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Veröffentlicht am 18.05.2026

Von der Liebe zu Wölfen

Das Lied der Wölfe
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Wir befinden uns im schottischen Hochland. Die junge deutsche Biologin Kaya wird von dem einflussreichen Milliardär Alistair Mckinley eingeladen um ihn bei einem ungewöhnlichen Projekt zu unterstützen. ...

Wir befinden uns im schottischen Hochland. Die junge deutsche Biologin Kaya wird von dem einflussreichen Milliardär Alistair Mckinley eingeladen um ihn bei einem ungewöhnlichen Projekt zu unterstützen. Er will auf seinem weitläufigen Grund wilde Wölfe ansiedeln um das komplizierte Ökosystem wieder in Balance zu bringen. Im Yellowstone Nationalpark hat das auch sehr gut funktioniert. Allerdings ist Schottland das Land der Landwirtschaft und der Schafzucht und die dortige Bevölkerung ist aus vielen Gründen alles andere als begeistert von diesem Projekt. Doch Kaya stört das nicht, sie liebt ihre Arbeit mit den Wölfen und ist gespannt auf dieses neue Projekt.

Allerdings verläuft der Start doch etwas holprig, denn gleich am Bahnhof wird sie von Nevis, ich sag nur "sturmblaugrau" abgeholt, Alistairs Sohn und ein ehemaliger Elitesoldat, der ihr gleich mal auf militärisch zackige Art klar macht, was er denn von dem Projekt seines Vaters hält. Kaya, auch nicht auf den Mund gefallen, gibt ihm eine passende Antwort und so wird dem Leser gleich mal klar, dass hinter der beiderseitig gezeigten Ablehnung eigentlich etwas anderes verborgen ist. Sowohl Nevis als auch Kaya kämpfen mit den Folgen traumatischer Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die es den beiden alles andere als leicht macht zueinander zu finden und als ob das nicht genügt wird Kaya sehr schnell klar, dass sich hinter der Fassade des Herrenhauses ein schreckliches Familiengeheimnis verbirgt, dass das Leben aller überschattet.

Mir hat diese Geschichte in großen Teilen sehr gut gefallen, ganz besonders die Passagen über die Wölfe wobei doch sehr viel Theorie dabei war und nur wenig geschilderte Begegnung. Die Autorin hat jedoch sehr gut herausgearbeitet wie schwer die Folgen von Kriegstraumata sind, für die betroffenen Soldaten wie auch für alle Angehörigen und nicht alle schaffen den Weg wieder ins Leben zurück. Dennoch gibt es auch sehr viel Humor und Highlandfeeling was mir sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Geliebt und auserwählt

Freigekauft
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Geliebt und auserwählt fühlt sich Dany, mit früherem Namen Gudrun, von Anfang an nicht. Aufgewachsen in einem Elternhaus, das für sie vor allem gesetzlich und kalt wahrgenommen wurde. Die Familie ging ...

Geliebt und auserwählt fühlt sich Dany, mit früherem Namen Gudrun, von Anfang an nicht. Aufgewachsen in einem Elternhaus, das für sie vor allem gesetzlich und kalt wahrgenommen wurde. Die Familie ging zwar in den Gottesdienst und schickten Dany auch auf Gemeindefreizeiten, doch es wurde keine Beziehung gelebt. Dazu hatte sie mit einigen Defiziten zu kämpfen und die es ihr schwermachten, sich einzuordnen und ihren Platz zu finden und Dany hatte mit jeder Menge Hänseleien zu kämpfen. Zudem hatte sie als sehr junges Mädchen ein traumatisches missbräuchliches Erlebnis, dass auch ein Türöffner für weitere Missbräuche in ihrer Zukunft war.

Während ihrer Ausbildung lernt Dany einen sympathischen jungen Mann kennen und verliebt sich. Jedoch entpuppt er sich als ein Loverboy und ehe Dany sich versieht, findet sie sich in der Prostitution wieder. Von nun an bestimmen Gewalt und Erniedrigung ihren Alltag. Dany gelingt es aus dem Milieu zu fliehen und nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie und einer christlichen Einrichtung für Traumapatienten, schafft sie es langsam wieder ins Leben zu finden und bekommt eine neue Arbeitstelle vermittelt. Doch ihre innere Suche nach Liebe und Ankommen bleibt immer noch ungestillt und Dany beginnt sich zu fragen, ob sie, die soviel Dreck über sich ergehen lassen musste, überhaupt noch jemand lieben kann.

