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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2024

Niveauvoller, humorvoller Krimi, der auf einem Campingplatz spielt

Mord im Himmelreich
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Dieser Krimi hat mich aufs Angenehmste überrascht, denn Titel und Cover deuteten eher auf eine sehr seichte Story hin, was aber definitiv nicht der Fall ist. Der Name des Autors, den ich von seinen super ...

Dieser Krimi hat mich aufs Angenehmste überrascht, denn Titel und Cover deuteten eher auf eine sehr seichte Story hin, was aber definitiv nicht der Fall ist. Der Name des Autors, den ich von seinen super tollen Thrillern, kenne, hat mich jedoch dazu verleitet dieses Buch zu lesen und ich bin sehr gut unterhalten worden.
Der in den Ruhestand getretende Schauspieler Björn Kupernikus macht mit seinem alten Wohnmobil auf dem Campingplatz Himmelreich Rast und bevor er diesen näher erkunden kann, rettet er einen Hund von einem Stand Up Paddle Board aus dem Wasser. Damit ist er mitten in einem Mordfall, denn unter dem Board befindet sich eine Leiche. Mit Annabelle Schäfer, die in der Nähe des Campingplatzes wohnt und die mit ihren Rufen Kupernikus veranlasst hat, den Hund zu retten, beginnt er seine eigenen Ermittlungen anzustellen. Zu gerne hätte er als Schauspieler mal einen Kommissar gespielt, aber dies ist nie geschehen und so ist er jetzt in seinem Element. Der "richtige" Kommissar Fass will erst keine Hilfe annehmen.
Der Schreibstil ist super unterhaltsam, wobei ich fast bis zum Schluss keine Ahnung hatte, wer der/die Mörder/in ist und auch da Motiv auch lange unklar war. Ich finde den Mix der ganz unterschiedlichen Menschen mit ihren "Macken", die auf dem Campingplatz zusammentreffen äußerst gelungen, denn es ist ein Abbild vom Durchschnitt der Gesellschaft wie unter einer Lupe betrachtet. Der Autor schafft es, während ich noch schmunzeln muss, ernste Themen wie Immobilienhaie oder reißerische Medienberichte unterzubringen sowie durch den intensiven Gebrauch von Jugendsprache. Sprache allgemein oder die überzogene Darstellung von Äußerlichkeiten mir als Leser den Spiegel vorzuhalten, in dem er meine Gedanken entlarvt und meine eigenen Vorurteile.
Ich bin jetzt schon gespannt auf einen weiteren Fall mit den facettenreichen Protagonisten, Pinguin, dem Hund und dem Umfeld auf dem Campingplatz.
Unterhaltsamer, niveauvoller Krimi und dafür gibt es fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Insgesamt spannend und interessant

Blutbuße
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In einem Hotel im Bergdorf Are wird Charlotte Wretlind brutal ermordet. Sie hatte vor das Grundstück, auf dem ein altes Hotel steht, in dem sie schon ihren Winterurlaub als Kind verbracht hat, mit einer ...

In einem Hotel im Bergdorf Are wird Charlotte Wretlind brutal ermordet. Sie hatte vor das Grundstück, auf dem ein altes Hotel steht, in dem sie schon ihren Winterurlaub als Kind verbracht hat, mit einer riesigen Neuanlage zu bebauen. Dies machte sie nicht beliebt, sowie sie auch menschlich nicht unbedingt sympahtisch herüberkam. Der Frage, wer sie ermordet hat und was das Motiv ist, dem gehen die Ermittler Hanna, Daniel und Anton nach.
Die Autorin ließ die gigantische schneebedeckte Bergwelt vor meinen Augen entstehen und es schauderte mich vor Kälte aber auch bei den Ermittlungen bzw. den Geschehnissen. Die Erzählungen wechseln ständig zwischen Gegenwart, Vergangenheit sowie auch wechselweise aus dem Fokus der unterschiedlichen Protagonisten erzählt wird. Der Cut kommt stets unvermittelt und nimmt an diesen Stellen Tempo aber auch manchmal die Spannung aus der Geschichte, da sich vieles, geschätzt die Hälfte, auch um das Privatleben der Personen geht. Ich mag es sehr, dass die private Geschichte der Ermittler weitererzählt wird, aber dieses Mal war mir einiges davon zu auschweifelnd erzählt, ohne das es die Geschichte für mich bereicherte. Vier Sterne!

