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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2025

Packen und Tiefgründig

Lenas Freundin
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Das Buch beginnt mit der Angst aller Eltern: Das Kind zu verlieren. So geschieht es bei Lena und ihrem Mann. Ihre Tochter Maria wird von dem Kindergarten angefahren und stirbt. Danach ist nichts mehr wie ...

Das Buch beginnt mit der Angst aller Eltern: Das Kind zu verlieren. So geschieht es bei Lena und ihrem Mann. Ihre Tochter Maria wird von dem Kindergarten angefahren und stirbt. Danach ist nichts mehr wie zuvor und während sich Robert in die Arbeit stürzt um sich abzulenken ist Lena zu Hause und vergeht im Kummer. Da kann nur ihre beste Freundin Theresa helfen.

Doch kaum ist die da, wird Lena immer komischer und sinnt auf Rache. Kann Robert seiner Frau helfen?



Der Thriller reißt den Leser mit - in die Untiefen der menschlichen Seele. Vieles ist verständlich, das eigene Kind zu verlieren allein schon eine Horrorvorstellung. Mit dem Fortgang der Handlung taucht der Leser immer tiefer ein und findet Sachen heraus, die vielleicht besser im Geheimen geblieben wären. Die Grenze zwischen dem was real ist und was vielleicht nicht, ist nicht immer ganz zu erkennen und wer sagt eigentlich die Wahrheit?

Wirklich tiefgründige Protagonisten, eine spannende Story, ganz nah am Leben - die perfekte Mischung um mich zu fesseln und das hat der Autor geschafft. Ich kann es euch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Drum prüfe, wer ein günstiges Haus kauft

Haus der langen Schatten
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Der Online-Vlogger Kevin Taylor (wer hat da nicht an den Heimwerkerkönig gedacht ^^) kauf ein sehr günstiges Haus mit guter Substanz um es in 30 Tagen in Eigenarbeit wieder auf Vordermann zu bringen. Das ...

Der Online-Vlogger Kevin Taylor (wer hat da nicht an den Heimwerkerkönig gedacht ^^) kauf ein sehr günstiges Haus mit guter Substanz um es in 30 Tagen in Eigenarbeit wieder auf Vordermann zu bringen. Das ganze filmt er für seinen Video-Kanal und hoff auf den großen Sprung. Der steht auch greifbar nahe und doch läuft ab Tag 1 nichts so, wie er es sich erhofft hatte.

Ambrose Ibsen schafft mit dem "Haus der langen Schatten" ein wahrhaft gruseliges Ambiente. Wie oft habe ich gehofft, dass Kevin seinen gesunden Menschenverstand vor die Karriere stellt - aber ja, sonst wäre das Buch doch gleich zu Beginn beendet. Es hat für mich wirklich viele Stellen an denen gruselige Stimmung aufkommt und einen die Luft anhalten lässt (und innerlich aufatmen, dass das eigene Haus doch ganz anders ist). Daneben stehen Kevins handwerkliche Fähigkeiten und seine Beziehung zu seinem Vater im Fokus. Allgemein bekommen wir als Leser viel von Kevins Gedanken präsentiert.

Das Buch liest sich richtig gut, man kann es schlecht aus der Hand legen und wird von der Atmosphäre gefangen. Man lauscht automatisch auf das Kratzen in den Wänden oder die Stimmen im Haus und irgendwie ist dann auch das Ende da und man hofft einfach nur das Beste.



Ein tolles Buch für alle Spukhaus-Liebhaber ein Muss und auch für Horror-Einsteiger gut geeignet. Eine klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Geschichte mal anders - aber keine leichte Kost

1177 v. Chr. – Eine Graphic Novel
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Die Bronzezeit sagt vielen Menschen bestimmt etwas, aber genaueres darüber wissen die Wenigsten. Es ist auch schwierig diese Zeit zu vermitteln, da es wenige Quellen gibt und die meist in anderer Sprache ...

Die Bronzezeit sagt vielen Menschen bestimmt etwas, aber genaueres darüber wissen die Wenigsten. Es ist auch schwierig diese Zeit zu vermitteln, da es wenige Quellen gibt und die meist in anderer Sprache verfasst sind.

Daher fand ich die Idee sehr witzig sie in Form einer Graphik Novel darzustellen.



Sie basiert auf Eric. H. Clines gleichnamigem Bestseller, in dem er die möglichen Ursachen für den Zusammenbruch der frühen Zivilisationen des östlichen Mittelmeerraums untersucht. Und damit geht es los. Es werden fast 400 Jahre beleuchtet, was eine Menge an Informationen und Namen mit sich zieht, was für den Historiker schon eine sehr mühsame Sache darstellt, für den Laien, was der Ottonormal Leser nun mal ist kann es überwältigend wirken, ja vielleicht auch abschreckend. Zum Glück ist diese Graphic Novel deutlich umfangreicher als andere und nimmt sich den Raum auch Zusammenhänge zu erklären. Sie in einem Rutsch durchzulesen kann ich mir allerdings nicht vorstellen.

Interessant für mich: Ich wusste - Geschichte wiederholt sich, aber dass die Themen wie Klimawandel und Migration auch damals schon so aktuell waren, war mir nicht mehr bewusst.

Trotz der gewählten Darstellungsform keine leichte Kost.



Die grafische Umsetzung soll nicht vergessen werden, denn die ist wirklich genial. Solch ein komplexes Werk in Bilder zu fassen, stelle ich mir nicht einfach vor. Dabei geht es selten über Erdtöne hinaus, aber genau das passt so wunderbar und macht die Geschichte lebendig und für den Leser greifbarer.


Alles in allem eine wirklich gelungene Graphic Novel, die einen interessanten Teil der Menschheitsgeschichte beleuchtet. Es ist immer schwer so komplexe Themen auf einen übersichtlichen Platz zu erklären. Das ist gelungen, man fühlt sich aber dennoch an manchen Stellen erschlagen von Daten und Informationen. Grafisch ist das Werk klasse und es passt alles zueinander. Wer sich traut, der wird nicht enttäuscht, aber man sollte Pausen einlegen um nicht unterzugehen wie die Völker am Mittelmeer.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Wunderschön gestaltetes Kinderbuch

Maulwurf Emil findet ein Buch
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Als Maulwurf Emil auf der Wiese ein Buch findet, fängt er an zu lesen und vergisst alles. Zeitweise sogar seine Freunde, die sich Sorgen um ihn machen und sich auf die Suche nach ihm begeben. Zeitgleich ...

Als Maulwurf Emil auf der Wiese ein Buch findet, fängt er an zu lesen und vergisst alles. Zeitweise sogar seine Freunde, die sich Sorgen um ihn machen und sich auf die Suche nach ihm begeben. Zeitgleich begeben sich die Menschen auf die Suche nach dem Buch und bringen die Freunde dabei ganz schön in Bedrängnis. Zum Glück ist es ein Kinderbuch mit Happy End, bei dem alle zufrieden sind.

Neben der wirklich herzerwärmenden Geschichte machen die großen Illustrationen das Buch zu etwas Besonderem. Sie laden zum Entdecken ein, sind aber nicht überladen oder zu bunt. Besonders Sachen in der Ferne sind meist nur verschwommen dargestellt, was ich mit der Kurzsichtigkeit des Maulwurfs erklärt habe. Man erkennt aber trotzdem alles genau und muss nicht rätseln. Wirklich wunderschön gestaltet.

Die Texte sind kindgerecht gestaltet - nicht zu lang und in einer angenehmen Größe. Es eignet sich auch gut zum Vorlesen für Kinder so ab 3.



Wir empfehlen das süße Buch gern weiter - eine schöne Geschichte über das Lesen und Freundschaft.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Ruhiges Buch

Der kleine Laden des Herrn Takarada
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Der Schreibwarenladen "Shihodo" im Tokioter Stadtteil Ginza wird von Ken Takarada geführt. Neben allerlei Schreibutensilien gibt es außerdem einen Raum, indem die Kunden ihre Schriftstücke verfassen können ...

Der Schreibwarenladen "Shihodo" im Tokioter Stadtteil Ginza wird von Ken Takarada geführt. Neben allerlei Schreibutensilien gibt es außerdem einen Raum, indem die Kunden ihre Schriftstücke verfassen können und die ein oder andere Hilfestellung des Inhabers bekommen.
Das Buch ist in 5 Geschichten unterteilt, die sich jeweils mit einem Kunden und einer besonderen Schreibware beschäftigen. Man erfährt viel über die jeweilige Person, die Herrn Takarada viel über die Vergangenheit erzählt.
Ich muss gestehen, mit fiel der Einstieg ziemlich schwer, da der Schreibwarenladen schon etwas kurz kam - ich hatte etwas anderes erwartet. Die Geschichten an sich sind interessant und zeigen ein breites Spektrum an Traditionen in Japan, die wir hier nicht kennen. Natürlich kommen auch das Zwischenmenschliche und natürlich das Essen.
Die Figuren und wie sie handeln sind für europäische Leser vielleicht an manchen Stellen komisch, weil wir es anders oder gar nicht kennen, man merkt aber auch da bereits den Einfluss aus westlichen Ländern und sei es nur beim Essen.
Dieses Buch ist der erste Band einer Reihe, die in Japan bereits 5 Bände umfasst und ich hoffe, dass man in den Folgebänden etwas mehr über den Ladeninhaber erfahren wird. Das kam mir hier ein wenig zu kurz - es fehlte mir an Tiefe der wiederkehrenden Figuren - vor allem der Ladenbesitzer - der Titelgebend ist, kommt für mich ziemlich kurz. Das hatte ich irgendwie anders erwartet. Auch die Katze auf dem Cover taucht leider nicht auf.
Alles in allem ein wirklich ruhiges Buch für Zwischendurch. Es liest sich gut und gibt interessante Einblicke, aber irgendwie fehlte mir das gewisse Etwas. 4 von 5 Sternen gebe ich dennoch sehr gern.

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