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Veröffentlicht am 29.03.2025

Was ist, wenn du dich irrst?

Gefährliche Zuflucht
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Wir befinden uns auf Cape Refuge, eine kleine Insel vor der Küste Georgias. Der Name der Insel ist Programm, denn dort steht das "Hannover House" von Thelma und Wayne Owen, eine Zuflucht für gestrandete ...

Wir befinden uns auf Cape Refuge, eine kleine Insel vor der Küste Georgias. Der Name der Insel ist Programm, denn dort steht das "Hannover House" von Thelma und Wayne Owen, eine Zuflucht für gestrandete Menschen jeder Art und die Owens sind beliebt in ihrer kleinen Stadt, sie helfen wo sie können, haben eine kleine Kirche gegründet und stehen fest in ihrem Glauben. Umso erschütternder und unbegreiflicher ist der brutale Doppelmord an ihnen und nun kommen Geheimnisse ans Licht, mit denen ihre Töchter Morgan und Blair niemals gerechnet hätten.

Alles ist in Aufruhr, besonders nachdem Cade, der Polizeichef von Cape Refuge, einen Verdächtigen in kurzer Zeit festnimmt, bei dem alle Indizien gegen ihn sprechen. Es ist sein bester Freund Jonathan, verheiratet mit Morgan, und bekannt für sein hitzköpfiges Temperament, dass ihn schon einige Male mit seinen Schwiegereltern zusammenstoßen ließ. Doch Cade ist nicht so ganz überzeugt, denn im "Hannover House" wohnen ehemalige Strafgefangene mit sehr fragwürdigem Ruf. Cade befindet sich in einem ernsten Gewissenskonflikt...

Auch die Töchter von Thelma und Wayne, Morgan und Blair, geben nicht auf nach der Wahrheit zu suchen und das auf ganz unterschiedlichem Weg. Morgan kämpft darum, dass ihr Mann Jonathan wieder frei kommt, und will unbedingt das Glaubenserbe ihrer Eltern weiterführen und weiter im "Hannover House" leben, was aufgrund der akuten Gefahrenlage gerade nicht möglich ist und das auch von der Stadtverwaltung unter allen Umständen geschlossen werden will. Die mysteriösen Vorgänge häufen sich...

Am hartnäckigsten ist jedoch Blair. Sie ist die Leiterin der Stadtbibliothek, verweigert sich aufs Äußerste dem tiefen Glauben ihrer verstorbenen Eltern und ihrer Schwester Morgen und lässt sich nicht mit einfachen Antworten abspeisen. Blair ist es gewohnt den Dingen auf den Grund zu gehen, ihre Lasten selbst zu tragen und sich nicht auf einen Gott zu verlassen, der einem doch nicht beschützen kann, wenn es ernst und gefährlich wird. Dadurch gerät sie immer wieder in Lebensgefahr, denn der Mörder verfolgt ein ganz bestimmtes Ziel und dabei ist ihm jedes Mittel recht.

"Gefährliche Zuflucht" von Terri Blackstock hat mich von der ersten Seite in den Bann genommen. In kurzen, spannenden und tiefgehenden Kapiteln, in denen immer wieder die Fragen nach dem Lebenssinn, nach dem Glauben auch in schweren Zeiten in denen Dinge geschehen, mit denen man nicht rechnet und lernen muss, mit ihnen umzugehen, sich trotz allem Schweren an Gott zu halten, hat mich fasziniert. Die Autorin versteht es den Leser nicht nur mit in die spannende Story zu nehmen, sondern hat auch die Charaktere so bildhaft und glaubwürdig geschildert, dass ich ihre inneren Kämpfe sehr gut nachvollziehen konnte und bei allem Schweren glimmt doch am Ende ein Funken Hoffnung auf.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Die Geschenke unbekannter Leser

Die Buchhandlung der Träume
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Wir befinden uns in einer ganz zauberhaften kleinen Buchhandlung in Mailand, die Hoffnung, Träume und Überraschungen für die Menschen bereit hält. Nina, die junge Buchhändlerin, hat sich etwas Besonderes ...

