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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2024

Unterhaltsamer Nordseekrimi

Leichenstarr an der Bar
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Der Umweltaktivist Enno Prester stirbt überraschend in den Armen der Friesenbrauerin Gesine Felber. Er wollte ein Geheimnis über die Firma Friesenklima AG aufdecken, doch seine letzten Worte erscheinen ...

Der Umweltaktivist Enno Prester stirbt überraschend in den Armen der Friesenbrauerin Gesine Felber. Er wollte ein Geheimnis über die Firma Friesenklima AG aufdecken, doch seine letzten Worte erscheinen zu kryptisch, um sein Anliegen zu verstehen. Dass sein Geheimnis mit der Friesenklima AG zusammenhängen muss, findet Gesine bald heraus, und sowohl sie wie auch das ganze Dorf Sünnum ist fest entschlossen, seinen Mörder zu finden. Auch wenn Gesine sich dabei immer wieder in größte Gefahr begibt, kann das ihre Entschlossenheit nicht eindämmen.

Das Buch ist bereits der dritte Band über die Friesenbrauerin Gesine Felber, die sich ganz gerne als örtliche Miss Marple betätigt. Für mich war es allerdings der erste Band, und ich denke, man kann die verschiedenen Bände auch gut unabhängig voneinander lesen. Gesine gibt eigentlich immer die Richtung bei den Ermittlungen vor, wobei sie ihrer Tochter als Polizistin wie auch den weiteren Dorfbewohnern gerne mal zu vorschnell ist. Für den Leser ergeben sich dabei immer wieder äußerst vergnügliche Szenen, die Geschichte spiegelt den ostfriesischen Humor, der gerne auch mal etwas derbe daherkommt. Neben dem spannenden Kriminalteil spielt natürlich das Regionale eine wichtige Rolle, man fühlt sich beim Lesen an die Nordsee versetzt. Dass die Polizei dabei nicht ganz so gut wegkommt, weil sie immer wieder recht unprofessionell agiert, kann man dabei ganz gut ignorieren.

Dieser kurzweilige und humorvolle Nordseekrimi macht Lust darauf, mit diesen eigenwilligen Dorfbewohnern auf die nächste Ermittlungstour zu gehen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und bin selbst neugierig geworden auf die weiteren Bände um die Friesenbrauerin und ihre Mitbewohner. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 12.10.2024

Der etwas andere Reiseführer für die Bodenseeregion

Lost & Dark Places Bodensee
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Die Gegend um den Bodensee ist als Urlaubsgegend bekannt. Doch wer genauer hinschaut, wird auch viele Orte finden, in denen man weniger den schönen Seiten als den unheimlichen begegnet: Gasthäuser ohne ...

Die Gegend um den Bodensee ist als Urlaubsgegend bekannt. Doch wer genauer hinschaut, wird auch viele Orte finden, in denen man weniger den schönen Seiten als den unheimlichen begegnet: Gasthäuser ohne Gäste, verschwundene Klöster, aufgegebene Bahnhöfe, verfallene Burgen mit trauriger Vergangenheit. In diesem Buch warten 33 unübliche Ziele rund um den Bodensee darauf, neu entdeckt zu werden.

Es sind schon Ziele mit einem Hauch des Unheimlichen, die in diesem Buch beschrieben werden. Dabei werden dem Buch vorangestellt Verhaltensregeln, die den morbiden Zauber der Orte erhalten sollen. Man erfährt bei den Vorstellungen der Orte einiges über deren Geschichte, über Legenden, die hier kursieren. Es ist eine sachliche Darstellungsweise, bei der allerdings immer mal wieder durchscheint, wie schade es ist, wenn solche Orte dem Verfall anheim gegeben werden. Eine Karte zur Bodenseeregion mit den 33 genannten Orten ergänzt das Buch und erleichtert es, die jeweiligen Ziele zu finden. Stimmungsvolle Bilder geben einen Eindruck davon, was den Wanderer am Ziel jeweils erwarten wird.

Dieser Reiseführer der etwas anderen Art zeigt vergessene und verlassene Orte, die dadurch recht unheimlich wirken. Wer Interesse an solchen Plätzen hat, wird mit diesem Buch sicherlich einige gute Empfehlungen für sich finden. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 12.10.2024

Magisch-spannendes Detektivabenteuer

Holly Holmes und das magische Detektivbüro - Erster Fall: Der Jadedrache
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Die Geschwister Jenny und Percy ziehen mit ihrem Vater nach Marville. Eigentlich haben sie gar keine Lust dazu. Doch dann ändert sich ihre Meinung, denn sie stellen fest, dass es dort nicht mit rechten ...

Die Geschwister Jenny und Percy ziehen mit ihrem Vater nach Marville. Eigentlich haben sie gar keine Lust dazu. Doch dann ändert sich ihre Meinung, denn sie stellen fest, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Als sie Holly Holmes kennenlernen, helfen sie begeistert mit, einen echten und dazu noch magischen Kriminalfall zu lösen. Hilfe erhalten sie von Dr. Watson, einem ehemaligen Kuscheltier von Holly, das inzwischen lebendig ist und sprechen kann. Plötzlich ist es den Geschwistern überhaupt nicht mehr langweilig in Marville!

