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Veröffentlicht am 30.09.2022

Es ist, was es ist, sagt die Liebe!

Das Geheimnis des Pilgers
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Wir befinden uns in Koblenz im Jahr 1379 und der junge Conlin trägt sein neuestem den Titel Graf von Langenreth. Allerdings ist es für ihn mehr Pflicht als Ehre, denn sein älterer Bruder, der eigentlich ...

Wir befinden uns in Koblenz im Jahr 1379 und der junge Conlin trägt sein neuestem den Titel Graf von Langenreth. Allerdings ist es für ihn mehr Pflicht als Ehre, denn sein älterer Bruder, der eigentlich den Titel hat, hat den Ruf und den Wohlstand der Familie auf eine Art und Weise in Gefahr gebracht, der alles Geschick von Conlin erfordert, den Schaden wieder gut zu machen. Was Conlin bei der ganzen Sache jedoch gut gefällt und ihn auch mächtig verwirrt, ist die anstehende Heirat mit Reinhild und wir dürfen erleben, wie er auf der einen Seite die Ehe eigentlich nicht will, vor allem weil er einen Schwiegervater bekommt, der ihm ganz ordentlich auf die Finger schaut und auf der anderen Seite melden sich Gefühle, die fremd und doch so schön sind und Reinhild ist schließlich nicht nur schön, sondern auch klug.

Reinhild ist eine junge Witwe, die mehrere Geheimnisse hütet und einen kleinen Sohn Hannes hat. Sie hat Conlin die Ehe vorgeschlagen, erstmal nur aus Vernunftsgründen, doch auch bei ihr melden sich Gefühle, die so fremd und so schön sind und die sie in ihrer ersten Ehe nie erlebt hat. Dennoch hat sie Angst vor der Hochzeitsnacht und vor dem Geheimnis, das ans Licht kommen könnte. Wie würde Conlin sich dann verhalten? Um ihren Verlobten zu unterstützen, der zwar stark und mutig ist, doch vom Geschäftlichen noch nicht so viel Ahnung hat, geht sie ein ganz erhebliches Risiko ein und auch das birgt einiges an Sprengstoff. Wird es für das junge Paar ein gutes Ende haben?

Dann ist auch noch Palmiro, der dritte Freund im Bunde und er ist ein ganz besonderer Mensch, den man als Leser auch gerne mal in der Realität treffen würde. Auch Palmiro hat eine Reihe von Geheimnissen, die er hütet und die besser nicht ans Licht kommen und nicht wenige Menschen, mächtige Menschen, sind darauf aus ihm zu schaden. Doch Palmiro verfügt über eine besondere Gabe, er kann in die Herzen der Menschen schauen und ihr Licht spüren. Das hat ihn schon vor so mancher Gefahr bewahrt. Jedoch in einem ganz speziellen Fall kann er das Licht eines Menschen nicht sehen, hat dieser Mann, Benedikt, denn eine Seele. Da er Palmiro auf eine ganz spezielle Art und Weise beunruhigt, glaubt er schon, doch er spürt auch die Gefahr, die von Benedikt ausgeht, den wir ganz neu kennenlernen und der sich ebenfalls auf eine ganz neue Art und Weise kennenlernt und der einige Geheimnisse von Palmiro entdeckt. Doch Benedikt ist nicht der, der er zu sein erscheint und Palmiro und wahrscheinlich auch Conlin und somit auch Reinhild kommen in höchste Gefahr......die allerdings erst im dritten Band aufgedeckt wird;)

Petra Schier ist auch der zweite Band der Geheimnis - Pilgerreise vortrefflich gelungen. Sehr gründlich recherchiert und auf eine sehr einfühlsame und feine Weise umgesetzt, werden wir in die inneren Kämpfe der Protagonisten, in die äußeren Widrigkeiten und in diese gefährliche Zeit für Menschen, die anders leben wollen, mit hinein genommen. Da es einen Cliffhanger gibt, aber so viel auf was man sich im dritten Band schon freuen kann, ich verrate nichts, bleibe ich in gespannter Vorfreude und kann es nur weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 27.09.2022

Schätze sind dazu da, dass man sie wie Schätze behandelt.

Die Kunstschätzerin
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Wir befinden uns im Viktorianischen England, im Jahr 1866. Die junge Kuratorin Eleanor arbeitet von Jugend an mit in dem von ihrem Vater und seinem Zwillingsbruder gegründeten Familienunternehmen, das ...

Wir befinden uns im Viktorianischen England, im Jahr 1866. Die junge Kuratorin Eleanor arbeitet von Jugend an mit in dem von ihrem Vater und seinem Zwillingsbruder gegründeten Familienunternehmen, das private Kunstsammlungen betreut und wertvolle Sammlerstücke restauriert. Zu ihrem Vater hatte sie ein sehr enges Verhältnis, nachdem die Mutter die Familie verlassen hat. Nun ist der Vater verstorben und Eleanor sieht sich in der Verantwortung und in der Herausforderung das Familienunternehmen in seinem Namen zu führen, was sich für eine junge ledige Frau in dieser Zeit sehr schwierig darstellt.

Ein sehr reicher und ebenfalls verstorbener Kunde, Baron seinesgleichen, beauftragt in seinem Testament Eleanor seine umfangreiche Sammlung zu schätzen und dabei herauszufinden ob sein, in den Augen des Barons missratener Sohn, nun ebenfalls Baron Harry Lydney, heimlich wertvolle Stücke aus der Sammlung versetzt hat um seinen liederlichen Lebensstil und seine teure Pferdezucht zu finanzieren. Eleanor soll nun also den attraktiven Erben einer "Echtheitsprüfung" unterziehen und danach entscheiden ob die Sammlung in seinen Händen bleibt oder in ein Museum überliefert wird.

Das alleine ist schon für die junge Eleanor eine große Herausforderung, doch das pikante i - Tüpfelchen ist, dass Harry ihre unglückliche Jugendliebe ist und dem immer noch ihr Herz gehört obwohl der Verstand sie immer wieder zu Professionalität mahnt. Harry hatte ihr einen Fast-Heiratsantrag oder auch nicht gemacht, war ein halbes Jahr auf dem Festland und kam zur Beerdigung seines Vaters an der Seite einer jungen itatlienischen Schönheit, die mit ihm auf dem Schloss wohnt. Eleanor muss sich vorsichtig und klug auf dem komplizierten und eitlen Parkett des damaligen Adels bewegen, was schwierig genug ist, denn jeder enttäuschte Kunde hätte die Macht, Eleanors Geschäft und ihren Ruf zu zerstören und sie ins Schuldgefängnis zu befördern. Nicht alle adeligen Gönner sind ehrlich und auch im eigenen Haus, mit Onkel und einem Mitarbeiter, gibt es unvorhergesehene Probleme. Und dann ist da immer wieder Harry, der nichts unversucht lässt, das Vertrauen von Eleanor wieder zu gewinnen....

Sandra Byrd hat mich auf eine wundervolle Reise in das Viktorianische England mit hineingenommen. Mit Eleanor, die ich mir genau wie auf dem wunderschönen und stimmungsvollen Cover vorstellen kann, ist ihr eine stille und mutige Protagonistin gelungen, die das Herz auf dem rechten Fleck hat, authentisch ihren Glauben und ihre Gewissenskämpfe teilt und trotz ihrer schwierigen Lage immer noch die Zeit findet, die Frauen in den damaligen elenden Gefängnissen zu besuchen, ihnen Gutes zu tun und ihnen Freundin zu sein. Im Laufe der Geschichte kann man sehen was es heißt das zu ernten was man sät. Sandra Byrd hat vortrefflich recherchiert und ich habe es genossen, so viel über die Restauration damaliger Kunstgegenstände zu erfahren. Das Buch war ein absoluter entspannender Lesegenuss und ich kann es von Herzen empfehlen.

