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Veröffentlicht am 12.08.2018

Leicht düster, bezaubernde Geschöpfe und vielfältige Welt laden zum Träumen ein

Elian und Lira – Das wilde Herz der See
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Inhalt:
Lira ist die Tochter der Meereskönigin. Jahr für Jahr ist sie dazu verdammt, einem Prinzen das Herz zu rauben. Doch dann begeht sie einen Fehler und ihre Mutter verwandelt sie zur Strafe in die ...

Inhalt:
Lira ist die Tochter der Meereskönigin. Jahr für Jahr ist sie dazu verdammt, einem Prinzen das Herz zu rauben. Doch dann begeht sie einen Fehler und ihre Mutter verwandelt sie zur Strafe in die Kreatur, die sie am meisten verabscheut – einen Menschen. Und sie stellt Lira ein Ultimatum: Bring mir das Herz von Prinz Elian oder bleib für immer ein Mensch. Elian ist der Thronerbe eines mächtigen Königreichs. Doch das Meer ist der einzige Ort, an dem er sich wirklich zu Hause fühlt. Er macht Jagd auf Sirenen, vor allem auf die eine, die so vielen Prinzen bereits das Leben genommen hat. Als er eines Tages eine junge Frau aus dem Ozean fischt, ahnt er zunächst nicht, wen er da an Bord geholt hat. Bald wird aus Misstrauen jedoch Leidenschaft und das Unerwartete geschieht – die beiden verlieben sich ineinander.

Meinung:
Lira ist eine Sirene. Doch nicht irgendeine Sirene, sondern die Tochter der Meereskönigin. Jedes Jahr an ihrem Geburtstag ist es Liras Aufgabe einem menschlichen Prinzen sein Herz zu rauben. Doch kurz vor ihrem nächsten Geburtstag begeht Lira einen folgenschweren Fehler. Ihre Mutter ist außer sich vor Wut und verwandelt sie zur Strafe in einen Menschen. Doch damit nicht genug, befiehlt sie Lira das Herz von Prinz Elian zu rauben. Dieser ist nämlich nicht irgendein Prinz, sondern der gefürchtetste Sirenenjäger der Welt.

Der Einstieg in das Buch fiel mir wahnsinnig leicht. Denn ab der ersten Seite legt die Autorin ein gutes Erzähltempo vor. Zu Beginn war ich ein wenig skeptisch, ob sich die Geschichte auf knapp 400 Seiten überhaupt würde entfalten können, doch meine Skepsis hat sich schnell in Luft aufgelöst. Die Geschichte rund um Elian und Lira wirkt zu keiner Zeit überhastet, sondern lässt sich im Nachhinein als rund und sehr stimmig zusammenfassen.

Sehr fasziniert hat mich, dass die Welt in die wir eintauchen aus 100 Königreichen besteht. So wie ich es verstanden habe, sind all diese Königreiche größtenteils durch das Meer voneinander getrennt. Daher verwundert es nicht, dass ein gewisser Anteil der Geschichte auf hoher See stattfindet.
Zudem hat es mir sehr gefallen, dass jede Königsfamilie ein Geheimnis zu haben scheint bzw. sich Legenden um diese Familie ranken. Ich fand es äußert spannend zu erfahren, welche Geheimnisse die jeweiligen Königsfamilien zu verbergen haben. Denn auf der Reise von Elian und Lira wird das ein oder andere Königreich besucht.

Ebenfalls ein Pluspunkt ist in meinen Augen der leicht dunkle Unterton der in der Geschichte mitschwingt. Sirenen werden zu Beginn dieses Buches als böse Wesen ohne große Gefühle dargestellt. Daher ging es ab und an auch gerne ein wenig brutaler zur Sache, wenn z.B. eine Sirene einem Menschen das Herz aus der Brust reißt. Ich mochte diese düstere Atmosphäre sehr gerne, denn eine Verniedlichung der Sirenen hätte hier einfach nicht gepasst.

