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Veröffentlicht am 09.12.2020

Außergewöhnliches Buch, das viel zu sagen hat, es aber dem Leser nicht immer leicht macht, es zu hören

Liane und das Land der Geschichten
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„Wenn du manchmal nicht weißt, was jemand gesagt hat, dann liegt es nicht daran, dass er nicht geredet hat, sondern daran, dass du ihn nicht gehört hast.“

Liane ist ein sehr intelligentes Mädchen, das ...

„Wenn du manchmal nicht weißt, was jemand gesagt hat, dann liegt es nicht daran, dass er nicht geredet hat, sondern daran, dass du ihn nicht gehört hast.“

Liane ist ein sehr intelligentes Mädchen, das sich ganz viele interessante, beeindruckende Gedanken macht. Sie leidet unter ihrem Namen, für den sie so oft gehänselt wird. Lianes Eltern sorgen zwar gut für sie, aber über alles kann Liane nicht offen mit ihnen sprechen. Für manche Fragen hat Liane daher einen extra „Sack mit den Fragen, die man nicht stellen darf“. Eines Tages entdeckt Liane in der Bibliothek einen geheimnisvollen Globus. Mit diesem Fund beginnt für sie ein spannendes Abenteuer, das sie ins magische Land der Geschichten führt.

Elif Shafak schreibt angenehm, flüssig und lebendig. Mir als Erwachsene gefällt ihr Schreibstil sehr gut, Kinder könnten ihn eventuell als etwas langatmig empfinden. Ich empfehle das Buch für Leser ab zehn Jahren. Die schwarz-weiß Illustrationen finde ich sehr aussagekräftig und klar, teils recht düster, teils durchaus aber sehr gefällig. Sie passen gut zur Stimmung des Buches.

Anfangs kann einem Liane, die sich so viele wichtige Gedanken macht, aber nicht immer richtig ernst genommen wird, oft leid tun. Ihre hochinteressanten und klugen Überlegungen werden von den Erwachsenen oft lapidar als „blühende Phantasie“ abgetan. Für Lianes Lesebegeisterung haben die Eltern auch kein rechtes Verständnis. Als Liane die Kinder Zelis und Asutay kennenlernt und diese ihr eine neue Welt eröffnen, macht sie viele bedeutende Erfahrungen, die ihr später das Leben erleichtern werden. Auch wird sie im Land der Geschichten endlich einmal richtig ernstgenommen, das stärkt sie.

Liane und das Land der Geschichten ist ein sehr ungewöhnliches Buch, das seine Leser herausfordert. Anfangs macht es ein wenig traurig, man fühlt mit Liane, die es zwar materiell gut hat, aber in deren Leben es an richtiger Wärme und tiefergehendem Verständnis fehlt. Lianes Wandlung, die große Zuversicht vermittelt, erfolgt für meine Begriffe zu schnell. Im Land der Geschichten erfährt Liane viele schöne Weisheiten, aber wie genau sie zu diesen gelangt, ist oft nicht ganz klar nachvollziehbar. So wirken die schönen, bedeutenden Gedanken manchmal wie eine bloße Aneinanderreihung von wichtigen Botschaften, haben es aber schwer, den Leser wirklich zu erreichen. Ich hätte mir gewünscht, dass Lianes Weg zur Erkenntnis etwas subtiler, weniger komprimiert beschrieben worden wäre.
Ein besonderes Buch, das zum Nachdenken anregt, die Bedeutung der Phantasie hervorhebt, tolle Botschaften sehr direkt formuliert, aber im Aufbau nicht hundertprozentig stimmig ist. Vielleicht muss ich es einfach nochmal lesen:

»Wenn ich ein Buch, das mir sehr gefallen hat, noch mal lese, bin ich jedes Mal wieder erstaunt, denn beim zweiten Mal ist es nicht mehr dasselbe Buch. Es kommt einem anders vor.«
Liane stutzte. »Warum denn?«
»Weil ich inzwischen nicht mehr dieselbe bin. Wir lernen jeden Tag was dazu. Beim zweiten Lesen weiß man mehr als beim ersten Mal. Wenn der Le­ser ein anderer ist, ändert sich auch das Gelesene.«

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Veröffentlicht am 09.12.2020

Schönes Weihnachtsmärchen mit viel Wunder und wichtiger Botschaft

Das Wunder von R.
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Manuel, Camila und Shonda ziehen kurz vor Weihnachten mit ihren Mamas Dominique und Isabella in die Stadt R.. Doch sehr willkommen fühlen sie sich in dieser seltsamen Stadt nicht. Die Bewohner begegnen ...

Manuel, Camila und Shonda ziehen kurz vor Weihnachten mit ihren Mamas Dominique und Isabella in die Stadt R.. Doch sehr willkommen fühlen sie sich in dieser seltsamen Stadt nicht. Die Bewohner begegnen ihnen dort mit großer Skepsis und scheinen kein Interesse daran zu haben, sie näher kennenzulernen. Doch die Kinder haben gar keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Denn am 23.Dezember erhalten sie einen ganz besonderen Brief vom Weihnachtsmann höchstpersönlich, der sie um Hilfe bei einer ganz wichtigen Mission bittet....

Francesca Cavallo schreibt gut verständlich, kindgemäß, anschaulich und recht einfach. Sehr originell sind die humorvollen Sprachspielereien der Autorin wie der Name des Bürgermeisters oder die phantasie- und bedeutungsvollen Straßennamen in R..
Geübte Leser ab acht Jahren können das Buch schon selbstständig bewältigen, die Schrift ist etwas größer und daher gut lesbar. Zum Vorlesen eignet sich das Buch auch schon für jüngere Kinder, ab fünf, sechs Jahren. Meine fünfjährige Tochter beispielsweise hatte keine Probleme, die Geschichte vollständig zu erfassen und zu verstehen.
Besonders sticht die wunderbare Aufmachung des Buches hervor. Das Buch ist ein wenig breiter als DIN A 5- Format und daher schön handlich. Schon das Cover ist etwas besonderes. Der Titelschriftzug ist in Gold gehalten, man erkennt die Familie Greco-Aiden, die am hellerleuchteten Fenster vor einer Kerze sitzt. Draußen schneit es. Ein bezauberndes Titelbild. Es wirkt sehr plastisch, das Bild der Familie glänzt fast wie ein Foto. Beeindruckt haben uns auch die bemerkenswerten, bunten großen Bilder. Auf den detaillierten, sehr aussagekräftigen Illustrationen gibt es ganz viel zu entdecken.

Manuel, Camila, Shonda, Isabella und Domique, die Greco-Aidens, sind eine herrlich sympathische Familie. In der Familie mit zwei Müttern geht es im Alltag ähnlich zu, wie auch in anderen Familien. Das Außergewöhnliche an ihnen ist, dass alle stets sehr liebevoll miteinander umgehen, selbst wenn es mal kleine Unstimmigkeiten gibt. Sie sind alle offen für andere Menschen, gehen vorbehaltlos auf ihre Mitmenschen zu und haben es sich auch erhalten, an Wunder zu glauben. Sie stehen in völligem Gegensatz zu den skeptischen, mürrischen Bewohnern von R.. Lediglich ein Mädchen aus R. scheint anders zu sein als die anderen: Olivia. Sie ist neugierig, freundlich, nett und aufgeweckt.

Werden die Kinder den Auftrag des Weihnachtsmanns erfolgreich ausführen? Ändern die Bewohner von R. ihre Einstellung anderen gegenüber? Wird Weihnachten trotz aller Widrigkeiten stattfinden? Und wie genau wird gefeiert?
Francesca Cavallo hat eine packende, aufregende, phantasievolle und daher nicht immer ganz logische Weihnachtsgeschichte verfasst, die Weihnachten vor allem als ein Fest der Gemeinschaft darstellt. Das Wunder von R. beweist, dass es sich lohnt, sich zu öffnen und auf andere zuzugehen. Zusammensein mit anderen und Solidarität bereichert das Leben. Vor allem Kinder sind ganz gut darin, auch unter widrigen Umständen einen Weg dahin zu finden.
„Revolutionär“ ,wie auf dem Klappentext angekündigt, finde ich das Buch allerdings nicht, es hat vielmehr eine klassische Botschaft. Es geht zwar um eine eher ungewöhnliche Familie mit zwei Müttern und Kindern unterschiedlicher Hautfarbe, aber diese Konstellation wird als selbstverständlich betrachtet und hat auf die eigentliche Geschichte kaum Einfluss.
Ein nettes, wärmendes Weihnachtsmärchen, das uns gerade in der aktuellen Situation Wichtiges über das Verhalten der Mitmenschen gegenüber verdeutlicht. Von den Greco-Aidens und ihrem Umgang miteinander und mit anderen können wir alle sicher noch etwas lernen.

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Veröffentlicht am 07.12.2020

Irre witziges Forschertagebuch, interessant, sehr unterhaltsam und motivierend aufgemacht

Niemals den roten Knopf drücken 1, oder der Vulkan bricht aus
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Neulich noch haben Egon und sein Freund Jojo bei Opa Werner einen Fernsehbericht über einen Vulkanausbruch in Chile gesehen und dann entdecken sie plötzlich am helllichten Tag mitten im Düsewald einen ...

Neulich noch haben Egon und sein Freund Jojo bei Opa Werner einen Fernsehbericht über einen Vulkanausbruch in Chile gesehen und dann entdecken sie plötzlich am helllichten Tag mitten im Düsewald einen neugewachsenen, dampfenden Berg. Wenn das mal kein Vulkan ist?! Natürlich müssen die zwei Jungen nun alles daran setzen, dass ein Vulkanausbruch nicht zur Gefahr für Düsedau wird. Zum Glück ist Egon Forscher und entwickelt ohne Schwierigkeiten gemeinsam mit Jojo notwendige Hilfen wie ein Frühwarnsystem, eine Vulkanschutzmaschine oder einen Minivulkanrettungsapparat. Leider läuft bei den Versuchen, die verschiedenen Erfindungen in der Praxis zu testen, nicht immer alles glatt. Vielmehr ist das Chaos vorprogrammiert und es kommt zu einigen ziemlich witzigen, ganz schön schrägen Katastrophen.....

Kati Naumann schreibt auf sehr erfrischende, originelle Art aus der Sicht von Egon. Die einzelnen Kapitel sind wie Tagebucheinträge, genauer Forschertagebucheinträge formuliert. Egon schildert darin nicht nur die Ereignisse, die an den Tagen geschehen, er stellt auch detailliert seine Konstruktionen und Erfindungen vor, dazwischen erläutert er zudem wissenschaftliches und nicht immer ganz ernst zu nehmendes, weniger wissenschaftliches Sachwissen. Besonders gut gelungen sind auch die abwechslungsreichen, motivierenden schwarz-weiß-grün Illustrationen von Josy Jones. Klar und anschaulich werden in ihren Bildern witzige Szenen des Geschehens, die Erfindungen von Egon oder auch Infos zu Sachthemen dargestellt.

Die Hauptfiguren Egon und Jojo sind zwei aufgeweckte, wissbegierige, phantasievolle, sehr engagierte Jungen, für die das Leben ein Abenteuer ist. Egon geht als Draufgänger gerne Risiken ein, Jojo ist das totale Gegenteil und fürchtet sich vor allem. Die beiden sympathischen Kinder ergänzen sich perfekt und bringen zusammen Erstaunliches zuwege. Im Hintergrund werden sie stets von Egons Opa Onkel Werner unterstützt, der in seinem Leben schon (fast) alles erlebt hat und über (fast) alles Bescheid weiß.

Wo kommt der Vulkan im Wald so plötzlich her? Und werden Egon und Jojo Düsedau mit ihren Erfindungen vor den Folgen eines Vulkanausbruchs beschützen können?
Erneut ein wunderbares, superkomisches Buch aus dem Kosmosverlag. Eine packende wie originelle Geschichte voller Katastrophen mit interessantem Hintergrundwissen gespickt, ungewöhnlich und ansprechend wie ein Tagebuch gestaltet. Zudem finden sich am Ende des Buchs Versuchsbeschreibungen für zwei Experimente zum Selberdurchführen: glibberige Alienkotze und ein Backpulvervulkan. Die Versuche sind leicht nachzumachen, die Zutaten dafür bekommt man in jedem Supermarkt.
Für uns eine grandiose, perfekte Mischung aus Witz, Abenteuer, Spannung und einer Prise Wissenschaft. Zum Vorlesen zu empfehlen für neugierige Jungen und Mädchen ab sechs Jahren, zum Selberlesen für Kinder ab acht Jahren geeignet.

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Veröffentlicht am 04.12.2020

Bibelgeschichten mit tollen Bildern einfach und kindgerecht erzählt

Such-Bibel. Großformatiges Wimmelbuch für Kinder ab 4 Jahren.
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Sie sind weltbekannt, die Geschichten aus der Bibel, aber für Kinder nicht immer so leicht zu verstehen. In dieser „Suchbibel“ werden die Geschichten von Adam und Eva, Jakob, Josef, Mose, David, Ester, ...

Sie sind weltbekannt, die Geschichten aus der Bibel, aber für Kinder nicht immer so leicht zu verstehen. In dieser „Suchbibel“ werden die Geschichten von Adam und Eva, Jakob, Josef, Mose, David, Ester, Jesus und Petrus für Kleine einfach und gut nachvollziehbar erzählt. Zum Leben jeder dieser Bibelgestalten gibt es ein großes, farbenfrohes, detailliertes, schön und lebendig gestaltetes Wimmelbild, auf dem die wichtigen Szenen im Leben der Person anschaulich festgehalten werden. Am großen Bild ist zu jeder Person eine kleine Umklappseite mit einem allgemeinem Beschreibungstext zur Person in Reimform angehängt. Auf der anderen Seite des Reimtextes findet sich ein Abschnitt, der eine besondere, entscheidende Situation in der Biografie der Charaktere beschreibt. Die gesamte Lebensgeschichte jeder Figur wird auf den beiden Seiten nach dem Wimmelbild kurz und knapp in nummerierten Textabschnitten mit kleinen Bildausschnitten geschildert. Diese Abschnitte sind sehr einfach formuliert, an manchen Stellen hätte ich mir eine etwas lebendigere Sprache gewünscht. Alles wirkt weniger wie eine Geschichte als wie eine etwas eintönige Zusammenfassung. Recht umständlich auch, dass es nicht möglich ist, die Bilder zur Geschichte zu betrachten, während man die Geschichte liest, dazu muss immer umgeblättert werden.

Die Stärke des Buchs sind eindeutig die Bilder. Sehr motivierend, dass sich auf jedem großen Wimmelbild dieselben sieben Figuren, z.B ein Schaf mit rotem Halsband, ein Böckchen oder ein Junge mit Stock verstecken. Das regt die kleinen Leser an, die Bilder ganz intensiv und genau zu studieren. Für Spaß sorgen auf den Umklappseiten mit den kürzeren Texten Chamäleon und Äffchen, die mit Sprechblasen das Geschehen witzig kommentieren.

Kinder ganz unterschiedlichen Alters werden von der Suchbibel angesprochen. Kinder ab vier Jahren haben Freude beim Betrachten der Bilder, Kinder ab fünf Jahren hören beim Vorlesen den Geschichten gerne zu, Kinder ab acht Jahren werden sämtliche Texte selber lesen können, Kinder ab sieben Jahren die Reime und kürzeren Texte. Das besondere Buch sollte pfleglich behandelt werden, die dünnen Seiten reißen recht leicht ein.

Aufregende und interessante Bibelgeschichte für Kinder gut und motivierend aufgemacht und aufbereitet. An den tollen, bunten, schönen Bildern voller besonderer Details werden meine Kinder sicher noch lange ihre Freude haben. Und tatsächlich war mir Ester, deren Geschichte hier auch ausführlich erzählt wird, bisher völlig unbekannt. Selbst ich als Erwachsene habe durch dieses Buch also noch etwas dazu gelernt.

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Veröffentlicht am 04.12.2020

Wohlig warme Weihnachtsgeschichte mit drolligen Helden

Theo von Tanningen
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Schon seit er klein ist, träumt Theo von Tanningen davon, ein richtiger Weihnachtsbaum zu werden. Dieses Weihnachten soll es endlich wahr werden. Klar, dass Theo da mächtig aufgeregt ist. Doch seine Freunde ...

Schon seit er klein ist, träumt Theo von Tanningen davon, ein richtiger Weihnachtsbaum zu werden. Dieses Weihnachten soll es endlich wahr werden. Klar, dass Theo da mächtig aufgeregt ist. Doch seine Freunde das Eichhörnchen Millie, Igel Louis und Wildschwein Gundula unterstützen ihn in dieser besonderen Zeit, stärken ihn und nehmen ihm die Unsicherheit. Die Freunde erleben gemeinsam im Wald viele winterliche Abenteuer. Und dann ist er plötzlich da: Theos großer Tag.

Katharina Mauder erzählt in gut verständlicher, anschaulicher und kindgerechter Sprache Theos Geschichte in neun Kapiteln. Besonders gut haben uns Millies witzige, kreative Wortneuschöpfungen und Theos umgedichtete Weihnachtslieder gefallen. Die Geschichte lässt sich sehr flüssig und angenehm vorlesen, Kinder ab fünf Jahren hören da sicherlich sehr gerne zu. Horst Hellmeiers bunte amüsante und ausgesprochen drollige Illustrationen bereichern das Buch auf besondere Weise. Geschichte und Bilder ergänzen sich perfekt.

Dass man die liebenswerten Figuren nicht mag, können wir uns beim besten Willen nicht vorstellen. Theo, der Tannenbaum, der sich nichts sehnlicher wünscht, als Weihnachtsbaum zu sein, ist mit seinem Lampenfieber so herrlich sympathisch. Wenn er singt und dabei seine originelle Phantasie unter Beweis stellt, muss man einfach schmunzeln. Igel Louis zeigt sich so zurückhaltend wie Eichhörnchen Millie forsch. Millies direkte, köstliche Ansagen sorgen immer wieder für Lacher. Sehr unterhaltsam auch die etwas tollpatschige, gefräßige Gundula, die vor Gefühlen nur so übersprudelt. Und dann gibt es da noch den alte Horst vom Forst, der alles stets kritisch und trocken kommentiert. Aber hinter seiner groben, knorrigen Fassade versteckt sich noch eine ganz andere Seite. Ganz wunderbare Charaktere treffen hier zusammen und feiern die schönste Zeit des Jahres.

„Theo von Tanningen“ macht anschaulich deutlich, um was es an Weihnachten geht. Die Figuren erleben den besonderen Wert von Freundschaft, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Meine Kinder, sieben und fünf Jahre alt, haben mit Theo intensiv mitgefiebert und ihm das schönste Weihnachten gewünscht. Das Ende des Buchs hat mein Sohn haargenau so herbeigesehnt, das Ende hat ihn richtig glücklich zurückgelassen. Eine wohlig warme Weihnachtsgeschichte mit tollen, originellen Figuren, die besinnliche schöne Stimmung verbreitet. Genau so muss eine Weihnachtsgeschichte für uns sein.

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