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Veröffentlicht am 29.10.2024

Wunderschöne Liebesgeschichte für Schottland Fans

Die schottische Bäckerei zum Glück
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Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich nicht nur Schottland, sondern auch Geschichten mit Happy-End liebe?
In der Isle-of-Mull-Reihe von Emma Bishop finde ich beides und schon das ist ein Grund, warum ...

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich nicht nur Schottland, sondern auch Geschichten mit Happy-End liebe?
In der Isle-of-Mull-Reihe von Emma Bishop finde ich beides und schon das ist ein Grund, warum ich ihre Bücher liebe.
Die drei Freundinnen Hailey, Allison und Lin leben in Tobermory. Es ist eine Stadt auf der Isle of Mull, einer Insel vor der Nordwestküste Schottlands.
Alle drei haben jeweils ein eigenes Geschäft. Ally besitzt einen kleinen Buchladen, Lin einen Blumenladen und Hailey nennt eine kleine Bäckerei mit einem angegliederten Café ihr Eigen.

An einem regnerischen Abend taucht in Haileys Bäckerei ein fremder Mann auf. Er ist völlig durchnässt, trägt zerrissene Kleidung und ist völlig verwirrt. Der erste Name, der ihm einfällt, ist Arran Hamilton, doch er weiß weder, ob er wirklich so heißt, noch woher er kommt. Er kann sich nur daran erinnern, dass er am Strand zu sich gekommen ist und hat keine Ahnung, was mit ihm passiert ist.
Er weiß nur, dass es besser ist, wenn er weder einen Arzt, noch die Polizei aufsucht.
Hailey, die ein großes Herz für Bedürftige hat, nimmt ihn bei sich auf ohne zu ahnen, wem sie da Obdach gewährt. Obwohl sie, geprägt durch ihre Vergangenheit, keine Beziehung möchte, kommt Arran ihr gefährlich nahe. Doch Hailey hat Angst, verletzt zu werden und versucht auf Abstand zu gehen.

Das Cover passt perfekt zur Reihe und gefällt mir sehr gut.
Der wunderbar lebendige Schreibstil der Autorin ist mir bereits aus Band 1 und aus ihren Fantasybüchern bekannt.
Mit ihrer bildhaften Ausdrucksweise erweckt die Autorin das Setting förmlich zum Leben.
Ich hatte das kleine Hafenstädtchen Tobermory direkt wieder vor Augen, roch die Seeluft in der Nase und spürte den Wind im Gesicht.

Im zweiten Teil der Reihe treffen wir wieder auf die drei Freundinnen Allison, Hailey und Lin.
Nachdem wir im ersten Band Allison begleitet haben, steht nun Hailey im Fokus.
Ich bin schnell in die Handlung eingetaucht und hatte gleich dieses Gefühl des „Nachhausekommens“.
Am ersten Tag habe ich über 300 Seiten gelesen und konnte das Buch kaum zur Seite legen.

Ich finde die Freundschaft der drei jungen Frauen so toll. Sie halten fest zusammen und unterstützen sich gegenseitig wo immer es nötig ist. Doch sie lassen sich auch Freiräume und akzeptieren, wenn eine von ihnen über irgendwas nicht reden möchte.

Als Hailey Arran in ihrem Schuppen Unterschlupf gewährt, ahnt sie noch nicht, das sich zwischen ihnen schon bald Gefühle entwickeln werden.
Arran entpuppt sich nicht nur als sehr aufmerksam und einfühlsam, sondern auch als sehr empathisch und hilfsbereit. Auch die Clique nimmt ihn schnell in ihrer Mitte auf, doch Hailey ist geprägt durch ihre Kindheit. Sie hat Angst davor, enttäuscht und alleingelassen zu werden.

Obwohl ihre Freundinnen nicht alle Hintergründe kennen, sind sie zu jeder Zeit für sie da und unterstützen sie. Auch ihre anderen Freunde helfen, wo immer sie können.
Die Charaktere haben ausreichend Tiefe und eine latente Spannung sorgt dafür, dann man immer weiterlesen möchte. Die Emotionen waren zu jeder Zeit spürbar und zwischendurch habe ich auch ein paar Tränen vergossen, wenn ich mit Hailey mitgelitten habe.

Gut gefallen hat mir, dass es bei beiden auch sehr um die inneren Werte des anderen geht (obwohl Arran natürlich auch mit seinem guten Aussehen punktet).

