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Veröffentlicht am 15.09.2016

Leicht lesbarer Roman über eine Dreiecksbeziehung

Nachts schwimmen
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Die in Sydney lebende Produzentin Rachel ist an den Wohnort ihrer Mutter in die Kleinstadt Corimbi zurückgekehrt, als diese aufgrund ihrer Krankheit nur noch wenige Zeit zu leben hat. Sie möchte ihr die ...

Die in Sydney lebende Produzentin Rachel ist an den Wohnort ihrer Mutter in die Kleinstadt Corimbi zurückgekehrt, als diese aufgrund ihrer Krankheit nur noch wenige Zeit zu leben hat. Sie möchte ihr die letzten Lebenstage so angenehm wie möglich gestalten. Um sich von dieser vor allem emotional mitnehmenden Tätigkeit zu entspannen, sucht sie nachts das örtliche Schwimmbad auf. Eines Tages trifft sie dort auf Quinn Davidson, der seit kurzem jede Woche zwei Tage lang im Nachbarhaus wohnt und als Arzt praktiziert. Er ist Rachel gefolgt und sieht es als gute Idee so wie sie ein paar Runden zu schwimmen und zu tauchen. Vom ersten Moment an mögen und verstehen sich die beiden, doch ihnen ist klar, dass sich nicht mehr entwickeln kann, denn Quinn ist verheiratet. Gemeinsam mit seiner Frau Marianna wohnt er in Brisbane. Beide wünschen sich seit vier Jahren ein Kind, inzwischen macht Marianna sogar In-Vitro-Fertilisation. Doch nach einer erneuten Fehlgeburt, möchte Quinn weitere Versuche gerne einstellen oder zumindest eine längere Pause machen. Doch Marianna läuft die Lebenszeit davon und sie hält an ihrem Wunsch fest. Quinn findet bei Rachel Verständnis. Die beiden nähern sich immer mehr an und Quinn ist schließlich zur Trennung von seiner Ehefrau bereit. Doch da geschieht etwas Unerwartetes.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten schildert Sarah Armstrong die Begegnung von Rachel und Quinn, während Marianna in Brisbane verzweifelt versucht, einen Weg zu finden, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Die Autorin beschreibt die starken Gefühle von Marianna, die ihrem verlorenen Baby nachtrauert. Sarah Armstrong verarbeitet bei diesem Thema ihre eigenen Erfahrungen. Quinn und Marianna haben bisher keine Möglichkeit gefunden, miteinander über ihre Empfindungen zu sprechen. Ihre Beziehung leidet darunter. Der zweite Teil spielt sechs Jahre später und bringt eine große Änderung in der Dreiecksbeziehung mit sich.

Sehr viel Wert legt die Autorin auch auf die Kindheitserfahrungen der drei Protagonisten, denn diese haben Auswirkungen bis zum jetzigen Erwachsenenalter. Rachel hat ihren Bruder früh verloren und fühlt sich dafür verantwortlich. Quinn ist auf einer kleinen Insel aufgewachsen. Seine Mutter ist bereits verstorben, aber ohne dass er einen versöhnlichen Abschied mit ihr hatte. Marianna schließlich hat bei ihrem Vater immer um Anerkennung gekämpft und bis in die Gegenwart nicht gefunden.

Obwohl die Charaktere gut entwickelt sind, konnte mir keine der Figuren richtig sympathisch werden. Rachel, die von Beginn an über Marianna Bescheid wusste, verschließt die Augen vor der Wahrheit, um Quinn nicht wieder zu verlieren. Und Quinn verstrickt sich von der ersten kleinen Schwindelei immer mehr in seinen Lügen. Trotz der großen problematischen Themen die der Roman anschneidet, hat die Autorin an einigen Stellen das Geschehen zwar beschrieben, ist aber nicht näher darauf eingegangen, beispielsweise wird Rachels Trauer über den Verlust der Mutter nur angeschnitten. Quinns Verhältnis zu seinem Vater und zu seinem Bruder bleibt für mich etwas vage.

Insgesamt gesehen, bietet „Nachts schwimmen“ einen leicht lesbaren Roman über eine Dreiecksbeziehung im fernen Australien, der mich gut unterhalten hat und den ich daher weiterempfehle.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Leider nur Mittelmaß

Bretonische Brandung
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In „Bretonische Brandung“, dem zweiten Band der Krimiserie um den bretonischen Kommissar George Dupin, werden auf Le Loc’h, einem Eiland das zu den Glénan-Inseln gehört, nach einem heftigen Sturm drei ...

