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Veröffentlicht am 07.09.2022

Auf den Weg in die Freiheit

Freudenberg
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Ich wurde auf das Buch durch die Leseprobe im Leseheft zum Deutschen Buchpreis aufmerksam. Dieser Exzerpt hat mich sehr neugierig gemacht, da ich Sonderlinge/ Aussenseiter wie Freudenberg immer schon ...

Ich wurde auf das Buch durch die Leseprobe im Leseheft zum Deutschen Buchpreis aufmerksam. Dieser Exzerpt hat mich sehr neugierig gemacht, da ich Sonderlinge/ Aussenseiter wie Freudenberg immer schon interessant vom Charakter und der Psyche fand. Ich mochte es sehr wie Freudenberg alles in seiner Umgebung aufsog und beschrieb. Dabei finde ich besonders interessant wie unterschiedlich man alles wahrnehmen kann und was das Gehirn dem Menschen in Extrem- Situationen vorgaukeln kann. Carl- Christian Elze.
verwendet dabei sehr viele Metaphern, Analogien und Symbolismus um Freudenbergs Ängste und das Gefühl des Unterdrücktseins zu vermitteln. Es handelt sich hier auch eher um eine längere Erzählung, als um einen Roman und mit der Zeit verschwimmt sie immer mehr zwischen Traum und Wirklichkeit . Bei Freudenbergs "Abenteuer" auf dem Weg in die Freiheit ( die auch nicht immer chronologisch erzählt wird) bekommt die Geschichte immer mehr surrealistischen Züge. Sie wird immer wunderlicher ,am Schluss glaubt man aber zu verstehen .
Diese ungewöhnliche Geschichte ist meiner Meinung zu recht auf die Liste der Nominierten für den Deutsche Buchpreis gekommen.

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Wunderbares Paar

Henry persönlich
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Beim Vorgänger des Romans " Emily allein" war Emily Witwe. In diesem Buch ist der Alltag des alten den Paares aus der Sicht Henrys beschrieben. Und das sehr liebevoll. Ich mochte das weitgehend harmonische, ...

Beim Vorgänger des Romans " Emily allein" war Emily Witwe. In diesem Buch ist der Alltag des alten den Paares aus der Sicht Henrys beschrieben. Und das sehr liebevoll. Ich mochte das weitgehend harmonische, aufeinander eingestellte Paar sehr. Es passiert im Grunde nicht sehr viel in ihrem Leben dessen Ablauf geprägt ist von den Jahreszeitlichen Urlauben und Festen, zu denen meist die Kinder und Enkelkinder zu Besuch kommen. Um so überraschender ist, wie spannend eine Schilderung über eine Antenne vom Dach herunter holen sein kann. Neben ein paar Höhen und Tiefen liegt über dem Roman Glück und Zufriedenheit am Leben, aber auch ein bißchen Melancholie in Hinsicht des nähernden Ende.




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Veröffentlicht am 26.07.2022

Nicht mein King

Sleeping Beauties
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Vorneweg  mein erstes King Buch habe ich 1986 gelesen ,wie kann es anderes sein: Es. Danach habe ich viele andere King Bücher gelesen auch viele von den in den letzten Jahren erschienenen. King st kein ...

Vorneweg  mein erstes King Buch habe ich 1986 gelesen ,wie kann es anderes sein: Es. Danach habe ich viele andere King Bücher gelesen auch viele von den in den letzten Jahren erschienenen. King st kein großer Literat ,aber ein absolut großartiger Geschichten erzähler,so dass man auch dicke Walzer in kürzester Zeit verschlingen kann.

Ich bin also sehr freudig und gespannt an das Buch herangegangen, zumal das Thema sich sehr interessant anhörte. Nachdem ich etwa  100 Seiten gelesen hatte ist mir zwar aufgefallen, dass die Sprache anspruchsvoller als sonst war, aber der schöne Erzählfluss nicht vorhanden war .Ab ungefähr Seite 500 wurde es ganz schlimm ,es wurde so zäh und langatmig ,dass ich  fast zum ersten mal einen King nicht zu Ende gelesen habe. Es ging hauptsächlich um die Vorbreitungen und Ausführung des show downs und das auf eine so maskuline und aktionbetonte Art die nur gähnend war .Stephen King schreibt für mich eher unisex. Nachdem ich mich circa 100 Seiten durchgequält habe ( mit teilweis Querlesen)fing sich das Buch zum Ende hin wieder .Die Story war im Grunde aber nicht schlecht.