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Bezaubernder Roman mit Romantik und Weihnachtsfeeling, der jedoch realitätsnah sich auch mit Familienproblemen beschäftigt

Christmas Cake und Glitzerschnee
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Jenny , 33 Jahre, deren Eltern sich getrennt haben, als sie gerade erwachsen war, reist in der Vorweihnachtszeit berufsbedingt nach Edinburgh. Selber kann sie dieser Zeit und Weihnachten insbesondere nichts ...

Jenny , 33 Jahre, deren Eltern sich getrennt haben, als sie gerade erwachsen war, reist in der Vorweihnachtszeit berufsbedingt nach Edinburgh. Selber kann sie dieser Zeit und Weihnachten insbesondere nichts abgewinnen, da in ihrer Familie dieses Fest nicht mehr gefeiert wird. Eine Nachbarin ihres Vaters, der noch immer in der elterlichen Wohnung lebt, steckt ihr die Adresse ihrer Großmutter in Schottland zu. Sie hat ihre Großmutter nie kennengelernt , da ihr Vater keinen Kontakt zu ihr hat und sie ihn verlassen hat.

Als Jenny in Edinburgh ankommt, kann sie den Lärm und den weihnachtlichen Rummel weder im Hotel noch in der Stadt ertragen und beschließt deswegen, sich mal wenigsten von außen anzuschauen, wo ihre Großmutter lebt. Der Mann im Garten des betreffenden Hauses denkt, dass sie ihre Großmutter Ingrid ist und diese öffnet daraufhin die Tür und begrüßt Jenny voller 'Freude.

Jenny ist völlig perplex und versucht zu begreifen, wie die böse Mutter mit der liebevoll und fürsorglichen Großmutter Ingrid in Einklang zu bringen ist. Sie fühlt sich wohl bei der Großmutter und John, wobei sie dort auch auf den gleichaltrigen Callum, den Enkel von John trifft, der Weihnachten liebt. Mit Callum taucht sie in die Weihnachtswelt von Edinburgh ein und lernt viele schottische Bräuche kennen.

Die Autorin Ursi Breidenbach hat mich mit ihrem Roman völlig verzaubert. Sie schildert mit Liebe zum Detail das Geschehen und die Gedanken, Gefühle von Jenny. Ich konnte mich nicht nur in sie besonders gut hineinversetzen, sondern auch in die Großmutter Ingrid. Selber habe ich mich schockverliebt in den Schotten Callum, der so ein großartiger, fürsorglicher, liebevoller, humorvoller Mensch ist, was sich auch im Umgang mit seinem Großvater zeigt. Appetit bekam ich auf Weihnachtskekse ebenso wie Lust bald welche zu backen. Neben der Familengeschichte und der Erklärung, warum der Sohn keinen Kontakt zu seiner Mutter hatte, ist mir die Szene, in der Ingrid ihrer Enkelin einen Stern zeigt, den Jennys Vater als Kind gebastelt hat, besonders zu Herzen gegangen, ebenso wie das Puppenhaus, was dem Haus der Großmutter nachempfunden ist. Mehr möchte ich nicht verraten, deswegen unbedingt selber lesen. Fünf Sterne für einen bezaubernden Weihnachtsroman.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Gefühlvoller Roman mit Tiefenwirkung

Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben
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Ella hat beschlossen zu erkunden, wie es ist ein Jahr lang in einem Tinyhouse in einer Siedlung von Tinyhäusern zu wohnen. Dies will sie als Journalistin dokumentieren und filmen bzw. in einer Reportage ...

