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Veröffentlicht am 21.10.2024

Nicht nur eine gestörte Psyche...

Der Insasse
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Der Insasse von Sebastian Fitzek

Diese Geschichte ist ungllaublich komplex, dass man es gar nicht in Worte fassen kann. Man muss das Buch einfach selbst lesen, um es nachvollziehen zu können! Sebastian ...

Der Insasse von Sebastian Fitzek

Diese Geschichte ist ungllaublich komplex, dass man es gar nicht in Worte fassen kann. Man muss das Buch einfach selbst lesen, um es nachvollziehen zu können! Sebastian Fitzek hat, wie gewohnt, nicht an Plots gespart, sondern eine Vielzahl eingebunden. Dabei ist es ihm gelungen jeden Plot spannend auszuformulieren. Man hatte beim Lesen nicht das Gefühl, dass dem Buch Struktur fehlt. Nachdem ich vor ein paar Wochen "Das Paket" gelesen habe, wusste ich einfach, dass ich noch mehr seiner Bücher verschlingen muss, da sein Schreibstil und seine Geschichten einen einfach fesseln. So war es nun auch bei "Der Insasse", wobei ich trotzdem sagen muss, dass es für mich keine 5/5 Sterne sind... Irgendwie hat mir an der ein oder anderen Stelle der Bezug gefehlt, bzw. kam ich mit den häufig wechselnden Sichtweisen und Charakteren manchmal nicht mit. Eventuell hätte da so manches Kapitel ein wenig länger sein können.
Aber nichts desto trotz, kann ich sagen, dass dieser Psychothriller für ganz schön Nervenkitzel bei mir gesorgt hat!

Handlung + Protagonisten:

Außnahmsweise fasse ich die Punkte "Handlung" und "Protagonisten" heute mal zusammen, da ich finde, dass sie sich bei der Geschichte schwer separieren lassen. Allgemein ist es schwer etwas zu Handlung zu sagen, ohne zu spoilern. Ich versuch es trotzdem mal:
Guido Trammnitz ist ein Serienmörder, welche die Morde an zwei Kindern gestanden hat, allerdings nicht den Mord, den sich Till Berckhoff seit einem Jahr ersehnt... Seit einem Jahr sucht er verzweifelt nach seinem Sohn Max, der unauffindbar ist. Indizien weisen darauf hin, dass auch Max dem Konto von Trammnitz zuzurechnen ist. Da dieser jedoch, auf Raten seiner Anwältin, schweigt entscheidet sich Till dazu sich in die gleiche Anstalt einweisen zu lassen, in der auch Trammnitz einsitzt. Er möchte auf eigene Faust herausfinden, was mit seinem Sohn geschehen ist.

Ich kann und möchte eigentlich gar nicht viel mehr zum Inhalt sagen, man muss die Geschichte einfach selbst von vorne lesen.

Cover:

Das Cover gefällt mir persönlich gar nicht.... Natürlich passt es irgendwo zur Geschichte und dessen Setting, allerdings hätte man da meiner Meinung nach mehr draus machen können. "Der Insasse" ist ein Buch, was ich mir so nie wegen des Covers gekauft hätte, um es mir ins Regal zu stellen. Von daher bin ich sehr froh, dass ich es mir in der Bücherei ausgeliehen habe.

Erzählstil:

Hier habe ich wirklich so gut wie nichts auszusetzen! Sebastian Fitzek hat einfach einen sehr fesselnden und spannenden Schreibstil, der es einem nur äu´ßerst schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Dennoch hätte ich es teilweise angenehmer gefunden, wenn die manche Kapitel ein wenig länger gewesen wären.

Fazit:

Wer Lust auf Nervenkitzel hat, sollte sich mal an dieses Buch wagen!

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Gefühlschaos einer Ärztin Mitte 50

Alles wird gut
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Alles wird gut - von Nina Lykke

Dieses Buch ist mir in einer Bücherzelle begegnet und hat mit seinem Cover meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auch der Klappentext hat sich vielversprechend angehört, ...

