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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2018

Steampunk Agenten im britischen Empire

Books & Braun
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Eliza Braun ist nicht nur eine gute Geheimagentin für das britische Empire, sie kennt sich auch gut mit Dynamit aus. Wellington Books ist Archivar und wurde entführt. Agentin Braun rettet ihn aus den Fängen ...

Eliza Braun ist nicht nur eine gute Geheimagentin für das britische Empire, sie kennt sich auch gut mit Dynamit aus. Wellington Books ist Archivar und wurde entführt. Agentin Braun rettet ihn aus den Fängen der Feinde des Hauses Usher, und als Belohnung wird sie ins Archiv strafversetzt. Das gefällt ihr so gar nicht, denn sie arbeite lieber aktiv an Fällen, anstatt die Ergebnisse zu archivieren. Doch dann stößt sie auf einen abgelegten Fall ihres ehemaligen Partners und Agent Books hat alle Hände voll zu tun, sie von den Ermittlungen abzuhalten. Als sie jedoch auf ein mysteriöses Zeichen stoßen, ist sogar Books Neugier geweckt.

In diesem Steampunk-Buch treffen zwei Welten aufeinander: Brauns aktiver Dienst und Books aktive Archivierung. Während Braun auf Fakten und Dynamit baut, möchte Books lieber erstmal recherchieren. Dementsprechend widersprüchlich sind ihre Ansichten, und doch ergänzen sie sich ganz wunderbar.
Das britische Empire im 19. Jahrhundert mit seinen vielen Kolonien ist in der Welt des Steampunk gleich viel spannender. Die Feinde sind natürlich ebenso zahlreich, wie die Zeppeline am Himmel.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, Braun und Books sind spannende Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Trotzdem können sie auch sehr harmonisch zusammen arbeiten. Sie ergänzen sich einfach perfekt. Wie Dynamit und Zündschnur. ;)
Auch die Aufmachung des Buches fällt auf. Das Cover hat mich natürlich sofort angesprochen mit den Brauntönen und den Zahnrädern, welche auch am Anfang der Kapitel zu sehen sind. Das einzige was mich irritiert hat, sind die Kommentare direkt zu Beginn des Kapitels. Unter der Überschrift steht ein Satz, was den Helden im Kapitel widerfahren wird. Eine Art Teaser. Spoiler? Ich habe sie nach einigen Kapiteln einfach überlesen. Alles in allem ist es eine fesselnde Agentengeschichte und ich freu mich schon auf Band 2.

Veröffentlicht am 13.05.2018

Fesselnd

Die Damen der Geschichte
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In diesem wunderschönen Buch geht es um Dark-Fantasy Geschichten mit historischem Hintergrund, vorrangig eben um die Damen der Geschichte. Neben Mary Shelley, der Königin von England Maria Stuart oder ...

In diesem wunderschönen Buch geht es um Dark-Fantasy Geschichten mit historischem Hintergrund, vorrangig eben um die Damen der Geschichte. Neben Mary Shelley, der Königin von England Maria Stuart oder der der Kaiserin von Österreich Elisabeth von Österreich, lernt man auch etwas über Lucrezia Borgia, deren Familienname vielleicht eher bekannt ist, oder auch Malinche. Kurzum, es geht um sehr berühmte Frauen, die im Mittelpunkt ihrer Epoche stehen, und um Frauen, die eher im Hintergrund die Fäden gezogen haben. Trotzdem ist jede Geschichte spannend und aufregend, und manchmal auch etwas düster.
Besonders gefallen hat mir Des Todes kleiner Bruder von Tina Somogyi, in der es um Madame de Pompadour und ihre Schlafstörung geht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte sehr spannend. Besonders die Mischung, wie die Hexe beschrieben wird, hat mir sehr gefallen, da sie einerseits als magische Hilfe, andererseits als Kind gesehen wird.
Auch Kalte Spiegel von Isabel Schwaak über Sisi, die Kaiserin von Österreicht, fand ich sehr spannend. Auf der einen Seite klagt die Kaiserin über die Vergänglichkeit der Schönheit, doch ist sie nicht bereit dafür jeden Preis zu zahlen. Zumindest macht sie den Eindruck.
Zum Schluss hat mich Die Engel der Krim von Markus Cremer sehr beeindruckt und mitgenommen. Von dem Autor von Archibald Leach eine so düstere und grausige Geschichte zu lesen, war eine Art Offenbarung.
Alles in allem ist diese Anthologie sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Es geht eben nicht nur um Vampire und Werwölfe, es geht auch um Dämonen und andere Wesen der Nacht. Die geschichtlichen Hintergründe fand ich dabei besonders spannend. Ich hoffe wirklich, dass da noch eine weitere Anthologie folgen wird.

Veröffentlicht am 11.05.2018

Mir fehlen die Worte

Die Stille meiner Worte
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„Gut ist gerade ziemlich wenig und wir wissen alle, dass das Wort okay nichts weiter ist als eine große Lüge. Ein Lückenfüller für Gefühle, die wir ohnehin nicht beschreiben können und bei denen wir es ...

„Gut ist gerade ziemlich wenig und wir wissen alle, dass das Wort okay nichts weiter ist als eine große Lüge. Ein Lückenfüller für Gefühle, die wir ohnehin nicht beschreiben können und bei denen wir es gar nicht erst versuchen.“ (S.277)

Wie soll ich Worte für dieses Buch finden, wenn so viele es schon getan haben? Ohne den spontanen Besuch von Avas spontaner Signierstunde in Berlin, hätte ich dieses Buch jetzt noch nicht und jetzt noch nicht gelesen. Ich habe so viel darüber gelesen, dass es definitiv auf meiner Wunschliste stand, aber erst die Signierstunde hat es zu mir nach Hause befördert. Und was bin ich glücklich über dieses Buch. Es ist so voller Wahrheiten, Gefühle, und Stille.