In „Bretonische Brandung“, dem zweiten Band der Krimiserie um den bretonischen Kommissar George Dupin, werden auf Le Loc’h, einem Eiland das zu den Glénan-Inseln gehört, nach einem heftigen Sturm drei Leichen angeschwemmt. Zunächst sieht alles danach aus, als ob die anfangs noch nicht identifizierten Männer bei einem Bootsunfall infolge des Unwetters ums Leben gekommen sind. Schließlich stellt sich heraus, dass einer der Toten ein Freund des Präfekten ist und so bekommt die Aufklärung des Vorgangs Priorität. Die folgende Obduktion zeigt zum Leidwesen von Dupin, dass es Mord war. Die Ermittlungen bringen den Kommissar zu unterschiedlichen Mordmotiven, denen er nur mit der Hilfe seiner Assistenten nachkommen kann, zumal er sich hauptsächlich auf den Inseln aufhält.

Das Buch zeigt, wie bereits der erste Band, die Liebe des Autors zur Bretagne. Da ich das Buch vor Ort in Concarneau gelesen habe, kann ich bestätigen, dass er Land und Leute treffend beschrieben hat. Leider konnte mich die Story nicht fesseln. In Gedanken habe ich Dupin über die Inseln gehen gesehen, während er telefonisch seine Anweisungen erteilte, aber es fehlte mir an Spannung. Auch in Sachen Liebe gibt die Geschichte sehr wenig her. Natürlich ist das Buch ein Kriminalfall, aber etwas mehr Entwicklung hätte ich mir für den Kommissar gewünscht.

Die Charaktere sind gut beschrieben, jeder mit besonderen Eigenarten. Durch die kurze Aufklärungsdauer des Falls, die Ermittlungen dauern nur drei Tage, haben sie aber keine Zeit sich zu entwickeln. Allerdings erfährt der Leser in Verbindung mit dem Fall Wissenswertes aus der Historie der Glénan-Inseln der letzten 50 Jahre. Aufgrund der fehlenden Spannung bleibt der Krimi für mich leider nur Mittelmaß.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine der schönsten Liebesgeschichten des Jahres

Klar ist es Liebe
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Ein wunderschön gestaltetes Cover lädt zum Lesen der bezaubernden Liebesgeschichte „Klar ist es Liebe“ von Sandy Hall ein. Auch haptisch ist das Buch besonders ansprechend, denn wenn man es in die Hand ...

Ein wunderschön gestaltetes Cover lädt zum Lesen der bezaubernden Liebesgeschichte „Klar ist es Liebe“ von Sandy Hall ein. Auch haptisch ist das Buch besonders ansprechend, denn wenn man es in die Hand nimmt, kann man die Blätter und die Umrisse des Baumherzes sowie des am Baum lehnenden Pärchens fühlen. Außerdem glänzen gleichzeitig die erwähnten Elemente.

„Klar ist es Liebe“ sagen die Erzähler des Romans über die Beziehung von Azalea Fong, kurz Lea genannt, und Gabriel Cabrera, der Gabe gerufen wird. Beides sind Collegestudenten im ersten Semester und sie begegnen sich zum ersten Mal bei einem ungewollten Zusammenstoß kurz bevor das Seminar Kreatives Schreiben beginnt, das sie beide belegt haben. Schon ab diesem Zeitpunkt ist Maribel, eine Freundin von Lea die Augenzeugin des Zwischenfalls war, davon überzeugt, dass bei den beiden ein Funken übergesprungen ist.

Das Buch wird einzigartig durch die 14 Erzähler, die im Folgenden aus ihrer eigenen Sicht die Entwicklung der Beziehung mit all ihren Höhen und Tiefen zwischen Lea und Gabe schildern. Ich finde das eine sehr schöne Idee, die hervorragend von der Autorin umgesetzt wurde. Nur ganz kurz überschneiden sich, wenn überhaupt, die Erzählungen, so dass die Geschichte sich ständig weiterentwickelt. Es sind nicht nur die Menschen aus dem Umfeld der Protagonisten die hier zu Wort kommen, sondern auch ein Gegenstand und ein Tier. Lassen Sie sich/lasst euch überraschen!

Auch die Charaktere entwickeln sich in dem hier vorliegenden Zeitrahmen von September bis hin zum Mai des folgenden Jahres. Beide sind bemerkenswert höflich für ihr Alter, was auf eine gute Erziehung schließen lässt. Sie sind beide ruhig, Gabe sogar sehr schüchtern im Umgang mit Lea. Ohne Kenntnis darüber worum es sich handelt erfährt der Leser schon bald, dass Gabe ein Geheimnis mit sich trägt, das er nicht öffentlich machen möchte aber sein Verhältnis zu Lea beeinflusst.