Alles wird gut - von Nina Lykke

Dieses Buch ist mir in einer Bücherzelle begegnet und hat mit seinem Cover meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auch der Klappentext hat sich vielversprechend angehört, da ich Geschichten mit und rund um Ärzte eigentlich immer ganz gerne lese...
Allerdings hat mich die Geschichte leider ziemlich enttäuscht. Es war irgendwie nicht ganz das, was ich mir von dem Buch erhofft hatte, wobei ich denke, dass ich einfach nicht zur Zielgruppe gehöre. Am liebsten hab ich es, wenn die Protagonisten meinem Alter entsprechen, da kann ich mich einfach am aller besten in sie hineinversetzen und mit ihnen gemeinsam die Geschichte erleben. Dies war hier einfach nicht gegeben, da ich mit Anfang 20 doch deutlich jünger bin als eine Ärztin Mitte 50.
Ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Buch einigen Menschen dieser Altersklasse aus der Seele sprechen wird und sie sich ggf. in Elin wiedererkennen sowie ihre Sorgen und Gedanken teilen.
Mich konnte es nur leider bis zur letzten Seite nicht überzeugen, da ich schlicht und einfach zu jung bin, um mich mit ihren Problemen identifizieren zu können. Dennoch hat es mir eine neue Perspektive auf den Arztberuf gegeben.

Handlung:

Elin, Hausärztin, ist bereits mehr als ein halbes Jahrhundert auf der Welt und hat nun mit Problemen und Gedanken zu kämpfen, bei denen sie dachte, sie würden sie nie betreffen. Beispielsweise hätte sie nie gedacht, dass sie zu den Menschen gehören würde, die durch eine Affäre ihrer Ehe den Todesstoß geben... Genau dies ist Elin wiederfahren, ihre Ehe mit Aksel ist in die Jahre gekommen und erfüllt sie nicht mehr, da er nur seinen Job und das Skifahren im Kopf hat. Um Haushalt, Kinder, soziales Leben, etc. hat sich immer Elin gekümmert... Sie nimmt (versehentlich) wieder Kontakt mit ihrem Exfreund Bijørn auf und realisiert, dass sie eine besondere Verbindung führen. Bijørn ist das komplette Gegenteil von Aksel und behandelt Elin in vielerlei Hinsicht so, wie sie es sich wünscht. Allerdings plagt Elin die Frage, ob es in ihrem Alter überhaupt noch Sinn macht eine neue alte Liebe aufflammen zu lassen.

Protagonisten:

Elin ist fertig mit den Nerven, man merkt es ihr richtig an, dass sie mit ihrer aktuellen Situation zu kämpfen hat. Nicht allein dadurch, dass sie beginnt sich in ihrem Kopf mit einem Skelett zu unterhalten. Neben den Gedanken rund um Aksel und Bijørn rutscht sie auch nach und nach in eine Alkoholsucht. Sie möchte sich zwar vom Wein distanzieren, schafft dies allerdings nie ganz. Dennoch gibt sie sich Mühe weiterhin kompetent und verständnisvoll auf ihre Patienten zu wirken. Auch, wenn ihr hier und da ein paar kleine Fehler unterlaufen sind, die eben daher rühren, dass sie unter extremen Stress steht.

Cover:

Das Cover an sich find ich ansprechend, allerdings passt es meiner Meinung nach nicht so richtig zur Geschichte selbst. Dem einzigen Bezug stellt das kleine Skelett in der Ecke dar.

Erzählstil:

Der Erzählstil ist in Ordnung, allerdings habe ich schon weit aus bessere Geschichten gelesen, die mich mehr gepackt haben. Hier kann ich leider nicht behaupten, dass mich die Geschichte gefesselt hat... Der zeitliche Ablauf der Geschehnisse war sehr wirr, wann wusste manchmal nicht so ganz, an welchem Punkt des Geschehens man sich gerade befindet.

Fazit:

Ich persönlich werde erst einmal nicht zu Büchern der Autorin greifen, da ich nicht ihrer Zielgruppe entspreche. Allerdings war die Geschichte angenehm am Strand zu lesen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

In vielerlei Hinsicht herzzerreißend!