Ich werde also das nicht los das es mehr ein Owen als ein Stephen King war.




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Veröffentlicht am 27.06.2022

Gesellschaftskritischer Science Fiction Klassiker

Der Mann, der vom Himmel fiel
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Als ich den Klappentext las , war ich mir zunächst nicht sicher zur welcher " Gattung" die dieser Roman gehört. Erst als ich danach googelte stellte ich fest, dass es sich um einen Science ...

Als ich den Klappentext las , war ich mir zunächst nicht sicher zur welcher " Gattung" die dieser Roman gehört. Erst als ich danach googelte stellte ich fest, dass es sich um einen Science Fiction Klassiker handelt. ich habe den Eindruck dass Diogenes dies verschämt unterschlug, dabei muss sich der Roman, wie viele Science Fiction Klassiker, nicht hinter anderen Romanen verstecken.
Die 60 er Jahre , der Zeitraum in dem dieser Roman entstand , war geprägt von Wissenschaftsglaube und Fortschritt/ Aufbruch, gleichzeitig aber auch Angst vor einem Atomkrieg und aufkommendendes Bewußtsein der Zerstörung der Umwelt
Tevis benuzt Newton ( menschenähnlich, evtl vom Menschen abstammend ?) ,der von einem verödeten Planeten kommt, als Katylisator zur Betrachtung der Gesellschaft mit deren Diskrepanz und Verunsicherung durch den Fortschritt und Wissenschaft , als Warnung,aber auch evtl. Hoffnung. Dabei hält er, meiner Meinung nach,nicht hinterm Berg, dass er die Menschheit eigentlich für dumm und korrupt hält. Die Beschaffung der Finanzierung des " Projekts" durch fortschrittliche Innovationen schildert Walter Tevis in Fragmenten . Er hält sich da nicht mit Nebensächlichkeiten auf ,auch nicht mit langen Kennenlernphasen Newtons mit seinen " Freunden" . Das Eine sehe ich als Konzentration auf das Gesamte und beim anderen die Wahrung der Distanz, die Entfremdung und Einsamkeit. "... oder aber eine Unfähigkeit , den Verletzungen der Kultur, in die er gestürzt war, standzuhalten " Zunächst störte mich dies ein wenig, da ich normalerweise langsamere Romane mag . Als ich aber den Sinn darin sah und die Geschichte zum Wesentlichen kam gefiel mir der Roman.

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Veröffentlicht am 22.06.2022

Familiär und spannend

Exodus
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Durch eine Leserunde hatte ich die Gelegenheit endlich einen der Köln Krimis in die Hand bekommen . Ich war schon längere Zeit sehr neugierig auf die Reihe, da ich Köln zu meiner Wahlheimat erkoren habe. ...

Durch eine Leserunde hatte ich die Gelegenheit endlich einen der Köln Krimis in die Hand bekommen . Ich war schon längere Zeit sehr neugierig auf die Reihe, da ich Köln zu meiner Wahlheimat erkoren habe. Es ist der dritte Teil der Reihe rund um Kommissar Mark Birkholz, Ja, man kann getrost den Roman lesen ,ohne vorher die anderen Teile zu kennen.

Mir gefiel es sehr ,dass die Geschichte mit einer idyllischen Familienfeier begann . Auch sonst hatte die Story eine sehr familiäre Atmosphäre, dies lag meiner Meinung hauptsächlich daran, dass Mark mit seinem langjährigen Freund Kommissar Stefan Rauhaus zusammen ermitteltete und der Fall mit dem Familien/ Freundschaftskreis in Verbindung steht .Das macht den Roman sehr nahbar und angenehm.

Mark musste aber schnell erkennen, dass es zu vielen Konflikten führt wenn man zu nah an einer Sache dran ist.

Es ist ein komplexer recht undurchsichtiger Plot und wie bei jeden guten Thriller gelang es Astrids Schwikardi mit vielen Twists and turns, den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu führen, auch an Stellen an denen man eigentlich dachte auf der richtigen Spur zu sein .

Ein kleiner Wehmutstropfen, ich habe das Köln Feeling nicht gespürt, obwohl Kölner Straßen und Örtlichkeiten erwähnt werden ( auch der 1.FC Köln spielt eine kleine Rolle).

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