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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2018

Zwischendrin too much und dann absehbar

Toxic (DAISY Edition)
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Klappentext:

Eine Serie von bizarren Sexualverbrechen erschüttert San Diego. Als Sergeant Moynihan zu einem neuen Tatort gerufen wird, findet er dort einen nackten Mann ans Bett gefesselt - gestorben ...


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Klappentext:

Eine Serie von bizarren Sexualverbrechen erschüttert San Diego. Als Sergeant Moynihan zu einem neuen Tatort gerufen wird, findet er dort einen nackten Mann ans Bett gefesselt - gestorben am Gift der tödlichsten Schlange der Welt. Und wieder hat der Täter eine geheimnisvolle Botschaft hinterlassen …


Mein Fazit: Ein spannender Thriller mit einer guten Idee und einem tollen Sprecher. Aber irgendwann war es ausgereizt und wurde zu viel- Schade. Aber dennoch hörenswert

Veröffentlicht am 08.10.2018

Der Weihnachtsflop

Weihnachtshaus
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Zsusasa Bánk liest ihren Roman selbst:

In "Das Weihnachtshaus" geht es um eine junge Protagonistin, die früh ihren Mann Clements verloren hat. Nun ist sie allein mit ihren zwei Kindern und der Leere in ...

Zsusasa Bánk liest ihren Roman selbst:

In "Das Weihnachtshaus" geht es um eine junge Protagonistin, die früh ihren Mann Clements verloren hat. Nun ist sie allein mit ihren zwei Kindern und der Leere in ihrem Herzen.
Sie und ihre Freundin Lili, betreiben ein Café in Frankfurt. Vor einiger Zeit haben die beiden Freundinnen ein Wochenendhaus im Odenwald gekauft, noch unbewohnbar, denn das Dach ist offen, keine Heizung, wobei das würde sich auch gar nicht lohnen, denn Fenster gibt es auch keine. Doch das hält die beiden Freundinnen nicht ab zu träumen. Zu träumen von einem Weihnachten in ihrem Haus. Doch die beiden sind so eingespannt mit ihrem Privatleben, dem Geschäft und all dem Trubel, dass sie immer wieder von ihren Wünschen abgelenkt werden. Aber mit ein wenig Glück, Lebensfreude und Humor, sollte das doch eigentlich realisierbar sein, oder?

Mein Fazit:
Ja, ich gebe hier 1 Stern.
Ich habe mir sehr viel zu der Autorin durchgelesen um sie zu verstehen. Um noch irgendwo einen Stern rausschlagen zu können.
Renommierte Werke hat sie zu Papier gebracht. Sicherlich zurecht, aber dennoch ist sie nicht mein Fall. Ich habe 5 Anläufe gebraucht um dieses Hörbuch zu hören und dabei handelt es sich nur um 3h sogenannten "Hörgenuss". Ich versuche zu erläutern, wieso ich nur 1,5 Sterne geben kann:

1. Die Lesung: Die Autorin betont sehr merkwürdig und zwischendrin habe ich gedacht nun ist der Satz zu Ende, da geht der noch weiter, obwohl sie die Stimme senkte. Zudem versuchte sie einen fast aggressiven Pathos in ihre Stimme zu legen bei reinsten Banalitäten. Das störte mich bereits nach 5 Minuten. Das machte die Lesung einfach unwirklich und ich konnte mich nicht in die Geschichte denken.

2. Der Erzählstil: Das Totschlagargument war der Erzählstil. Bánks Erzählung beginnt bspw. so: "Ich habe nie etwas gesagt. Habe nie ein Wort gesagt. Nie gesagt wie es sich anfühlte. Gesagt habe ich nie etwas. Nein." Ich hoffe es wird einigermaßen deutlich. Sie nimmt einen Satz, mit einer lapidaren Aussage und sagt dies fünf mal, bloß dass sich der Satzbau verändert , sagt also einfach die ganze Zeit das Gleiche. Ich dachte zwischendrin die Autorin hält mich für dämlich!
Vllt. kennt hier jemand das Wortkettenspiel: Man sagt einen Satz und aus dem letzten Wort wird der nächste Satz gebildet. So in etwa ist es hier auch.
Des weiteren störte mich die künstliche Melodramatik. Die Autorin will, dass ich mit der Protagonistin mitfühle und das wollte sie so sehr, dass ich mich fühlte als wolle man mir die Gefühle aufdrängen wollen. Das hat mich überhaupt nicht angesprochen.
Ich konnte mich so durch ihren Stil nicht in die Geschichte eindenken und wenn das nicht möglich ist, dann komme ich auch mit bei bestem Willen nicht in Weihnachtsstimmung.

3. Die Charaktere: Die Protagonistin war mir zu weinerlich. Hat sich zu sehr verrannt und schon nach kurzer Zeit war sie mir nur noch unsympathisch. Trauer ist in Ordnung, aber der Stil der Autorin hat sie kaputt gemacht.

4. Die Geschichte: Die Geschichte geht komplett verloren. Für mich war die Geschichte nicht erreichbar, durch die o.g. Punkte. War eine schöne Idee, aber hat nicht funktioniert.

Mir blutet das Herz und ich habe es wirklich versucht, aber diese Geschichte war nicht gut.

Veröffentlicht am 07.10.2018

Eine sehr realistische Geschichte, mit einer sehr mutigen Protagonistin

Vier Tage in Kabul
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"Vier Tage in Kabul" ist der erste Teil von Anna Tell über die schwedische Verhandlungsführerin Amanda Lund und man sollte sich bereits jetzt auch den zweiten Band auf die Wunschliste setzen!

Wir steigen ...

"Vier Tage in Kabul" ist der erste Teil von Anna Tell über die schwedische Verhandlungsführerin Amanda Lund und man sollte sich bereits jetzt auch den zweiten Band auf die Wunschliste setzen!

Wir steigen in die Geschichte ein, als die in Afghanistan stationierte schwedische Polizeiausbilderin und Verhandlungsführerin Amanda Lund, von Taliban angegriffen wird. Mit Müh und Not und einer gehörigen Portion Glück überlebt die 35- Jährige den Angriff. Doch Zeit zum Durchatmen bleibt ihr kaum, denn kurz darauf erhält sie einen neuen Auftrag.
Zwei Diplomaten der schwedischen Botschaft wurden entführt und Amanda soll als Unterhändlerin fungieren. Der Druck der auf ihr lastet wird immer stärker, denn in Schweden wird der afghanische Staatsbesuch erwartet.
Gleichzeitig wird in Schweden die Leiche eines jungen Mannes in Frauenkleidern entdeckt. Amandas Chef, Bill, soll den Fall betreuen und trotz der Entfernung zwischen ihm und ihr, fügen sich die einzelnen Puzzleteile der beiden doch nach und nach zu etwas Ganzem zusammen.

Mein Fazit:
Ich fange dann mal das Schwärmen an, denn dieser Thriller verdient eine Auszeichnung! Anna Tell hat einen ausgezeichneten, klaren Schreibstil, der die Dinge beim Namen nennt. Vielleicht klingt dieses Argument nicht besonders schlüssig, aber wenn man die Geschichte liest oder hört, wird es einem klar. Sie hält sich nicht lange mit Unwichtigem auf und dabei kommt dennoch eine wunderbare Geschichte raus. Ihre Charaktere sind wunderbar konstruiert, so dass ich immer das Gefühl hatte, dass Amanda, Bill, die Bösen, die Abgeordneten wirklich so existieren könnten.
Der letzte Punkt ist die Spannung. Diese hat die Autorin so einzigartig gut aufgebaut, was sicherlich auch an den vielen Wendungen in der Geschichte liegt. Immer wenn ich eine Spur hatte, verläuft sich diese wieder im Sand. Aber nicht so oft, dass man das Gefühl hat, dass hier der Hörer mit Absicht in die Irre geführt wird, um noch ein paar Seiten schreiben zu können, nein vielmehr hatte ich das Gefühl die Autorin kennt ihr Ziel, aber der Weg dahin ist realistisch steinig und uneben. Wirklich eine ausgezeichnete Autorin! Und natürlich eine wunderbare Svenja Pages, die wie immer einen klasse Job macht! :)

Veröffentlicht am 02.10.2018

Viele Wendungen, die das Hörbuch super spannend machen!