Ella hat beschlossen zu erkunden, wie es ist ein Jahr lang in einem Tinyhouse in einer Siedlung von Tinyhäusern zu wohnen. Dies will sie als Journalistin dokumentieren und filmen bzw. in einer Reportage verarbeiten. Da ihre Söhne beide gerade aus dem Haus ausgezogen sind, ihr Mann sich von ihr getrennt hat und das gemeinsame Haus nun verkauft worden ist, muss Ella sich sowieso verkleinern und dies macht sie nun aus beruflichen Gründen radikal.
Die Bewohner der Tinyhaussiedlung stehen ihr zunächst eher skeptisch gegenüber und Ella selbst hat nicht geahnt, wie es ist beengt zu wohnen, wenn zudem bei ihrem Einzug im November auch der Ofen nicht gut funktioniert. Erwchwerte Bedingungen, doch mit der Zeit lernt Ella die Bewohner näher kennen und ihren einen Nachbarn findet sie sehr interessant. Geht da mehr? Während Ellas Hormone mit ihr Achterbahnfahren, passieren einige kleine, mittlere und große Katastrophen.
Zu Beginn hat mich der Roman wegen der Thematik Tiny House und sich von Dingen trennen müssen, sehr interessiert. Leider fand ich den Einstieg dahingehend eher oberflächlich und auch so plätscherte die Story für mich eher dahin.. Doch dann erfahre ich immer mehr von den anderen Bewohnern und auch von Ella bzw. dem gesamten Leben in der Siedlung. Es passiert vieles, was mich sehr berührt hat. Zwischesndurch hatte ich Tränen in den Augen und den Tiefgang den der Roman entwickelt, hat mich überrascht. und positiv - trotz dramatischer Szenen - gepackt. Glücklicherweise gab es bei aller Dramatik und Ernsthaftigkeit, dann auch noch "Liebe" sowie humorvolle , sprachliche Einlagen und die haben den Roman abgerundet.
Ich freue mich jetzt schon auf weitere Romane der Autorin.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Sehr empfehlenswertes Bilderbuch

Wer hat von meinem Keks genascht?
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Mich hat das Cover sofort positiv angesprochen. Im Buchinneren ziehen mich die wunderschön gestalteten Bilder mit Liebe zu kleinen Details dann in ihren Bann. Der Igel will der Frage nach gehen, wer von ...

Mich hat das Cover sofort positiv angesprochen. Im Buchinneren ziehen mich die wunderschön gestalteten Bilder mit Liebe zu kleinen Details dann in ihren Bann. Der Igel will der Frage nach gehen, wer von dem für ihn bestimmten Keks genascht hat. Dazu sucht er die Tiere in seiner Umgebung auf, um anhand des Gebissabdrucks im Keks den "Täter" zu finden. Die Tiere beißen alle voller Genuss in den Keks, der dabei immer kleiner wird. Wir haben fleißig mitgerätselt und sind von der Auflösung am Ende sehr überrascht gewesen. Die Botschaft der Geschichte ist jedoch eine andere, als die den Täter zu bestrafen o.ä., denn teilen schafft Gemeinschaft, gute Gefühle,....aber auch die Erkenntnis, dass durch die Verdächtigungen der Igel weniger für sich behalten hat und die Suche eigentlich unwichtig ist.Sprachlich ist das Buch auch hervorragend und das Vorlesen macht Spaß. Der Weitergang der Geschichte erschließt sich auch ohne den Text und regt die Kinder zum eigenen Erzählen an. So kann der Vorlesende je nach Kind Textpassagen auch weglassen. Das Bilderbuch bietet viele Botschaften und jedes Kind wird einen anderen Aspekt der Story wichtiger finden. Auf jeden Fall ein tolles Buch, was uns begeistert hat. Anschließend haben wir noch durch das im Buch abgedruckt Plätzchenrezept, die Kekse selber gebacken. Sehr lecker, ein großer Spaß und von uns fünf Sterne!

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