Die beiden Kinder geraten in ein magisches Detektivabenteuer, das es zu lösen gilt. Wie gut, dass Holly ein Abkömmling des berühmten Detektivs ist. Sie kann jedenfalls genauso gut Fälle lösen. Und das Brillenschweinchen Dr. Watson bringt seine Erkenntnisse auch mit ein. Da kann es noch so seltsam zugehen in Marville, das magische Detektivbüro löst jeden Fall. Detektivisches Wissen und magische Geschehnisse werden hier in eine spannende Geschichte verpackt, die von Anfang bis Ende spannend ist. Weitere Rätsel locken als Anhang an die Geschichte zum Grübeln und Auflösen. Die Hauptpersonen sind allesamt sympathisch, und ein solches Brillenschweinchen hätte man allzu gerne selbst. Der magische Anteil der Erzählung ist gut getroffen und wird dabei immer mal wieder von einem humorvollen Ton ergänzt, so dass man sich gleich auf die weiteren Bände mit den drei Kindern vom magischen Detektivbüro freut. Die Illustrationen sind äußerst passend zur Geschichte und lockern den Text gut auf.

Sehr gerne empfehle ich dieses magische Detektivabenteuer an junge Leser ab ca. 9 Jahren weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 12.10.2024

Bitterböser schwarzer Humor

Ein Mann zum Vergraben
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Seit Jahren leidet Sally unter der Gewalt ihres Mannes. Der Lockdown während der Corona-Zeit hat die Situation noch verschlimmert. In Notwehr schlägt sie mit ihrer gusseisernen Pfanne nach ihm. Eigentlich ...

Seit Jahren leidet Sally unter der Gewalt ihres Mannes. Der Lockdown während der Corona-Zeit hat die Situation noch verschlimmert. In Notwehr schlägt sie mit ihrer gusseisernen Pfanne nach ihm. Eigentlich hatte sie ihn nicht erschlagen wollen. Und eigentlich müsste sie jetzt die Polizei rufen. Doch sie genießt erstmal ihre Freiheit. Ein ähnliches Schicksal trifft auch Ruth, Samira und Janey. Alle vier Frauen müssen nun ihre toten Ehemänner entsorgen. Sie gründen den Club der heimlichen Witwen und unterstützen sich gegenseitig. Denn es ist gar nicht so einfach, eine Leiche verschwinden zu lassen…

Es ist eine Tatsache, dass sich die Gewalt gegen Frauen während des Lockdowns noch verschlimmert hat. Die Autorin Alexia Casale greift dieses Thema auf und entwickelt daraus eine Geschichte voller bitterbösem schwarzem Humor. Und doch bleibt bei allem Humor der ernste Hintergrund der Geschichte erhalten, die Frauen können endlich ihre Würde zurückerhalten und in jeder Szene des Buches bewahren. Nach all dem, was den Frauen zugestoßen ist, empfindet man sofort Sympathie für jede von ihnen, auch wenn sie sich nicht an das Gesetz halten und die Polizei hinzuziehen. Ich habe mich dabei köstlich unterhalten, war von Anfang an parteiisch für die Frauen, und habe mich gefreut über die vielen unerwarteten Wendungen, die das Geschehen genommen hat.

Diese Geschichte mit ernstem Hintergrund und jeder Menge bitterbösem schwarzem Humor hat mich sowohl zum Nachdenken angeregt wie auch bestens unterhalten können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.10.2024

Hochspannend

Tief im Schatten
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Winterferien in Åre. Außerhalb des Dorfes wird eine Männerleiche gefunden, der Tote wurde schwer misshandelt. Scheinbar hatte das Opfer keine Feinde. Weil der Ermordete früher eine bekannte Skigröße war, ...

Winterferien in Åre. Außerhalb des Dorfes wird eine Männerleiche gefunden, der Tote wurde schwer misshandelt. Scheinbar hatte das Opfer keine Feinde. Weil der Ermordete früher eine bekannte Skigröße war, geraten Hanna Ahlander und Daniel Lindskog sehr unter Druck.

Das ist bereits der zweite Fall mit den Ermittlern Hanna Ahlander und Daniel Lindskog. Man muss den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben, es ist jedoch von Vorteil, weil man die beiden Ermittler mit ihrer Vergangenheit bereits kennt, wenn man in das vorliegende Buch lliest. Neben dem Kriminalfall spielt das private Leben der beiden Ermittler eine große Rolle, wobei die Spannung aus den Ermittlungstätigkeiten sehr gut erhalten bleibt. Man fiebert mit den verschiedenen Handlungssträngen der Geschichte mit und rätselt, wie diese zusammenhängen. Mir gefällt der Erzählstil der Autorin, ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin mit viel Freude gelesen, vor allem weil immer wieder überrschende Wendungen in der Geschichte auftauchen. Die Auflösung war für mich nicht vorhersehbar, aber dennoch äußerst schlüssig.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne. Nun heißt es warten, bis ein neuer Band der Reihe erscheint...