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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2019

Leider enttäuschend

Die Mondschwester
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Es handelt sich um den mittlerweile 5. Band der "Sieben Schwestern"-Reihe. Hier liegt der Fokus nun auf der zweitjüngsten d’Aplièse-Schwester: Tiggy.

Tiggy ist Zoologin und von den Schwestern die "Spirituelle". ...

Es handelt sich um den mittlerweile 5. Band der "Sieben Schwestern"-Reihe. Hier liegt der Fokus nun auf der zweitjüngsten d’Aplièse-Schwester: Tiggy.

Tiggy ist Zoologin und von den Schwestern die "Spirituelle". Sie kann gut mit Tieren umgehen, setzt ihre speziellen Fähigkeiten aber eher zufällig und nicht wirklich bewusst ein.

Sie nimmt nun ein Angebot an, 3 Wildkatzen auf einem großen Anwesen in den schottischen Highlands anzusiedeln. Dort begegnet sie einem alten Zigeuner, der sie auf den Weg ihrer Herkunft bringt.



Wie alle Bände aus der Reihe entwickelt sich die Story hier auch wieder auf zwei Zeitebenen. Tiggy in der Gegenwart und ihre Vorfahren in der Vergangenheit.

Die Verknüpfung finde ich hier allerdings denkbar konstruiert.

Tiggy hat im Gegensatz zu manch anderer Schwester von ihrem verstorbenen (?) Adoptiv-Vater relativ genaue Hinweise bekommen, wo sie hingehen muss, wenn sie ihre Herkunft ergründen will.

Das zufällige Aufeinandertreffen mit dem alten Zigeuner auf dem schottischen Anwesen war somit gar nicht nötig, soll der Handlung aber wohl mehr Dramatik geben.

Zur Vergangenheitshandlung: hier fehlte mir diesmal eine Figur, mit der ich wirklich hätte mitfiebern können. Die blieben mir hier alle ziemlich fern. Von diversen tiefen Logiklöchern mal ganz abgesehen...

Zur Gegenwartshandlung: fürchterlich vorhersehbar.

Die Verbindung der beiden Handlungsebenen war mir aber diesmal einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Wenn man die beiden Geschichten als 2 getrennte Bücher über Tiggy und Lucia herausbringen würde, würde es gar nicht auffallen.


Zudem war mir in diesem Band das Spirituelle zu viel. Das klang ja schon in der Vorgängern immer mal wieder an, hier nimmt es für mich aber zu sehr überhand.



Ich habe es als Hörbuch gehört, die Sprecher haben ihre Sache gut gemacht. Etwas befremdlich fand ich nur, dass sie die Namen der Schwestern deutsch ausgesprochen haben. Bei den meisten passt das und da sie ja in der Schweiz aufgewachsen sind, ist es auch irgendwie logisch, aber mindestens Cece habe ich immer englisch gelesen und nicht "TseTse"


Warum folge ich der Reihe immer noch?
Ich bin halt wirklich neugierig, wie sich die Sache um Pa Salt und seinen (angeblichen?) Tod auflösen wird. Und warum und wie er seine Töchter ausgesucht hat.

Hier ist mir seit dem ersten Band ein Rätsel, warum die Schwestern so wenig hinterfragen und immer alles hingenommen haben und das auch immer noch tun.

Die Sache mit der anderen Jacht beim angeblichen Tod von Pa Salt und die Verbindung zu dieser Familie Esu... warum lassen das alle einfach so stehen?

Als nächstes folgt nun die Schwester Elektra, auf deren Geschichte es hier am Ende schon einen kleinen Ausblick gibt.

Also heißt es nun wieder abwarten, insbesondere auch darauf, ob dann noch eine siebte Schwester aus dem Hut gezaubert wird. Ich gehe ganz sicher davon aus.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Enttäuschende Fortsetzung

Der Smaragddrache
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Lest gerne zuerst meine Meinung zum ersten Band!

Nach meiner Begeisterung für den ersten Teil habe ich natürlich sofort weiterlesen wollen. Und wurde schwer ernüchtert. Der Hauptfeind des ersten Bandes, ...

Lest gerne zuerst meine Meinung zum ersten Band!

Nach meiner Begeisterung für den ersten Teil habe ich natürlich sofort weiterlesen wollen. Und wurde schwer ernüchtert. Der Hauptfeind des ersten Bandes, der bisher so übermächtige Antares, wird nun relativ schnell und "einfach" abgehandelt und es folgt ein ziemlicher Bruch in der Geschichte.