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass Schottland und seine wunderschöne Natur während der Ausflüge detailliert beschrieben wurde und ich die Landschaft bildhaft vor Augen hatte.

Fazit:
Wer einen wunderschönen Wohlfühlroman sucht, in dem es um Freundschaft, Vertrauen, Verlust und Liebe geht ist hier auf jeden Fall richtig.
Ich freue mich schon auf Band 3 der Reihe und die Geschichte von Lin.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Auch wenn die Story Potenzial hat, konnte mich der Auftakt nicht überzeugen

Coven of Bones - Meine Magie ist dein Tod
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Puh...im Moment weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, wie viele Sterne diese Story am Ende von mir bekommen wird. Eigentlich liebe ich Geschichten, in denen es um Vampire und Hexen geht und die Tropes Enemies-to-Lovers ...

Puh...im Moment weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, wie viele Sterne diese Story am Ende von mir bekommen wird. Eigentlich liebe ich Geschichten, in denen es um Vampire und Hexen geht und die Tropes Enemies-to-Lovers und Dark Academia.
Versprochen wurde auch alles in dieser Story, aber leider anders umgesetzt, als ich erhofft hatte. Es gibt so einiges, was mir nicht gefallen hat, aber irgendwie möchte ich auch wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Doch fangen wir von Vorne an.
Willow und ihr kleiner Halbbruder Ash wachsen, geschützt durch einen Zauber ihrer Mutter und versteckt vor dem Hexenzirkel auf. Zu seiner eigenen Sicherheit weiß Ash nichts über seine Herkunft.
Willow hingegen, die von ihrem leiblichen Vater zu einer perfekten Waffe ausgebildet und erzogen wurde, hat die Aufgabe, für die Familie Rache zu nehmen.
Sie soll den Covenant zu zerstören, denn ihre Tante wurde vor 50 Jahren bei einem blutigen Massaker an der Hexenakademie getötet. Doch dafür muss sie sich direkt in die Hollow’s Grove University und somit in die Höhle des Löwen begeben.
Dort steht Willow nicht nur ihrer untoten Urahnin gegenüber, sondern auch dem Schulleiter Alaric Thorne, der nicht nur arrogant, sondern auch anziehend und attraktiv ist und sie am liebsten so schnell wie möglich in sein Bett holen möchte. Doch es warten noch ganz andere Herausforderungen auf die junge Frau.

Ich liebe den Trope Enemies-to-Lovers und der Klappentext tat sein übriges, um mich neugierig auf die Geschichte zu machen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Flüssig und lebendig führt sie durch die Zeilen.

Wir verfolgen die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Willow und Gray und bekommen so von beiden Seiten einige Einblicke in ihre Gedanken.

Schon zu Beginn tauchen jedoch viele Fragen in meinem Kopf auf, die im ersten Teil leider nicht richtig beantwortet werden.
Es fehlt mir auch einiges an Hintergrundwissen.
Besonders über das Covenant-Paar und die Hüllen (ich habe nur verstanden, dass sie eine Mischung aus Vampir und Dämon sind) habe ich mir weit aus mehr Informationen erhofft.
Es gibt auch einige Punkte, die für mich Unlogisch waren. Zum Beispiel….Die Schule war 50 Jahre geschlossen. Was ist in der Zeit passiert?
Unterricht gab es auch nicht wirklich und von irgendwelchen „Lehrkräften“, die man normalerweise an einer Acardemie trifft, war weit und breit nichts zu sehen.
Auch über die Hexen von Crysal Hollow erfahre ich kaum etwas. Zu Beginn sind alle Erbfamilien aufgeführt, aber weitere Informationen, vor allem über ihre Fähigkeiten, gibt es nicht.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich lese den zweiten Teil einer Story und habe Band 1 verpasst.

Doch kommen wir zu den Charakteren.
Willow ist eine sympathische Protagonistin, die ihren Bruder über alles liebt und sehr um ihn besorgt ist. Sie ist von ihrem Vater zu einer Waffe erzogen worden und ihre Ausbildung war alles andere als leicht. Ich hätte deshalb erwartet, dass sie abgehärteter ist, in einigen Situationen überlegter handelt und nicht blauäugig alles schluckt.
Alaric ist eine Figur, aus der man lange Zeit nicht schlau wird. Er wirkt arrogant, gefühllos und ist sehr besitzergreifend.
Die „Beziehung“ zwischen den beiden konnte ich irgendwie auch nicht richtig nachvollziehen. Dass es spicy zugeht, wusste ich ja vorher, allerdings hat mir nicht so gut gefallen, dass Willow sich so von ihm manipulieren ließ.
Außer den beiden gibt es bisher auch nicht wirklich interessante Charaktere. Iban und Della blieben als Nebenfiguren leider sehr blass.