Wir und jetzt für immer
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"Vielleicht ist Trauer ja die Liebe nach dem Tod" // "Wer braucht schon ein Happy End, wenn er den Anfang von etwas Neuem haben kann?"

Wir und jetzt für immer - von Katrin Lankers

Dieses Buch ist mir ...

"Vielleicht ist Trauer ja die Liebe nach dem Tod" // "Wer braucht schon ein Happy End, wenn er den Anfang von etwas Neuem haben kann?"

Wir und jetzt für immer - von Katrin Lankers

Dieses Buch ist mir ebenfalls in einem öffentlichen Bücherschrank begegnet und hat mich mit seinem Cover und dem Klappentext sehr angesprochen. Besonders spannend fand ich es, dass der Beruf des Bestatters sowie der des Trauerredners eine zentrale Rolle in der Geschichte spielen. Beides sind Berufsfelder, die ich so noch nie in einem Roman gelesen habe, die ich aber dennoch äußerst interessant finde. Ich muss einfach mal ein ganz großes Lob an die Autorin aussprechen, die es geschafft hat so viele ernste Themen, teilweise auch Tabuthemen unserer Gesellschaft, aufzuarbeiten und in einer wundervollen Art und Weise wiederzugeben. Dieses Buch hat mich emotional sehr berührt und ungemein zum Denken angeregt... Was würde ich machen, wenn heute mein letzter Tag auf Erden wäre? Wäre ich zufrieden mit meinem Leben? Würde ich Entscheidungen revidieren wollen? - Diese und noch viele weitere Fragen habe ich mir während des Lesens gestellt. Ich habe in letzter Zeit zwar viele gute Bücher gelesen, aber keines war so inspirierend wie dieses.

Handlung:

Marie musste in ihrem Leben schon viel Verlust und Trauer ertragen, dass man ihr eigentlich nur das Beste wünschen würde... Allerdings hat das Schicksal andere Pläne für sie. Nachdem sie ihren letzten Job verloren hat, beginnt sie nun in dem Bestattungsinstitut ihres Vermieters zu arbeiten. Mit der Zeit erkennt sie, dass sie mit Tod und Trauer besser umgehen kann, als sie dachte und beginnt Freude für ihren Beruf zu empfinden.
Eines Nachmittags landet Ben in ihrem Garten und stellt ihr Leben vollends auf den Kopf... Ben lebt seit einiger Zeit jeden Tag so, als wäre es sein letzter und stellt einzelne Vlogs auf YouTube online. Sein Lebensmotto ist jedoch nicht ohne Grund entstanden.... Ben ist krank und Marie die einzige, die es weiß. Je mehr Zeit die beiden gemeinsam verbringen, desto bewusster wird ihnen, dass sie sich gegenseitig gut tun und gerne mehr Zeit miteinander verbringen möchten...

Charaktere:

Marie ist inspirierend! Sie ist so ein herzensguter Mensch, das mir beim Lesen einfach das Herz aufging! Es sollte so so so viel mehr Maries in unserer Gesellschaft geben, die einfach nur gut sind. Gut zu jedem, auch wenn sie leider das Gefühl haben nicht genug zu sein - was vollkommener Quatsch ist! Mir fällt es gerade unglaublich schwer ihren Charakter in Worte zu fassen, da er, positiver Weise, einfach so vielfältig ist. Wie sie es schafft mit trauernden Menschen umzugehen, zeigt einfach wie sie durch Zufall ihre Berufung gefunden hat. Entgegen ihrer Erwartung ist diese auch nicht das Backen...

Ben ist das passende Pendant zu Marie - eine harte Schale mit weichem Kern... Er liebt Extreme und versucht mit aller Macht darin seinen Lebenssinn zu finden scheitert darin aber leider kläglich. Es macht ihr kurzzeitig glücklich allerdings nicht auf einer Ebene, die ihn erfüllt. Als er Marie trifft ändert sich dies, ganz langsam erkennt er, was er im Leben wirklich möchte und was er dabei empfindet. Besonders berührt hat mich seine Angst ... Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass da viel mehr dahinter steckt als er vorgibt - und siehe da, so war es auch...

Es war schön zu lesen, wie beide miteinander gewachsen sind und sich perfekt ergänzen!

