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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2024

Spannender Umweltschutz-Krimi, bei dem mir am Ende etwas Tiefe gefehlt hat.

Der tiefste Punkt
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In der stürmischen Ostsee kentert ein Schiff mit 24 Menschen an Bord, die auf See eine Hochzeit feiern wollten. Die Seenotrettung bemerkt zuerst, dass sie Signalstörungen haben. Weder Handys noch Echolote ...

In der stürmischen Ostsee kentert ein Schiff mit 24 Menschen an Bord, die auf See eine Hochzeit feiern wollten. Die Seenotrettung bemerkt zuerst, dass sie Signalstörungen haben. Weder Handys noch Echolote funktionieren.

Eine der Trauernden ist Nina, die nicht glaubt, dass ihr bester Freund Simon auf dem Schiff war und sie glaubt, dass er ein Geheimnis hatte. Wer war Simon wirklich? Kaum sucht sie nach Antworten, geschehen seltsame Dinge, ein Einbruch, eine fleischfressende Pflanze und eine Fata Morgana von Simon und Cem. Gemeinsam mit Matthew lässt sie sich nicht beirren und nimmt für die Lösung um Simons Tod jeden Weg auf sich, auch ans andere Ende der Welt.



Das Buch ist in einem sehr schönen Schreibstil geschrieben, der einen in die unterschiedlichen Szenen mitnimmt. Diese Szenen wechseln regelmäßig zwischen Ostsee und vielen anderen Teilen der Erde, wobei sie klar gegliedert sind und eine Verwirrung unmöglich machen. Es ist sehr spannend geschrieben und man möchte das Buch kaum noch weglegen. Mehrere Pageturner runden das Bild noch ab. Man merkt, dass hier sehr gut recherchiert wurde (behaupte ich mal als Laie). Es kommt thematisch einiges über Technik vor, von dem ich zwar gar keine Ahnung habe, aber alles so gut erklärt wurde, dass es sogar ich verstanden habe :)

Am Ende hat mir leider ein Fünkchen Tiefgang gefehlt. Vielleicht durch den Klappentext oder aufgrund der spannenden Aufmachung habe ich irgendwie die Erwartung gehabt, dass es mehr um Politik, also um etwas Größeres geht. Am Ende hätte ich mir noch mehr Antworten gewünscht, wie es mit der Herde, J... und Co. weitergeht.

Aber ich habe die Hoffnung, dass es in einem weiteren Band aufgeklärt wird, der nicht minder aufregend und spannend wird! :)

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Dieses literarische Meisterwerk kann man nicht in Worte fassen. Voller Schönheit, Liebe und Trauer.

Brief an mein Kind
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Ich versuche es trotzdem.

Ada bekommt 2005 eine behinderte Tochter, Daria, der sie diesen Brief schreibt. Daria ist blind, kann nicht sprechen und sich auch überhaupt nicht bewegen. Ada beschreibt ihre ...

Ich versuche es trotzdem.

Ada bekommt 2005 eine behinderte Tochter, Daria, der sie diesen Brief schreibt. Daria ist blind, kann nicht sprechen und sich auch überhaupt nicht bewegen. Ada beschreibt ihre Gedanken und Gefühle nieder, beginnend bei der Geburt bis fast zu ihrem eigenen Tod im April 2023.

Vom ersten Satz an ist man komplett überwältigt von diesen Gefühlen, der Literatur und Poesie.

Ich habe zwar Gefühle erwartet, aber nicht, dass es jemand schafft, so viel Schönheit in aneinander gereihte, sorgsam bedachte Worte zu verpacken.

Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Jeder Satz über Erinnerungen von früher und über Gefühle von heute passt wie die Faust aufs Auge.

Geile Zeit
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Nach dem dritten Buchclub hatte ich auch endlich Erfolg und hab mich so unendlich auf die Lektüre gefreut.

Seydack beschreibt seine Erinnerungen von der friedlichen Kindheit im Dorf ohne Internet und ...

Nach dem dritten Buchclub hatte ich auch endlich Erfolg und hab mich so unendlich auf die Lektüre gefreut.

Seydack beschreibt seine Erinnerungen von der friedlichen Kindheit im Dorf ohne Internet und Ballerspiele, bis hin zur heutigen Zeit, in der wir-die ewigen Jugendlichen- endlich im Berufsleben so richtig durchstarten sollen.

Pokémon gab es damals nicht auf dem Handy, weder das eine noch das andere. Da wurden Karten gesammelt und gespielt oder man schaute es sich nach der Schule vor der Glotze an. Die Welt war schön.
Vieles wurde mir auch wieder ins Gedächtnis gerufen und oft hab ich gelacht.

Bei Seydack folgt ab dann ein Teil in seiner Jugend, der mir zu ausgiebig, zu politisch und somit zu beeinflussend war. Das zog sich bis zum Ende weiter durch und hat in meinen Augen nicht so viel Platz verdient.

Die zweite Hälfte des Buchs wird der Gemütszustand dunkler. Die Jahre der Globalisierung, Politik, Krieg und Krisen und wir mittendrin.
Als Seydack mit dem Studium fast fertig war- etwa zu Corona- hatte ich persönlich zwar schon mehr als 5 Jahre gearbeitet und der gefürchteten Lücke im Lebenslauf erfolgreich mit Auslandsaufenthalten getrotzt, aber trotz der unterschiedlichen Lebenswege fühle ich mich genauso wie er.

Seydack hat einen markanten Schreibstil, verständlich und präzise. Kurz knallt er dir alle Fakten hin. Erst später werden die Emotionen und Gedanken der heutigen Zeit in längere Sätze gepackt.
Ob Gen Z mit der Lektüre etwas anfangen kann, ist fraglich; liegt dann aber am Thema. Auf jeden Fall sollten die '90's babes' das Buch über uns lesen!

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Kindheitserinnerungen aus den 1970ern sehr schön, authentisch und lustig erzählt

Wenn die Welt nach Sommer riecht
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Siegfried- Siggi genannt- findet als Erwachsener sein altes Fotoalbum wieder und erinnert sich beim Durchblättern an das Jahr zurück, in dem es politisch einige Aufruhr gab, jeder Levis Jeans und eine ...

Siegfried- Siggi genannt- findet als Erwachsener sein altes Fotoalbum wieder und erinnert sich beim Durchblättern an das Jahr zurück, in dem es politisch einige Aufruhr gab, jeder Levis Jeans und eine Bravo! Zeitung wollte, die Lehrer ihre Macht an den Schülern demonstrierten und Siggi? Ja Siggi wollte eigentlich doch nur kochen, Karl May lesen und später dann Astronaut werden.

Dutzler erzählt sehr authentisch- beinahe wie ein Kind in einem sehr schönen bildhaften Schreibstil, der allerdings manchmal ausuferte.
Ab und an kam es mir etwas zäh vor, aber an vielen Stellen musste man schmunzeln. Zudem denke ich, dass es auch generationstechnisch von den Lesern abhängig sein kann. Die "ältere" Generation wird dieses Buch noch mehr fühlen als die Millenials und sich an ihre eigene Kinder-& Jugendzeit erinnern.

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Schöner Krimi

Signora Commissaria und der lachende Tod
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Kommissarin Giulia kehrt in ihre Heimatstadt Florenz zurück und muss gemeinsam mit Luigi und dem blinden Enzo direkt einen Serienmord aufklären. Der Täter schneidet den Opfern die Kehle auf und verpasst ...

Kommissarin Giulia kehrt in ihre Heimatstadt Florenz zurück und muss gemeinsam mit Luigi und dem blinden Enzo direkt einen Serienmord aufklären. Der Täter schneidet den Opfern die Kehle auf und verpasst ihnen ein verzerrtes Lachen für die Ewigkeit. Dabei hinterlässt er keinerlei Spuren, nur Stofftaschentücher mit den Initialen des nächsten Opfers.

Ein mysteriöser Hinweis führt Sie schließlich zu einer der einflussreichsten Familien Italiens.



Aufgrund des Covers bin ich stark von einem Cozy-Crime ausgegangen, dabei ist dem gar nicht so.

Man konnte sehr schön mitlesen und sich in die italienische Szenerie hineinversetzen. Die Ermittler waren sympathisch und die Morde interessant.

Allerdings war mir von Anfang an klar- bereits beim Besuch der Mutter des Busfahrers-, welches Motiv dahintersteckte und nach dem ominösen Anruf auch wer. Dadurch war zwar die Spannung dahin.



Das Buch enthält immer wieder zu den in der Geschichte dargestellten Speisen die passenden Rezepte um es nachzukochen- Total süß!

Außerdem scheint es bereits weitere Teile von Giulia, Luigi und Enzo zu geben, was an dieser Geschichte überhaupt keine Beeinträchtigungen darstellt.

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