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Veröffentlicht am 31.03.2017

Ich bin entsetzt

Dustlands - Der Blutmond
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Inhalt:
Saba ist bereit, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und DeMalo und seine Soldaten zu schlagen. Bis sie ihm begegnet und er mit seiner verführerischen Vision von New Eden, einer geheilten Erde, ...

Inhalt:
Saba ist bereit, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und DeMalo und seine Soldaten zu schlagen. Bis sie ihm begegnet und er mit seiner verführerischen Vision von New Eden, einer geheilten Erde, alle ihre Erwartungen unterläuft. DeMalo will, dass Saba ihn begleitet, im Leben und bei seinem Werk, eine gesunde, stabile, nachhaltige Welt zu erschaffen – für die wenigen Auserwählten.
Jacks Entscheidung ist klar: DeMalo zu bekämpfen und New Eden aufzuhalten. Saba verpflichtet sich diesem Kampf, immer noch unsicher, und ihre Verbindung mit DeMalo bleibt ihr Geheimnis. Gemeinsam mit ihrem Bruder Lugh, der auf ein Stück Land in New Eden hofft, führt Saba eine unerfahrene Rebellengruppe in den Kampf gegen den mächtigen und charismatischen DeMalo mit seinen Siedlern und Soldaten. Welche Chance haben sie? Saba muss handeln. Und willens sein, den Preis zu zahlen.

Meinung:
Die Handlung beginnt mitten in einem Anschlag von Sabas Truppe auf eine wichtige Brücke in New Eden. Der Anschlag geht leider schief und die Gruppe muss schnellstmöglich fliehen, da die Tonton ihre Verfolgung aufgenommen haben. Während der Flucht zerfällt die Gruppe in ihre Einzelteile und Saba steht auf einmal DeMalo ganz alleine gegenüber. Dieser hatte sich als normaler Tonton verkleidet und war bei der Soldatentruppe mit dabei gewesen. DeMalo bietet ihr einen Handel an. Saba wird seine Frau und hilft ihm sein Werk zu vollenden. Dafür bekommen Sabas Freunde die Chance ein freies Leben ohne die Unterdrückung der Tonton zu führen. Saba hat bis zum nächsten Blutmond Zeit sich zu entscheiden.

Ich hätte nie damit gerechnet, dass mich dieser Trilogieabschluss in so vielen Punkten enttäuschen würde. Fangen wir bei den Charakteren an. Hatte Saba in Band 2 bereits einige merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag gelegt, so verstrickt sie sich in diesem dritten Band in ihrem selbst aufgebauten Netz aus Lügen und Geheimnissen. Sie belügt alle ihre Freunde und vor allen Dingen Jack, den Mann den sie doch angeblich liebt, nach Strich und Faden. Ich konnte nur noch wenig Sympathie für sie aufbringen.
Aber nicht nur Saba verliert bei mir gehörig an Punkten. Auch Lugh wurde mir einfach nicht sympathisch. Er hat eine Art an sich, die es mir schwer machte ihn zu mögen.
Jack hingegen ist in diesem Buch nur noch eine kleine Randfigur und die Gespräche zwischen Saba und ihm kamen mir reichlich unterkühlt vor. Einzig Emmi, die eine wahnsinnige Entwicklung durchlebt, und der herzensgute Tommo konnten mich überzeugen. Gut gefallen hat mir, dass wir auch mehr über die restlichen Nebencharaktere wie Creed, Ash, Mercy oder Molly erfahren.

Ist der Beginn des Buches wirklich packend, plätschert die Geschichte danach nur noch vor sich hin. Erst ganz zum Schluss kommt noch mal ein wenig Spannung auf. Die Geschichte soll durch kursiv gedruckte Textpassagen (die die Gedankengänge des Verräters in Sabas Gruppe erzählen) an Spannung gewinnen. Das tun sie auch, bis zu einem gewissen Grad, denn ab einem bestimmten Punkt war für mich klar, bei wem es sich um den Verräter handelt und die Auflösung daher keine Überraschung mehr.

Der Einstieg in das Buch fiel mir zum Glück nicht ganz so schwer wie damals der Einstieg in Band 2. Die Charaktere waren mir schneller wieder präsent. Was ich jedoch toll gefunden hätte, wäre eine Karte von Sabas Welt gewesen. Es wird mit so vielen Orten um sich geschmissen, dass ich manchmal doch ein wenig verwirrt war. Auch war ich ein wenig enttäuscht darüber, dass sich in diesem Buch alles nur um New Eden dreht und die restliche Welt, die noch in den Bänden 1 und 2 eine Rolle gespielt hat, ein wenig außen vor gelassen wird.

