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Veröffentlicht am 15.10.2020

Wow! Eine tolle Fortsetzung der Reihe!

Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach
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"Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach"
Band 2 der Trilogie von Anna Benning

Wow! Eine gelungene Fortsetzung der Reihe!

Elaine täuscht sich, als sie glaubt, das sie die Welt retten konnte und ...

"Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach"
Band 2 der Trilogie von Anna Benning

Wow! Eine gelungene Fortsetzung der Reihe!

Elaine täuscht sich, als sie glaubt, das sie die Welt retten konnte und die Vermengten nun endlich frei sind. Bale und sie werden vom Kuratorium überall gesucht, denn ihr Widersacher Varus Hawthorne gibt nicht auf. Es haben sich radikalisierende Gruppen gebildet und es droht ein furchtbarer Krieg. Als Hawthorne Vortexläufer in die Vergangenheit schickt um den Verlauf der Zeitlinie zu verändern, bleibt Elaine und Bale keine andere Wahl, als ihnen, zusammen mit ihren Freunden zu folgen. Elaine ahnt nicht, dass diese Reise nicht nur viele Gefahren mit sich bringt, sondern dass auch ihre Gefühle für Bale auf eine harte Probe gestellt werden.

Zitat: „Die Vergangenheit kann man nicht ändern. Das hat er mir immer wieder gesagt. Aber ich muss es tun. Für ihn. Für uns. Sonst sind wir alle verloren.“
Cover
Schon die wunderschöne Gestaltung des Covers sticht dem Leser sofort ins Auge. Die Farben sind etwas intensiver wie bei Band 1 und die kleinen Luftblasen sind ein Hinweis auf den Plot. Das Cover passt optisch hervorragend zum ersten Teil der Reihe.
Meinung
Band 1 hat mich total geflasht und ich hatte ehrlich gesagt etwas Angst, dass der zweite Teil meinen Erwartungen nicht stand halten kann. Doch ich wurde eines besseren belehrt. "Das Mädchen, das die Zeit durchbrach" hat mich völlig überzeugt.
Der Schreibstil ist herrlich locker, sehr flüssig und lebendig.
Zu Beginn habe ich etwas gebraucht um wieder in die Geschichte einzutauchen, doch schon nach kurzer Zeit war ich wieder total in ihr versunken.
Der Autorin ist es gelungen, eine Story aufzubauen, die interessant, fantasiereich und originell ist und die von und mit wahnsinnig tollen Propagonisten lebt.
Egal ob es sich um Elaine und Bale handelt, um Hawthorne oder um Luka, Susie oder Fagus. Es sind vielschichtige Charaktere, die nicht leicht zu durchschauen sind.
Während im ersten Teil der Reihe überwiegend die "Grunder" eine Rolle spielten, erfahren wie nun etwas mehr über die "Schwimmer" und "Wirbler" unter den Vermengten.
Doch die Autorin hat nicht nur die Figuren detailliert, bildhaft und fantasievoll beschrieben, sondern das gesamte Worldbilding.
Auch die Zeitreisen sind gut durchdacht. Obwohl wir uns während der gesamten Story immer wieder an unterschiedlichen Handlungsplätzen, zu unterschiedlichen Zeiten befinden, habe ich zu keinem Zeitpunkt den Überblick verloren.
Die Handlungsstränge fügen sich immer wieder wunderbar zusammen und sind in sich schlüssig.
Die Spannung ist konstant auf einem extrem hohen Level und unvorhersehbare Wendungen ließen mich teilweise völlig perplex und sprachlos zurück.
Fazit
Wahrscheinlich liest sich diese Bewertung wie ein Werbetext, doch Anna Benning hat mich mit einem phänomenalen Plot einfach begeistert.
Mit kompexen Charakteren die Tiefgang haben und einer fesselnden, emotionalen Komponente überzeugt die Story auf ganzer Linie.
Sie hat mir beim Lesen kaum eine Verschnaufpause gelassen und der Cliffhanger am Ende der Geschichte ist einfach spektakulär .
Ich kann es kaum erwarten, den dritten und finalen Teil der Trilogie im Frühjahr 2021 zu lesen.
Von mir gibt es deshalb 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung für eines meiner Jahreshighlights 2020.

Ich bedanke bei NetGalley und beim Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezessionsexemplars.