Ein Highlight in diesem Buch ist für mich die Liebesgeschichte. Wahnsinnig authentisch und bezaubernd, fallen mir als erste Worte hierzu ein. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Alexandra Christo nicht versucht hat eine extrem romantische oder gar kitschige Liebesgeschichte zu erschaffen. Dies hätte nicht wirklich mit der Grundidee des Buches harmoniert.
Ebenfalls gut gefallen haben mir die beiden Protagonisten Elian und Lira. Als Leser wechselt man zwischen ihren beiden Perspektiven hin und her. Hier kommt auch mein Kritikpunkt, denn ein Perspektivwechsel wird zwar durch ein neues Kapitel und eine andere Schriftart angekündigt, dennoch hatte ich öfter Probleme damit die beiden Schriftarten auseinander zu halten. Ich hätte mir gewünscht, dass zu Anfang eines jeden Kapitels kurz mit einer Namensüberschrift darauf hingewiesen wird, aus welcher Sicht wir die Geschichte weiterverfolgen.

Auch die Nebencharaktere blieben mir an manchen Stellen ein wenig zu blass. Ich denke, dies ist der Tatsache geschuldet, dass es sich hierbei um einen Einzelband und keine Reihe handelt. Und daher nicht ganz so viel Spielraum zur Charakterentfaltung blieb.
Dennoch bin ich wirklich sehr angetan von der Geschichte.

Fazit:
Ein fesselnder Schreibstil zu einem Thema, welches mich von Anfang an sehr fasziniert hat, wird dem Leser in "Elian und Lira" geboten. Gemeinsam mit den Beiden tauchen wir in eine Welt voller bunter Königreiche, machthungrigen Wesen, bezaubernden Geschöpfen wie den Nixen und einem kleinen Trupp abenteuerlustiger Piraten ein.
Mich konnte dieser Einzelband, mit kleinen Ausnahmen, absolut für sich einnehmen. Daher vergebe ich 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 04.08.2018

Skurrile Charaktere und Fantasyklassiker werden ein wenig aufs Korn genommen - klasse!

Die Prophezeiung des magischen Steins
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Inhalt:
Er ist ein Meisterwerk der alten Elben, eine der mächtigsten Schöpfungen ihrer Magie: der singende Stein. Dass ausgerechnet Dafydd, Lehrling des Barden Palatin, der Träger des magischen Steins ...

Inhalt:
Er ist ein Meisterwerk der alten Elben, eine der mächtigsten Schöpfungen ihrer Magie: der singende Stein. Dass ausgerechnet Dafydd, Lehrling des Barden Palatin, der Träger des magischen Steins sein soll, um dessen Besitz Kriege geführt wurden, vermag er kaum zu glauben. Und doch findet er sich bald mit Palatin, Prinzessin Livia, einem Gnom, einem Zwerg und der schrulligen Hexe Morgat im größten Abenteuer seines Lebens wieder. Können die Gefährten verhindern, dass das Land, wie sie es kennen, vergeht? Und kann die Magie des Steins auch Dafydds persönliches Glück beeinflussen? Denn trotz aller Standesunterschiede schlägt sein Herz für Prinzessin Livia ...

Meinung:
Dafydd ist Lehrling des Barden Palatin und lebt am Hofe des Königs. Seine beste Freundin Livia ist die Prinzessin des Landes und somit für ihn unerreichbar. Denn Dafydd hat sich unlängst in Livia verliebt. Doch all das gerät in den Hintergrund, als sich ein Krieg über dem Land zusammenbraut. Und Dafydd plötzlich eine unglaublich mächtige Macht in die Hand gelegt bekommt: den singenden Stein - welcher das Schicksal des Landes entscheiden kann.

Auf das Buch neugierig wurde ich anhand des fantastischen Covers, was mich als Fantasy-Fan natürlich sofort angesprochen hat. Da ich gerne ab und an High-Fantasy lese, war ich gespannt, wie mir dieses Jugendbuch zu diesem Genre gefallen würde.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen. Nach und nach werden die verschiedenen Charaktere, die wechselnden Orte und Landschaften vorgestellt. Etwas schade fand ich es, dass es keine Karte zur besseren Orientierung gibt. Dies ist zwar kein großer Minuspunkt, nett wäre es dennoch gewesen.