Dany findet wieder Halt in ihrem Leben, lernt ihren Mann Bernd kennen und sie findet wieder eine echte und tragfähige Beziehung zu Gott, lernt die Macht und Kraft des Gebets kennen und erfährt was es heißt freigekauft und reingewaschen zu sein, bedingungslos geliebt und auserwählt und trotz schwieriger Vergangenheit eine Berufung im Leben zu finden. Sie heiratet, gründet mit ihrem Mann eine Familie und hört nicht auf von der heilenden Liebe Gottes zu erzählen. Der Glaube hilft ihr auch nach einem schweren Unfall wieder ins Leben zu finden, Dankbarkeit zu leben und seine Liebe weiter zu geben.

Mir hat Danys Geschichte sehr gut gefallen. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, sie sitzt dabei und erzählt einfach kunterbunt aus ihrem Leben und ihre Geschichte hat mir gezeigt, dass keine Vergangenheit zu schwer oder zu finster ist um nicht wieder zu Gott zu finden.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Die Sehnsucht nach Freiheit

Twelve Years a Slave
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Solomon Northrup nimmt den Leser mit in seine wahre Geschichte, die so bewegend ist, dass ich sie nur in Abschnitten lesen konnte. Der Autor berichtet von den zwölf schrecklichsten Jahren seines Lebens, ...

Solomon Northrup nimmt den Leser mit in seine wahre Geschichte, die so bewegend ist, dass ich sie nur in Abschnitten lesen konnte. Der Autor berichtet von den zwölf schrecklichsten Jahren seines Lebens, die ihn alles an Kraft, Überlebenswillen und Hoffnung gekostet haben.

Solomon wird frei geboren und wächst im Norden Amerikas auf. Er hat die Möglichkeit eine Schulbildung zu genießen, arbeitet als talentierter Handwerker und ist auch überaus musikalisch. Sein Geigenspiel ist sehr beliebt und er wird oft auf Veranstaltungen eingeladen um dort aufzuspielen. Mit seiner Familie, seiner Ehefrau und seinen drei Kindern, lebt er als freier und anerkannter Bürger in Saratoga, New York. Dort in vermeintlicher Sicherheit wird er geschäftlich von zwei Männern in eine Falle gelockt, eingesperrt und in Ketten gelegt und letztendlich in die Sklaverei in den Süden Amerikas verkauft. Seine anfänglichen Versuche der Beteuerung doch ein freier Mann zu sein wurden in brutalen Peitschenhieben erstickt. Solomon wurde das Opfer perfider Sklavenhändler, die in ganz Amerika unterwegs waren um ihre "Geschäfte" zu tätigen.

Somit sieht er sich nicht nur aller Rechte beraubt, er darf auch seinen Namen nicht mehr erwähnen. Von nun an heißt er "Platt". Mit vielen anderen unwillkürlich gefangenen schwarzen Menschen wird er auf einem Raddampfer nach Louisiana verschifft und dort auf einem Sklavenmarkt verkauft. Solomon erzählt in diesem Buch nicht nur seine Geschichte, sondern auch die seiner Mitgefangenen und deren unermesslichen Leides. Als Sklave war er völlig entrechtet, weniger wert als Vieh und genauso behandelt. Er erlebte bösartigste Willkür und Sadismus von Seiten der Sklavenhändler und auch der Plantagenbesitzer, wurde jedoch auch nicht müde immer wieder zu erwähnen, dass es auch Menschen gab, die ihm Gutes getan haben und bemüht waren, die Bedingungen der Sklaven zu erleichtern. Eine Hinterfragung des Systems fand jedoch nicht statt, vieles wurde sogar mit der Bibel begründet, was die abartige Bosheit auf die Spitze trieb. Dennoch hielt Solomon an seinem Glauben fest, wenn auch still und in absoluter Verzweiflung und bewahrte sich trotz aller Unmenschlichkeit, die ihm widerfuhr seine Menschlichkeit. Oft dachte er an Flucht, doch das System der Sklaverei in Louisiana war so ausgeklügelt, dass es für die Sklaven keine Chance gab, außer sie hatten schon innerlich mit ihrem Leben abgeschlossen.

Solomon wusste nicht, ob er seine Familie zu Lebzeiten noch einmal wiedersehen würde und gerade als die Hoffnungslosigkeit am größten war, macht er die Begegnung eines weißen Mannes, der anders ist als alle anderen weißen Menschen in Louisiana und wagt das Unmögliche. Er gibt ihm Briefe mit an Menschen in Saratoga, die ihn kennen und sich für ihn einsetzen könnten und wartet. Die Wartezeit gestaltet sich unter seinem sadistischen Plantagenbesitzer äußerst gefährlich und doch geschieht das Wunder, auf das er und auch der Leser kaum mehr zu hoffen wagte. Solomon kommt endlich nach zwölf schrecklichen Jahren frei und kann wieder zu seiner Familie reisen.

Im Jahr 1953 schreibt er seine Geschichte als Erzählung auf, vergisst auch seine mitleidenden Mitmenschen wie Eliza und Patsey nicht zu erwähnen, damit auch ihre Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Die Geschichte ist in der Sprache seiner Zeit gehalten, was es für mich umso authentischer macht. Sehr nüchtern beschreibt er die brutalen Behandlungen, die dadurch noch mehr an Grausamkeit gewinnen. Ebenso beschreibt er sehr genau die Baumwoll- und Zuckerrohrernte, was es dem Leser noch besser ermöglicht, sich in diese Zeit hinein zu versetzen. Solomons wahre Geschichte kam ein Jahr nach "Onkel Toms Hütte" von Harriet Becher Stowe heraus, die fiktional geschrieben bis heute ein Klassiker ist. "12 years a slave" versank nach Solomons Tod, bis zum Schluss war er im Auftrag des Abolitionismus unterwegs, in den Tiefen der Historie und wir verdanken es dem Regisseur Steve McQueen und seiner Partnerin, Historikerin, dass Solomon und die Geschichte der Sklaverei nicht in Vergessenheit gerät und genutzt wird auch dieses mehr als finstere Kapitel der amerikanischen Geschichte aufzuarbeiten.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Was Vergebung möglich macht

Meine Krone in der Asche
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Diese wahre Geschichte nimmt uns Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Sie lässt uns nach Köln in das Jahr 1939 reisen. Die Autorin Hanna Zack Miley nimmt uns mit auf ihre Reise des Lebens, welche so ...

Diese wahre Geschichte nimmt uns Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Sie lässt uns nach Köln in das Jahr 1939 reisen. Die Autorin Hanna Zack Miley nimmt uns mit auf ihre Reise des Lebens, welche so tragische Brüche erlebt, dass ich schon während des Lesens spürte, hier passiert ein ganz besonderes Wunder der inneren Heilung.

Hanna Zack Miley begann ihre Geschichte mit 75 Jahren aufzuschreiben und sie nimmt uns mit in das Schicksal, das viele jüdische Kinder damals erlebten, nimmt uns mit in die Kinderlandverschickung nach England. Nachdem es für Juden im Dritten Reich immer enger wurde und abzusehen war, dass es für sie aus welchen Gründen auch immer immer keine Chance mehr ergab, sich und ihre Familien aus Deutschland zu retten, war für viele Familien der einzige Strohhalm ihre Kinder nach England zu schicken, wo sie von judenfreundlichen Menschen aufgenommen wurden. Vielfach sind diese Kinder die einzigsten Überlebenden ihrer Familie, denn wer aus Deutschland nicht rechtzeitig fliehen oder sich verstecken konnte, der wurde von den Nazis ermordet. So erging es auch Hannas Eltern.

Mit sieben Jahren kam Hanna tief traumatisiert in England an, die Kinder verstanden nicht was mit ihnen passierte und die abrupte Trennung von den Eltern bewirkte einen tiefen und alles bestimmenden Bindungsschmerz, ein Trauma, das oftmals nicht aufgelöst werden konnte. Auch für Hanna ist es aufgrund der Umstände sehr schwer eine tiefe Bindung zu anderen Menschen, zu sich selbst und auch mit Gott einzugehen. Durch ihre Pflegefamilie, die Christen waren, kam sie mit dem Gott der Christen in Berührung. Jedoch vermochte sie dadurch nicht ihre Bitterkeit und ihren rachsüchtigen Hass loszulassen. Erst als junge Frau auf einer Evangelisationsveranstaltung von Billy Graham hat sie eine Jesusbegegnung am Kreuz, die buchstäblich ihr ganzes Leben verändert.