VortexDasMädchendasdieZeitdurchbrach

NetGalleyDE

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2020

Ein toller Start in die Zeitreisen-Trilogie

Augenschön Das Ende der Zeit (Band1)
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"Augenschön - Das Ende der Zeit"
Band 1 der Zeitreise - Trilogie von Judith Kilnar

Wir befinden uns im Südostens Englands im Jahr 1603. Lucy ist 17 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern, Geschwistern und ...

"Augenschön - Das Ende der Zeit"
Band 1 der Zeitreise - Trilogie von Judith Kilnar

Wir befinden uns im Südostens Englands im Jahr 1603. Lucy ist 17 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern, Geschwistern und etlichen Bediensteten auf einen großen Anwesen. Eigentlich könnte sie ein ganz normales Leben führen, doch im Gegensatz zu den meisten Menschen hat sie keine blauen, braunen oder grünen Augen, sondern goldene. Ihre auffällige Augenfarbe verursacht den Leuten ein Unbehagen und sie lassen sie deshalb ihre Ablehnung schnell spüren.
Doch dann wird Lucy nach einem furchbaren Unfall plötzlich aus ihrem bisherigen Leben katapultiert und findet sich in einer inneren Zeitschleife wieder, aus der es kein Zurück gibt.
Hier erfährt sie, was es mit ihrer Augenfarbe auf sich hat. Sie ist eine "Augenschöne" und verfügt über magische Fähigkeiten. Die inneren Schleifen werden jedoch von unheimlichen Nächtlichen Geschöpfen bedroht, die es zu bekämpfen gilt. Doch dafür muss Lucy erstmal ihre magischen Fähigkeiten trainieren und lernen zu kämpfen.
Und dann ist da auch noch Atlas, den sie auf ihrer ersten Reise begleiten soll und von dem sich Lucy magisch angezogen fühlt. Während sie noch versucht, ihre Gefühle in den Griff zu bekommen, läuft der erste Auftrag nicht so glatt wie erhofft und sein Verlauf nimmt eine dramatische Wendung.

Als erstes hat mich das traumhaft schöne Cover in den Bann gezogen! Ich war sofort begeistert davon, obwohl das Titelbild mir keinen Hinweis auf die Genre des Buches gegeben hat. Es passt im Nachhinein jedoch hervorragend zum Plot.
Als ich dann den Klappentext gelesen hatte, war für mich sofort klar, das ich diese Reihe lesen werden, denn ich bin ein großer Fan von Zeitreise-Romanen. Diese Thematik interessiert mich sehr und die Kurzbeschreibung versprach einen Roman, etwas abseits des Mainstreams.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und klar. Mit ihrer einnehmenden und wunderbar leicht zu lesenden Ausdrucksweise konnte sie mich von Anfang an begeistern. Ich wurde förmlich in die Geschichte hineingezogen und befand mich sehr schnell mitten im Geschehen.
Es gab auch gleich zu Beginn eine Erklärung darüber, was ein "Augenschön" ist und zwischen den einzelnen Kapiteln wurden Textauszüge mit Hintergrundinformationen aus alten Berichterstattungen der Augenschön eingepflegt. Das hat mir sehr gut gefallen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Lucy. So konnte ich sie nach und nach besser kennenlernen und ihre Entwicklung verfolgen. Sie hat sich, für mein Empfinden, allerdings sehr schnell mit den neuen Umständen argangiert und nur selten von ihrer Familie gesprochen. Einzig ihre Schwester Evie wird ab und zu noch erwähnt. Da hätte ich mir etwas mehr Emotionen gewünscht.
Atlas ist der typische Bad-Boy, den wir aus vielen Büchern kennen. Er entspricht dem typischen Kischee, ist gutaussehenden, zu Beginn sehr wortkarg und trägt ein dunkles Geheimnis mit sich herum. Im Laufe der Geschichte lernen wir ihn dann jedoch etwas besser kennen.
Rose ist sehr aufgeschlossen und quirlig. Sie wird Lucys beste Freundin, mit der sie über alles reden kann. Die Charaktere sind alle sehr facettenreich gestaltet, doch es fehlte mir etwas an Tiefgang.
Nicht so gut gefallen hat mir auch, dass Verhalten von Lucy nachdem sie sich verliebt hat. "Liebe auf den ersten Blick" soll es ja geben, aber ich empfand ihre Schwärmerei doch etwas übertrieben. Es ist vielleicht Geschmackssache, aber mir war das "to much". Auch die Freundschaft zwischen Lucy und Rose entwickelte sich für meinen Geschmack etwas zu schnell.
Die Erklärung, zum Beispiel über die Omunalisuhr, empfand ich auch als ziemlich verwirrend und ehrlich gesagt, habe ich sie auch nach mehrmaligem Lesen, genau wie Lucy, nicht verstanden.
Der Plot brauchte etwas um Fahrt aufzunehmen, denn gerade zu Beginn gab es natürlich viel zu erklären. Doch im Laufe der Handlung stieg die Spannung immer mehr an.
Sehr schön fand ich auch das phantasievolle Worldbilding, das die Autorin erschaffen hat. Es ist sehr bildhaft und detailliert beschrieben und sorgte für ausreichend Kopfkino.