Der Schreibstil ist wie gewohnt außergewöhnlich und mehr dem zweiten als dem ersten Buch angepasst. Ich finde, dass gerade dieser Schreibstil ein großes Plus der Autorin ist. Dennoch komme ich nicht umhin festzustellen, dass ich für meinen Teil mit Band 1 die Reihe hätte beenden sollen. Gerade was das Ende angeht, hatte ich mit deutlich mehr gerechnet. Da ich nicht zu viel spoilern möchte, kann ich nur sagen, dass mich das Ende unzufrieden zurücklässt. Die Autorin hat sich hier vieles zu einfach gemacht. Selbst die Verluste haben mich relativ kalt gelassen und das Finale mit DeMalo war in meinen Augen ein wenig lachhaft.

Fazit:
Ich kann immer noch nicht glauben, dass dieser dritte Band wirklich so schlecht war. Bekam Band 1 bei mir noch Lieblingsbuchstatus, schwächelte Band 2 bereits ein wenig. Sabas Vorgehensweise war für mich an einigen Punkten einfach nicht mehr nachvollziehbar. Dieser dritte Band toppt den zweiten leider noch um Längen. Absolut keine Spannung, eine Geschichte die in fünf Sätzen erzählt ist, unsympathische Charaktere und ein Ende was mich nicht zufrieden gestellt hat, ließen mich das Buch enttäuscht, ja fast schon wütend, zuklappen. Nein, das war leider gar nichts. 2 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten gefiel mir das Buch richtig gut

Dragonfly
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Inhalt:
Flüstersteine, Jårlys, Kältesteine – mit diesen und anderen verzauberten Dingen ist Charlotte großgeworden. In ihrer Heimat Himmerland nimmt die Magie jedoch Tag für Tag ab, ohne dass jemand den ...

Inhalt:
Flüstersteine, Jårlys, Kältesteine – mit diesen und anderen verzauberten Dingen ist Charlotte großgeworden. In ihrer Heimat Himmerland nimmt die Magie jedoch Tag für Tag ab, ohne dass jemand den Grund dafür weiß. Doch Charlotte hat ganz andere Sorgen. Wie allen anderen 14-Jährigen des Landes steht ihr das Trivium bevor - eine feierliche Zeremonie, bei der über ihre Zukunft entschieden wird. Ob sie, wie ihre Schwester, eine Schneiderlehre machen wird? Oder bei der Hutmacherin einen Platz bekommt? Charlotte ist es einerlei, doch als sie ihre Bestimmung schließlich erfährt, fällt sie aus allen Wolken. Was hat das Schicksal sich dabei nur gedacht? Es muss ein Irrtum sein, da ist Charlotte sich sicher. Doch schneller, als sie bis drei zählen kann, wird ihre Welt auf den Kopf gestellt, und Charlotte muss sich ihrer Bestimmung stellen, um nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern die des ganzen Landes zu retten …

Meinung:
In Himmerland ist die Magie am Schwinden. Drachen wurden schon seit Jahren nicht mehr gesehen und auch die anderen Fabelwesen ziehen sich immer mehr in die Wälder des Landes zurück oder verschwinden ganz.
Für die 14-jährige Charlotte steht der größte Tag ihres Lebens kurz bevor. Alle 14-jährigen Kinder des Landes nehmen am Trivium teil. Bei dieser Zeremonie wird entschieden welche Ausbildung oder Aufgabe die Jugendlichen zugeteilt bekommen. Charlotte ahnt nicht was ihre Bestimmung ist und wird daher von dem Ergebnis des Triviums ziemlich überrascht. Von diesem Augenblick an ist nichts mehr wie es war und nach kurzer Zeit befindet sie sich auf der Flucht vor einem ganzen Königreich.

Der Einstieg ins Buch viel mir leider nicht ganz so einfach. Die vielen magischen Begriffe und die Welt in der Charlotte lebt waren für mich ziemlich verwirrend. Ich brauchte gut 100 Seiten ehe ich mich in der magischen Welt mit all ihren Kältesteinen und Fabelwesen zurecht gefunden hatte. Ich hätte mir hier zum einen eine Karte des Landes gewünscht, um mich besser orientieren zu können. Zum anderen wäre es schön gewesen, wenn die magischen Begriffe wie Jårlys und Kältesteine genauer erklärt worden wären.

Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten konnte mich das Buch jedoch mitreißen. Aufgrund der vielen Perspektivwechsel ist die Geschichte sehr spannend und abwechslungsreich. Man versteht daher sowohl die guten wie auch die bösen Charaktere und ihre Handlungen.
Das schnelle Tempo der Handlung führt dazu, dass es wenig Pausen zur Erholung gibt. Dies hat mir ausgesprochen gut gefallen. Verständlich ist daher auch, dass die Liebesgeschichte nur eine dezente Rolle am Rand einnimmt. Aufgrund des angesprochenen Tempos hätte dies aber auch gar nicht anders bzw. glaubwürdig in die Geschichte gepasst.
Zwar haben die beiden Hauptprotagonisten Charlotte und Fynn aufgrund der rasanten Handlung vielleicht nicht ganz die gewünschte Charaktertiefe für manche Leser, mir jedoch hat ihre Beschreibung vollkommen ausgereicht. Beide waren mir zu jeder Zeit sympathisch und ich konnte ihre Beweggründe verstehen.

Was dieses Buch für Vielleser so interessant macht ist, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt. Meine Angst, dass möglicherweise Fragen offen bleiben, war jedoch total unbegründet. Am Ende war ich sogar ein wenig traurig darüber diese magische Welt für immer verlassen zu müssen.

Fazit:
Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten wurde ich mit einer rasanten und sehr unterhaltsamen Geschichte belohnt. Die vielen Perspektivwechsel sorgen für jede Menge Abwechslung und Spannung. Fans von magischen Dingen und Wesen werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
Von mir gibt es magische 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Fans des Drachenreiters müssen das Buch einfach lesen

Drachenreiter 2. Die Feder eines Greifs
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Inhalt:
Zwei Jahre nach ihrem Sieg über Nesselbrand erwartet Ben, Barnabas und Fliegenbein ein neues Abenteuer: Der Nachwuchs des letzten Pegasus ist bedroht! Nur die Sonnenfeder eines Greifs kann ihre ...

Inhalt:
Zwei Jahre nach ihrem Sieg über Nesselbrand erwartet Ben, Barnabas und Fliegenbein ein neues Abenteuer: Der Nachwuchs des letzten Pegasus ist bedroht! Nur die Sonnenfeder eines Greifs kann ihre Art noch retten. Gemeinsam mit einer fliegenden Ratte, einem Fjordtroll und einer nervösen Papageiin reisen die Gefährten nach Indonesien. Auf der Suche nach dem gefährlichsten aller Fabelwesen merken sie schnell: sie brauchen die Hilfe eines Drachens und seines Kobolds.

Meinung:
Ben lebt mit seiner neuen Familie, den Wiesengrunds, in Norwegen. Dort haben sie ein Zuhause für alle möglichen Fabelwesen erschaffen. Gerade ist der Drache Lung zu Besuch, der seinem alten Drachenfreund Schieferbart die letzte Ehre erweisen möchte. Die Wiedersehensfreude zwischen Ben und Lung wird jedoch getrübt, als die Wiesengrunds die Nachricht erhalten, dass der Nachwuchs des letzten Pegasus Pärchens bedroht ist. Um zu schlüpfen, benötigen die Fohlen die Sonnenfeder eines Greifs. Greife sind jedoch äußerst aggressive und bösartige Wesen und zudem die Erzfeinde der Drachen. Daher machen sich Barnabas und Ben ohne Lung auf den Weg nach Indonesien, um an die Feder zu kommen.

Als Kind habe ich den ersten Band der Drachenreiter geliebt. Ich hätte nie damit gerechnet, dass es eine Fortsetzung zu diesem tollen Buch geben würde. Daher war ich auch ein wenig zwiegespalten, ob das Buch mit seinem Vorgänger mithalten kann.
Meine Bedenken waren jedoch total unbegründet. Schon nach den ersten Seiten hat mich Cornelia Funke mit ihrem liebevollen und fantasiereichen Schreibstil gepackt.
Ich war selbst erstaunt darüber, wie viel mir noch aus Band 1 präsent gewesen ist. Daher hatte ich keine Probleme die vielen Charaktere zuordnen zu können. Zudem gibt es am Ende ein Glossar, welches jedes Lebewesen auflistet, was in diesem Buch vorkommt, sei es nun Mensch, Tier oder Fabelwesen.

Die alten Charaktere haben sich sofort wieder in mein Herz gestohlen. Sei es der weise und gutmütige Drache Lung, die wagemutige Ratte Lola Grauschwanz, der sehr sensible und etwas einsame Homunkulus Fliegenbein, die etwas launische Kobolddame Schwefelfell oder mein geliebter Drachenreiter Ben.
Aber auch die neuen Charaktere wie der mutige Greif Shrii, der Pegasus Ànemos, der gutmütige Tagtroll Hotbrodd oder der ungestüme Jungdrache Tattoo sind grandios gelungen. Ich könnte sie alle noch stundenlang weiter aufzählen (denn Lebewesen gibt es in diesem Buch ganz schön viele), aber das würde euch nur ermüden. Ich denke ihr merkt auch so, dass ich sie einfach ALLE mochte. Sogar den Bösewicht fand ich gut dargestellt.