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Veröffentlicht am 04.09.2022

Kochen, Freundschaft und alles im Krieg

Die Köchinnen von Fenley
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Wir befinden uns in Grossbritannien im Jahr 1942. Der zweite Weltkrieg ist voll im Gange und das vereinigte Königreich leidet schwer unter den Angriffen der Deutschen und den kriegsbedingten Repressalien ...

Wir befinden uns in Grossbritannien im Jahr 1942. Der zweite Weltkrieg ist voll im Gange und das vereinigte Königreich leidet schwer unter den Angriffen der Deutschen und den kriegsbedingten Repressalien wie eine allgemeine Nahrungsknappheit. Um den Menschen zu helfen, die mit dieser unterbrochenen Lebensmittelversorgung zu kämpfen haben, hat sich die BBC -Radiosendung einen Kochwettbewerb ausgedacht, auch um die Stimmung im Land hochzuhalten und die zurückgelassenen Frauen zu unterstützen mit den drastischen Lebensmittelrationen etwas Gutes zu kochen.

Im kleinen Dörfchen Fenley hören die Frauen regelmäßig die Sendung "Kitchen Front" mit dem charismatischen Moderator Ambrose und der erste Preis dieser Sendung wäre eine Co-Moderation mit ihm und das wäre eine Sensation, denn es wäre die erste weibliche Moderation in dieser Sendung und das könnte die Eintrittskarte für ein neues und ein besseres Leben sein.

Da ist Audrey. Sie ist jung verwitwet, seit das Flugzeug ihres Mannes abgestürzt ist und kämpft um sich und ihre drei Jungs heil durch den Krieg zu bringen. Ihr Haus ist hochverschuldet und obwohl sie Tag und Nacht Pies backt und arbeitet, kommt sie auf keinen grünen Zweig und die Trauer um ihren geliebten Mann ist allgegenwärtig....

Lady Gwendolyn hat eigentlich alles was sie sich immer gewünscht hat. Sie lebt in einem großen Herrenhaus mit ihrem geschäftstüchtigen und zunehmend unbeherrschten Mann und leidet auch nicht unter der Lebensmittelrationierung. Doch ihr fehlt die Anerkennung und sie will endlich ihrer verhassten Schwester Audrey beweisen, dass sie besser kochen kann....

Nell ist das Küchenmädchen im großen Herrenhaus und ist von der dortigen alten Köchin Mrs. Quince bestens ausgebildet worden. Sie träumt von einem besseren Leben, doch gibt es das für sie wo sie doch so schüchtern ist und dann wäre da noch der italienische Kriegsgefangene...

Zelda Dupont ist eine ausgebombte Köchin aus London, hartgesotten und raffiniert und für sie wäre dieser Wettbewerb das Sprungbrett um endlich aus diesem Kaff wieder verschwinden zu können um sich endlich ihre Position als Chefköchin zwischen all den männlichen Konkurrenten zurück zu holen. Jedoch hat sie ein sehr pikantes Geheimnis, das jeden Tag droht aufzufliegen...

Wer wird die Gewinnerin sein? Dieser Kochwettbewerb hat für jede der Frauen eine besondere Entwicklung in sich und entwickelt sich anders als erwartet....

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an abgeholt und es ist wirklich wie eine Umarmung. Die Autorin hat eine wunderbare Geschichte von Familie, Freundschaft, Trauer und das Zusammenhalten in Notzeiten. Ich liebe es Geschichten aus dieser Zeit zu lesen und das englische Flair hat es mir leicht gemacht in die Geschichte von damals aus englischer Sicht einzutauchen. Die Protagonisten sind einfach wunderbar gezeichnet und es mangelt auch nicht an Tiefe. Die flüssige Sprache und die Kapitel, immer aus Sicht der jeweiligen Frau lassen den Leser nur so durch die Seiten fliegen. Ganz klasse fand ich die jeweiligen Rezepte, die die Frauen gekocht haben. Das kann man sich für schwere Zeiten gut merken. Die Radiosendung "Kitchen Front" gab es wirklich, die Rezepte auch und ich kann dieses Buch einfach nur wärmstens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 04.09.2022

Dann wird dieses Leben erzählt sein...

Was wir scheinen
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Wir begeben uns im Sommer 1975 mit Hannah Arendt auf eine Reise in das Tessiner Dorf Tega in der Schweiz. Es wird ihre letzte Reise sein. Ob sie es geahnt hat?

Schon auf der Zugreise werde ich mit in ...

Wir begeben uns im Sommer 1975 mit Hannah Arendt auf eine Reise in das Tessiner Dorf Tega in der Schweiz. Es wird ihre letzte Reise sein. Ob sie es geahnt hat?

Schon auf der Zugreise werde ich mit in die komplexe Gedankenwelt dieser außergewöhnlichen Frau mitgenommen und in ihrem Hotel angekommen, diesmal das erste Mal ohne ihren geliebten Heinrich, gehen ihre Gedanken auf Erinnerungsreise und erzählen dem Leser ihren Werdegang, ihre Geschichte. Wir reisen mit Hannah Ahrendt in die Vergangenheit weit zurück nach Berlin, nach Paris, nach Marseille und schließlich in die USA, nach New York, dessen Entwicklung und Veränderung wir seit den 1940er Jahren geschildert bekommen, nach Jerusalem und nach Rom.

Wir erleben Hannah als Tochter, Geliebte und Ehefrau, als Professorin, gibt es noch solche Professoren heute? und als leidenschaftliche Freundin, wen sie in ihr Herz geschlossen hatte, der hatte dort einen festen Platz. In Tegna erleben wir sie als Witwe und über ihren Erinnerungen hängt ein Hauch von Melancholie, nicht dass sie ihr Leben und ihre Entscheidungen bereut, doch ihr unabhängiges Denken, dass sie bis zu ihrem Lebensende scharf verteidigt, fordert seinen Preis, ganz besonders 1961 in Jerusalem, wo sie als Berichterstatterin im Eichmann-Prozess aktiv war und mit ihrem Buch "Die Banalität des Bösen" darüber eine für sie unerwartete Kontroverse entfachte.

Der Witz von Hannah Arendt und ihre eigenen ganz zarten Gedanken, die sie meistens für sich behielt, ihre Gedichte und überhaupt ihre Liebe zur Philosophie und dem geschriebenen Wort haben mir diese Frau auf eine besondere Weise symphatisch gemacht.

Die Autorin Hildegard Keller, Literaturprofessorin in Zürich, hat mit diesem Roman, der auf profunde Kenntnisse und sorgfältige Recherche zurückgreift und ihr einfühlsames und tiefgehendes Beschreiben der Gedankenwelt von Hannah Arendt, sowie die Gespräche und Diskussionen, die sie mit ihren Freunden geführt hat, basierend auf regem Schriftverkehr mit denselben und wenn auch paraphrasiert, so nehmen sie doch den Leser auf eine ganz neue Art mit in das Leben dieser ungewöhnlichen Frau, mit Recht eine der ungewöhnlichsten Frauen den 20. Jahrhunderts, hinein, anders als es eine nüchterne Biografie getan hätte.

"Vielleicht ist das, was einem Manschen geschieht, nur dazu da, seine Eigentümlichkeit zu vollenden."

Ein Roman über eine besondere Frau, der es mehr als wert ist gelesen und bewegt zu werden.



Der Roman ist mit seinen 550 Seiten in drei Abschnitte geteilt, die jeweils 8-10 Kapitel beinhalten. Der Leser taucht sofort in die Gespräche und Diskussionen ein, als wäre er dabei und muss dann erstmal herausfinden mit wem Hannah denn redet, denn sie hat für fast jeden einen Spitznamen. Doch das hat mich nicht in meinem Lesefluss gestört, ich habe mich als einen Teil der Geschichte gefühlt und mehr als einmal gedacht, welch ein Segen sie doch für ihre Freunde war.

