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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2025

Ein zäher Weg zur Liebe – Leider enttäuschend

Be My Shelter
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„Be My Shelter“ von Lana Rotaru erzählt die Geschichte zweier grundverschiedener Menschen, die durch eine ungewöhnliche Challenge lernen, über ihren eigenen Schatten zu springen. Kaira ist der Inbegriff ...

„Be My Shelter“ von Lana Rotaru erzählt die Geschichte zweier grundverschiedener Menschen, die durch eine ungewöhnliche Challenge lernen, über ihren eigenen Schatten zu springen. Kaira ist der Inbegriff von Perfektionismus – sie jongliert Studium, Job, Ehrenamt und Familie und stellt ihre eigenen Bedürfnisse stets hinten an. Cooper dagegen ist das komplette Gegenteil: Er lebt in den Tag hinein, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und lehnt Verpflichtungen kategorisch ab. Als die beiden gezwungen sind, zusammenzuwohnen, geraten sie immer wieder aneinander, bis eine spontane Wette ihr Leben auf den Kopf stellt.

Die Grundidee des Buches ist durchaus interessant, und das Potenzial für eine emotionale und tiefgründige Liebesgeschichte ist vorhanden. Leider konnte mich die Umsetzung aber nicht überzeugen. Die Handlung zieht sich über weite Strecken, sodass es schwerfällt, wirklich mit den Figuren mitzufühlen. Besonders Kairas ständiger Druck und ihr Perfektionismus wurden zwar realistisch dargestellt, doch ihre Entwicklung blieb für mich eher oberflächlich. Auch die Chemie zwischen ihr und Cooper konnte mich nicht richtig packen – die Dialoge wirkten oft gezwungen, und die emotionale Tiefe, die ich mir gewünscht hätte, blieb aus.

Zwar gibt es einige schöne Momente und Ansätze, doch insgesamt fühlte sich das Buch für mich eher anstrengend an. Es fehlte der mitreißende Funke, der mich hätte fesseln können.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Gefangen im Sturm – Ein Thriller mit Höhen und Tiefen

Nachtflut
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Rezension zu Nachtflut von Stina Westerkamp

Nachtflut verspricht von Anfang an eine beklemmende Atmosphäre: Ein herannahender Sturm, eine Evakuierung, ein dunkles Geheimnis und eine steigende Bedrohung. ...

Rezension zu Nachtflut von Stina Westerkamp

Nachtflut verspricht von Anfang an eine beklemmende Atmosphäre: Ein herannahender Sturm, eine Evakuierung, ein dunkles Geheimnis und eine steigende Bedrohung. Elisa gerät in einen Albtraum, als sie sich mit ihren Nachbarn im Haus wiederfindet – während draußen das Wasser steigt und entflohene Häftlinge ihr Unwesen treiben.

Die Ausgangslage ist spannend, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen. Zwar gelingt es der Autorin, eine gewisse Grundspannung aufrechtzuerhalten, doch die Charaktere und deren Handlungen wirkten stellenweise nicht ganz nachvollziehbar. Einige Wendungen fühlten sich vorhersehbar an, während andere Passagen sich etwas zogen.

Insgesamt ein solider Thriller mit starker Atmosphäre, der jedoch sein volles Potenzial nicht ausschöpft. Wer eine kurzweilige Lektüre mit düsterem Setting sucht, kann dennoch einen Blick wagen.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Düster, vielschichtig und fesselnd

Sing mir vom Tod
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Ivy Pochoda legt mit Sing mir vom Tod einen intensiven und düsteren Roman vor, der die Leser:innen in die Abgründe menschlicher Psyche und zwischenmenschlicher Beziehungen eintauchen lässt. Im Zentrum ...

Ivy Pochoda legt mit Sing mir vom Tod einen intensiven und düsteren Roman vor, der die Leser:innen in die Abgründe menschlicher Psyche und zwischenmenschlicher Beziehungen eintauchen lässt. Im Zentrum stehen Florence »Florida« Baum und ihre ehemalige Zellengenossin Diosmary »Dios« Sandoval, zwei Frauen, die sich den Schatten ihrer Vergangenheit stellen müssen – oder von diesen eingeholt werden.

Die Geschichte lebt von ihren vielschichtigen Charakteren. Besonders faszinierend ist die Dynamik zwischen Florida und Dios: Während Florida sich als Opfer ihrer Umstände sieht, enthüllt Dios eine dunklere, unbequeme Wahrheit über ihre Zellengenossin. Die zentrale Frage, wie viel Dunkelheit auch in vermeintlichen Opfern schlummert, zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und verleiht ihr Tiefe.

Ein großes Plus des Romans ist die Perspektive der Ermittlerin Lobos, die ebenfalls mit Gewalt und inneren Konflikten zu kämpfen hat. Ihre Kapitel sind besonders packend und geben dem Buch zusätzliche Spannung. Die trostlosen Straßen von Los Angeles, in denen die Handlung ihren Höhepunkt findet, werden lebendig und schaffen eine düstere, fast filmische Atmosphäre.