Wir begleiten den jungen Dafydd und eine bunt zusammengewürfelte Truppe bestehend aus Zwerg, Gnom, Elb und Hexe auf ihrer Reise.
Dafydd ist eher schüchtern und hat selbst wenig Vertrauen in sein Können. Erst nach und nach realisiert er, zu was er eigentlich fähig ist.
Mein absoluter Liebling ist die Hexe Morgat. Sie ist sehr schrullig und verschroben, aber auch extrem lustig. Mit ihrer Art brachte sie mich sehr oft zum Lachen. Ich bin wirklich schwer begeistert von ihr, denn auf so einen tollen Charakter trifft man nicht in jedem Buch.
Aber auch den Gnom Memphy, der einfach nicht an diversen Fettnäpfchen und Pannen dran vorbeigehen kann, fand ich äußerst sympathisch.
Auch die restlichen Charaktere wie der Elbe Palatin oder der Zwerg Fhargolf mit seinem eigentümlichen Dialekt waren großartig.

So kommt es, dass sich der Leser ein wenig an die tolle Reisegruppe aus Herr der Ringe erinnert fühlt. Dennoch hat diese Geschichte ihren ganz eigenen Stil. Denn das ein oder andere Mal werden gerade Fantasy Klassiker wie Herr der Ringe aufs Korn genommen. Ob Jugendliche die Anspielungen immer verstehen werden, mag ich zu bezweifeln, ich für meinen Teil wurde jedoch sehr gut unterhalten.

Der Schreibstil von Stephan Rother ist sehr bildgewaltig. Es viel mir wahnsinnig leicht mir die Umgebung und die Charaktere vorzustellen. Und so kam es, dass ich als Leser in eine bezaubernde Fantasywelt eintauchen durfte.
Dennoch musste ich auch feststellen, dass es zwischendurch ein paar Passagen gab, die etwas zu ausschweifend erzählt wurden.

Besonders schön finde ich, dass das Cover im Laufe der Geschichte noch einen besonderen Sinn ergibt und nicht einfach wahllos skizziert wurde.

Fazit:
Ein schönes Fantasybuch was viel Wert auf Humor, teilweise recht skurrile Charaktere und eine unterhaltsame Wanderung durch die abwechslungsreiche Fantasywelt bietet. Auch das auf die Schippe nehmen von Fantasy Klassikern wie Herr der Ringe, kam bei mir gut an.
Sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.07.2018

Sehr unterhaltsam und sehr berührend

Wir drei verzweigt
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Inhalt:
Wie werden aus drei Fremden Geschwister? Vor dieser Frage stehen Grace, Maya und Joaquin, als sie einander kennenlernen. Eigentlich war Grace auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter, doch dann ...

Inhalt:
Wie werden aus drei Fremden Geschwister? Vor dieser Frage stehen Grace, Maya und Joaquin, als sie einander kennenlernen. Eigentlich war Grace auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter, doch dann erfährt sie von ihren beiden Halbgeschwistern. Maya ist sofort Feuer und Flamme für ihre neuen Familienmitglieder, denn als einzige Dunkelhaarige in einer Adoptivfamilie voller Rotschöpfe sucht sie schon lange nach jemandem, dem sie tatsächlich ähnlich sieht. Joaquin ist eher zurückhaltend, nach einem Leben in unzähligen Pflegefamilien und Heimen weiß er, dass er sich nur auf sich selbst verlassen kann. Beide sind nicht begeistert von Grace᾿ Wunsch, nach ihrer gemeinsamen Mutter zu suchen, denn sie fühlen sich von ihr im Stich gelassen. Aber Grace hat einen guten Grund dafür. Und als Maya und Joaquin die Wahrheit erfahren, lassen sie sich darauf ein. Doch was werden sie finden?

Meinung:
Grace weiß seit langem, dass sie adoptiert wurde. Als Grace schwanger wird und ihr Kind nach der Geburt zur Adoption freigibt, ist ein Wunsch übermächtig: ihre leibliche Mutter kennenzulernen. Und so findet Grace heraus, dass sie noch einen Halbbruder und eine Halbschwester hat. So kommt es, dass die drei Teenager aufeinandertreffen. Und schon nach kurzer Zeit ist klar, dass eine gewisse Verbundenheit untereinander besteht und jeder sein eigenes dunkles Geheimnis mit sich herumträgt.

Vor einiger Zeit habe ich bereits ein ähnliches Buch zu diesem Thema gelesen und war daher gespannt, wie mir nun diese Geschichte gefallen wird. Bereits nach kurzer Zeit war ich total in der Geschichte gefangen und konnte nur schwer aufhören zu lesen, was für mich vor allen Dingen an den Charakteren und ihren Problemen lag.

Als Leser lernt man die drei höchst unterschiedlichen Jugendlichen Grace,
Maya und Joaquin kennen.
Grace ist die älteste der Truppe und wohl die einzige der Geschwister die in normalen Familienverhältnissen aufgewachsen ist. Dennoch hat Grace mit ihrer ungewollten Schwangerschaft und ihrem zur Adoption freigegebenen Kind zu kämpfen.
Maya ist die jüngste der Drei. Sie ist in einer Familie voller Rotschöpfe aufgewachsen. So bleibt es nicht aus, dass andere Maya immer wieder darauf hinweisen, dass sie doch so ganz anders ist als ihre Familie. Dies macht Maya natürlich zu schaffen.
Joaquin hat wohl das härteste Los der Drei gezogen. Er wurde nie adoptiert und hat mittlerweile bei weit über 10 Familien gelebt. Seine aktuelle Familie scheint jedoch sehr nett zu sein. Dennoch bedrückt Joaquin etwas aus seiner Vergangenheit, sodass er nicht richtig loslassen kann.

Dem Leser ist ab der ersten Seite bewusst, dass Grace, Maya und Joaquin ein Leben mit einem Haufen Problemen führen - so wie dies auch bei uns Lesern der Fall ist. Kein Leben ist perfekt. Robin Benway beschreibt auf eine angenehme Art und Weise die Probleme der Jugendlichen. So kam es, dass ich mich sehr gut in die Geschwister hineinversetzen konnte. All ihre Sorgen, Ängste und Hoffnungen wurden auch zu meinen. Emotional hat mich das Buch daher tief berührt und mitgenommen.

Wie die Geschwister mit der Zeit sich immer mehr aneinander gewöhnen und vertrauen aufbauen, so baute auch ich eine starke Bindung zu ihnen auf. So kam es, dass ich wirklich gebannt an den Seiten hing und mich fragte, wie alles enden wird. Wo wir beim Thema Ende sind: dieses rundet dieses wundervolle Buch auf perfekte Art ab.

Fazit:
Die Geschichte rund um Grace, Maya und Joaquin hat mich emotional berührt und gepackt. Es war spannend mitzuverfolgen, wie unterschiedlich die drei Geschwister groß geworden sind. Mit ihren alltäglichen Problemen sorgten sie bei mir dafür, dass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte und mir über das Thema Adoption deutlich mehr Gedanken gemacht habe.
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 27.07.2018

Schöne Pferdegeschichte für Mädchen

Die Pferde von Eldenau - Mähnen im Wind
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Inhalt:
Wind, Meer und Weite – für Frida gibt es nichts Schöneres, als mit ihrem Pony Liv durch die Wellen zu galoppieren. Sie kann einfach nicht verstehen, was Jannis daran findet, sein Pferd jedes Wochenende ...

Inhalt:
Wind, Meer und Weite – für Frida gibt es nichts Schöneres, als mit ihrem Pony Liv durch die Wellen zu galoppieren. Sie kann einfach nicht verstehen, was Jannis daran findet, sein Pferd jedes Wochenende auf Turnieren über Hindernisse zu jagen. Jannis belächelt Frida dafür, dass sie so gar keinen Ehrgeiz hat beim Reiten – er und seine Stute Dari sind ein Topteam auf dem Springplatz. Doch dann beginnt Dari, sich zu verändern, und Jannis stellt fest, dass ausgerechnet Frida einen echten Draht zu seiner Stute hat. Gemeinsam versuchen sie, Dari zu helfen. Bis zu einem Turnier, nach dem nichts mehr ist, wie es war …

Meinung:
Frida kann sich ein Leben ohne Pferde nicht vorstellen. Auf einem Reiterhof groß geworden, zählt es für sie zu den schönsten Dingen im Leben mit ihrem Pony Liv durch die Brandung des Meeres zu galoppieren. Als Frida Jannis kennenlernt, ist sie alles andere als angetan von ihm. Denn Jannis verbringt seine Wochenenden auf dem Springplatz - von dem Frida so gar nichts hält. So kommt es, dass Frida versucht Jannis ihre Lebensweise und den Umgang mit den Pferden näher zu bringen. Dann passiert jedoch etwas womit beide nicht gerechnet haben.