Während der verschiedenen Dialoge stahl sich mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Denn gerade die unterhaltsamen Dialoge zwischen Lola und Hothbrodd oder Lolas ständige "Versprecher" bzgl. des kleinen Homunkulus sind amüsant.

Dennoch gibt es zwei Punkte die mich ein wenig gestört haben.
Zum einen gab es kurz vor der Mitte des Buches einen etwas langatmigen Part, hier hätte für mich die Geschichte ein wenig gekürzt werden können.
Zum anderen hat mich gestört, wie viele fantastische Lebewesen Cornelia Funke in das Buch hat einfließen lassen. Viele dieser Fabelwesen wurden einmal kurz erwähnt und danach nie wieder. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Fazit:
Fans des Drachenreiters müssen einfach zu diesem Buch greifen! Der wunderschöne Schreibstil und die liebenswerten Charaktere bereiteten mir zauberhafte Lesestunden.
Ich muss gestehen, dass ich jetzt sogar noch auf einen dritten Band hoffe.
Ganz knappe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Die ersten 300 Seiten waren mir zu zäh

Die Vertriebenen: Flucht aus Camp Eden -
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Inhalt:
Owen Parker lebt in einer Welt, die durch die Klimaerwärmung nahezu unbewohnbar geworden ist: Um den tödlichen Strahlen der Sonne zu entfliehen, haben die Menschen ihre Städte unter riesige Kuppeln ...

Inhalt:
Owen Parker lebt in einer Welt, die durch die Klimaerwärmung nahezu unbewohnbar geworden ist: Um den tödlichen Strahlen der Sonne zu entfliehen, haben die Menschen ihre Städte unter riesige Kuppeln verlegt. Bei einem Tauchunfall im Feriencamp entdeckt Owen außergewöhnliche Fähigkeiten an sich. Fähigkeiten, die der Menschheit das Überleben ermöglichen könnten. Gemeinsam mit seiner attraktiven Tauchlehrerin Lilly sucht er einen Weg, die Gabe zu begreifen und zu kontrollieren. Doch damit schrecken die beiden dunkle Kräfte auf, die diese Suche um jeden Preis verhindern wollen.

Meinung:
Owen hat riesiges Glück als er bei einer Auslosung einen der begehrten Plätze in einem Feriencamp erhält. Während einer Schwimmübung dort geht Owen unter und müsste eigentlich Tod sein. Jedoch entdeckt er besondere Fähigkeiten an sich selbst und überlebt. Nicht zuletzt auch Dank der Beatmungsversuche der attraktiven Betreuerin Lilly. Diese teilt ihm mit, dass er einer der wenigen Campbewohner ist, dem hier im Camp Kiemen gewachsen sind. Wie kann dies sein und warum interessiert sich der Campleiter auf einmal so sehr für ihn?

Aufgrund einer Klimakatastrophe und den dadurch entstandenen starken UV-Strahlungen ist ein Leben an der Oberfläche der Erde fast nicht mehr möglich. Große Teile der Welt bestehen nur noch aus Wüstengebieten. Jedoch gibt es noch ein paar wenige Kuppeln unter denen das Leben möglich ist.
Die Beschreibungen des Autors zu der Klimakatastrophe und den daraus resultierenden Folgen fand ich gut und ausführlich beschrieben. Oftmals wird dieser Punkt in anderen Büchern etwas schwammig gehalten, aber in diesem Fall konnte ich mir den Hintergrund sehr gut vorstellen.

Zu Beginn des Buches habe ich mich sehr über einen männlichen Protagonisten gefreut. Owen ist ein Außenseiter im Camp, aber dennoch ein Sympathieträger für den Leser. Trotzdem er mir sympathisch war, konnte ich keine große Bindung zu ihm aufbauen. Seine Taten und Abenteuer ließen mich leider ziemlich kalt. Genauso erging es mir auch mit den anderen Charakteren. Daher konnte mich die eingebaute Liebesgeschichte auch nicht wirklich berühren oder packen.

