Mord mit prähistorischen Waffen
LorbeerglanzAuch der dritte Krimi von Julie Dubois "Lorbeerglanz" ist eine Liebeserklärung ans Périgord mit seiner traditionellen Küche, seiner bezaubernden Landschaft und seinem prähistorischen Erbe.
Und eben aus ...
Auch der dritte Krimi von Julie Dubois "Lorbeerglanz" ist eine Liebeserklärung ans Périgord mit seiner traditionellen Küche, seiner bezaubernden Landschaft und seinem prähistorischen Erbe.
Und eben aus diesem Erbe wählt der Mörder von Pierre Boisset die Tatwaffe - eine Lorbeerblattspitze. Für Marie Mercier, der Kommissarin von Périgueux, ergibt sich zunächst kein ersichtlicher Grund, diesen angesehenen Besitzer eines Feinschmeckerlokals mit dieser ungewöhnlichen Waffe zu ermorden. Jeder aus seinem privaten und beruflichen Umfeld hält große Stücke auf Pierre Boisset, der seit seiner Jugend prähistorische Steinwaffen sammelt. Nur vier Tage später geschieht ein zweiter Mord. Wieder ist ein Sammler das Opfer. Und wieder ist eine prähistorische Waffe die Tatwaffe.
Auch in diesem Périgord-Krimi wird dem Familienleben von Marie Mercier große Aufmerksamkeit gewidmet. Großtante Léonie bringt Marie nicht nur die gute Küche näher, sondern versucht, tatkräftig bei der Auflösung des Falles mitzuwirken. Wirkliche Anregungen erhält die junge Kommissarin hingegen von ihrem Liebesglück Michel Leblanc, der als Leiter des Drogendezernates in Bordeaux tätig ist. Ein Streit der Liebenden über unterschiedliche Auffassungen von Lebensmodellen überschattet das Glück, doch am Ende kommt alles wieder ins Lot.
Obwohl das Buch durch die detaillierten Schilderungen des Familielebens streckenweise etwas langatmig ist, wird die Handlung nie aus den Augen verloren. Da die Randfiguren aber ebenso sympathisch sind wie die Protagonistin, ist dieser Krimi ein reines Lesevergnügen.