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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2017

Kurz und Knackig!

Ein Gesicht in der Menge
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Eine Kurzgeschichte mit etwas mehr als 50 Seiten im Stile einer Weihnachtsgeschichte (ohne jedoch das Thema Weihnachten anzuschneiden), in der Dave unangemeldet Besuch von bereits verstorbenen Personen ...

Eine Kurzgeschichte mit etwas mehr als 50 Seiten im Stile einer Weihnachtsgeschichte (ohne jedoch das Thema Weihnachten anzuschneiden), in der Dave unangemeldet Besuch von bereits verstorbenen Personen seiner Vergangenheit erhält.

Wie bei Kurzgeschichten so üblich ist der Einstieg in die Geschichte abrupt und sowohl Hintergrundinformationen und Aussage der Geschichte lassen Spielraum für Spekulationen.

Alles in allem ist « Ein Gesicht in der Menge » eine solide Kurzgeschichte, mit der kleinen Besonderheit, dass sich die Rahmenhandlung zu 90 Prozent mit unterschiedlichen Baseballspielen verbindet. Für Leser ohne Interesse an Baseball oder Sport kann das vielleicht dem Lesevergnügen einen kleinen Dänpfer verpassen.

Veröffentlicht am 02.02.2017

Wikipeter, Handi & Co.

Kennense noch Blümchenkaffee?
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Renate Bergmann ist eine rüstige Rentnerin, die sich mit viel Humor der modernen Zeit und ihren Veränderungen mit einer guten Portion schwarzem Humor stellt. Renate schafft die perfekte Kombination aus ...

Renate Bergmann ist eine rüstige Rentnerin, die sich mit viel Humor der modernen Zeit und ihren Veränderungen mit einer guten Portion schwarzem Humor stellt. Renate schafft die perfekte Kombination aus alt und neu, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmeb.

Wer jetzt allerdings ein richtiges Buch erwartet der wird etwas enttäuscht sein und sich auf eines der Vorgänger, wie «Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker», des Autors unter diesem Pseudonym einlassen müssen. Wer aber schon immer einmal wissen wollte, was es mit diesem berühmten Wikipeter auf sich hat, oder was genau eine Aussteuertruhe ist, der ist hier genau an der richtigen Adresse.

Für eine kurze Unterhaltung zwischendurch ist die "etwas" dünnere und lustigere Version eines Lexikon von Renate Bergmann definitiv zu empfehlen.

Veröffentlicht am 02.02.2017

19 Minuten, mehr braucht es nicht....

Neunzehn Minuten
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Eine Tragödie erschüttert die Sterling Highschool, als der siebzehnjährie Peter Houghton innerhalb von Neunzehn Minuten Rache an seinen Mitschülern nimmt. Peter muss sich für den Tod von zehn Mitschülern ...

Eine Tragödie erschüttert die Sterling Highschool, als der siebzehnjährie Peter Houghton innerhalb von Neunzehn Minuten Rache an seinen Mitschülern nimmt. Peter muss sich für den Tod von zehn Mitschülern verantworten und die Welt von Sterling ist für niemanden mehr die selbe nach diesen neunzehn Minuten.

Jodi Picoult hat mit diesem Buch ihr Feingefühl für sensible Themen abermals zu Schau gestellt und bewiesen was für eine Großartige Autorin sie ist. Es ist eine sehr emotionale und packende Geschichte, die einen nicht los lässt, auch wenn die letzte Seite längst gelesen ist.

Jodi Picoult hat es geschafft, sich auf eine sehr respektvolle Art und Weise, mit einem Thema zu befassen, das sehr sensibel ist. Die Geschichte erinnert stark an das Columbine Massacker, sie setzt allerdings an der Stelle an, an der üblicherweise das Medieninteresse nach lässt. Während der Rest der Welt bereits vergessen hat oder seine Aufmerksamkeit bereits neuen Tragödien widmet, werden in diesem Buch die Einzelschicksale und ihre Spätfolgen thematisiert.

Eine absolute Leseempfehlung, für alle die bereit sind, sich auf eine Geschichte ein zulassen, die einen auch nach dem lesen noch lange begleiten wird.

Veröffentlicht am 01.02.2017

Taschentuch Alarm!

Ein ganzes halbes Jahr
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Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes ist die wunderbare Geschichte von Lou und Will, die beispielhaft zeigt wie schön es sein kann wenn zwei Menschen ehrliche Zuneigung zueinander entwickeln, die nicht ...

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes ist die wunderbare Geschichte von Lou und Will, die beispielhaft zeigt wie schön es sein kann wenn zwei Menschen ehrliche Zuneigung zueinander entwickeln, die nicht an Vorurteile oder gesellschaftliche Konventionen geknüpft ist.

Lou und Will sind zwei sagenhaft unterhaltsame Protagonisten, die beide so lebendig sind, wie es zwei fiktive Charaktere nur sein können. Aber auch Nathan der sympathische Krankenpfleger von Will ist eine Bereicherung für die Geschichte.

Das Buch sorgt sowohl für amüsante Momente, als auch für kleine Denkanschübe, aber allem voran vermag es jedem Leser die ein oder andere Träne zu entlocken.

Ein ganzes halbes Jahr ist fast zu schön um mit Worte beschrieben zu werden. Deshalb eine klare Leseempfehlung und Kaufempfehling für eine neue Packung Taschentücher

Veröffentlicht am 25.01.2017

Nichts für schwache Nerven

Die Chemie des Todes
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In die Chemie des Todes thematisiert Simon Beckett einen ehemaligen forensichen Anthropologen, der sich aufgrund seiner Schicksalsreichen Vergangenheit als Landarzt nach Manham zurück zieht. Manham ist ...

In die Chemie des Todes thematisiert Simon Beckett einen ehemaligen forensichen Anthropologen, der sich aufgrund seiner Schicksalsreichen Vergangenheit als Landarzt nach Manham zurück zieht. Manham ist nicht mehr als ein Dorf und so charmant seine Bewohner auch manchmal sein mögen Fremde und Zugezogene sind nicht besonders gerne gesehen. Hinter der Fassade des langweiligen und vorallem sicheren Städtchens steckt allerdings ein düsteres Geheimnis.

Noch nie hat jemand den Verwesungsprozess des Menschen oder auch des Tieres so schaurig schön in Worte fassen können. Die Chemie des Todes besticht von den ersten Seiten an weniger durch seinen Protagonisten David Hunter, noch durch den Ort des Geschehens. Viel überzeugender ist der grandiose Schreibstil von Simon Beckett, dieser allein würde für eine klare Leseempfehlung sprechen.

An stilistischen Mitteln und geschickt eingebauten Perspektivwechseln fehlt es nicht im geringsten. Allein daran gemessen ist Simon Beckett hier ein Meisterwerk gelungen, allerdings kann der Schreibstil alleine nicht über einen etwas zähen Handlungsfluss hinweg sehen lassen.

Die ersten 80/90 Seiten plätschern dahin ohne das man schon richtig in die Geschichte abgetauscht ist. Es fällt schwer David Hunter als Protagonisten direkt ins Herz zu schließen. Diverse Handlungen, aber auch Entwicklungen der Geschichte, insbesondere am Ende, wirken gestellzt. Die emotionale Entwicklung des forensichen Anthropologen ist mit unter ein Prozess der mehr Aufmerksamkeit gebraucht hätte.

Es braucht zwar einige Zeit sich mit David Hunter anzufreunden, es lohnt sich aber und es gibt ja bereits vier Folgebände um den sympathischen Leichenflüsterer noch richtig kennen zu lernen.