Richtig Spannung kommt erst im letzten Drittel des Buches auf und der Plottwist am Ende hat mich sehr überrascht und fast ein wenig schockiert.
Auch wenn ich neugierig bin, wie die Geschichte weitergeht, bin mir im Moment noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Ein *Must-Have" für alle Fans der Wiener Kaffeehauskultur

Wiener Zuckerbäckerei
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Therese Schulz war die Direktrice der Zuckerbäckerei im luxuriösen Grand Hotel in Wien.
Ihre Rezepte notierte sie akribisch in einem kleinen Büchlein, dass später über ihre Nichte an die Urgroßnichte ...

Therese Schulz war die Direktrice der Zuckerbäckerei im luxuriösen Grand Hotel in Wien.
Ihre Rezepte notierte sie akribisch in einem kleinen Büchlein, dass später über ihre Nichte an die Urgroßnichte Eva Scheiringer weitergegeben wurde.
Bernadette Wörndl hat diese 100 Jahre alten Rezepte aus dem letzten Jahrhundert übersetzt, und an die heutigen Maßstäbe angepasst.
So entstand ein wunderschönes Backbuch mit Rezepten zu 75 traumhaften Süß- und Mehlspeisen.
Begrüßt werden wir zu Beginn mit einem Rückblick in die 1920er Jahre Wiens. Wir lernen die Schwestern Theresa und Cilli kennen und erfahren, wie Theresa dazu inspiriert wurde, ihre neuen Rezeptideen in einem kleinen Büchlein zu skizzieren, dass hundert Jahre später als Inspirationsquelle für die „Wiener Zuckerbäckerei“ dienen sollte.
Aufgeteilt ist das wunderschöne Hartcover in mehrere Kapitel. Neben dem Vorwort und der Einleitung folgen die Rezepte, die in „Kuchen & Tartes“, „Torten“, Schnitten & Rouaden“, „Teegebäck“, „Mehlspeisen“, Weihnachtsgebäck“ und Puddings, Cremes & Eingekochtes“ aufgeteilt sind.

Von Marmorgugelhupf und Kaffeeschaumroulade, Kaiserschmarren,böhmischen Dalken und verschiedenen Grundrezepten, bis zu den Punschkrapferl, der Sachertorte und der spanischen Windtorte finden Liebhaber der österreichischen Süßspeisen alles was das Herz begehrt.

Zu allen Rezepte gibt es nicht nur eine Liste der Zutaten und eine genaue Backanleitung, sondern auch kleine Tipps, um den Kuchen & Torten zum Beispiel eine moderne Note zu verleihen.
Außerdem findet man wunderschöne Fotos der Rezepte, neue und alte Bilder aus Wien, sowie Auszügen aus den Originalrezepten von Theresa Schulz. Diese Kombination aus alten Traditionsrezepten und modernen Interpretationen stimuliert die Sinne und macht Lust aufs Backen.

Ich probiere gerne alte und neue Rezepte aus und da wir uns gerade im Herbst befinden, lachte mich die gedeckte Apfeltorte an. Ich habe mich deshalb gleich ans Backen gemacht und meiner Familie mit diesem wunderschönen Rezept den Sonntag versüßt.

Ich bin begeistert von diesem wunderschönen Backbuch und werde bestimmt noch viele dieser tollen Rezepte ausprobieren.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Eine fantastische Fortsetzung

Froststerne (Romantasy-Trilogie, Bd. 2)
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„Froststerne – Durch Traum und Eis“ von Anna Fleck
Band 2 der Romantay-Trilogie

Elvy weiß nicht, ob sie je in ihre Heimat zurückkehren wird, als sie gemeinsam mit der Aelfar-Prinzessin Simàja und Tomte ...