Cover:

Das Cover ist wirklich richtig schön und zieht einen Blick auf sich! Besonders die Harmonie der Farben gefällt mir. Das Blau passt aber gut zu den rosa Blumen. Auch wenn ihr Rosen evtl. sogar noch ein klein wenig passe der gewesen wären. :)

Erzählstil:

Der Schreibstil der Autorin war sehr sehr flüssig hat und hat es einem leicht gemacht in die Geschichte einzutauchen. Man hat von Seite eins an mitgefiebert, ob Marie und Ben ein Happy End erleben dürfen. Der Epilog war auch eine emotionale Zerreißprobe, die ich allerdings immer wieder in Kauf nehmen würde!

Fazit:

Dieses Buch ist definitiv eins meiner Jahreshighlights und wird immer einen Platz in meinem Herzen haben! Ich empfehle es jeden!!!

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Ein Elternabend, der so nicht geplant war…

Elternabend
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„Wenn man dem Umstand, dass man mit dem Leben schon einmal abgeschlossen hatte, überhaupt etwas Gutes abgewinnen kann, dann vielleicht die Erkenntnis, dass man in ihm nicht mehr zu verlieren hat. Sondern ...

„Wenn man dem Umstand, dass man mit dem Leben schon einmal abgeschlossen hatte, überhaupt etwas Gutes abgewinnen kann, dann vielleicht die Erkenntnis, dass man in ihm nicht mehr zu verlieren hat. Sondern nur noch zu gewinnen.“

Elternabend - von Sebastian Fitzek

Vor ein paar Wochen bin ich in einer Bücherzelle über dieses Buch von Sebastian Fitzek gestolpert und habe es direkt eingepackt. Nun habe ich es zur Hand genommen und ruck zuck auch schon wieder beendet. Diese Geschichte hat unglaublich viel Tiefe, die man zuvor gar nicht erahnt, hier und da taucht immer wieder ein neuer Plot auf, der einem einen anderen Blick auf das Geschehen bietet. Dennoch kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der mal einen humorvollen Fitzek lesen möchte, welcher einen nicht am Einschlafen hindert. Es ist Sebastian Fitzek wirklich gut gelungen ernste Themen mit lustigen Szenen zu verbinden ohne ihnen ihre Wichtigkeit zu nehmen. Beispielsweise gibt er ein umfassendes Bild darüber wie unterschiedlich und doch sehr gleich sich eine Depression bei unterschiedlichen Individuen äußert.

Handlung:

Sascha Nebel und „Wilma“ begegnen sich in einer äußerst prekären Lage, die beide dazu anregt die Flucht zu ergreifen. Doch ohne es zu wissen landen sie auf einem Elternabend mit den Identitäten von Lutz und Christin Schmolke. Sascha fühlt sich sagbar unwohl in seiner Situation. da sein ursprüngliches Vorhaben ganz anderer Natur war… So versucht er auf unterschiedliche Weisen dem Elternabend zu entfliehen und deckt dabei das ein oder andere Geheimnis auf. Dennoch führt es am Ende dazu, dass Sascha ein ihm unbekanntes Kind, seinen „Sohn“, besser verstehen kann als jeder andere…

Protagonisten:

Es war schön zu lesen, wie Sascha nach und nach wieder kleine Dinge entdeckt, für die es sich zu leben lohnt. Allgemein kann man sagen, dass sein Charakter unglaublich bunt ist. Er ist ein begnadeter Beobachter, der definitiv eine Auge fürˋs Detail hat und entsprechende Rückschlüsse ziehen kann. Weiter ist er ein Stratege und handelt selten unüberlegt, kann aber im Gegensatz dazu auch sehr gut improvisieren und Smalltalk führen. Er hat eine Gabe dafür mit Menschen zu analysieren und zu verstehen. Seine Empathie und der Aspekt, dass er genau wusste, wie Hector sich fühlte, haben mich echt berührt. Ich hoffe ja er und Christin werden sich eng in Kontakt bleiben und vllt wird ja sogar mehr aus ihnen…

Cover:

Wenn man die Geschichte gelesen hat, ist das Cover wirklich passend! Es zeigt so viele kleine Details auf, die ich so nie mit einem Elternabend in Verbindung gebracht hätte. Auch das Farbschema find ich gut, es hat Farbe allerdings auch nicht zu viel.

