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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2024

Koboldiger Lesespaß

KoboldKroniken 4. Drachenjagd im Dunkeln
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Die Schule hat Dario und seine Klassenkameraden wieder, mit all den Klassenarbeiten und dem alljährlichen Sportfest. Die Gefährten aus dem Lied der Sieben stehen fast alle fest, nur einer der Helden ist ...

Die Schule hat Dario und seine Klassenkameraden wieder, mit all den Klassenarbeiten und dem alljährlichen Sportfest. Die Gefährten aus dem Lied der Sieben stehen fast alle fest, nur einer der Helden ist noch nicht bekannt. Doch auch die bisher sechs Gefährten sind auseinandergedriftet. Dario und Lennard machen sich als einzige auf nach Kwertz: Dario will den Drachen Fafnir finden, und Lennard forscht nach dem Ursprung der Stimme in seinem Kopf. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse…

Das Buch ist bereits der vierte Band der Koboldkroniken, wobei es noch mehrere Bonusbände dazu gibt. Für den größtmöglichen Lesegenuss empfehle ich unbedingt, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Und schwupp war ich gleich von der ersten Seite an drin in der Geschichte und habe mitzufiebern begonnen. Geheimnisvoll wird es und natürlich höchst gefährlich – hier gibt es Spannung vom Feinsten. Schon der Prolog lässt jede Menge Fragen entstehen, die natürlich beantwortet werden wollen. Dabei sprüht die Geschichte wieder vor irrwitzigen Einfällen, es ist jedes Mal eine Freude, die verschiedenen Gebiete von Kwertz zu entdecken mit all ihren Eigenheiten und den dort ansässigen Lebewesen. Aber auch die Szenen aus dem Schülerleben sind voll aus dem Alltag gegriffen. Ich glaube, man kann die Kroniken mehrmals lesen und wird immer noch was Neues entdecken, das ist einfach genial. Ein Hoch auf die gute Zusammenarbeit von Daniel Beckmann (Autor) und Thomas Hussung (Illustrator), die den Text und die Illustrationen so verzahnt haben, dass die Geschichte zu einem riesigen Augenschmaus geworden ist. Ich bin natürlich schon ganz hibbelig auf den nächsten Band der Reihe...

Der vierte Band der Koboldkroniken ist wieder einmal genial geraten, ich empfehle das Buch für alle ab 9 Jahren. Ganz klar vergebe ich alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Magische Geschichte mit vielen Überraschungen

Die außergewöhnlichen Abenteuer der Alice Tonks
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Alice ist neu an der Pebblewood School. Das bedeutet auch, dass sie nun im Internat wohnt, getrennt von ihrer Gran, mit der sie bisher gelebt hat. Da sie Autistin ist, fällt ihr der Neuanfang an der Schule ...

Alice ist neu an der Pebblewood School. Das bedeutet auch, dass sie nun im Internat wohnt, getrennt von ihrer Gran, mit der sie bisher gelebt hat. Da sie Autistin ist, fällt ihr der Neuanfang an der Schule nicht leicht, dennoch findet sie in Tim und Ottie schnell Freunde. Doch da ist auch die Möwe, die plötzlich mit ihr spricht und sie um Hilfe bittet. Immer mehr Tiere verschwinden, und die verbliebenen Tiere brauchen Alice‘ Hilfe. Und das ganz dringend, denn der Tierdieb ist sehr aktiv. Alice ahnt noch gar nicht, was alles auf sie zukommt…

Alice ist als Autistin eine Außenseiterin, wie die Autorin Emily Kenny selbst. So lernt der (junge) Leser Alice‘ Welt mit ihren eigenen Augen kennen, das finde ich einen gelungenen Ansatz. Überhaupt hat die Autorin ein Herz für Außenseiter, denn auch Tim hat es nicht leicht im Leben. Die Hintergründe zu den Schülern sind gut ausgearbeitet, man kann sehr schnell mit Alice, Tim und Ottie sowie den sprechenden Tieren sympathisieren. Was allerdings hinter Alice‘ magischer Gabe steckt, ist spannend zu entdecken, hier kann man von Anfang an gut mitraten – und wird so einige spannende Überraschungen zu lesen haben. Die Geschichte ist liebevoll illustriert, schon das Cover macht Lust, in das Buch hineinzublättern und sich festzulesen. Keine schlechte Idee übrigens!

Diese magische Geschichte mit ihren vielen Geheimnissen bringt nicht nur viel Spaß beim Lesen, sondern macht auch Lust auf eine Fortsetzung. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Traum oder Wirklichkeit

Der längste Schlaf
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Die Schlafforscherin Mara Lux weiß alles über das Thema Schlaf – doch genau der fehlt ihr selbst: Sie leidet seit Jahren an quälender Insomnia. Denn sie fürchtet ihren Schlaf, seit ihre Träume in die Realität ...

