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Veröffentlicht am 24.03.2017

Eine berührende Geschichte

Eine Insel im Meer
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"Eine Insel im Meer" erzählt von den Geschwistern Stefanie und Eleonore, genannt Steffi und Nelli, die 1939 aus Wien fliehen müssen, weil sie jüdisch sind.
Durch ein schwedisches Hilfswerk werden die beiden ...

"Eine Insel im Meer" erzählt von den Geschwistern Stefanie und Eleonore, genannt Steffi und Nelli, die 1939 aus Wien fliehen müssen, weil sie jüdisch sind.
Durch ein schwedisches Hilfswerk werden die beiden in zwei schwedische Familien aufgenommen, die auf einer kleinen Insel leben, bis ihre Eltern eine Einreisegenemigung für Amerika erhalten.
Während Nelli in eine wohlhabendere Familie mit weiteren Kindern kommt und sich schnell einlebt, muss Steffi alleine mit einer strengen und eher mürrischen Frau zusammenleben, deren weitaus freundlicherer Mann nur gelegentlicht nach Hause kommt.

Das Buch ist aus Steffis Sicht geschrieben und erzählt von den Schwierigkeiten und Problemen, denen sie sich stellen muss.
Steffi kämpft nicht nur mit der fremden Sprache, sondern auch mit Heimweh, Einsamkeit und ihren Erinnerungen, an die schrecklichen Dinge, die sie erlebt hat.
Immer wieder werden Erinnerungen an die Zeit in Wien eingefügt, die von der Unterdrückung der Nazis erzählen. Zudem legt sich Steffi mit der "Dorfzicke" an und wird von dieser immer wieder terrorisiert.

Ich finde das Buch gut um schon in jungem Alter einen Einblick in die Geschehnisse der Vergangenheit zu bekommen. Die Erinnerungen an die Ereignisse ihn Wien sind zwar traurig und ein wenig erschreckend, aber es werden nicht zu brutale Dinge erzählt.
Die Sprache ist zudem einfach gehalten und leicht zu lesen, und gerade Kinder bzw. Jugendliche im Alter von 12-14 Jahren können sich vermutlich gut mit der 12-jährigen Protagonistin identifizieren und so die Geschehnisse besser begreifen. Aber auch für ältere Leser ist das Buch geeignet.

Mich persönlich hat das Buch sehr berührt, da ich Steffis Gefühle und Reaktionen gut verstanden habe und mir für sie erhofft habe, dass ihre Wünsche wahr werden.
Ich bewundere ihren Mut und die Kraft, die sie hat, obwohl sie mit ihren 12 Jahren schon so viel erlebt hat und ohne ihre Eltern klarkommen muss.

Neben Steffi ist Onkel Evert definitiv mein liebster Charakter. Er bringt ihr wieder ein bisschen Sicherheit und Freude, die sie sehr gut gebrauchten kann und ist ein guter Ersatz für den Verlust ihrer Eltern.



**Spoiler**

Ich persönlich hätte gerne noch erfahren, ob die beiden Schwestern ihre Eltern wiedersehen. Da das jedoch sehr unwarscheinlich ist und das Buch eher für ein jüngeres Publikum gedacht ist, ist es vermutlich besser, dass das Ende offen geblieben ist.




Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 05.02.2017

Sehr berührend!

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...
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„Ich wollte nur, dass du noch weißt... - Nie verschickte Briefe“ ist eine Sammlung von Briefen, die an Emily Trunkos Tumblr-Blog „Dear My Blank“ gesendet und dort veröffentlicht werden.
Der Blog soll eine ...

„Ich wollte nur, dass du noch weißt... - Nie verschickte Briefe“ ist eine Sammlung von Briefen, die an Emily Trunkos Tumblr-Blog „Dear My Blank“ gesendet und dort veröffentlicht werden.
Der Blog soll eine Möglichkeit darstellen, Briefe zu veröffentlichen, in denen die eigenen Gefühle ausgedrückt werden, ohne ihn der betreffenden Person zu schicken.
Das dazugehörige Buch besteht aus einer ausgewählten Sammlung dieser Briefe, welche in verschiedene Kategorien unterteilt wurden.
Der Hintergrund jedes Briefs, sowie das Cover wurde zudem von Lisa Congdon illustriert.

Äußerlich wirkt das Buch zu Beginn schon sehr ansprechend. Es hat eine schöne Optik, sowie Haptik und wirkt, als wäre es mit einer Art Stoff überzogen. Zudem haben einige der „Tropfen“ des ringförmigen Musters, das rundherum um den Titel ist, eine glänzende Beschichtung. Das Cover insgesamt wirkt durch das Muster und die bunten Farben sehr lebendig und modern, was meiner Meinung nach gut zu den Illustrationen innerhalb des Buches, sowie zum Inhalt passt. Zudem ist ein farblich zum Einband passendes Lesezeichenband dabei.
Die Illustrationen innerhalb wiederholen sich des öfteren, sind aber unterschiedlich positioniert oder verschieden gefärbt, weshalb mich das nicht sonderlich gestört hat.