Auf den ersten gut 300 Seiten erfahren wir sehr viel über das Campleben. Nur leider passiert sehr wenig relevantes für die Handlung in dieser Zeit. Daher musste ich mich durch diesen Teil des Buches quälen. Es gibt einfach zu viele Beschreibungen und die Geschichte geht nur schleppend voran. Erst auf den letzten 100 Seiten nimmt die Geschichte ordentlich an Fahrt auf. Die Geschehnisse überschlagen sich sogar und konnten mich teilweise überraschen.

Der Mythos rund um Atlantis nimmt leider auch erst sehr spät Form an. Auch hier hätte ich mir gewünscht, dass wir eher etwas zu diesem Thema erfahren. Die Idee dahinter kann sich nämlich allemal sehen lassen.
Eine willkommene Abwechslung sind die eingestreuten Befehle der Techniker in Owens Köper, die gut zu unterhalten wissen.

Fazit:
Die ersten 300 Seiten drehen sich hauptsächlich um das Campleben und es kommt wenig Spannung auf. Am Ende jedoch überschlagen sich die Ereignisse, hier hätte ich mir eine bessere Aufteilung gewünscht. Die Idee rund um das Thema Atlantis ist wirklich interessant und konnte mich überzeugen.
Am Ende reicht es zu sehr guten 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Neuer interessanter Charakter tritt im Buch auf

Die Vertriebenen: Die Prophezeiung von Desenna
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Inhalt:
Es ist Owen und Lilly gelungen, aus Camp Eden zu fliehen. Doch nun beginnt der gefährlichere Teil ihrer Mission: Sie müssen sich durch die lebensfeindliche Welt schlagen, in der überall Verrat ...

Inhalt:
Es ist Owen und Lilly gelungen, aus Camp Eden zu fliehen. Doch nun beginnt der gefährlichere Teil ihrer Mission: Sie müssen sich durch die lebensfeindliche Welt schlagen, in der überall Verrat lauert. Schließlich sind sie gezwungen, in der schwarzen Stadt Desenna haltzumachen. Können sie den Menschen hier trauen? Als sie endlich wichtige Hinweise auf das Ziel ihrer Reise finden, droht ein finsteres Geheimnis alles zu zerstören …

Meinung:
Owen, Lilly und Leech ist die Flucht aus Camp Eden gelungen. Doch schnell wird klar, dass Paul längst die Verfolgung aufgenommen hat. Die drei leben in ständiger Angst entdeckt zu werden. Damit nicht genug sind sie den gefährlichen Strahlen der Sonne schutzlos ausgeliefert und so langsam schleichen sich Hunger und Durst zu den bereits bestehenden Problemen. Ihre Reise führt sie quer durch die USA zur Stadt Desenna, wo sie sich Antworten auf ihre Fragen erhoffen.

Im zweiten Abenteuer von Owen und Lilly reisen die Freunde durch die unbewohnbare Ödnis der Vereinigten Staaten. Auf ihrer Reise müssen die Freunde einige Gefahren bestehen. Im Vergleich zu Band 1 ist deutlich festzustellen, dass mehr passiert. Daher verfolgte ich die Geschichte gebannter als noch in Band 1. Wir erfahren wieder neue, interessante und wichtige Details zu den Geheimnissen rund um Atlantis. Allerdings werden auch wieder einige Fragen aufgeworfen.
Was mir ausgesprochen gut gefallen hat ist, dass der Autor in diesem Buch die ein oder andere Überraschung für den Leser bereit hält. Zwar konnte man ein paar Dinge erahnen, dennoch wurde ich stellenweise total überrascht.

In diesem Buch nimmt die Brutalität und Grausamkeit doch gehörig zu. Für den ein oder anderen Leser könnte dies möglicherweise zu viel des Guten sein. Es sei auch gesagt, dass unsere Gruppe dieses Mal mit dem ein oder anderen Verlust klar kommen muss.

Neben Owen und Lilly nimmt vor allen Dingen Leech eine größere Rolle in diesem Buch ein. Stück für Stück stahl er sich in mein Herz.
Aber auch ein neuer Charakter wird in die Geschichte eingeführt. Sieben ist vorlaut, selbstbewusst, bestimmend und hat ein Auge auf Owen geworfen. Dies führt natürlich zu Spannungen zwischen Owen und Lilly. Ich mochte Sieben sehr gerne, da sie einen großen Unterhaltungswert mit in die Geschichte brachte.

Fazit:
Die Nebencharaktere wie Leech treten mehr in den Vordergrund und mit Sieben kommt ein neuer, sehr unterhaltsamer Charakter hinzu. Dieser zweite Band hat mir daher besser gefallen als der Erste. Dennoch fehlt mir irgendwie der letzte Funke der mich total begeistert.
Von mir gibt es daher 4 von 5 Hörnchen.