Die Schlafforscherin Mara Lux weiß alles über das Thema Schlaf – doch genau der fehlt ihr selbst: Sie leidet seit Jahren an quälender Insomnia. Denn sie fürchtet ihren Schlaf, seit ihre Träume in die Realität hineinzuschwappen drohen. Da ihre Eltern früh gestorben sind, wohnt sie inzwischen in London. Überraschend erhält sie die Nachricht von einem Notar aus Frankfurt, dass ein unbekannter Gönner ihr sein Herrenhaus vermachen möchte. Fasziniert und neugierig reist Mara an, um sich das Haus anzusehen. Dabei erkennt sie, dass sie mit dem Haus auf seltsame Weise verbunden zu sein scheint. Es dauert eine Weile, bis sie merkt, dass sie hier noch eine Aufgabe zu erledigen hat…

Eine schlaflose Schlafforscherin, das ergibt auf den ersten Blick eine seltsame Verquickung. Doch die Autorin Melanie Raabe schafft es, diesen Spagat zu überbrücken, so dass all die Gegensätze, die Mara in sich vereint, glaubwürdig erscheinen. Vieles zeigt sich äußerst geheimnisvoll, was in der Geschichte geschieht, verschiedene Handlungsstränge erzählen von Geheimnissen aus Vergangenheit und Gegenwart, die nach Auflösung drängen. Träume und Realität scheinen sich ineinander zu verzahnen, die Wirklichkeit verschwimmt, mit Mara fragt sich der Leser zunehmend, was hier Traum und was Realität ist. Umso überraschender kommt die Auflösung, mit einem leicht mythischen Touch, der dieser Geschichte einen besonderen Flair gibt.

Dieser Roman hat mich von Anfang bis Ende in seinen geheimnisvollen Bann gezogen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Hochbrisante Spannung

Partikel
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Im Mittelmeer verschwindet ein Frachtschiff mit brisanter Ladung. Dafür taucht eine riesige Menge Plastikmüll im Meer auf. Plastikmüll wird zu einem großen Thema, denn die Plastikkatastrophe scheint nicht ...

Im Mittelmeer verschwindet ein Frachtschiff mit brisanter Ladung. Dafür taucht eine riesige Menge Plastikmüll im Meer auf. Plastikmüll wird zu einem großen Thema, denn die Plastikkatastrophe scheint nicht mehr aufzuhalten. Mit Plastik ist viel Geld zu machen, doch es gibt auch jede Menge Geschäftemacher, denen es nur ums Geld geht. Währenddessen liegt ein Kind in der Hamburger Uniklinik, krank durch Plastik, und kämpft ums Überleben. Die Chancen stehen schlecht für Zoe, ihre Familie ist verzweifelt. Ihre Tante Melissa ist Journalistin, sie greift das Thema Plastik auf und berichtet über die Firma Cyaclean, die mit einem innovativen Ansatz gegen das globale Plastikproblem ankämpfen möchte. Dabei scheint sich eine Chance für Zoes Rettung zu ergeben…

Das Buch greift das brisante Thema des globalen Plastikmülls auf, der sich inzwischen als Mikroplastik auch in vielen Menschen festgesetzt hat und ihre Gesundheit bedroht. Mehrere Handlungsebenen werden geschickt miteinander verflochten, dazwischen werden Fakten zum Thema eingestreut. Zoes Schicksal berührt, denn ein so kleines Kind wie sie sollte das Leben noch vor sich haben und nicht um sein Überleben kämpfen müssen. Der spannende, ja fast schon reißerische Schreibstil hat mich schnell in die Geschichte hineinkatapultiert und mich bis zum Schluss dabei gehalten, die 600 Seiten fliegen nur so dahin. Dabei taucht die Geschichte tief ein die menschlichen Abgründe, wenn auch das Schicksal eines Kleinkindes keinen Pfifferling mehr wert ist. Das bedrohliche Szenario erscheint äußerst realistisch, die Charaktere sind so authentisch geschildert, dass man sich gut in sie einfühlen kann. So gerät die Geschichte nicht nur sehr informativ, sondern auch gesellschaftskritisch. Das Thema geht unter die Haut, ich habe mich selbst immer wieder kritisch in meinem Umgang mit Plastik hinterfragt.

Dieser Ökothriller hat mich von Anfang an fesseln können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 16.09.2024

Eine unbequeme Ermittlerin

Im Unterholz
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Die ehemalige Journalistin Vera Bergström will die Hintergründe eines Mordes aufdecken: Unter einem Hochsitz im Wald wurde die Leiche einer Frau aufgefunden. Die Polizei scheint bei den Ermittlungen nicht ...

Die ehemalige Journalistin Vera Bergström will die Hintergründe eines Mordes aufdecken: Unter einem Hochsitz im Wald wurde die Leiche einer Frau aufgefunden. Die Polizei scheint bei den Ermittlungen nicht weiterzukommen. Vera findet zurück zu ihrer früheren Effizienz beim Schreiben, sie hängt sich in die Ermittlungen – und findet äußerst interessante Details heraus. Unversehens gerät sie selbst in Gefahr…

Vera Bergström war gerne als Journalistin tätig und freut sich, wieder zu ihrer alten Hochform zurückzufinden. Sie hängt sich mit viel Elan in die Ermittlungen und hat dabei mehr Erfolg als die Polizei. Aufgrund der vielen handelnden Personen und der verschiedenen zeitlichen Ebenen fiel mir der Einstieg in den Krimi nicht ganz leicht, doch es hat sich gelohnt, hier etwas Geduld aufzubringen. Hartnäckig bleibt Vera an der Geschichte der Toten dran und findet einige verblüffende Geheimnisse heraus. Mir hat dabei imponiert, wie geradlinig Vera ermittelt, egal wie unglaublich ihre Ergebnisse erscheinen. Genau dadurch wird die Geschichte der Ermordeten glaubwürdig, mit all den Ungereimtheiten, die sich von Anfang an aufgetan haben. Dabei tut sich ein Blick in finstere Abgründe auf. Vera ist dabei immer wieder mal äußerst unbequem, doch konsequent bis zum Schluss.

Mir hat dieser Krimi einige spannende Lesestunden beschert, ich freue mich auf weitere Ermittlungen mit Vera Bergström und ihren journalistischen Fähigkeiten. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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