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Veröffentlicht am 29.10.2025

Hochzeitsglocken Widerwillen

Bite the Bride (Darkthorn Archives 1)
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Hier haben wir leider ein klassisches Beispiel für wundervolle Aufmachung aber leider konnte der Inhalt nicht ganz mithalten. Das Buch hat ein super ansprechendes Cover und einen wunderschönen Buchschnitt ...

Hier haben wir leider ein klassisches Beispiel für wundervolle Aufmachung aber leider konnte der Inhalt nicht ganz mithalten. Das Buch hat ein super ansprechendes Cover und einen wunderschönen Buchschnitt und auch die Vertonung hat mir gefallen. Beide Sprecher machen hier einen tollen Job. Die Stimmen haben sehr gut zu den Charakteren und der Stimmung des Buches gepasst.
Die Story hingegen konnte mich leider nicht so begeistern wie ich es anfangs noch gedacht habe. Wir haben hier ein UrbanFantasy Setting, angesiedelt in den 1920iger Jahren. Das fand ich besonders aufregend, da ich glaube ich in diesem Kontext noch kein Buch gelesen habe. Die Geschichte spielt in Großbritannien an einem College für magische Wesen. Da nun endlich auch nicht magische angenommen werden, beginnt auch unsere FMC (Mensch) dort Hexologie zu studieren. Sie hat ganz eigene Gründe für ihr Studium und um diese zu verwirklichen würde sie alle Regeln brechen. Und genau dass tut sie auch. Sie beschließt ein gefährliches schwarzmagisches Buch zu stehlen und wird in letzter Minuten von unserem MMC (Vampir) bei dieser fast tödlichen Aktion gerettet.
Natürlich hat diese Aktion schwerwiegende Auswirkungen und beide müssen fortan mit den Konsequenzen leben.
Und genau da gingen die Probleme für mich los. Ich kam null Komma null mit unserer FMC klar. Obwohl sie quasi schuld an allem war, hat sie das überhaupt nicht eingesehen. Sie ist eine mutige, selbstbewusste Frau aber auch unfassbar voreingenommen gegenüber allen anderen Wesen. Sie fühlt sich unterdrückt und diskriminiert. Was auch in den meisten Situationen stimmt. Allerdings benimmt sie sich für eine Frau, die für Gleichberechtigung kämpft, genauso diskriminierend und voller Vorurteile.
Die Misskomunikation hat mich so sehr gestört, dass ich mich kaum für den doch recht spannenden Rest der Geschichte begeistern konnte. Denn eigentlich haben wir hier einen recht interessanten Plott, die unterschiedlichsten Wesen und Hierarchien. Große Liebe für Bücher und interessante Blicke auf unsere weltliche Historie. Aber leider war ich die meiste Zeit mit Augenrollen beschäftigt.
Durch all das Negative war es für mich leider nur ein „kann“ „muss man aber nicht“ Buch.

Danke an @netgallyde für das Rezensionsexemplar

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Drachen und Handys

These Ancient Flames 1: Awake
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Leider tue ich mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Es war auf jeden Fall eine von mir herbeigesehnte Geschichte, doch hat es meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Vielleicht waren diese aber einfach ...

Leider tue ich mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Es war auf jeden Fall eine von mir herbeigesehnte Geschichte, doch hat es meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Vielleicht waren diese aber einfach zu hoch weil ich so begeistert von der Anderswelt Reihe der Autorin bin.
Erst einmal zum Inhalt. Wir haben hier ein asiatisch angehauchtes Urban Fantasy Setting. Es gibt die magibegabten Auguren, zu denen auch unsere Hauptprotagonisten gehören. Sie sind quasi die herrschende Klasse. Dann gibt es noch die „normalen“ Menschen mit all ihren modernen Errungenschaften. Als der Herrscher einer anderen Kaste Mei ´s Reich angreift, muss sie als Leibwächterin den Erben des Fürstentums beschützen. Geholfen wird ihnen dabei ausgerechnet vom Erben des angreifenden Clans. Raven ist undurchschaubar und manipulativ. Lügen und Intrigen spielen hier allgemein eine große Rolle. Seine Motive sind nicht wirklich rein, dennoch braucht er Mei für seine Mission die verschollenen Drachen wieder zu finden und versucht ihr Vertrauen zu gewinnen. Da haben wir auch schon das positivst für mich an der Story, nämlich Drachen. Allein ihre Erwähnung und das Wissen ihres Daseins hat mir beim lesen Freude bereitet. Und damit hat es sich aber leider auch mit dem Erfreulichen. Ist es gut geschrieben? Ja absolut. Passiert was? Auch das kann ich bejahen.
Aber diese Mischung aus asiatischem Fantasy, wobei das Asiatische sich für mich leider nur auf Namen beschränkt hat und keine wirkliche Atmosphäre aufkam, und der modernen Technik hat mir einfach nicht gefallen. Wir haben hier ein Magiesystem, dass es den Auguren quasi erlaubt durch die von Drachen erschaffenen Lichtstränge von Ort zu Ort zu reisen, miteinander über große Distanzen zu kommunizieren, besser und schneller zu kämpfen usw und dann benutzen die Handys. Reden über Nachrichten und Fernsehschows. Ich weis auch nicht , das hat mich einfach jedes Mal herausgerissen. Ohne den Modernen Aspekt hätte es mir auf jeden Fall besser gefallen.
Die Nebencharaktere waren wirklich liebenswert aber weder mit Mei, die mir einfach zu naiv war für eine Ende zwanzig jährige ach so taffe Leibwächterin, und Raven bin ich einfach nicht warm geworden. Der Grund hierfür war hauptsächlich die permanenten sexuellen, notgeilen Gedanken von Beiden und das schon ab Seite 1.
Naja das Ende also der Cliffhanger war auch zu erwarten. Ob ich dann mit Band 2 weitermachen werde muss ich mir noch überlegen.
Wie gesagt, es war nicht schlecht aber naja auch nicht gut, besser gesagt: Es konnte mich einfach nicht überzeugen und fesseln.
Noch eine Anmerkung kurz zum Ende: Hörbuchsprecherin und Sprecher haben einen tollen Job gemacht. Meine durchschnittliche Bewertung dieser Geschichte bezieht sich nicht auf deren Arbeit. Die war nämlich top.