„Froststerne – Durch Traum und Eis“ von Anna Fleck
Band 2 der Romantay-Trilogie

Elvy weiß nicht, ob sie je in ihre Heimat zurückkehren wird, als sie gemeinsam mit der Aelfar-Prinzessin Simàja und Tomte Teda die letzte Pforte nach Ymatàja durchschreitet.
Doch sie hat ein Ziel. Elvy will Erik aus den Fängen der Kalten Herrscherin befreien.
Aber die Zeit wird knapp.
Die Kraft der Schneekönig nimmt beständig zu und der Sieg des Winters steht kurz bevor.
Elvy macht sich gemeinsam mit Simàja und Tomte Teda auf die Suche nach Verbündeten.

Während Simàja verzweifelt versucht, die Völker zu vereinen, um gemeinsam den Kampf gegen die kalte Herrscherin aufzunehmen und sich dabei einer großen Gefahr aussetzt, träumt sich Elvy Nacht für Nacht zu Erik und sucht nach einem Weg um ihn zu retten.
Doch der Frostprinz, der die Arme der Ysrika anführt, hat es auf sie abgesehen und will sie zu seiner Prinzessin machen. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und Elvy geht Nacht für Nacht größere Risiken ein, um Erik aus den Fängen der Schneekönigin zu befreien.

Bereits Band 1 sorgte bei mir für Schnappatmung, als ich das Buch in den Händen hielt und auch die Fortsetzung ist wieder ein richtiger Eycatcher.
Die wunderschönen Prägungen des Hartcovers und der fantastische Farbschnitt sind sehr hochwertig gestaltet. Auch die Druckfarbe im Innenteil ist etwas ganz besonderes, denn sie ist passend zum Buch in Blau gehalten.
Für mich sind es auf jeden Fall die schönsten Cover/Bücher des Jahres.

Endlich ist die Fortsetzung der Geschichte da und ich durfte wieder in die eisige Welt Ymatàjas eintauchen. Der leichte, flüssige und sehr atmosphärische Schreibstil von Anna Fleck machte es mir aber auch nicht schwer wieder in die Handlung hineinzufinden.

Gemeinsam mit Elvy, Simàja und Tomte Teda lernen wir das verwunschene Reich hinter dem Eis nach und nach kennen. Dabei saßen uns die Frostkrieger der Ysirka immer im Nacken.
Wir begegnen in den Tunneln den Grautrollen, suchen die Somarfejra auf und die Somaelfar und besuchen die Versammlung der Vintaelfar.

Das Worldbuilding ist einfach fantastisch und wunderbar bildhaft beschrieben. Ich habe es geliebt, gemeinsam mit unseren Charakteren die Völker dieser Welt zu entdecken.
Besonders gut hat mir diesmal Elvy gefallen, denn ihre innere Zerrissenheit zwischen dem Wunsch ihre große Liebe Erik zu befreien und der Rettung der Welt, war für mich zu jedem Zeitpunkt spürbar.
Meine Lieblingsfigur ist immer noch Tomte Teda. Ich musste oft über die Kaffeesüchtige Wichtelin lachen. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und ich mag ihre schonungslos ehrliche Art und die Mischung aus Herzlichkeit und A*tritt. Aber auch Nuk und Nîm habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Der Cliffhanger am Ende lässt mich nun ungeduldig auf Band 3 warten. Wie soll ich die lange Wartezeit überbrücken?

Fazit
Oft ist der zweite Teil einer Trilogie etwas schwächer, doch die Autorin hat bewiesen, dass das nicht sein muss. Im Gegenteil! Mir hat Band 2 fast noch besser gefallen als der erste Teil.

Eine tolle Story, die mich mit unvorhersehbaren Wendungen, Action, aber auch eine gute Portion Humor und vielen emotionalen Momenten gepackt hat.
Ich habe die Geschichte förmlich verschlungen.
Anna Fleck sorgte mit ihrer illustrativen Ausdrucksweise auch in der Fortsetzung wieder dafür, dass ich diese wundervolle magische Welt bildhaft vor Augen hatte und die Kälte Ymatàjas überall spüren konnte.
Für diesen Pageturner gibt es verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 28.09.2024

Das Warten hat ein Ende

Sommerpfade in Arrowwood
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Das Warten hat ein Ende und endlich darf ich mich wieder auf den Weg nach Arrowwood machen und die Sleeping Lake Ranch besuchen. Alle Geschichten spielen in Arrowwood, können aber unabhängig voneinander ...