Erzählstil:

Wie für einen Fitzek typisch ist man durch die Seiten geflogen. Allerdings war mir die Sprache an der ein oder anderen Stelle zu umgangssprachlich. Das Gesamtpaket war allerdings stimmig!

Fazit:

Wer mal einen einen ruhigen Fitzek lesen und einen Elternabend der anderen Art lesen möchte, sollte mal zu diesem Buch greifen.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Gibt es nur dieses eine Leben?

Die Mitternachtsbibliothek
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„Du musst das Leben nicht begreifen. Du musst es nur leben.“

Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig

Da ich über dieses Buch einige geteilte Meinungen gehört habe, war ich gespannt darauf, wie es mir ...

„Du musst das Leben nicht begreifen. Du musst es nur leben.“

Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig

Da ich über dieses Buch einige geteilte Meinungen gehört habe, war ich gespannt darauf, wie es mir gefallen wird. Werde ich es lieben oder doch eher langweilig finden? Turns out - ich fand’s toll!! Diese Geschichte hat mich so berührt und zum Nachdenken und z.T. auch Handeln angeregt, wie es lange kein Buch mehr geschafft hat. Einen halben Stern Abzug gibt es allerdings doch, da sich die Geschichte in der Mitte des Buches doch etwas gezogen hat. Ca. 30 Seiten und evtl. „ein Leben“ weniger hätten auch ausgereicht.

Handlung:

Nora fühlt sich in ihrem Leben nicht wohl und beschließt es zu beenden… Doch es gelingt ihr (glücklicherweise) nicht zu sterben, stattdessen landet sie in einer Art Zwischenwelt, der Mitternachtsbibliothek. Dort trifft sie auf ihre alte Schulbibliothekarin, zu welcher sie immer ein sehr enges Verhältnis hatte und welche ihr nun dabei hilft Schritt für Schritt die Vorgänge der Mitternachtsbibliothek zu verstehen. Nora erhält nun einen Einblick in die Leben, die sie hätte Leben können, wenn sie andere Entscheidungen getroffen hätte. Für sie bestimmt sogar die Möglichkeit eines jener Leben zu adaptieren und darin alt zu werden, wenn es sie denn glücklich macht.

Protagonistin:

Nora ist ein unglaublich authentischer Charakter, bei dem es Freude macht zu lesen, welche Fortschritte er macht und wie er sich weiterentwickelt. Auch wenn es ihr zu Beginn der Geschichte nicht bewusst ist, ist sie extrem stark!
Besonders schön zu lesen fand ich die Beziehung zu Mrs. Ems, der Schulbibliothekarin. Sie hatte damals sowie heute stets ein offenes Ohr für Nora und war immer für sie da, auch wenn es sonst keiner war. Daher war es nur passend, dass sie ihr in der Mitternachtsbibliothek behilflich ist.
Ebenfalls fand ich es toll zu lesen, wie einzelne Charaktere immer wieder auftauchen. Sie geraten so einfach nicht in Vergessenheit!

Cover:

Das Cover ist jetzt nicht das Schönste im Bücherregal, allerdings passend zum Inhalt und der Thematik der Geschichte. Dunkelblau symbolisiert die Mitternacht und das kleine Gebäude im Zentrum die dazugehörige Bibliothek.

Erzählstil:

Der Erzählstil von Matt Haig ist unglaublich fesselnd! Besonders der Aspekt, dass eine akademisch hochwertige Sprache verwendet wurde, hat das Buch für mich einfach besonders gemacht! Ich bin wirklich durch die Seiten geflogen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die kurzen Kapitel hab all das nur noch positiv unterstützt. Ich werde definitiv weitere Bücher des Autors lesen!!

Fazit:

Dieses Buch ist für jeden etwas, der sich auch ab und zu darüber ärgert, warum er sich nicht doch anders entschieden hat. Es regt (auf eine positive Weise) sehr zum Nachdenken an!

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