Orphan X (Evan Smoak)
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"Orphan X" von Gregg Hurwitz ist ein Thriller der besonderen Art!

Evan versucht immer nach den 10 Geboten zu leben.
Er lebt zurückgezogen. Keiner soll ihn finden. Die einzige Möglichkeit des Kontakts ...

"Orphan X" von Gregg Hurwitz ist ein Thriller der besonderen Art!

Evan versucht immer nach den 10 Geboten zu leben.
Er lebt zurückgezogen. Keiner soll ihn finden. Die einzige Möglichkeit des Kontakts ist sein Handy, dessen Nummer immer nur einmal an jemanden geht, der dringende Hilfe der besonderen Art benötigt. Wenn diese Hilfe erfolgt, wird die Nummer von demjenigen an jemanden weiter gegeben, der ebenfalls dringende Hilfe benötigt. Doch dann ruft Kathy an. Pokerspielerin mit enormen Schulden. Sie haben ihren Vater. Doch mit ihr geht alles schief und Evan weiß plötzlich nicht mehr, wem er trauen kann. Die Hetzjagd beginnt.

Mein Fazit:
Der Sprecher ist unglaublich gut! Wunderbar inszeniert er die Geschichte um Evan Smoak.
Die Geschichte an sich ist unglaublich spannend. Viele Wendungen. Ein harter, sehr männlicher Charakter, der sich mitunter selber nicht so ganz an seine Gebote halten will.
Ich kann dieses Hörbuch sehr gut empfehlen und ich garantiere viele Stunden Spannung.

Veröffentlicht am 02.10.2018

Ausgezeichnet!

Abtrünniges Blut
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"Abtrünniges Blut" von Jakob Bredford ist ein fesselnder Thriller, der im London 1748 spielt.

In eisiger Nacht wandert ein Serienmörder durch die Straßen Londons im Jahre 1748. Die Opfer des Mörders ...


"Abtrünniges Blut" von Jakob Bredford ist ein fesselnder Thriller, der im London 1748 spielt.

In eisiger Nacht wandert ein Serienmörder durch die Straßen Londons im Jahre 1748. Die Opfer des Mörders werden bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Durch seine grauenvollen und skrupellosen Taten hält er ganz London in Atem. Doch wer soll sich um den Mörder kümmern, wenn Polizei und Justiz alle Hände mit einer vermeintlichen Intrige in Regierungskreisen kämpfen müssen?
Als letztes Mittel wird John Shinfiel d, ein ehemaliger Spion der Krone gegen seinen Willen beauftragt den Killer zu finden.
Doch der pfiffige und mutige John wird immer mehr in etwas hineingezogen, mit dem er gar nichts zu tun hatte. Immer mehr Personen treten auf die Bildfläche. Wem kann er letztendlich noch trauen und wer ist Freund oder Feind?

Mein Fazit:
Ich war und bin total begeistert von Jakob Bredfords Werk. Er hat sich große Mühe gegeben, dass man sich in das Jahr 1748 einfühlen kann. Ausgezeichnete Dialoge. Schlagabtausch zwischen den verschieden Charakteren die ich persönlich klasse fand. Sehr intelligent, der Witz häufig unterschwellig, aber super platziert. Nie hatte ich das Gefühl, dass irgendwo zu viel gewollt wurde.
Dieser Autor hat sich sehr viele Gedanken gemacht und so einen wandlungsfähigen Roman zu Papier gebracht.
Viele Wendungen, mit denen ich als Krimi und Thriller Fan nicht gerechnet hätte. So dass ich als Leser irgendwann den armen John bedauerte, denn ich stand genauso auf dem Schlauch wie er.

Wer also nach einem spannenden Buch sucht, das einen fesselt, in die irre führt und sehr authentische Charaktere hat, der greife zu "Abtrünniges Blut" und lasse sich genauso in das alte London ziehen, wie mich :)