Das Warten hat ein Ende und endlich darf ich mich wieder auf den Weg nach Arrowwood machen und die Sleeping Lake Ranch besuchen. Alle Geschichten spielen in Arrowwood, können aber unabhängig voneinander gelesen werden.

Auch wenn diesmal die Geschichte von Lainey und Robyn erzählt wird, habe ich mich sehr gefreut, liebgewonnene Bekannte wiederzusehen. Denn natürlich haben auch Nicky, Granny und Tom ihren Platz in der Geschichte.
Es gibt zwei Handlungsstränge.
Grandpa Bill hat Lainey und ihre jüngere Schwester Robyn zu gleichen Teilen seine Farm vererbt.
Robyn, die als berühmte Konzertpianistin ständig unterwegs ist, hat eigentlich gar kein Interesse an der Farm und Lainey, obwohl sie sie im Sinn ihres Großvaters gerne weiterführen möchte, hat keine Ahnung von der Landwirtschaft. Doch um die Ranch zu ihrem Zuhause zu machen, muss sie nicht nur viel lernen, sondern auch ein eigenes Konzept dafür entwickeln und sich mit ihrer Schwester auseinandersetzen.
Um die Zeit bis zur Übernahme der Farm sinnvoll zu nutzen, begleitet sie ihre Tante Beth nach Arrowwood. Sie hofft, auf der Sleeping Lake Ranch so viel wie Möglich über das Betreiben einer Ranch zu lernen. Auf dem Gnadenhof gibt es jedoch nur einen Job als Pflegerin von Nickys Gandma und nicht nur deren Demenz bringt einiges durcheinander, sondern auch das Auftauchen von Clayton, ihrem Ex-Freund.

Im zweiten Handlungsstrang steht Rabbit vor einigen Herausforderungen. Das Verhältnis zu seinem Vater Jeremy ist zerrüttet, doch dann quartiert dieser sich plötzlich, für scheinbar längere Zeit bei ihm ein. Jeremy mischt sich sogleich in alles ein und weiß alles besser. Für Rabbit ist nicht nur das eine schwierige Situation, denn auch bei der Übernahme der Lederwerkstatt von Tom läuft für Rabbit nicht alles nach Plan.

Das Cover passt perfekt zu den zwei anderen Bänden und gefällt mir sehr gut.
Auch der Schreibstil von Natascha Birovjlev ist wie gewohnt leicht und lebendig. Ich fühlte mich schon nach wenigen Seiten wieder heimisch und hatte das Gefühl Arrowwood gar nicht verlassen zu haben.

Lainey ist eine selbstlose junge Frau, die in der Familie immer hinter ihrer berühmten Schwester zurückstecken muss und das auch bereitwillig tut. Ihre Mutter ist völlig darauf fixiert, Robnys Karriere zu fördern und vergisst darüber, dass sie noch eine weitere Tochter hat, die sie vielleicht ab und zu mal braucht.
Ich hätte mir gewünscht, dass Lainey etwas mehr für das, was sie möchte kämpft und vielleicht wenigstens am Ende, auch ihrer Mutter gegenüber Klartext redet.

Rabbit habe ich schon in Band 2 ins Herz geschlossen. Er möchte die Lederwerkstatt von Tom übernehmen und mit Emily glücklich werden. Doch dann taucht sein Vater auf und schafft es, dass Rabbit plötzlich an sich selbst zweifelt. Man spürt förmlich seine innere Zerrissenheit, Ich habe mit ihm gelitten und von Seite zu Seite gehofft, dass entweder Rabbit oder sein Vater den Mund aufmacht und sie ein klärendes Gespräch beginnen.

Beide Charaktere müssen im Laufe der Handlung lernen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich nicht von den Erwartungen anderer beeinflussen zu lassen.

Allerdings wurde mir zu viel um den heißen Brei geredet und die viele Schwindeleien und Geheimnisse empfand ich als etwas übertrieben.
Schön fand ich, dass auch alte Bekannte aus Band 1 und 2 wieder dabei waren, auch wenn sie hier nur eine Nebenrolle spielten. Vor allem die Passagen mit Granny und Tom ließen mir das Herz aufgehen und ich ffeiere ihre späte Liebe.

Natascha Birovljev hat wieder geschafft, nicht nur die Atmosphäre und das Kanadafeeling gekonnt einzufangen, sondern mich mitgenommen auf eine emotionale Reise mit tiefgründigen Charakteren.

Für Band 3 gibt es daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung

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