Da ich früher als Kind und Teenager wahnsinnig viele Pferdebücher gelesen habe und selbst geritten bin, überkam mich mal wieder die Lust auf ein Pferdebuch. Der Klappentext klang schon mal nach einer Geschichte, die nicht ganz so stereotyp ist, wie manch anderes Pferdebuch und so war ich auf den Inhalt mehr als nur gespannt.

Als Pferdefan hat mich von Beginn an sofort das Setting angesprochen. Frida die mit ihrer Familie auf einem Reiterhof lebt, welcher auch nicht weit vom Meer entfernt liegt, sorgte bei mir sofort für ein kunterbuntes Kopfkino. Die Autorin beschreibt die Ausritte und die gesamte Umgebung rund um Eldenau sehr bildlich. So das es sich für mich fast so anfühlte, als wenn ich gemeinsam mit Frida durch den Wald oder am Meer entlang ritt.

Auch das Thema ist eine tolle Kombination zwischen dem Springreiten auf der einen Seite und dem "normalen" Pferdeliebhaber auf der anderen. Frida hat eine besondere Gabe und kann die Gefühle und Gedankengänge der Pferde sehr gut erahnen. Daher wird sie in diesem Buch auch ab und an als Pferdeflüsterin tituliert.

Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Frida, als auch aus der Sicht von Jannis beschrieben. Dieser Perspektivwechsel hat mir super gefallen, da so die beiden verschiedenen Ausrichtungen, was den Umgang mit Pferden angeht, noch einmal verdeutlicht werden.
Mir persönlich haben Jannis Erzählungen besser gefallen als die von Frida, da sein Charakter und die Geschehnisse in seinem Leben eindeutig interessanter waren.
Dazu kommt, dass mich Fridas ständiges Gerede darüber, wie schlecht der Springsport doch sei, irgendwann nur noch genervt hat. Dies ist auch mein größter Kritikpunkt.

Was mir ebenfalls nicht so gut gefallen hat ist, dass die Geschichte für mich erst nach gut 150 Seiten so richtig in Schwung gekommen ist.
Dennoch habe ich schöne Lesestunden mit diesem Buch verbracht und bin mir sicher, dass junge pferdeverrückte Mädels bei dieser Geschichte absolut auf ihre Kosten kommen werden.

Fazit:
Als ehemalige Reiterin und Pferdefan war ich gespannt auf die Umsetzung des interessant klingenden Themas. Größtenteils konnte mich Theresa Czerny abholen und überzeugen, dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Unterhaltung ab der ersten Seite gewünscht. Ich bin mir jedoch sicher, dass junge Pferdefans dies nicht so kritisch betrachten werden.
Das Setting macht auf jeden Fall Lust die Tasche zu packen und direkt nach Eldenau ans Meer zu fahren.
Knappe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 25.07.2018

Atemberaubend gut, wahnsinnig spannend und voller überraschender Wendungen

Throne of Glass – Die Sturmbezwingerin
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Inhalt:
Celaena ist in ihre Heimat zurückgekehrt, aber nicht mehr als Celaena Sardothien, sondern als Aelin Galathynius. Das ist ihr wahrer Name, der Name der rechtmäßigen Königin von Terrasen. Doch der ...

Inhalt:
Celaena ist in ihre Heimat zurückgekehrt, aber nicht mehr als Celaena Sardothien, sondern als Aelin Galathynius. Das ist ihr wahrer Name, der Name der rechtmäßigen Königin von Terrasen. Doch der Weg auf den Thron ist noch lang, denn von allen Seiten nahen Feinde heran. Aelin muss sich nicht nur gegen den dunklen Valg-König Erawan, der ihre Welt erobern und versklaven möchte, behaupten, sondern auch gegen die Königin der Fae, die unsterbliche Maeve. Es wird zu einem Kampf kommen und Aelin muss sich fragen, was – oder wen – sie bereit ist zu opfern, um ihre Welt zu retten … Doch ganz gleich, was auch passiert, Rowan steht unverrückbar an ihrer Seite.