Fast alle, die die beiden kennen, sind davon überzeugt, dass sie füreinander bestimmt sind. Auch mir wurden beide schnell sympathisch. Doch sowohl das Rätsel um Gabe als auch die falsche Annahme eines Kumpels von Lea in Bezug auf Gabes Suche nach Freundschaft lassen das Herz des Lesers pochen. Mehr oder weniger erschrocken verfolgt man, wie die Missverständnisse die beiden auseinander statt zueinander bringen. Man möchte beide gerne schütteln, damit sie sich aussprechen. Zum Glück verfügen beide über Freunde mit denen sie vertraut reden können und die auch mal korrigierend eingreifen. Doch letztendlich ist der Weg der Liebe steinig und so mancher ist schon darauf gestolpert. Ob es für Gabe und Lea ein Happy End geben wird, verrate ich hier nicht.

Diese Liebesgeschichte lässt sich locker und leicht lesen. Die ständig wechselnde Perspektive und kurze Abschnitte lassen die Zeilen nur so dahinfliegen. Obwohl es sich hier nur um eine einfache Liebesgeschichte im Collegemilieu handelt, entfaltet sie ihren ganz besonderen Charme eben genau dadurch, dass man sich mit diesen so normalen jungen Menschen sehr gut identifizieren kann. Die Erzählung könnte auch vor der eigenen Haustüre stattfinden. Das Buch ist nicht nur frür Jugendliche geeignet, sondern wird auch Erwachsene begeistern. Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich vergebe daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kurzweiliger Zeitvertreib

Der weiße Stern
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Gisela und Walther sind in der Neuen Welt endlich angekommen und haben sich auf ihrem eigenen Stück Land in Tejas (dem heutigen Texas) niedergelassen, das damals in 1830 ein Bundesstaat Mexikos war. Gisela ...

Gisela und Walther sind in der Neuen Welt endlich angekommen und haben sich auf ihrem eigenen Stück Land in Tejas (dem heutigen Texas) niedergelassen, das damals in 1830 ein Bundesstaat Mexikos war. Gisela ist hochschwanger, die Arbeit auf der Ranch fällt ihr nicht leicht. Immer wieder kommt es in der Umgebung zu Angriffen von Indianern. Als Gisela nach der Geburt ihres Sohnes keine Muttermilch zur Verfügung hat, macht Walther sich auf die Suche nach einer Amme. Bei den Komantschen, mit denen er seit geraumer Zeit Handel treibt, wird ihm die von einem anderen Stamm abgekaufte Nizhoni angeboten. Sie ist die Rettung für Walthers Sohn. Von Walther wird sie zunächst misstrauisch betrachtet und als eine Unterwürfige gesehen, doch Gisela behandelt sie wie ihresgleichen und so wird sie ihr schon bald zur Vertrauten.

Politisch kommt das Land nicht zur Ruhe, die Rivalitäten zwischen nordamerikanischen Siedlern und Mexikanern führen schließlich zum Krieg. Und auch die Indianer befinden sich weiterhin auf Beutezug. Nizhoni hat sich längst in den Haushalt von Walther integriert, dennoch wird sie von den Nachbarinnen aufgrund ihrer Herkunft weiterhin verachtet. Als Gisela sechs Jahre nach der Geburt ihres Sohns wieder schwanger wird und Walther in den Krieg zieht, kann Nizhoni sich auf ihre Weise bewähren.

Wie bereits beim ersten Band der auf vier Bücher ausgelegten Serie rund um die Urbanisierung des Landes Texas/Nordamerika gelingt dem unter dem Pseudonym Iny Lorentz schreibenden Autorenehepaar wieder eine mitreißende Geschichte. Ihr Schreibstil lässt sich leicht lesen, die historischen Details sind sehr gut recherchiert. Obwohl man denken mag das in diesem spärlich besiedelten Land bei denen die Nachbarn Tagesritte entfernt wohnen kaum etwas geschehen kann, passiert ständig etwas Neues und häufig auch Unerwartetes.

Bereits im ersten Teil der Geschichte sind mir Gisela und Walther sympathisch geworden. Auch diesmal zeigen sie wieder in ihrem Verhalten Ecken und Kanten und entwickeln sich charakterlich weiter, indem sie die Fehler ihrer Vergangenheit versuchen zu vermeiden. Das Leben ist nicht leicht und Krankheit und Tod sind allgegenwärtig. Aber sie sind frei von Herrschaften, von denen sie unterdrückt werden. Und so setzen sie sich im Rahmen des ihnen möglichen für Recht und Ordnung ein.

Der zweite Teil der Serie ist geprägt von Kämpfen um das Land und die Vormachtstellung an der politischen Spitze. Das gehört natürlich zur Geschichte des Staates Texas dazu, mir persönlich gefallen Beschreibungen von Schlachtengetümmel nicht so gut. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und freue mich auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wie weit darf man gehen, um das Gute zu unterstützen?

Layers
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Das Cover des Buchs „Layers“ von Ursula Poznanski zieht den Blick des Betrachters auf sich, vor allem der Ausschnitt in der Mitte ist es wert, dort näher hinzuschauen. Dadurch, dass die Broschur zweimal ...