Nun ist es ihr langsam möglich auf Spurensuche in ihrem Leben zu gehen, sich behutsam ihrer jüdischen Identität zu nähern, denn der lebendige Glaube an Jesus gibt ihr nun die Kraft. Hanna heiratet und ist mit ihrem Mann George unter anderem in Indien im Missionsdienst. Im Jahr 2000 hat sie wieder eine besondere Begegnung und erhält nun die Kraft und den Mut, sich auf die Suche nach ihren Eltern, ihrer jüdischen Vergangenheit zu begeben.

Vier Jahre braucht es um zu forschen und zu schreiben und sich letztendlich auf den letzten Weg ihrer Eltern zu machen, die in einem Konzentrationslager im Osten ermordet wurden. Hanna nimmt uns nicht nur geografisch mit auf diese Reise, sondern vor allem auch innerlich und hat mir auf eine ganz besonders bewegende Art und Weise aufgezeigt, was es heißt wirklich zu vergeben, den Schmerz zu fühlen, ihn loslassen zu können und sich mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen. Es ist ein langer und bewegender Weg der inneren Heilung und dass Hanna sich im hohen Alter von 75 Jahren auf diesen Weg gemacht hat, fand ich absolut bewundernswert.

Ihre Geschichte hat mir sehr oft die Tränen in die Augen getrieben, doch auch Dankbarkeit zu erleben, was geschehen kann, wenn sich ein Mensch für Jesus und seine kostenlose Vergebung öffnet.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Dunkle Geheimnisse

Schattwald
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Hopeandlivevor ein paar Sekunden
Wir befinden uns im Jahr 2013. Die Journalisten Anne Südhausen erfährt von dem Tod ihrer geliebten Großmutter Charlotte. Traurig und betroffen macht sie sich auf den Weg ...


Hopeandlivevor ein paar Sekunden
Wir befinden uns im Jahr 2013. Die Journalisten Anne Südhausen erfährt von dem Tod ihrer geliebten Großmutter Charlotte. Traurig und betroffen macht sie sich auf den Weg nach Innsbruck um die Trauerfeier und den Nachlass ihrer Großmutter zu regeln. Diese unfreiwillige Auszeit kommt ihr trotz des traurigen Anlasses ganz recht, wurde sie doch gerade von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen. In Innsbruck im Haus ihrer Großmutter, die sie viel zu lange nicht mehr besucht hatte, wird sie sogleich von Erinnerungen heimgesucht und spürt, dass in diesem Haus Antworten auf Fragen verborgen sind, die sie noch gar nicht gestellt hat oder auf dessen Idee sie zu stellen sie noch gar nicht gekommen ist. Anne findet per Zufall Charlottes Tagebücher, 13 kleine schwarze Hefte, allesamt mit kleiner Schrift gefüllt, damit möglichst viel aufgeschrieben werden kann. Anne ist nur Enkelin, sondern auch Journalistin und fängt sogleich an zu lesen. Sie begibt sich auf eine Zeitreise bis ins Jahr 1943 und auf dieser Reise begegnet sie Menschen, die es nicht unbedingt gut mit ihr meinen und Anne ahnt nicht, in welch tödlicher Gefahr sie schwebt.....

Im Jahr 1943 begegnen wir Charlotte, die den Tod ihres Bruders, der im Krieg gefallen ist einfach nicht überwinden kann und aus diesem Grund in ein Nervensanatorium eingeliefert wird. Das Sanatorium Schattwald, renommiert und anerkannt nach außen hin, ein Vorzeigeobjekt im Dritten Reich, jedoch in Wirklichkeit ein Ort der absoluten Menschenverachtung. Charlotte ist fest entschlossen sich ihre Menschlichkeit zu bewahren und nach der Entdeckung eines Mordes wird sie mit einer Entscheidung über Leben und Tod konfrontiert.....

Barbara Dribbusch nimmt den Leser mit in ein weiteres dunkles Kapitel des Dritten Reichs. Euthanasie und die Entscheidung, welches Leben lebenswert ist oder nicht und wie man sich die Menschlichkeit in solch dunklen Zeiten bewahren kann. Sehr spannend zu lesen und Charlotte hat mir sehr gut gefallen. Es braucht Mut zur Wahrheit und Liebe zu den Menschen, etwas, dass sich keiner nehmen lassen darf.

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