Vielen Dank an #NetgallyDe für das Rezensionsexemplar

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Für Pupi

Say You’ll Remember Me
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Ich habe die letzte Szene in diesem Buch zwar noch nicht verarbeitet und doch muss ich aller Welt schon erzählen was für eine tolle Geschichte das war.
Es beginnt wie eine typische RomCom und war für ...

Ich habe die letzte Szene in diesem Buch zwar noch nicht verarbeitet und doch muss ich aller Welt schon erzählen was für eine tolle Geschichte das war.
Es beginnt wie eine typische RomCom und war für mich doch viel mehr.
Samantha, eine junge quirlige Frau, trifft auf Xavier, einen grumpy Tierarzt, der sich um die süßesten Tiere überhaupt kümmert. Das erste Treffen in seiner Praxis verläuft alles andere als ideal und endet damit dass sie ihn beleidigt und doch können sie sich nicht vergessen. So beschließt Samantha ihren letzten Abend in der Stadt mit ihm zu verbringen. Das beste Date ihres Lebens, für Beide, und doch trennen sie ab dem nächsten Tag mehrere Kilometer, da sie ans andere Ende des Landes zieht um sich um ihre Demenz kranke Mutter zu kümmern.
Und so beginnt ihre Geschichte. Sie halten sich fest, lassen nicht los trotz aller Widrigkeiten. Auch wenn es schwer ist und beide oft fast an ihren negativen Gedanken und der Einsamkeit ersticken, versuchen sie sich am Positiven festzuhalten. Versuchen immer das Gute in ihrer Situation zu finden. Und als ob die Belastung, die eine Fernbeziehung nun einmal mit sich bringt, nicht reichen würde, kämpfen beide mit ihren (durch die Familie verursachten) Traumata. Xavier schleppt immer noch einen Haufen Ballast aus seiner Kindheit mit sich herum. Vernachlässigung, Missbrauch und fehlende Liebe verschwinden schließlich nicht einfach so nur weil man jetzt erwachsen ist.
Samantha hingegen hatte eine tolle Kindheit und eine liebevolle Familie, die nun an einem Schicksalsschlag nach dem anderen zu zerbrechen droht. Während sie bei der Pflege ihrer kranken Mutter versucht zu helfen und dabei ihre Familie zu entlasten, muss sie jeden Tag mit ansehen wie ihre Mutter immer mehr verschwindet. Wie Erinnerungen verblassen und der geliebte Mensch immer mehr an Farbe verliert. Und genau dieser Handlungsstrang ist eigentlich das was das Buch ausmacht. Das war nicht einfach zu lesen, vor allem nicht für jemanden der auch einen seiner Liebsten pflegen durfte, und doch hat es mich total abgeholt. Die Gefühle, Handlungen, Schwierigkeiten waren alle sehr realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Die einzige Person, deren Umgang ich mit all dem nicht verstehen und auch nicht verzeihen konnte, ist die des Vaters. Mir ist bewusst, dass Jede_r mit Trauer anders umgeht. Vor allem wenn man um einen Menschen trauern muss der theoretisch noch da ist. Dennoch war das für mich unverständlich. Ansonsten kann ich das Buch nur empfehlen, allen Abby Jiménez Fans aber auch allen die eine Story suchen in der die Protagonistinnen trotz schweren Zeiten nicht die Hoffnung verlieren.