Fazit
Leider wurden meine Erwartungen, von einer Story abseits des Mainstreams, am Ende nicht ganz erfüllt.
Doch die Autorin hat auf jeden Fall frischen Wind in die Genre gebracht.
Ich empfand die Geschichte, trotz kleiner Schwächen, als packend und mitreißend und es fiel mir schwer, dass Buch zwischenzeitlich zur Seite zu legen.
Der Epilog lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen, in der Verschwörungen und Intrigen ans Tageslicht kommen.
Ich war froh, das der zweite Teil schon auf mich gewartet hat und ich sofort weiterlesen konnte.
Der erste Teil erhält deshalb 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Romantasy- und Zeitreise-Fans.

Eine Romantasy-Reihe aus dem Tomfloor Verlag.
Vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

tomfloorverlag

judithkilnar #augenschön

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2020

Eine tolle Fantasy-Geschichte

Sohn der Unterwelt
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"Sohn der Unterwelt" von Dana Graham

Welchen Preis bist du bereit, für deine Liebe zu zahlen?

Kryos ist der unerwünschte Sohn von Hades, dem Gott der Unterwelt.
Um dem Totenreich zu entkommen und von ...

"Sohn der Unterwelt" von Dana Graham

Welchen Preis bist du bereit, für deine Liebe zu zahlen?

Kryos ist der unerwünschte Sohn von Hades, dem Gott der Unterwelt.
Um dem Totenreich zu entkommen und von Zeus als Gott in den Olymp aufgenommen zu werden, ist Kryos bereit, alles zu tun.
Zeus beauftragt ihn deshalb damit, dass Geheimnis von König Dorimedons plötzlicher Unbesiegbarkeit zu ergründen und es ihm entreißen.
Doch dafür muss er in die Welt der Menschen und in den Körper von Dorimedons Sohn Yamin schlüpfen. Er ahnt nicht, welche Probleme damit auf ihn zukommen, denn Yamin ist verlobt und soll schon bald Prinzessin Io heiraten.
Als Kyros beginnt Gefühle für Io zu entwickeln, wird es immer schwieriger die Maskerade aufrecht zu halten. Er ahnt nicht, dass Io und Yamin diese arrangierte Ehe, aus unterschiedlichen Gründen, nicht wollen und das auch Io im Auftrag ihres Vaters, auf der Suche nach der Ursache für die Unbesiegbarkeit des Königs ist.
Gemeinsam kommen Kyros und Io einer Intrige auf die Spur, die sich gegen Zeus richtet und Kyros muss eine Entscheidung treffen.

