Cover-Bild Never Say Anything
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14,95
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Polit und Justiz
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 367
  • Ersterscheinung: 07.06.2024
  • ISBN: 9783406688928
Michael Lüders

Never Say Anything

Thriller

Die Journalistin Sophie Schelling hatte sich auf eine ganz normale Dienstreise eingestellt. Doch manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort: Sophie sieht etwas, das sie nie hätte sehen dürfen. In seinem packenden Polit-Thriller führt Michael Lüders auf die dunkle Seite des amerikanischen Drohnenkriegs und stellt seine Heldin vor eine Gewissensfrage: Wie weit bist du bereit zu gehen, um die Wahrheit herauszufinden? Würdest du dafür deine Zukunft aufs Spiel setzen? Oder vergisst du lieber, was du erlebt und erfahren hast? Immer tiefer verstrickt sich Sophie in das Netz eines übermächtigen Gegners, bis aus ihrer Suche ein blutiger Kampf ums Überleben wird.
Dieser Thriller ist eine höchst aktuelle Auseinandersetzung mit den Geheimdiensten und einer entfesselten Moral. Erzählt aus der Sicht einer mutigen Frau, die ihren Beruf als Journalistin ernster nimmt als ihr guttut. Der Inhalt ist fiktiv, doch Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit waren unvermeidbar!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hetzjagd und Verleumdung!

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Für Sophie endet ein journalistischer Trip nach Marokko in einem Albtraum. Das kleine Dorf wird während ihres Besuchs von einem Hubschrauber- und Drohnenangriff heimgesucht und Sophie gelingt es dank der ...

Für Sophie endet ein journalistischer Trip nach Marokko in einem Albtraum. Das kleine Dorf wird während ihres Besuchs von einem Hubschrauber- und Drohnenangriff heimgesucht und Sophie gelingt es dank der Hilfe von Unbekannten mit nur einer Schusswunde das Massaker zu überleben.



Den Enthüllungsspürsinn geweckt beschließt Sophie zurück in Berlin den Artikel mit den ihr zugespielten Daten zu veröffentlichen. Sie rechnet mit einem Dementi seitens der USA, die die vermeintlichen Morde begangen haben, aber sie rechnet nicht damit, nunmehr auf der NSA-Abschlussliste ganz oben zu stehen.



Eine Hetzjagd beginnt, die mit Verleumdungen, Bedrohungen und den klassischen „Folter“-Methoden der NSA anfängt und mit weiteren Morden endet.



Ein Spionagethriller über eine mutige Journalistin, die es wagt, eine Großmacht anzugreifen und sich damit mehr oder weniger unfreiwillig einen Posten ganz weit oben auf der NSA-Abschussliste erkauft.

Veröffentlicht am 22.03.2025

Sachen gibts....

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"Wer die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd.", so ein Chinesisches Sprichwort. Die junge Investigativjournalistin einer Berliner Zeitung Sophie Schelling hätte nicht gedacht, dass dieser Satz ...

"Wer die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd.", so ein Chinesisches Sprichwort. Die junge Investigativjournalistin einer Berliner Zeitung Sophie Schelling hätte nicht gedacht, dass dieser Satz für sie einmal Realität werden würde. Gerade befindet sie sich in Marokko um in Zusammenarbeit mit dem Chefredakteur Hassan Maliki der Zeitschrift "Outland" eine Besonderheit in der Wüste Marokkos nahe der algerischen Grenze zu besichtigen. Eine Himmelstreppe, gebaut von einem zurückgezogen lebenden Einheimischen. Die Fahrt dorthin gestaltet sich nicht gerade ungefährlich, denn es werden terroristische Aktivitäten aus der Gegend gemeldet. Dennoch machen sich die beiden jungen Journalisten auf den Weg, sicher ist auch eine gewisse gegenseitige Anziehung ein Grund dafür. Hassan bringt Sophie die Kultur seines Landes nah und äußert auch seine Kritik am Westen, der seine ganz eigenen Ziele mit seinem Heimatland verfolgt.

In dem kleinen Ort angekommen, erlebt Sophie was es heißt zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein und überlebt einen Terroranschlag, der fast alle Dorfbewohner das Leben kostet auf eine sehr grausame Art und Weise. Die Kaltblütigkeit derer, die nach diesem furchtbaren Anschlag ihre Spuren verwischen, lässt Sophie den Atem stocken und ihr Weltbild wird auf den Kopf gestellt, denn es sind keine Kämpfer von Al Quaida, die gewissenlos morden und davon gibt es leider zu viele an zu vielen Orten, sondern eine besondere Elitetruppe der amerikanischen Armee.