Das Buch an sich ist in Vorwort, die verschiedenen Kategorien, den Kontakt für die Briefe und die Danksagung eingeteilt.
Das Vorwort ist eine kleine Erklärung zu dem Blog und Emily Trunko selbst. Es wurde von ihr selbst geschrieben und macht Lust darauf, das Buch zu lesen.
Die Briefe beginnen mit den Kategorien „Liebes Ich“ und „An die Welt“, welche einen vielversprechenden Anfang bilden, da sie mich sofort berührt haben ich mich gut in die Absender hineinversetzten konnte. Gerade bei „An die Welt“ habe ich mich angesprochen gefühlt und war teilweise so sehr emotional gerührt, dass ich das Buch erst mal eine Weile weggelegt habe und über die Briefe nachdenken musste.
Leider ist mir das bis zu den letzten paar Kategorien nicht wieder passiert.
Es gab zwar einige sehr berührende Briefe, aber nicht so sehr, dass es mich persönlich so stark berührt hat, wie zu Beginn. Zudem waren mir die Kategorien „Freunde“ und „Familie“ zu kurz, die Kategorien die das Thema Liebe behandelten („Liebe“, Herzschmerz“ und „unerwiderte Liebe“), jedoch ein wenig zu lang. Gerade die Kategorie „Liebe“ erschien mir ein wenig zu eintönig. Ich hätte mir gewünscht die drei Liebeskategorien gemischt zu haben, wodurch es zu mehr Abwechslung gekommen wäre.
Gegen Ende wurde es dann wieder abwechslungsreicher und für mich emotional berührender.
Die Kategorie „Verrat“ hat den Anfang gemacht und war wider abwechslungsreicher.
„Verlust“ war für mich aber definitiv die emotionalste Kategorie. Die Briefe haben mich zum Nachdenken angeregt und ich musste mehrmals das Buch zu Seite legen um mich wieder zu beruhigen, da ich mehrmals so gerührt war, dass ich Weinen musste. „Danke“ hat danach für mich den perfekten Schluss gebildet. Die Briefe waren abwechslungsreich und haben mich nach der Trauer der vorherigen Kategorie wieder zum Lächeln gebracht.
Nach den Briefen sind ein paar FAQ zum Einsenden von eigenen Briefen eingefügt.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Briefe regen zum Nachdenken über sich selbst, die Freunde oder Familie oder einfach die Welt an und bringen allerlei Emotionen hervor. Einige bringen einen zum Schmunzeln, zum Lächeln, andere zum Weinen und manche rufen sogar ein wenig Wut hervor. Durch die verschieden Schreibstile der Verfasser wirken die Briefe authentisch und auch die Längen sind unterschiedlich und tragen so zur Abwechslung bei.
Generell lässt sich sagen, dass für jeden etwas dabei ist und das Buch sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Je emotionaler man jedoch ist, desto öfter sollte man sich jedoch eine Pause gönnen, da man sonst schnell emotional überfordert ist. Meine einzige Kritik ist, dass es mir persönlich zu viel um das Thema Liebe geht und ich stattdessen gerne mehr Briefe zu den anderen Themen gelesen hätte oder zu weiteren, nicht vorhanden Themen. Das Buch hat mich auf jeden Fall dazu inspiriert selber Briefe zu schreiben, da ich das für eine gute Idee halte um die eigenen Gefühle zu verarbeiten und eventuell werde ich vielleicht ein paar einsenden. Über einen zweiten Teil des Buchs mit anderen Kategorien würde ich mich auf jeden Fall freuen.

Veröffentlicht am 21.01.2017

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch
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"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" ist eine Art Prequel- Film zu der Harry Potter Serie und spielt in New York in den 1920ern. Die Idee zum Film entstand aus einem Schulbuch Harry Potters, ...

"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" ist eine Art Prequel- Film zu der Harry Potter Serie und spielt in New York in den 1920ern. Die Idee zum Film entstand aus einem Schulbuch Harry Potters, das den gleichen Namen trägt.
In "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" geht es um Newt Scamander, einen Magizoologen, der gerade nach einer langen Reise mit vielen Studien sein Buch über magische Tierwesen fertiggeschrieben hat. Seine letzte Anlaufstelle, bevor er nach Hause zurückkehrt, ist New York, wo er auf den Nichtmagier Jakob Kowalski und die Hexenschwestern Porpentina und Queenie Goldstein trifft. Durch ein Missgeschick entkommen ihm einige seiner Tierwesen, die in seinem Koffer wohnen und die vier Protagonisten machen sich auf die Suche nach ihnen. Zur gleichen Zeit wütet eine unbekannte Macht in New York und versetzt die Menschen in Schrecken.
So viel zur Handlung.
Der Film ist spannend und nimmt einen mit auf eine Reise in die magischen 20er in New York. Er hat spannende, lustige, faszinierende, traurige und erschreckende Momente und es ist für jeden Fan etwas dabei.
Das dazugehörige Drehbuch ist ein Muss für jeden, der den Film liebt. Es beinhaltet nicht nur die Story, durch die man sich wie ins Kino zurückversetzt fühlt, sondern auch wunderschöne Verzierungen, in die die verschiedenen Tierwesen eingearbeitet sind.
Ich persönliche liebe das Buch und erinnere mich damit gerne an jedes Detail des Films.