Das Cover zum Buch hat mich sofort begeistert. Es passt hervorragend zum Plot und auch die Farben harmonieren sehr schön miteinander.
Für mich ist es das erste Buch dass ich von der Autorin gelesen habe und ich war von ihrem sehr flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil angenehm überrascht.
Sie hat bei mir genau den richtigen Nerv getroffen und mich sehr schnell in den Bann gezogen. Schon nach den ersten Sätzen, war ich mitten im Geschehen und tauchte förmlich in die Geschichte ein.
Durch ihre bildhaften, aber keinesfalls übertriebenen, Beschreibungen des Umfeldes, hatte ich auch das Setting gut vor Augen.
Kyros hat mir als Hauptcharaktere sehr gut gefallen. Er verkörpert in seiner Figur einerseits etwas Düsteres und Bedrohliches, aber andererseits strahlt er Sensibilität und Warmherzigkeit aus.
Auch Io ist eine sympathische Figur. Sie ist nicht nur liebenswert und natürlich, sondern auch furchtlos und mutig.
Die Gefühle und Emotionen der Propagonisten sind zu jeder Zeit spürbar und gut nachzuvollziehen. Die Romantik kommt nicht zu kurz, steht jedoch auch nicht zu sehr im Vordergrund.
Auch die Nebenfiguren, wie zum Beispiel der Sklave Amun, Kyros Freund Hypnos, Hades, Zeus und alle anderen Charaktere, sind sehr authentisch und glaubwürdig beschrieben.
Die Handlung ist dynamisch, spannend und es gibt keine unnötigen Längen.
Besonders gut gefallen hat mir auch die Detailgenauigkeit der Autorin im Plot, ihre umfangreiche Recherche zum Thema griechische Mythologie und die Informationen am Ende des Buches.
Jeder, dem die Namen der Götter und Kreaturen, der in der Unterwelt beheimateten Wesen, nicht geläufig sind, findet hier einen Überblick.
Damit ermöglicht Dana Graham dem Leser, tief in diese mystische Welt einzutauchen.
Fazit
Mit ihrem Buch "Sohn der Unterwelt" hat die Autorin eine tolle Fantasy-Geschichte erschaffen, die im antiken Griechenland spielt. "Archimedes" und die griechische Mythologie hat sie mir damit auf jeden Fall ein Stück näher gebracht. Vielen lieben Dank dafür!
Von mir bekommt "Sohn der Unterwelt" 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2020

Ein Debüt das auf ganzer Linie überzeugt

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Vortex - Der Tag, an dem die Welt zerriss" Anna Benning

Elaine ist eine der Auserwählten, die am jährlichen Vortexrennen in Neu London teilnehmen darf. Sie hat lange darauf hingearbeitet und ihr Ziel ...

Vortex - Der Tag, an dem die Welt zerriss" Anna Benning

Elaine ist eine der Auserwählten, die am jährlichen Vortexrennen in Neu London teilnehmen darf. Sie hat lange darauf hingearbeitet und ihr Ziel ist es nicht nur zu gewinnen, sondern eine Läuferin zu werden, die..???
In diesem spektakulären Rennen springen die Teilnehmer in den Vortex, einen Energiewirbel und jagen mithilfe dieses Portales um den Globus. Der Sprung ist jedoch nicht ungefährlich und kann den Teilnehmern sogar das Leben kosten. Elaine ist gut vorbereitet, doch beim Wettbewerb erwacht im Vortex eine starke Macht in ihr, die die Welt verändern kann. Der einzige, der Elaine helfen kann ist ein Junge, der so gar nichts mit ihr zu tun haben will.

Auf Vortex war ich, nachdem ich so viel über dieses Buch gelesen und gehört hatte, sehr gespannt.
Und was soll ich sagen? Wow! Die Geschichte hat mich von der ersten Sekunde an gefangen genommen.
Die Autorin hat mich mit ihrer einnehmenden und wunderbar leicht zu lesenden Ausdrucksweise von Anfang an begeistert. Nichts lässt erahnen, dass es sich hierbei um ein Debüt handelt.
Im Gegenteil, der Schreibstil ist auf einem hohem Niveau.
Ich wurde förmlich ins Geschehen geworfen und bin durch die Seiten geflogen. Es war mir fast nicht möglich, dass Buch aus der Hand zu legen, weil ich die Story so genossen habe.

Elaine ist eine sympathische Propagonistin, auch wenn ich sie zwischendurch gerne mal geschüttelt hätte, wenn sie wieder unüberlegt und zu schnell gehandelt hat. Doch mit ihrem Mut und ihrer Zielstrebigkeit ist sie eine starke Charaktere und hat auch für diejenigen gekämpft, die es nicht so gut mit ihr meinten.
Auch alle anderen Figuren sind wunderbar lebendig und greifbar und man merkt, wieviel Liebe die Autorin in ihre Gestaltung gesteckt hat. Mein Liebling ist, neben Susie auf jeden Fall Atlas. Um wen es sich dabei handelt, verrate ich hier nicht. Lest das Buch einfach selbst....