Das Cover des Buchs „Layers“ von Ursula Poznanski zieht den Blick des Betrachters auf sich, vor allem der Ausschnitt in der Mitte ist es wert, dort näher hinzuschauen. Dadurch, dass die Broschur zweimal ausgeklappt werden kann entsteht ein mehrschichtiges Titelbild. Synonym steht es für die Geschichte im Buch, bei der der 17jährige Dorian auf der Suche nach der Wahrheit ist. Denn von Beginn an kann er nicht glauben, dass er Emil, der zwar älter aber genauso obdachlos ist wie er, in einer Nische einer Unterführung der U-Bahn erstochen haben soll. Genau das aber behauptet Nico, der plötzlich nach der Tat vor ihm steht. Dorian aber erinnert sich an nichts mehr und hat nun selbstverständlich vor einer Verhaftung Angst. Soll er Nico glauben? Emil liegt in einer Blutlache vor ihm. Das bestätigt doch Nicos Worte. Aber jemanden zu töten würde ihm nicht im Traum einfallen, oder doch? Die Wahrheit ist vielschichtig, Schein oder Realität wird in diesem Roman zum Thema. Kann ich wirklich immer glauben, was ich sehe?

Nico bietet Dorian in der Folge eine Unterkunft an. Sein Arbeitgeber Bornheim unterhält eine Villa in der er obdachlosen Jugendlichen nicht nur ein Zimmer, sondern auch Unterricht anbietet. Als Gegenleistung bittet er nur darum, Werbeflyer an günstigen Stehpunkten in der Stadt zu verteilen. Dorian ist darin sehr geschickt und hält sich an speziell dafür erstellte Regeln, so dass ihm bald schon eine anspruchsvollere Aufgabe zugeteilt wird. Er soll Werbegeschenke an ganz bestimmte, von Bornheim ausgesuchte Menschen verteilen. Dabei soll die Übergabe nach einem bestimmten Ablauf erfolgen. Eines Tages verweigert der Empfänger die Annahme und Dorian wird nicht wieder abgeholt und zur Villa zurückgebracht. Er weiß weder wo genau die Villa liegt noch hat er eine Möglichkeit zur Kommunikation. Nach einigem Hadern mit sich und seinem Gewissen entscheidet er sich dafür, das Geschenk zu öffnen. Und plötzlich wird er zum Gejagten. Doch aus der Stadt flüchten kommt für ihn nicht in Frage, denn da ist einerseits Stella, in die er sich verliebt hat, und andererseits möchte er wissen, welchen Sinn die Werbegeschenke haben.

Das Thema ist nicht mehr ganz neu, aber überaus aktuell, denn es geht darum, welche Auswirkungen es hat, wenn Daten über uns benutzt werden. Denn nicht immer dienen sie rein informatorischen Zwecken. Werden sie ausgewertet und für die Erreichung eigener Ziele eingesetzt, können sie auch manipulatorisch wirken, selbst wenn sie die Wahrheit wiedergeben. Ursula Poznanski spielt in diesem Buch mit Zukunftsvisionen. Das macht sie ganz geschickt, reizt ihre Fantasie nach meinem Geschmack aber zu sehr aus. Dadurch zieht sich die Geschichte in die Länge. Ich bin kein großer Freund von Verfolgungsjagden und darum gefiel es mir nicht so gut, dass Dorian sich lange auf der Flucht befindet. Glücklicherweise gibt es eine Art Countdown, der ein Ende in Aussicht stellt und mich dazu bewegte schnell weiterzulesen. Zum Ende hin kommt es dann zu einem furiosen Finale.

Die Erzählung bleibt stets an der Seite von Dorian. Er ist ein Protagonist, der dem Leser schnell sympathisch wird. Mit ihm hofft er darauf, dass das spezielle Angebot für obdachlose Jugendliche von Bornheim ihm eine Zukunftsperspektive bieten kann. Aber Dorian wirkt an einigen Stellen auch etwas einfältig, vor allem wenn es um seine Liebe zu Stella geht. Natürlich bildet sie eine passende Begründung dafür, Dorian zu verschiedenen Aktivitäten zu verleiten. Einige Charaktere bleiben undurchsichtig, was die Spannung steigert, weil man gern wissen möchte, wem Dorian denn nun überhaupt noch vertrauen kann.

Die große Frage, wie weit man Mittel zum Zweck einsetzen darf, um dem Guten auf die Sprünge zu helfen, wird letztendlich nicht eindeutig beantwortet. Jedoch bietet sich hier ein Denkanstoß und Diskussionsbedarf. Inwieweit sich unsere Realität durch Manipulationen zukünftig ändern lassen wird, bleibt eine spannende Vorstellung. Gerne gebe ich für dieses Buch eine Leseempfehlung.