Wir befinden uns in einer ganz zauberhaften kleinen Buchhandlung in Mailand, die Hoffnung, Träume und Überraschungen für die Menschen bereit hält. Nina, die junge Buchhändlerin, hat sich etwas Besonderes für ihre Kunden und begeisterten Leser ausgedacht. Auf eine solche Idee kann nur jemand kommen, der Bücher liebt und für den Bücher zu den besten Freunden zählen. Es nennt sich "Das Geschenk eines unbekannten Lesers an einen unbekannten Leser" und es ergeben sich daraus ganz kuriose und amouröse Begegnungen, manche Liebe findet sich oder auch nicht. Nina hingegen ist mit ihrem etwas chaotischen Liebesleben oder nicht Liebesleben beschäftigt, dass der Leser von einer weiteren Institution der Buchhandlung, Mitarbeiter wäre das falsche Wort, geschildert bekommt und wir Leser fiebern mit, ob sie sich aus diesem Gefühlsschlamassel befreien und sich wieder für eine echte Liebe öffnen kann.

Diese Institution, oder wie Adele, so heißt sie, es schildert, würde sich auch als altes Möbelstück bezeichnen und wir Leser erleben die Geschichte aus ihrer Sicht. Adele ist in die Jahre gekommen, schon immer liebt sie das Lesen und die Bücher, sie sind und waren ihre besten Freunde und nach dem Tod ihres Mannes, ihre Töchter haben auch kein großes Interesse an ihrer Mutter, geht sie regelmäßig in Ninas Buchhandlung, sitzt im Lesesessel und liest und beobachtet. Der Leser kann versichert sein, dass ihr nichts entgeht was Ninas Leben oder das ihrer Kunden betrifft und Adele kommentiert in ihrer unnachahmlichen temperamentvollen italienischen Art alles, meistens in Gedanken, doch auch immer mal in Worten. Wir gehen mit Adele durch ihre Lieblingsbücher und machen Ausflüge in ihre Vergangenheit, erfahren mehr über Mailand und am Ende kommen Geheimnisse ans Licht, die.....ach lest es selbst, ein Ausflug in diese besondere Buchhandlung muss man erlebt haben.

"Die Buchhandlung der Träume" ist ein ganz wunderbares Buch, das mich mitnimmt nach Italien, ich sah mich auch in Adeles Sessel sitzen und lesen und beobachten und hat mich am Ende zu Tränen gerührt.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Bildungsrevolution dringend erwünscht!

Rettet unsere Schulen!
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Prof. Dr. Wolfgang Stock, Vater und Großvater und Generalsekretär des Verbands Freier Evangelischer Bekenntnisschulen, weiß wovon er in diesem kleinen Buch spricht. Kenntnisreich und versiert schreibt ...

Prof. Dr. Wolfgang Stock, Vater und Großvater und Generalsekretär des Verbands Freier Evangelischer Bekenntnisschulen, weiß wovon er in diesem kleinen Buch spricht. Kenntnisreich und versiert schreibt er aus seinem reichen Erfahrungsschatz und welche Lösungsansätze für unser dringend überarbeitetes Bildungssystem von Nöten wären. Da ich selbst sehr engagiert meine drei Töchter durch ihre Schulzeit begleitet habe und Mitglied eines privaten Schulvereins bin, kann ich ihm in seinen gewonnen Erkenntnissen nur zustimmen.

Das unser deutsches Schulsystem kaputt ist, werden Eltern feststellen, sobald ihr Kind in die Schule kommt, wenn ein Schulwechsel ansteht, vielleicht sogar noch in ein anderes Bundesland oder einfach auch, wenn die Kinder nicht mehr in der Schule auf die Toiletten gehen möchten, weil sie einfach so schlimm aussehen und niemand sich wirklich zuständig fühlt, daran etwas zu ändern.

Wir erfahren, was es mit PISA auf sich hat und wie wir hier in Deutschland wirklich dastehen, dabei tun sich dem Leser Abgründe auf und ich habe mich gefragt, warum wird denn nichts unternommen. Weiter geht es in die Geschichte der deutschen Schulbildung und das fand ich sehr klar recherchiert, sehr wertvoll und auch da frage ich mich, warum wird denn nichts unternommen?

Die Antwort liegt im Bildungsföderalismus, den uns der Autor in sehr klaren Worten beschreibt und der, auch da stimme ich ihm absolut zu, ein wahrer Bremsklotz ist. Dennoch wäre eine Bildungsrevolution möglich, wenn alle Verantwortlichen und Beteiligten bereit wären, die nötigen Schritte zu gehen und die Bereitschaft hätten, von den PISA-Siegern zu lernen. Das würde auch bedeuten, dass der Beamtenstatus der Lehrer abgeschafft wird und den Schulen erlaubt wird, Lehrer einzustellen, die wirklich motiviert sind sich weiterzubilden und auch zu dem jeweiligen Schulprofil passen. In anderen Ländern funktioniert es auch und ich habe die vielen genannten Vorteile erkannt, denn es gäbe wesentlich weniger Bürokratie, mehr Eigenverantwortung der Länder und Kommunen und unfähige verbeamtete Lehrer würden nicht mehr von Schule zu Schule weitergereicht werden, bis sie endlich ihre Pension bekommen und etliche Jahrgänge von Schülern würden wieder adäquat unterrichtet werden.

Zum Schluss gibt er noch einen hoffnungsvollen Ausblick und hat auch einen ausführlichen Teil für häufig gestellte Fragen und deren Antworten. Mir hat dieses kleine und inhaltsreiche Buch sehr gut gefallen und ich hoffe und bete, dass sich in unserem Land vielleicht doch noch etwas in dieser Hinsicht ändert.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Sachen gibts....

Never Say Anything
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"Wer die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd.", so ein Chinesisches Sprichwort. Die junge Investigativjournalistin einer Berliner Zeitung Sophie Schelling hätte nicht gedacht, dass dieser Satz ...

"Wer die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd.", so ein Chinesisches Sprichwort. Die junge Investigativjournalistin einer Berliner Zeitung Sophie Schelling hätte nicht gedacht, dass dieser Satz für sie einmal Realität werden würde. Gerade befindet sie sich in Marokko um in Zusammenarbeit mit dem Chefredakteur Hassan Maliki der Zeitschrift "Outland" eine Besonderheit in der Wüste Marokkos nahe der algerischen Grenze zu besichtigen. Eine Himmelstreppe, gebaut von einem zurückgezogen lebenden Einheimischen. Die Fahrt dorthin gestaltet sich nicht gerade ungefährlich, denn es werden terroristische Aktivitäten aus der Gegend gemeldet. Dennoch machen sich die beiden jungen Journalisten auf den Weg, sicher ist auch eine gewisse gegenseitige Anziehung ein Grund dafür. Hassan bringt Sophie die Kultur seines Landes nah und äußert auch seine Kritik am Westen, der seine ganz eigenen Ziele mit seinem Heimatland verfolgt.

In dem kleinen Ort angekommen, erlebt Sophie was es heißt zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein und überlebt einen Terroranschlag, der fast alle Dorfbewohner das Leben kostet auf eine sehr grausame Art und Weise. Die Kaltblütigkeit derer, die nach diesem furchtbaren Anschlag ihre Spuren verwischen, lässt Sophie den Atem stocken und ihr Weltbild wird auf den Kopf gestellt, denn es sind keine Kämpfer von Al Quaida, die gewissenlos morden und davon gibt es leider zu viele an zu vielen Orten, sondern eine besondere Elitetruppe der amerikanischen Armee.

Nachdem Sophie wieder sicher in Deutschland angekommen ist und ihre Geschichte in ihrer Zeitung auf der Titelseite veröffentlichen will, bekommt sie zu spüren, dass sie auch in Deutschland nicht sicher ist, dass es auch hier Terror gibt, nur subtiler. Die Redaktion ihrer Zeitung steht ihr und ihren Schilderungen mehr als kritisch gegenüber, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf. Doch Sophie ist nicht die einzige Journalistin, die der Wahrheit auf den Grund gehen möchte, auch ein amerikanischer Kollege geht diesen Weg schon seit vielen Jahren, was ihm letztlich das Leben kostet. Sein Vermächtnis an Wahrheit kommt auf geheimnisvollen Wegen in Sophies Hände, doch ihre Gegner ist niemand geringeres als der CIA und die NSA. Ihnen ist nichts wichtiger als die Wahrheit zu vertuschen und an der Macht zu bleiben und sie schrecken vor keinem Mittel zurück. Nachdem Sophie das Konto gesperrt wurde, damals ein Unding, doch in den letzten fünf Jahren schreckt auch unser Staat davor immer weniger zurück, unbequemen Menschen die Existensgrundlage zu nehmen, Sachen gibts...., geht Sophie in die Offensive, doch ihre Gegner sind ihr immer einen kleinen Schritt voraus.....

Michael Lüders, Journalist und Autor, ist ein sehr spannender Politthriller gelungen, der den Leser atemlos durch die Seiten fliegen lässt. "Ein Meinungsartikel ist schnell geschrieben. Recherche braucht Zeit und kostet Geld." sagt Sophie und ich sage auch Intelligenz und Rückgrat. Es war schön zu lesen, dass die Protagonistin über ein solches verfügt und auch bereit ist die Konsequenzen zu tragen. Wenigstens in den Büchern haben Journalisten noch ein Rückgrat und sind bereit die Wahrheit zu schreiben, auch wenn es erhebliche Konsequenzen für sie hat.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Der ferne Ruf der Freiheit

Weites Land der Hoffnung
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Wir befinden uns in New York, am Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge und attraktive Sarah Mayfield ist die Tochter eines sehr reichen Unternehmers und genießt alle Privilegien ihres Standes sowie auch ...

Wir befinden uns in New York, am Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge und attraktive Sarah Mayfield ist die Tochter eines sehr reichen Unternehmers und genießt alle Privilegien ihres Standes sowie auch alle Zwänge und Pflichten. Eine Pflicht es es von den Eltern standesgemäß verheiratet zu werden mit einem Spross einer ebenso reichen Unternehmerfamilie. Das Geschäft muss sich ja schließlich immer lohnen. Jedoch wird sie auf ihrer Verlobungsfeier von ihrem selbstverliebten Verlobten vergewaltigt und natürlich wird Sarah die Schuld zugewiesen, da hat sich bis heute leider wenig geändert, und von ihren Eltern wird sie hinausgeworfen. Ihre kurze Schwangerschaft und ihre Fehlgeburt mit schrecklichen Folgen sind den Eltern gleichgültig. Eine kurze Zeit kann sie bei ihrer Freundin Harriet Unterschlupf finden, die aus anderen Gründen von der "guten" Gesellschaft gemieden wird, doch schließlich sieht sie ein, dass sie nicht mehr in New York bleiben kann. Durch Zufall entdeckt sie eine Zeitungsannonce von einem gewissen Joseph Rankin aus Wyoming, der eine Frau zum Heiraten sucht und Unterstützung für seine "aufstrebende" Ranch. Sarah hat nichts mehr zu verlieren und gewinnt langsam wieder Hoffnung vielleicht doch noch ein neues Leben anzufangen und reist nach Wyoming......

In Wyoming lebt der junge Joseph Rankin auf seiner kleinen Ranch, die er mit einem alten Cowboy bewirtschaftet. Nach dem schrecklichen Tod seiner über alles geliebten Frau hadert er immer mehr mit seinem Leben und sucht Zuflucht im Alkohol. Dadurch macht er wichtige Fehler in der Rancharbeit und wird von einem skrupellosen Großrancher unter Druck gesetzt. Charlie und seine Freunde in der kleinen Stadt sind sich einig darüber, dass dringend wieder eine Frau auf die Ranch muss und formulieren eine ansprechenden Zeitungsannonce.....

So finden zwei junge Menschen zueinander, die beide ein ziemlich großes und belastendes Vergangenheitspäckchen zu tragen haben und sich dennoch zueinander hingezogen fühlen. Doch ein Geheimnis droht die junge Liebe endgültig zu zerstören...

Mir hat diese flüssig zu lesende Geschichte gut gefallen. Der Autorin ist es gelungen die starren und verlogenen Gesellschaftsformen des früheren New York sowie das Leben im damaligen Westen sehr gut zu beschreiben und den Leser mit in diese Zeit zu nehmen. Auch die Protagonisten und ihre seelischen Kämpfe sowie ihre anbahnende Liebe hat sie schön beschrieben und ich wurde von dieser Geschichte positiv überrascht.

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