Vielen Dank an den Verlag und an #netgallyde für das Rezensionsexemplar

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Die Hybridin und der Alpha

Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe
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Es ist einfach immer wieder erstaunlich wie es Frau Hazelwood schafft, bei mir genau den richtigen Nerv zu treffen. Auch mit Mate konnte sie mich wieder abholen und absolut begeistern. Ich muss gestehen, ...

Es ist einfach immer wieder erstaunlich wie es Frau Hazelwood schafft, bei mir genau den richtigen Nerv zu treffen. Auch mit Mate konnte sie mich wieder abholen und absolut begeistern. Ich muss gestehen, den zweiten Band hier fand ich um Längen besser, obwohl mir doch auch schon der erste Band sehr gefallen hatte. Wir erfahren endlich die Geschichte von Serena und Koen. Eine Hybridin, nämlich die Einzige ihrer Art und der gefürchtete Alpha des Nordens. Da Serena für viele in dieser Welt eine Abnormität darstellt, wird ein Kopfgeld auf sie angesetzt und der Einzige der sie scheinbar beschützen kann ist Koen, der sich auch noch als ihr widerwilliger Gefährte entpuppt. Und als ob das nicht alles genug wäre, müssen die Zwei sich auch mit Rudelpolitik und einer druchgeknallten Sekte auseinandersetzen. Wir erfahren hier viel mehr über die Werwölfe, ihre Politik, ihre Lebensweisen usw. Die Welt die in Bride (Band1) erschaffen wurde, wird größer und umfangreicher.
Herrlich sage ich euch. Es war so urkomisch. Die Gespräche zwischen den Beiden aber auch die Kommunikation mit ihrer besten Freundin (Misery aus Band 1) und anderen aus dem Rudel waren zum schießen. Serenas trockener Humor und ihre leicht verrückte Art, Koens grummeliger Charakter, seine einsilbigen Antworten, die Situationskomik die nunmal entsteht wenn ein Haufen Werwölfe sich ständig und überall verwandeln und somit sehr oft nackt durchs Bild laufen, der Hass aus Eichhörnchen (If you know, you know)- all das plus der Spannungsanteil dank dieser ganzen Kopfgeldgeschichte/Sekte haben das Buch für mich zu einem Highlight gemacht.
Allerdings sollte erwähnt werden, dass Ali, wie schon in ihren letzten Publikationen, den Spiceanteil ordentlich hochgeschraubt hat. Zwar passiert bis zur Hälfte des Buches rein garnichts aber dann geht’s ab. Gefährtenbindung, Hitze, Knoten, sucht es euch raus. Die Sprache wird derb, die Szenen detailliert und explizit. Wer das nicht mag könnte hiermit wirklich ein Problem haben. Stört es einen aber nicht und mochte man schon die anderen Bücher der Autorin, wird man das hier lieben.

Ein ganz großes Dankeschön an #NetgallyDE für das Rezensionsexemplar

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Der Todlose und sein kleiner Albtraum

The Deathless One
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Der Todlose und sein Albtraum. The Deathless One ist der Auftakt einer Dark Romantasy Reihe. Die Atmosphäre in diesem Bauch war durchgehend düster und bedrückend. Die Sprache und Handlungen waren brutal ...

Der Todlose und sein Albtraum. The Deathless One ist der Auftakt einer Dark Romantasy Reihe. Die Atmosphäre in diesem Bauch war durchgehend düster und bedrückend. Die Sprache und Handlungen waren brutal und blutig. Das Reich unserer FMC hat mich an eine Mischung aus den antiken Griechenland und dem Gothic Style erinnert. Und das hat mir sehr gefallen. Allgemein war der Anfang der Geschichte sehr stark. Jessamine ist die Prinzessin eines von einer Seuche geplagtem Reiches, um diese einzudämmen und das Land zu retten willigt sie einer Heirat ein. Ihr Verlobter jedoch hintergeht sie und bringt sie um. Doch Jessamine stirbt nicht einfach, nein sie landet im Zwischenreich. Einem Ort, an dem der Todlose Gott gefangen ist und durch Jessamine, die er als Hexe erkennt, seine Chance zur Wiederauferstehung sieht. Und so beginnt Jessamines Reise, von den Toten auferstanden, voller Rachegefühlen und an der Seite eines grausamen Gottes. Der Charakter des Todlosen hat mir auch sehr gefallen. Er war düster und „böse“, zumindest hat er versucht Jessamine und uns davon zu überzeugen und doch ist er ihr schnell verfallen und hat alles getan um seinen Kleinen Albtraum zu beschützen.
Leider war der weitere Verlauf der Geschichte nicht genauso fesselnd wie der Anfang. Es gibt sehr viel „Vorgeplänkel“ und Füllszenen und kaum Handlung. Erst am Ende wird es wieder spannend. Das war wirklich Schade, den die Idee des Buches ist sehr gut, das Potential sehr hoch. Deshalb freue ich trotz der leichten Enttäuschung über diesen ersten Band auf die Fortsetzung der Geschichte.

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