Das Setting hatte ich aufgrund der bildhaften, aber keinesfalls übertriebenen Beschreibung immer gut vor Augen.
Durch mehrere Plot Twist blieb es während der gesamten Zeit spannend und unvorhersehbar und so manches Mal war ich mit meinen Nerven am Ende, weil ich gefesselt von der Story war.

Fazit
Die Autorin hat mit "Vortex - Der Tag an dem die Welt zerriss" auf ganzer Linie überzeugt und einen unglaublich starken und mitreißenden Auftakt der Reihe geschrieben, in dem Plot, Setting und Charaktere perfekt gelungen sind.
Ich liebe die Reihe jetzt schon und kann sie euch nur wärmstens empfehlen. Vielen lieben Dank für das tolle Leseerlebnis liebe Anna!
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung der Dystopie. Von mir gibt es volle 5 Sterne! ⭐⭐⭐⭐⭐


VortexDerTagandemdieWeltzerriss

NetGalleyDE

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2020

Ein tolles Debüt

Rote Tränen
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"Rote Tränen" von Mike Landin

Jacob ist alles andere als begeistert, als seine Eltern mit ihm und seiner Schwester Lena, in deren Heimat zurückziehen und fortan auf einen Hof in den Berchtesgadener Alpen ...

"Rote Tränen" von Mike Landin

Jacob ist alles andere als begeistert, als seine Eltern mit ihm und seiner Schwester Lena, in deren Heimat zurückziehen und fortan auf einen Hof in den Berchtesgadener Alpen leben wollen. Und dann gibt es auch noch Probleme bei der Anreise, denn sie geraten mit dem zukünftigen Bürgermeister Huber aneinander.
Nur Hannah, die gleichaltrige Tochter des Nachbarn hebt seine Stimmung etwas an. Als kurze Zeit später das sechste junge Mädchen innerhalb von zwanzig Jahren spurlos verschwindet, wird Jacob schnell klar, dass seine Eltern etwas verschweigen. Sie reagieren sehr verschlossen und reserviert auf Fragen. Zusammen mit Hannah versucht er den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Schon bald merken die Beiden, dass auch Hannahs Familie in die Geschehnisse verstrickt sind.

Ich bin eigentlich nicht so der Fan von Thriller, doch "Rote Tränen" hat mich in vieler Hinsicht positiv überrascht.
Das Cover ist schlicht gehalten, passt jedoch hervorragend zum Buch.
Und was soll ich sagen?! Dee Autor hat mich mit seinem leichten, flüssigen Schreibstil direkt in den Bann gezogen und sehr gut unterhalten. Nichts lässt erahnen, dass es sich hierbei um ein Debüt handelt.

Spannungsgeladen von der ersten bis zur letzten Seite führt Mike Landin seine Leser durch die Geschichte.
Wer jedoch einen blutigen Thriller erwartet, der wird hier enttäuscht. Der Autor beschreibt vielmehr facettenreich und sehr lebendig eine Familientragödie. Durch geschickt eingeschobene Rückblenden erfahren wie nach und nach immer mehr über die Vergangenheit der Familie.

Mike versteht sein Handwerk und schildert selbst kleine Details so ausdrucksvoll und lebendig, dass man als Leser den Eindruck bekommt, durch die Augen des Propagonisten zu schauen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des achzehnjährigen Jacob, doch man hat nicht das Gefühl, einen Jugendroman zu lesen. Im Gegenteil, Jacob ist für sein Alter ziemlich reif und seine Gefühle und Empfindungen, vor allem Hannah gegenüber, waren sehr gut nachzuvollziehen. Auch die Nebenfiguren sind ausführlich charakterisiert und fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.
Der Spannungsbogen reißt nicht ab, sondern bleibt bis zum Schluss auf einem konstant hohen Level. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen, die mich in die Irre geführt haben und mich bis zuletzt über den Täter im unklaren ließen. Auch wenn ich mit meine Vermutung richtig lag, konnte der Autor mich bis zur letzten Seite fesseln.
Fazit
"Rote Tränen" ist ein toller Mix aus Thriller und düsterer Familiengeschichte und Mike Landin ist damit ein beeindruckendes und fabelhaftes Debüt gelungen.
Ich habe selten ein Erstlingswerk von einer so hohen Qualität gelesen.
Diesen Namen sollte man sich auf jeden Fall merken.
Für mich eines meiner Lesehighlights in diesem Monat.

Von mit gibt es dafür 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

Ich bedanke mich beim Autor für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere