Prolog befand ich mich schon mitten im Geschehen! Der Schreibstil von Karola Löwenstein ist dynamisch, wunderbar lebendig und flüssig. Es fiel mir wirklich schwer, dass Buch zwischendurch zur Seite zu legen.
Nasja ist nicht glücklich bei dem Gedanken daran, einen Mann zu heiraten, den sie überhaupt nicht kennt. Fünf Jahre wurde sie darauf vorbereitet, ihre Pflicht für das Volk der Nymphen zu erfüllen und König Nemos eine gute und folgsame Ehefrau zu sein. Sie kennt das Protokoll für diesen, so wichtigen Tag, auswendig, doch der Tag verläuft anders, als erhofft. Aber Nasja lässt sich nicht einschüchtern und besteht gleich zu Beginn auf ihr Recht, ein Mitglied des Rates zu werden.

Nasja war mir von ihrer Art her sofort sympathisch.
Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte von einem unbedarften jungen Mädchen, das nicht ahnt, was in ihr steckt, zu einer couragierten und gütigen Frau.
In den letzten fünf Jahren hat sie sich viel Wissen angeeignet. Sie ist mutig und riskiert viel für ihr Volk und alle, die ihr wichtig sind.
Auch Artem von Darkenstein habe ich schnell ins Herz geschlossen. Er ist König Nemos engster Berater und der Befehlshaber der Armee. Dem alten König hat er auf dem Sterbebett geschworen, König und Königin zu schützen.
König Nemos ist mit seinen siebzehn Jahren total unerfahren. Er ist von sich selbst mehr als überzeugt, nimmt auf niemanden Rücksicht, ist arrogant und völlig blind für Gefahren.
Die Autorin hat die Protagonisten sehr facettenreich und lebendig beschrieben.
Auch die Nebenfiguren, wie zum Beispiel Aros, Celistra, Bonja oder Finnie sind vielschichtige Charaktere und waren für mich zu jeder Zeit greifbar.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Liebesgeschichte im ersten Teil nicht übermäßig viel Raum beansprucht.
Sie hat die richtigen Dosis an Romantik und fügt sich perfekt in die Handlung ein.
Karola Löwenstein hat nicht nur ein wunderschönes Worldbilding erschaffen, in der es neben den Menschen und den Nymphen auch Trolle und Zentauren gibt, sondern sie versteht es, die Atmosphäre gekonnt einzufangen.
Sie führt ihre Leser durch einen abwechslungsreichen, spannenden Plot, voller Intrigen und Geheimnisse.
Oft leidet in einem Mehrteiler das erste Band darunter, dass alle Charaktere erstmal vorgestellt werden, doch das ist hier überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil, Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf.
Die Story hat ein gutes Tempo und auch der Spannungsbogen bewegt sich auf einen konstant hohen Level.
Karola Löwenstein hat mich auf ganzer Linie überzeugt und dieses Buch zu einem Highlight gemacht.
Ich bin schon sehr gespannt, was mich im nächsten Band noch alles erwartet und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!
Für den ersten Teil der Reihe "Das Mondtor" gibt es verdiente 5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere