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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2024

Cold Case neu aufgerollt

Die Morde von Salisbury
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Es ist ein heißer Sommer in England und in einem ausgetrockneten Flussufer kommt die Leiche eines jungen Mannes zum Vorschein. Laut Akten war er damals an der Ermordung einer jungen Frau beteiligt. Doch ...

Es ist ein heißer Sommer in England und in einem ausgetrockneten Flussufer kommt die Leiche eines jungen Mannes zum Vorschein. Laut Akten war er damals an der Ermordung einer jungen Frau beteiligt. Doch war das wirklich so? Lockyer und Broad bekommen den Fall auf den Tisch und tauchen immer tiefer in diesen Cold Case ein und mit ihnen der Leser.
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Laut Klappentext ist es der zweite Fall für das Ermittler-Dou Lockyer und Broad, das stört beim Lesen allerdings gar nicht. es gibt einige Seitenhinweise, die allerdings überhaupt keine Bezüge zum aktuellen Fall haben. Man versteht alles wunderbar, auch ohne den ersten Fall zu kennen. Lockyer und Broad ergänzen sich wunderbar. Die Figuren haben Tiefe und vor allem Geheimnisse - also nicht die Ermittler, aber alle Figuren, die mit dem Fall zu tun haben. Zeitweise, weiß man gar nicht, was man glauben und wem man trauen soll. Wirklich wunderbar geschrieben. Das Buch hat auch viel Atmosphäre und durch die Beschreibung der Figuren merkt man, dass es keine Helden sind, sondern die Polizeiarbeit viel Arbeit und auch eine Portion Glück ist.
Die Auflösung war spannend und interessant, um wie viele Ecken der Fall gelöst wurde. Wirklich toller Krimi, der auch wirklich ein Krimi ist - ohne viel Blut. Leichen gibt es trotzdem genug.
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Von mir gibt es 5 von 5 ⭐ und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.08.2024

Mensch und Maschine

Ada und die Künstliche Blödheit – Ein Roboter auf der Flucht
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Endlich soll Adas Lernfroindin ankommen und sie nicht nur beim Lernen unterstützen. Denn Ada ist ziemlich einsam. Ihre Eltern kümmern sich wenig und ihr Opa ist ziemlich ulkig. Doch plötzlich stürmt ein ...

Endlich soll Adas Lernfroindin ankommen und sie nicht nur beim Lernen unterstützen. Denn Ada ist ziemlich einsam. Ihre Eltern kümmern sich wenig und ihr Opa ist ziemlich ulkig. Doch plötzlich stürmt ein flüchtiger Android ihr Haus und redet sich langsam aber sicher in die Herzen von Ada und ihrem Opa (der eigentlich recht konservativ und wenig offen gegenüber der neuen Technik ist).

Soweit so gut. Die Grundidee hat uns wirklich gefallen. Ausgehend vom Cover, das mit seiner knalligen Farbgebung direkt ins Auge springt und dem Klappentext waren wir sehr interessiert. Der Einstieg fiel uns leicht und wir haben Ada direkt ins Herz geschlossen. Auch den Opa fanden wir anfangs noch witzig, auf Dauer wird er aber anstrengend mit seinen Witzen und auch mit seiner Art - wer bitte sperrt denn seine Enkelin im Bad ein? KB hingegen ist einfach nur zum Knuddeln. Die Illustrationen haben das Ganze noch ein wenig aufgelockert und uns sehr amüsiert. Die Auflösung hingegen fanden wir jetzt nicht sonderlich gelungen und auch nicht recht kindgerecht.

Der Hintergrund, dass auch nicht perfektes liebenswert und toll ist, ist schön beschrieben. Mein Mann meinte nur, dass das bei KI allerdings sehr problematisch werden kann.

Die angesprochenen Punkte sind für uns Einschränkungen im Lesespaß und daher nur 4 Sterne. So an sich ist die Geschichte toll. Ein wenig hat es uns an den Film "Ron läuft schief" erinnert - da geht es fast um dasselbe Thema.

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Veröffentlicht am 26.08.2024

Witziger Comic

InvestiGators (Band 1) – Im Kampf gegen das Böse
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Icedragonvor ein paar Sekunden
Mango und Keck sind zwei Alligatoren, die zusammen Kriminalfälle lösen - ja, mehrere. Denn während sie noch in einem Fall ermitteln, schliddern sie direkt in den nächsten. ...


Icedragonvor ein paar Sekunden
Mango und Keck sind zwei Alligatoren, die zusammen Kriminalfälle lösen - ja, mehrere. Denn während sie noch in einem Fall ermitteln, schliddern sie direkt in den nächsten. Sie sind beide nicht auf den Mund gefallen. Es gibt unheimlich viel Wortwitz, den mein Sohn noch nicht immer verstanden hat. Aber auch sonst sind die beiden nicht auf den Mund gefallen und nehmen alles mit Witz und vielleicht auch Verstand.



Die Bilder sind quietsche bunt und passen so wunderbar zur Geschichte. Uns haben sie gut gefallen. Mein Großer hatte auch keine Probleme mit dem Lesen. Die Sprechblasen sind groß und nicht mit Text überfüllt, sondern wirklich übersichtlich und gerade für Comiceinsteiger super geeignet.



Uns hat das Abenteuer gefallen und wir freuen uns auf die nächsten Geschichte rund um Keck und Mango.

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Veröffentlicht am 23.08.2024

Komische Schwestern

Die Schwestern
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Für guten Horror bin ich immer zu haben und wenn die Autorin als "Dämonisches Kind von Shirley Jackson und Stephen King" bezeichnet wird, wird man hellhörig.
Doch der Einstieg in die Geschichte der Schwestern ...

Für guten Horror bin ich immer zu haben und wenn die Autorin als "Dämonisches Kind von Shirley Jackson und Stephen King" bezeichnet wird, wird man hellhörig.
Doch der Einstieg in die Geschichte der Schwestern Juli und September fiel mir ziemlich schwer. Nicht nur durch den recht eigensinnigen Namen, nein, auch an den Schreibstil musste ich mich gewöhnen. Die wörtliche Rede fällt fast komplett weg bzw. wird nicht als solche gekennzeichnet. Auch das Verhalten der beiden Schwestern ist für mich nicht ganz nachzuvollziehen. Ab der Hälfte des Buches wurde es besser. Mehr und mehr erfuhr man, was passiert ist und wie alles zusammenhängt. Das Buch hat mich trotzdem nicht richtig gefangen nehmen können und obwohl es sehr kurz ist im Vergleich zu vielen anderen, habe ich lange daran gelesen um dahinter zu steigen - Juli, September und ich sind nicht wirklich warm geworden. Der Horror ist auch eher subtiler Art, was absolut nicht schlimm ist, ich hätte es nur anders erwartet. Denn das was im Klappentext angesprochen wird, nimmt nur etwa 5 Seiten des Buches ein und ist (Spoiler) tragisch, aber nicht gruselig.
Ich werde es ein andermal noch mal versuchen - vielleicht war der Sommerurlaub auch einfach nicht das richtige Umfeld oder ich nicht für "höhere Literatur" gemacht. Es ist und bleibt aber ein spannendes Buch, das von mir solide 3,5 Sterne bekommt.

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Veröffentlicht am 22.08.2024

Weg eines Racheengels

Yoko
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Yoko ist nicht die Klischee-Frau - sie hat Metzgerin gelernt und auch als solche gearbeitet, sie kann mit Messern umgehen, trägt kein Make-Up und leitet eine Glückskeksmanufaktur. Auf einer ihrer Auslieferungsfahrten ...

Yoko ist nicht die Klischee-Frau - sie hat Metzgerin gelernt und auch als solche gearbeitet, sie kann mit Messern umgehen, trägt kein Make-Up und leitet eine Glückskeksmanufaktur. Auf einer ihrer Auslieferungsfahrten wird sie Zeugin einer grausamen Szene und danach ist nichts mehr wie zuvor. Das will Yoko so nicht hinnehmen und beschließt sich zu rächen, nichts ahnend, dass sie sich und andere damit in große Gefahr bringt.
Genauso schnörkellos wie das Cover (das im Übrigen durch seine geniale Farbgebung und eben diese Schnörkellosigkeit ins Auge sticht) ist der Text geschrieben. Er zieht den Leser in einer rasanten Geschwindigkeit durch das Geschehen - es wird kaum nach links oder rechts geschaut. Yokos Vergangenheit wird immer mal beleuchtet, ist aber nicht die Hauptsache. Es dient dazu, die Haupthandlung besser verstehen zu können. Es zeichnet ein interessantes Bild der Hauptfigur. Nebencharaktere tauchen auf, wollen Yoko helfen, aber auch sie werden größtenteils nicht näher beschrieben, was auch in Ordnung ist, denn es gibt (Achtung Spoiler!) doch einige Leichen und viel Blut in diesem Buch das den Titel Thriller zurecht trägt. Er ist nichts für schwache Nerven. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe Yokos Weg als Racheengel begleitet.
Für mich ein Lesehighlight und eine klare Leseempfehlung, wer richtige Thriller mag. 5 von 5 Sternen von mir.

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