Meinung:
Aelin Galathynius kehrt mit ihren Freunden zurück nach Terrasen um ihren Anspruch auf den Thron geltend zu machen. Doch die Machtverhältnisse im Land haben sich verschoben und die Lords wollen Aelin nicht einfach so den Thron besteigen lassen. Währenddessen braut sich am anderen Ende des Kontinents Unheil zusammen. Erawan schart seine Armeen um sich, um die Welt zu erobern. Und auch die Fae Königin Maeve macht sich aus Wendlyn auf, um die Macht in Erilea zu übernehmen. Aelin wird klar, dass Bündnisse noch nie so wichtig waren wie bisher.

Als großer Sarah J. Maas Fan freue ich mich einfach ungemein auf jedes neue Buch der Autorin. Da der vierte Band der Throne of Glass Reihe mich mal wieder so dermaßen begeistern konnte, war meine Freude auf Band 5 riesig. Gleich zu Beginn stürzt man in die Geschichte und ist Aelin und ihren Freunden schnell erlegen.

Bei einigen Büchern macht man sich vorher bereits Gedanken, ob knappe 850 Seiten nicht zu lang sein könnten. Bei Sarah J. Maas kann man sich vor dem Lesen bereits sehr sicher sein, das so gut wie keine einzige Seite langweilig werden könnte. Ich weiß nicht, wie die Autorin es schafft, aber sie hat einfach ein Händchen für extrem spannende Geschichten. Von der genialen Charakterdarstellung ganz zu schweigen.

Wie eben erwähnt, sind die Charaktere in Throne of Glass ein entscheidender Faktor dafür, dass man diese Bücher einfach lieben muss. Dabei macht es einem gerade die Protagonistin Aelin nicht immer leicht sie zu mögen. Auch wenn sie mich manchmal aufgrund ihrer Entscheidungen zum Verzweifeln brachte, gab es genauso viele Momente wo ich Aelin für ihre Gerissenheit und Planungsfähigkeit bewundert habe.
Neben Aelin gibt es aber noch einen großen Haufen sehr überzeugender Charaktere. Es fällt mir wirklich schwer hier einzelne Personen hervorzuheben, da sie alle sehr besonders sind.
Dennoch haben sich in diesem Band besonders Elide und Lorcan in mein Herz geschlichen.

Oftmals ist ein Kritikpunkt in meinen Rezensionen die Liebesgeschichte. Und auch hier hätte ich theoretisch viel zu bemängeln gehabt, denn fast an jeder Ecke (überspitzt gesagt) wartet eine Liebesgeschichte. Komischerweise hat es mich hier überhaupt nicht gestört. Viel mehr war ich begeistert von all den recht unterschiedlichen Beziehungen.

Etwas zu bemängeln habe ich dann aber doch noch. Sarah J. Maas schreibt unglaublich komplexe Geschichten mit vielen Charakteren und genialen Wendungen - ein großer Pluspunkt. Dennoch hatte ich es in diesem Band zum ersten Mal in der gesamten Reihe das Gefühl, dass es an der ein oder anderen Stelle Logiklücken gibt bzw. Stellen auftraten, wo ich das Gefühl hatte, dass die Autorin vom Leser Dinge voraussetzt, die er noch gar nicht wissen kann. Bei einer so komplexen Geschichte stelle ich es mir aber auch schwierig vor als Autor und Lektor noch den Überblick zu behalten.
Denn auch in diesem Band ergeben Dinge die bereits in Band 1 und 2 passiert sind, plötzlich einen ganz anderen Sinn. Hier ziehe ich absolut meinen Hut vor der Autorin, die in Band 1 schon die Weichen für eine fantastische und überraschende Geschichte gelegt hat.

Fazit:
Absolut genial, absolut gigantisch, absolut begeistert. Natürlich habe ich nichts anderes von diesem Buch erwartet, dennoch freut es mich sehr, dass mich dieses Buch wieder nicht enttäuscht hat. Die Geschichte ist mega komplex und viele Dinge aus den vorherigen Bänden erscheinen plötzlich in einem ganz anderen Licht.
Für alle die bisher noch nie ein Buch von Sarah J. Maas gelesen haben: ihr macht einen großen Fehler, wenn ihr an dieser Reihe vorbeigeht.
5 von 5 Hörnchen.