Nachdem Sophie wieder sicher in Deutschland angekommen ist und ihre Geschichte in ihrer Zeitung auf der Titelseite veröffentlichen will, bekommt sie zu spüren, dass sie auch in Deutschland nicht sicher ist, dass es auch hier Terror gibt, nur subtiler. Die Redaktion ihrer Zeitung steht ihr und ihren Schilderungen mehr als kritisch gegenüber, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf. Doch Sophie ist nicht die einzige Journalistin, die der Wahrheit auf den Grund gehen möchte, auch ein amerikanischer Kollege geht diesen Weg schon seit vielen Jahren, was ihm letztlich das Leben kostet. Sein Vermächtnis an Wahrheit kommt auf geheimnisvollen Wegen in Sophies Hände, doch ihre Gegner ist niemand geringeres als der CIA und die NSA. Ihnen ist nichts wichtiger als die Wahrheit zu vertuschen und an der Macht zu bleiben und sie schrecken vor keinem Mittel zurück. Nachdem Sophie das Konto gesperrt wurde, damals ein Unding, doch in den letzten fünf Jahren schreckt auch unser Staat davor immer weniger zurück, unbequemen Menschen die Existensgrundlage zu nehmen, Sachen gibts...., geht Sophie in die Offensive, doch ihre Gegner sind ihr immer einen kleinen Schritt voraus.....

Michael Lüders, Journalist und Autor, ist ein sehr spannender Politthriller gelungen, der den Leser atemlos durch die Seiten fliegen lässt. "Ein Meinungsartikel ist schnell geschrieben. Recherche braucht Zeit und kostet Geld." sagt Sophie und ich sage auch Intelligenz und Rückgrat. Es war schön zu lesen, dass die Protagonistin über ein solches verfügt und auch bereit ist die Konsequenzen zu tragen. Wenigstens in den Büchern haben Journalisten noch ein Rückgrat und sind bereit die Wahrheit zu schreiben, auch wenn es erhebliche Konsequenzen für sie hat.

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Veröffentlicht am 15.09.2016

Brisantes Thema, Umsetzung mit einigen Längen

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Sophie Schelling ist Journalistin und will eigentlich einen Reisebericht schreiben. Über verschiedene Ecken hat sie von einem kleinen Dorf in Marokko gehört, in dem ein Mann eine „Himmelstreppe“ baut, ...

Sophie Schelling ist Journalistin und will eigentlich einen Reisebericht schreiben. Über verschiedene Ecken hat sie von einem kleinen Dorf in Marokko gehört, in dem ein Mann eine „Himmelstreppe“ baut, eine freistehende Treppe, die in den Himmel führen soll.

Gemeinsam mit Hassan, dem Herausgeber eines anderen Magazins, macht sie sich auf den Weg nach Gourrama, doch auf dem Weg dorthin erreichen sie Warnungen, dass sich Al-Qaida Kämpfer in der Gegend herumtreiben. Dennoch beschließen Hassan und Sophie, das Risiko einzugehen. Vor Ort geraten sie in einen grauenvollen Angriff, doch nicht wie naheliegend von Al-Qaida, sondern offenbar von amerikanischen Drohnen und Spezialeinsatzkräften. Sophie wird verletzt, doch geheimnisvolle Helfer retten ihr das Leben und sorgen dafür, dass sie zurück nach Berlin kommt. In der Zwischenzeit hat die Öffentlichkeit schon längst einen Schuldigen für das Massaker präsentiert – und es sind nicht die Amerikaner! Sophie steckt in der Zwickmühle, was soll sie mit ihrem Wissen nun anfangen? Wer würde ihr glauben? Ist sie bereit, ihr eigenes Leben zu riskieren, um die Wahrheit ans Licht zu bringen? Ist nicht gerade sie als Journalistin es der Welt schuldig, die wahren Täter zu entlarven? Doch welchen Preis ist sie bereit, dafür zu zahlen?

Das erste Drittel des Buches fand ich unglaublich spannend. Die Thematik ist brisant und topaktuell man merkt dem Autor seine profunden Kenntnisse über das Gebiet an.

Dennoch ließ die Begeisterung für mich leider im weiteren Verlauf des Buches nach.
Eine Figur, die zu Beginn einen eigenen Handlungsstrang bekommt und dadurch ziemlich wichtig erscheint, ist auf einmal nicht mehr dabei. Sophie verstrickt sich immer mehr in diese undurchsichtige Welt und wirkt über weite Strecken völlig chancenlos. Die weiteren Nebenfiguren, wie zum Beispiel ihr Bruder oder die Nachbarin, wirkten auf mich blass oder einfach nicht überzeugend.

Die Handlung finde ich durchaus realistisch beschrieben, gerade das ist das Erschreckende an dem Buch. Hier wirkt nichts übertrieben oder unglaubwürdig, man kann sich leider nur zu gut vorstellen, dass es sich in der Realität so oder so ähnlich abspielen könnte. Dennoch verliert sich die Spannung in den vielen Ränkespielchen und Überlegungen für mich zu sehr. Auch das mag realistisch sein, Geheimdienst und Journalismus funktionieren sicher auch in der Realität eher so und eben nicht wie in einem Actionthriller. Da es sich hier aber um einen Roman handelt, der sogar als Thriller ausgewiesen ist, sollte es sich nicht wie ein Sachbuch lesen!

Insgesamt eine durchaus spannende Lektüre, die vor allem durch ihre aktuelle Thematik besticht, in der Handlung aber durchaus einige Längen auf

Veröffentlicht am 05.01.2018

Uuuuuuu-unbefriedigend

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Journalistin Sophie Schelling ist beruflich in Marrakesch, sie will, fast schon touristisch, über die sogenannte „Himmelstreppe“ berichten, die ein Mann in seinem kleinen Dorf gebaut hat. Ein einheimischer ...

Journalistin Sophie Schelling ist beruflich in Marrakesch, sie will, fast schon touristisch, über die sogenannte „Himmelstreppe“ berichten, die ein Mann in seinem kleinen Dorf gebaut hat. Ein einheimischer Kollege fährt sie, eher widerwillig; aus der Region wurden terroristische Aktivitäten gemeldet. Vor Ort erlebt die Journalistin zuerst Drohnenaktivitäten, dann eskaliert die Situation in einem Massaker. Doch die Täter sind keine Islamisten. Verletzt entkommt Sophie und sieht sich zurück in Berlin noch viel größeren Gefahren gegenüber, noch dazu will ihr niemand zuhören.

Welche Aktionen sind mit dem Krieg gegen den Terror zu rechtfertigen? Das ist die Hauptfrage, mit der sich Autor Michael Lüders und seine Protagonisten in diesem Buch auseinandersetzen. „Hätten Russen oder Chinesen den Angriff in Marokko geflogen, wären wir alle miteinander rechtschaffen empört.“ S. 170 Ja, damit hat er schon Recht. Und, ja, natürlich ist der Terrorismus zu bekämpfen. Wie lässt der Autor Sophies marokkanischen Kollegen Hassan sagen: „…ich habe ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Europa. Einerseits das große Freiheitsversprechen, andererseits die Kumpanei mit unseren Königen und Präsidenten.“ S. 23 Die Auswirkungen in Form des sogenannten „arabischen Frühlings“ haben wir alle in den Medien gesehen – aber auch, wie wenig von dem ursprünglichen Enthusiasmus blieb. Urlaub in der Region, zum Beispiel in Ägypten, egal, ob dort diktatorisch oder demokratisch geherrscht wird? Dafür interessierte sich dann schon kaum jemand, soll doch Urlaub sein.

Soweit hat sich Lüders da ein brandaktuelles Thema ausgesucht. Mich erinnert das ganze dennoch stark an die sehr ähnlich anmutende Thematik im Mafia-Umfeld, David gegen Goliath, auch hier schlägt man der Hydra einen Kopf ab und zwei neue wachsen nach. Der rechtschaffene Bürger hat nicht wirklich eine Chance, im besten Falle gelingt ihm ein „Patt“, unter Hinterlegung wichtiger Dokumente, zur Veröffentlichung im Falles seines Todes - ähnliche Filme mit Julia Roberts und Denzel Washington „Die Akte“ oder mit Tom Cruise in „Die Firma“, lustigerweise beide nach John-Grisham-Büchern. Beide enden ähnlich unbefriedigend, durchaus realistisch, aber halt unbefriedigend, ernüchternd.

Dazu schreibt der Autor zwar gut, lässt sich flüssig lesen, spart aber zu Beginn nicht an etlichen Sätzen von geradezu prophetischem Charakter „Auch ohne Hassans Übersetzung beschlich sie eine dunkle Vorahnung.“ S. 26, die weiße Katze gerät unter die Räder, etc. Das ist mir etwas zu dick aufgetragen, gibt sich zum Glück aber fix. Den Überfall durch Vera Chochrane in der Disko fand ich hingegen etwas zu lapidar abgehandelt, das „kaufe“ ich nicht, gegenüber keiner Frau. Auch, dass der kleine Bruder bei der Mordkommission ist, ist mir etwas zu passend. Damit könnte ich leben, auch wenn das Buch um die Mitte herum für mich einige Längen hatte.

Was mich eher stört: ich meine eine gewisse Bitterkeit aus dem Text zu lesen. Vielleicht durchaus nachvollziehbar, der Autor schreibt auch Sachbücher zur Region Nahost, aber selten fühlte ich mich von einem Buch stärker herausgefordert, dieser Bitterkeit zu widerstehen und entweder in emotionale Distanz zum Buch zu gehen oder reichlich deprimiert das Buch zuzuschlagen. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin nicht so naiv, nichts mitbekommen zu haben zwischen Edward Snowden, Wikileaks und diversen Abhöraffären, aber, ganz banal, ich mag einfach nicht. Dafür dann doch lieber ein Sachbuch (nicht, dass die zu Geheimdiensten, Terrorismus oder Nahost positiver stimmen würden).

Ich würde durchaus ein anderes Buch von Michael Lüders lesen, weil mir der Schreibstil zusagte. „Never Say Anything“ blieb für mich seltsam blutleer (selbst bei den Attacken), unbefriedigend. 3 Sterne.

Veröffentlicht am 11.03.2017

Outland

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Eine Reiseberichterstattung über Marokko sollte es werden. In einem abgelegenen Grenzort allerdings geraten die Journalistin Sophie Schelling und ihr Begleiter in einen Hinterhalt. Viele Menschen kommen ...

Eine Reiseberichterstattung über Marokko sollte es werden. In einem abgelegenen Grenzort allerdings geraten die Journalistin Sophie Schelling und ihr Begleiter in einen Hinterhalt. Viele Menschen kommen um und Sophie überlebt nur mit viel Glück und Hilfe von Unbekannten. Zurück in Berlin versucht sie die Erlebnisse zu verarbeiten, muss aber zu Ihrem Entsetzen feststellen, dass der Vorfall in der Presse völlig anders dargestellt wird als sie ihn erlebt hat. Sophie Schelling will nun die Wahrheit enthüllen. Konsterniert fühlt sie sich als ihr klar wird, dass nicht jeder an der Wahrheit interessiert ist. Nur nach und nach wird der Reporterin klar, dass sie sich durch ihre Nachforschungen in Gefahr begibt.

Nach den schrecklichen Ereignissen, mit denen dieser Roman beginnt, setzt sich die Handlung erstmal etwas gemütlich fort. Natürlich will Sophie Schelling berichten, dabei geht sie vorsichtig vor, um keine Angriffsfläche zu bieten. Wer legt sich schon gerne mit mächtigen Gegnern an. Doch nachdem sie mehr in Erfahrung gebracht hat und es Eingriffe in ihr eigenes Leben gab, spürt sie, dass sie eine Konfrontation nicht mehr vermeiden kann. Sophie überwirft sich dabei mit fast allen und kommt vielen anderen in die Quere. Sie versucht, sich selbst treu zu bleiben, ihr Durchhaltevermögen wird jedoch auf eine harte Probe gestellt. Ihre Gegner schrecken vor fast nichts zurück.

Immer steht während der Lektüre die Frage im Raum, wie nah an der Realität sich der Roman bewegt. Man befürchtet, es könne doch sehr nahe sein, obwohl man es lieber nicht glauben würde. So wie sich die Schlinge um Sophie Schellings Hals mehr und mehr zuzuziehen scheint, so bekommt man immer mehr ein Gefühl der Beklemmung. Gewisse Organisationen machen möglicherweise vor nichts halt, um ihre Ziele zu erreichen, und sei es nur das Ziel, gewisse Aktionen geheim zu halten. Je weiter man liest, desto mehr könnte man sich eine analoge Welt zurückwünschen, in der es doch etwas aufwendiger war, das Leben auch von unbescholtenen nur vielleicht unliebsamen Menschen negativ zu beeinflussen.

Ein Buch, dass nach und nach immer mehr fesselt und verstört. In so einer Welt möchte man nicht leben. Oder lebt man etwa schon in so einer Welt?

3,5 Sterne