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Veröffentlicht am 03.09.2022

Freiheit wird einem nicht gegeben. Man muss sie sich nehmen.

Mademoiselle Oppenheim – Sie liebte das Leben und erfand die moderne Kunst
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Wir reisen im Jahr 1932 mit dem Zug aus Basel nach Paris. Im Zug sitzt Meret Oppenheim mit ihrer Freundin Irene und sehnt sich danach endlich ihre Freiheit und ihre Kunst in dem schillernden Paris zu leben, ...

Wir reisen im Jahr 1932 mit dem Zug aus Basel nach Paris. Im Zug sitzt Meret Oppenheim mit ihrer Freundin Irene und sehnt sich danach endlich ihre Freiheit und ihre Kunst in dem schillernden Paris zu leben, losgelöst von der Enge ihres Elternhauses.

Meret, schon immer anders und immer auf der Suche nach Inspiration und Wege ihrem Verständnis von Kunst Ausdruck und Raum zu geben. Sie freundet sich mit den Künstlergruppe der Surrealisten an und ist sehr oft im Cafe Flores anzutreffen, in dem auch der bekannte Künstler Marcel Duchamp jeden Tag vor seinem Schachbrett sitzt und ihr einmal den guten Rat gibt, kein Herdentier zu werden, sondern immer den eigenen Weg zu gehen. Ein weiser Rat eines großen Künstlers, der sehr zurückhaltend in dem Buch geschildert wird, dessen Größe und Charakter jedoch umso mehr erkennbar ist. Für Meret ist er zunächst ein unerreichbares Vorbild.

Sie geht ihren Weg, probiert sich aus, geht ungewöhnliche Wege und lässt es auch auf einen Bruch mit den konservativen Eltern ankommen, so schmerzhaft es sich auch für gestaltet. Umso schmerzhafter, so dunkler die Zeit in Deutschland und Europa wird und umso gefährlicher für die Familie Oppenheim. Ihre geliebte Großhüssi gibt ihr in dieser Zeit Halt und Zuspruch, denn sie war auch eine Künstlerin und kann Meret umso mehr verstehen. Meret feiert ihre erste Ausstellung mit den Surrealisten und hofft auf den großen Durchbruch.

In dieser Zeit lernt sie den charismatischen und narzisstischen Max Ernst kennen und die beiden beginnen eine leidenschaftliche Beziehung. Doch mehr und mehr leidet Merets Kreativität unter dieser immer raumgreifenden Beziehung und nachdem sie eine augenöffnende Begegnung mit seiner zweiten Ehefrau hatte, beendet Meret diese. Sie nimmt sich Zeit für sich und ihre Kunst und lernt nun durch Marc Duchamp eine ganz andere Art von Beziehung kennen mit echter gegenseitiger Wertschätzung auch der Kunst des anderen, was bei den Künstlern dieser Zeit nicht selbstverständlich war.

Wieder steht eine Ausstellung an und Meret kreiert ein "Frühstück im Pelz" und stellt dieses moderne Kunststück neben Pablo Picasso, Max Ernst, Marcel Duchamp und anderen erfolgreichen Surrealisten aus. Journalisten der ganzen Welt kommen. Kann das der große Durchbruch für Meret werden?

Die Autorin Mina König nimmt den Leser mit in das schillernde Künstlerleben von Paris, in den Aufbruch der Surrealisten etwas Neues zu gestalten, auch in das Lebensgefühl Anfang der Dreißiger Jahre, in denen es von Jahr zu Jahr dunkler in Europa und gefährlicher für die Juden wurde. Sie schildert uns eine über die Maßen freiheitsliebende junge Künstlerin mit einem starken Charakter und einer verletzlichen Seele und nimmt uns auf ganz besondere Weise mit hinein, diese ungewöhnliche Künstlerin zu verstehen.

Absolut lesenwert!

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