„Du bist Hannah die liebst Katzen und dies ist dein erstes Jahr in Sankt Anna. Du hast deine Zwillingsschwester verloren. Ihr Name war Izzy.“ (S. 178)

Hannah ist verstummt. Sie hat so viele Worte und Gefühle in sich und kann sie nicht aussprechen. Deswegen wird sie nach Sankt Anna geschickt. In der Hoffnung, dass es besser wird. Oder sie sich besser fühlt.
Dies ist mein erstes Buch von Ava Reed, das nicht Fantasy ist. Ich liebe ihre Spiegelsplitter/ SpiegelStaub-Diologie und ihren Schreibstil, der in diesem Buch natürlich auch locker leicht ist, und doch voller Gefühle. Ich habe dieses Buch gelesen, als gäbe es nichts wichtigeres und es hat mich mitgenommen wie lange keins mehr. Ich kann es einfach nicht genau beschreiben, ihr müsst es selber lesen.

Veröffentlicht am 08.05.2018

Bin leider nicht reingekommen

Das Buch der Gefährten 1 - Die Nacht des Jägers
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Ich komme in dieses Buch nicht rein. Nicht nur die Namen sind gewöhnungsbedürftig, auch der ganze Erzählstil. Während der Prolog noch aufregend und spannend ist, verliert das Buch im ersten Kapitel jegliche ...

Ich komme in dieses Buch nicht rein. Nicht nur die Namen sind gewöhnungsbedürftig, auch der ganze Erzählstil. Während der Prolog noch aufregend und spannend ist, verliert das Buch im ersten Kapitel jegliche Spannung. Ich vermisse die Dunkelelfen, die wenigstens in einem Nebensatz als solche bezeichnet werden sollten. Ich verstehe die Welt nicht, die Sitten, die Gebräuche, weil der Leser gleich in Intrigen hineingezogen wird, ohne Hintergrundwissen oder was überhaupt Sache ist. Das macht es für mich schwierig, in die Geschichte hinein zu finden.
Im zweiten Kapitel trifft der Leser augenscheinlich auf die Gefährten. Die scheinen sich aus einem früheren Leben zu kennen, oder alle schon ewig auf der Welt zu wandeln, ich weiß es nicht genau. Jeder scheint in Rätseln zu sprechen, mehr zu meinen, als er sagt. Die Verwirrung des Lesers wird durch die Verwirrung der Charaktere noch größer.
Und jetzt zu den Namen. Ausgefallen, ja. Schwierig auszusprechen, vielleicht. Aber wenn dann noch Namen ähnlich sind, eine Person mal so und mal anders genannt wird, stell ich mir die Frage: Hat sie mehr als eine Persönlichkeit?
Das alles macht es mir schwer, in dieses Buch hinein zu finden. Vielleicht haben ja andere mehr Glück als ich und erzählen mir dann, wie gut das Buch ist. :)

Veröffentlicht am 07.05.2018

Der Hype ist nicht gerechtfertigt

Nachrichten von Mr Dean
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Ich bin enttäuscht! Woran das liegt? Ich weiß es nicht genau. Ist es, weil ich so lange auf das Buch warten musste? Ist es, weil es so gehyped wurde? Waren meine Erwartungen einfach zu hoch? Vielleicht ...

Ich bin enttäuscht! Woran das liegt? Ich weiß es nicht genau. Ist es, weil ich so lange auf das Buch warten musste? Ist es, weil es so gehyped wurde? Waren meine Erwartungen einfach zu hoch? Vielleicht eine Mischung aus allem.
Als dieses Buch erscheinen sollte, wurde Facebook mit Textschnipseln überhäuft, die in mir den Wunsch weckten, dieses Buch zu lesen. Marketing done right! Also bin ich Ende Februar in den Buchladen um die Ecke und habe dieses Buch bestellt, welches ich dann irgendwann im April endlich abholen konnte, und jetzt auch endlich gelesen habe. Nun aber mal zum Buch!

Rubys Leben läuft nicht so, wie sie es sich wünscht. Ihr Job macht sie nicht glücklich und ihr Liebesleben lässt auch zu wünschen übrig. Nach einer verzweifelten SMS an ihre beste Freundin, stell sie fest, dass sie sich in der Nummer geirrt hat. Doch „James Dean“ am anderen Ende macht sie neugierig. Und auch er scheint Gefallen an „Merida“ gefunden zu haben.

Was habe ich erwartet? Eine Liebesgeschichte basierend auf der Anonymität zweier fremder Nummern. Doch schon nach kurzer Zeit haben die beiden ihre wahre Identität preis gegeben und sich getroffen. Das hat für mich den Zauber genommen. Und auch wenn der Schreibstil leicht und flüssig ist, Ruby und James Dean nette Charaktere sind, bin ich enttäuscht. Durch Nathalie, Mike und Anna kam Spannung in die Geschichte und trotzdem ist für mich der Hype nicht begründet, ist es doch eine Liebesgeschichte wie viele andere auch.
Versteht mich nicht falsch, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und mitgefiebert, wie es denn nun zum Happy End kommt, aber für Herz-Schmerz und ein bisschen Drama reise ich lieber nach Eschberg. Ich hatte etwas anderes erwartet, das ist alles.