Gemma war schon im ersten Teil nicht unbedingt eine starke weibliche Heldin, was auch kein Wunder ist, bei allem, was sie durchmachen musste. Hier wird sie nun aber als ziemlich zerstörtes Wesen dargestellt, das natürlich nur durch den edlen Prinzen wieder aufgebaut werden kann. Augenrollen Über Seiten und Seiten wird beschrieben, wie Tarek ihr beibringt, wie sie sich wehren kann. Gähn

Eine unterhaltsame Nebenfigur aus Band 1 taucht nur noch einmal auf und verschwindet dann sang- und klanglos.

Eine weitere Bedrohung taucht plötzlich auf, wird beinahe akut, aber dann doch wieder zurückgedrängt. Alles ein bisschen arg konstruiert.

Das Ende lässt mich dann ratlos und ziemlich unbefriedigt zurück. Positiv formuliert, ist es auf jeden Fall mal etwas anderes, als das übliche "händchenhaltend gemeinsam in den Sonnenuntergang". Negativ formuliert hatte ich irgendwie den Eindruck, dass die Autorin selbst nicht mehr wusste, wie ihre Protagonisten aus der konstruierten Situation herauskommen sollten.


Insgesamt hätte ich mir wohl einige Kürzungen in Band 1 und einen Verzicht auf Band 2 gewünscht. Eine etwas straffere Story im ersten Teil mit einem vernünftigen Ende hätte mir besser gefallen als der Umbruch in Band 2 und die hier wirklich überhandnehmenden Längen in der zunehmend unlogischer werdenden Handlung.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Wunderschöner erster Band

Der Smaragddrache
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Die junge Gemma kommt aus einem kalten Königreich im Norden und wird an einen grausamen Herrscher im Süden "verschachert". Antares hat schon einige Ehefrauen verschlissen und scheint kein besonders angenehmer ...

Die junge Gemma kommt aus einem kalten Königreich im Norden und wird an einen grausamen Herrscher im Süden "verschachert". Antares hat schon einige Ehefrauen verschlissen und scheint kein besonders angenehmer Zeitgenosse zu sein. Seine Lieblingsbeschäftigungen sind Versklaven und Unterwerfen, egal ob die Ehefrau oder andere Völker. Bei den meisten Königreichen im Land war er auch schon erfolgreich, nur das Volk der Aman-Kaja, ein geheimnisvolles Dschungelvolk, konnte sich bisher widersetzen. Aber genau die sind Antares ein besonderer Dorn im Auge, zum einen, weil sich ihm einfach niemand widersetzen darf, zum anderen, weil Tarek, der Prinz bzw. König der Aman-Kaja, etwas ganz Besonderes ist. Und Antares will Tareks Macht, um jeden Preis. Und seine Hexe Yleria hat ihm prophezeit, dass er an Tarek nur über Gemma herankommt. Gemma ist also nur ein Spielball für ihn.



Diesen ersten Band fand ich wieder einmal ganz bezaubernd. Ich mag den Schreibstil der Autorin und bewundere sie für ihre überschäumende Phantasie! Die Welt, die Wesen darin... es ist immer wieder ein Fest!

Da sieht man auch gerne mal über kleinere Schwächen in der Handlung hinweg, die bemerkt man beim Lesen kaum, zumindest mir fielen sie erst nach Beenden des Buches auf.

Die Figuren sind sehr klar in gut und böse gegliedert, die Einzige, bei der man eventuell unsicher werden könnte, ist die Hexe Yleria. Ein bisschen weniger Schwarz/Weiß wäre schön gewesen. Dennoch habe ich as Buch verschlungen und war am Ende ziemlich entsetzt, denn der Schluss kommt recht plötzlich und ohne, dass die Handlung zu diesem Zeitpunkt vernünftig abgeschlossen wäre. Band 1 kann meiner Meinung nach somit nicht für sich alleine stehen.

Bitte bei meiner Meinung zu Band 2 weiterlesen

Veröffentlicht am 04.03.2019

Erst skeptisch, dann begeistert!

Der Klang der Täuschung
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Ich muss gestehen, ich war erst skeptisch, ob mich eine "neue" Reihe in der Welt der "Chroniken der Verbliebenen" wirklich reizt.
Bei der 4bändigen ersten Reihe war ich vom Auftakt begeistert, das Ende ...

Ich muss gestehen, ich war erst skeptisch, ob mich eine "neue" Reihe in der Welt der "Chroniken der Verbliebenen" wirklich reizt.
Bei der 4bändigen ersten Reihe war ich vom Auftakt begeistert, das Ende hatte mich aber irgendwie enttäuscht.
Nun also "Die Chroniken der Hoffnung". Meiner Meinung nach sollte man die erste Reihe entweder gelesen haben oder es (zumindest in nächster Zeit) nicht vorhaben, denn auch wenn es hier um neue Charaktere in anderer Umgebung geht, erfährt man doch einige Details und vor allem den Ausgang der ersten Reihe.
Für alle, die die Chroniken der Verbliebenen gelesen haben, ist es ein bisschen wie Nachhausekommen. Die Welt ist bekannt, einige Nebenfiguren ebenfalls und die neuen Charaktere passen bestens ins bereits bekannte Setting.
Kazi und Jase sind vielleicht keine außergewöhnlichen Figuren im Bereich Jugendfantasy, aber sie haben mir dennoch Spaß gemacht. Die ewigen Lügen und Geheimnisse zwischen ihnen waren ihnen selbst bewusst und dennoch notwendig oder zumindest erklärbar. Daher wirkte ihre Geschichte auf mich glaubwürdig und nicht so konstruiert, wie es mir oft bei entsprechenden Paaren in diesem Genre geht.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sowieso, daher auch hier keine Überraschung.
Bei mir stellte sich daher ziemlich schnell ein regelrechter Lesesog ein, so dass ich zum ersten Mal seit langem wieder mal bis tief in die Nacht hinein gelesen habe, weil ich einfach immer weiterblättern musste.
Das Ende ist gemein: wenn es den zweiten Band schon gäbe, wäre die nächste schlaflose Nacht vorprogrammiert, so heißt es nun Geduld haben.

Veröffentlicht am 12.07.2018

Leider sehr vorhersehbar

Das Haus der verborgenen Träume
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Während des Zweiten Weltkriegs werden Alice und ihr älterer Bruder Will auf einer Farm in Cornwall untergebracht. Hier sollen sie vor den Bombenangriffen, die London erschüttern, sicher sein. Die beiden ...

Während des Zweiten Weltkriegs werden Alice und ihr älterer Bruder Will auf einer Farm in Cornwall untergebracht. Hier sollen sie vor den Bombenangriffen, die London erschüttern, sicher sein. Die beiden Geschwister geben sich große Mühe, auf der Farm zu helfen und niemandem zur Last zu fallen. Doch Will verliebt sich in Maggie, die Tochter des Hauses und damit werden Ereignisse in Gang gesetzt, die die Familie noch Generationen später beschäftigen.

2014 kommt Lucy, Maggies Enkelin zurück auf die Farm, nachdem sie beruflich und privat einen harten Schlag einstecken musste. Sie muss sich nun entscheiden, was sie in Zukunft mit ihrem Leben anfangen will. Doch zurück bei ihrer Familie muss sie sich ebenfalls mit unangenehmen Wahrheiten auseinandersetzen.

Die Buchbeschreibung klang wesentlich dramatischer als sie tatsächlich ist. Schon sehr schnell ist klar, was hier in der Vergangenheit passiert ist und wer daran wie beteiligt war. Dementsprechend wenig Raum wird hier für Spekulationen oder eigenes Miträtseln geboten. Als Leser fragt man sich höchstens, warum die Beteiligten nicht oder erst so spät handeln.
Die Gegenwartshandlung ist auch nicht sonderlich spannend, sondern voller alltäglicher Situationen und am Ende lösen sich praktischerweise alle Probleme in Wohlgefallen auf.

Die Charaktere bleiben alle ziemlich blass, mit keinem von ihnen habe ich wirklich mitgefiebert, auf keiner der beiden Zeitebenen. Die Auflösung des Familiengeheimnisses war mir schon sehr früh klar und so gibt es auch am Ende keine wirkliche Überraschung, höchstens ein Kopfschütteln über den mehr als auffälligen Zufall, das wirkte auf mich viel zu konstruiert.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, aber inhaltlich konnte mich das Buch leider nicht sonderlich begeistern, dazu fehlte es einfach an Spannung und Dramatik.