Zu Beginn braucht die Geschichte etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen, aber sobald man in die komplexen Verstrickungen der Figuren eintaucht, ist das Buch ein echter Pageturner. Pochoda versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen, und hält die Leser:innen bis zum packenden Showdown in Atem.

Fazit: Sing mir vom Tod ist ein fesselnder Roman über Obsession, Schuld und das Dunkle in uns allen. Obwohl der Einstieg etwas zäh ist, entschädigen die tiefgründigen Charaktere und die mitreißende Handlung dafür voll und ganz. Absolut lesenswert für Fans von psychologisch anspruchsvollen Thrillern!

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Zwischen Fragilität und Hoffnung: Ein Roadtrip zu sich selbst

Dancing Queen
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Camila Fabbris Dancing Queen beginnt mit einem packenden Einstieg: Paulina erwacht blutend und verwirrt in einem demolierten Auto, neben sich ein fremdes Mädchen. Die Frage, was passiert ist, zieht sich ...



Camila Fabbris Dancing Queen beginnt mit einem packenden Einstieg: Paulina erwacht blutend und verwirrt in einem demolierten Auto, neben sich ein fremdes Mädchen. Die Frage, was passiert ist, zieht sich durch die Geschichte und gibt dem Buch eine unterschwellige Spannung, die einen nicht loslässt.

Nach und nach entfaltet sich Paulinas Leben, ihr tristes Dasein in Buenos Aires mit ihrem farblosen Exfreund Felipe, das Abenteuer eines Roadtrips mit der temperamentvollen Kollegin Maite und schließlich die Begegnung mit Lara, die mehr als nur eine Beifahrerin wird. Fabbri beschreibt dabei die inneren Konflikte, Hoffnungen und Desillusionierungen einer Generation, die zwischen Fragilität und Selbstbewusstsein balanciert.

Besonders beeindruckend ist Fabbris Schreibstil: lakonisch, rotzig und dabei poetisch, schafft sie es, die Sorgen und Sehnsüchte junger Frauen in einer oft gnadenlosen Gesellschaft einzufangen. Paulina wird zu einer faszinierenden Protagonistin, deren Suche nach Identität und Zugehörigkeit den Leser tief berührt.

Obwohl das Buch eher kurz ist, hinterlässt es einen bleibenden Eindruck. Die Mischung aus Melancholie und leiser Hoffnung macht Dancing Queen zu einem besonderen Leseerlebnis. Es ist eine kluge, relevante und feinfühlige Geschichte über Einsamkeit, Selbstfindung und den Mut, das eigene Leben in neue Bahnen zu lenken.

Fazit: Eine großartige, überraschende Lektüre. Trotz seiner Kürze ist das Buch inhaltlich bedeutend und emotional packend. Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Glamour, Skandal und Eis

The Favourites
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Layne Fargo hat mit "The Favourites" einen fesselnden Roman geschaffen, der tief in die glitzernde und oft gnadenlose Welt des Profi-Eistanzes eintaucht. Die Geschichte dreht sich um Katarina Shaw, eine ...

Layne Fargo hat mit "The Favourites" einen fesselnden Roman geschaffen, der tief in die glitzernde und oft gnadenlose Welt des Profi-Eistanzes eintaucht. Die Geschichte dreht sich um Katarina Shaw, eine ehrgeizige junge Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht, als olympische Eistänzerin zu werden. Ihre Chance bekommt sie, als sie Heath Rocha trifft, der selbst aus schwierigen Verhältnissen stammt. Zusammen bilden sie ein rebellisches Duo, das sich durch harte Arbeit und Leidenschaft an die Spitze der Eistanzwelt kämpft. Die Dynamik zwischen den beiden, sowohl auf als auch abseits der Eisfläche, ist elektrisierend und zieht die Fans in ihren Bann. Doch ein verheerender Skandal bedroht ihren Traum und alles, was sie aufgebaut haben.

Fargo versteht es meisterhaft, die Emotionen und inneren Konflikte der Charaktere darzustellen. Ihre Erzählweise ist dramatisch und mitreißend, was den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Besonders bemerkenswert sind die Interviews, die zwischen den Kapiteln eingebettet sind. Diese bieten nicht nur tiefere Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonisten, sondern verleihen der Geschichte auch eine zusätzliche Dimension, die sie von anderen Romanen abhebt.

Die schillernde Kulisse des Eistanzes dient als perfekter Hintergrund für eine Geschichte über Leidenschaft, Ehrgeiz und die Höhen und Tiefen einer intensiven Beziehung. Katarina ist eine Protagonistin, die bereit ist, alles zu geben, um zu gewinnen, was sie zu einer faszinierenden und inspirierenden Figur macht.

Fazit: "The Favourites" ist eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte, Glamour und Spannung. Die Geschichte konnte mich gut unterhalten und besonders die Interviews zwischen den Kapiteln fand ich äußerst interessant. Layne Fargo schafft es, die Leser in die Welt des Profi-Eistanzes zu entführen und sie mit einer packenden Erzählweise zu begeistern. Ein Roman, der zeigt, dass der Weg zum Erfolg oft steinig ist, aber mit Mut und Entschlossenheit bewältigt werden kann.

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