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Veröffentlicht am 11.10.2024

Bezaubernder Roman mit Romantik und Weihnachtsfeeling, der jedoch realitätsnah sich auch mit Familienproblemen beschäftigt

Christmas Cake und Glitzerschnee
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Jenny , 33 Jahre, deren Eltern sich getrennt haben, als sie gerade erwachsen war, reist in der Vorweihnachtszeit berufsbedingt nach Edinburgh. Selber kann sie dieser Zeit und Weihnachten insbesondere nichts ...

Jenny , 33 Jahre, deren Eltern sich getrennt haben, als sie gerade erwachsen war, reist in der Vorweihnachtszeit berufsbedingt nach Edinburgh. Selber kann sie dieser Zeit und Weihnachten insbesondere nichts abgewinnen, da in ihrer Familie dieses Fest nicht mehr gefeiert wird. Eine Nachbarin ihres Vaters, der noch immer in der elterlichen Wohnung lebt, steckt ihr die Adresse ihrer Großmutter in Schottland zu. Sie hat ihre Großmutter nie kennengelernt , da ihr Vater keinen Kontakt zu ihr hat und sie ihn verlassen hat.

Als Jenny in Edinburgh ankommt, kann sie den Lärm und den weihnachtlichen Rummel weder im Hotel noch in der Stadt ertragen und beschließt deswegen, sich mal wenigsten von außen anzuschauen, wo ihre Großmutter lebt. Der Mann im Garten des betreffenden Hauses denkt, dass sie ihre Großmutter Ingrid ist und diese öffnet daraufhin die Tür und begrüßt Jenny voller 'Freude.

Jenny ist völlig perplex und versucht zu begreifen, wie die böse Mutter mit der liebevoll und fürsorglichen Großmutter Ingrid in Einklang zu bringen ist. Sie fühlt sich wohl bei der Großmutter und John, wobei sie dort auch auf den gleichaltrigen Callum, den Enkel von John trifft, der Weihnachten liebt. Mit Callum taucht sie in die Weihnachtswelt von Edinburgh ein und lernt viele schottische Bräuche kennen.

Die Autorin Ursi Breidenbach hat mich mit ihrem Roman völlig verzaubert. Sie schildert mit Liebe zum Detail das Geschehen und die Gedanken, Gefühle von Jenny. Ich konnte mich nicht nur in sie besonders gut hineinversetzen, sondern auch in die Großmutter Ingrid. Selber habe ich mich schockverliebt in den Schotten Callum, der so ein großartiger, fürsorglicher, liebevoller, humorvoller Mensch ist, was sich auch im Umgang mit seinem Großvater zeigt. Appetit bekam ich auf Weihnachtskekse ebenso wie Lust bald welche zu backen. Neben der Familengeschichte und der Erklärung, warum der Sohn keinen Kontakt zu seiner Mutter hatte, ist mir die Szene, in der Ingrid ihrer Enkelin einen Stern zeigt, den Jennys Vater als Kind gebastelt hat, besonders zu Herzen gegangen, ebenso wie das Puppenhaus, was dem Haus der Großmutter nachempfunden ist. Mehr möchte ich nicht verraten, deswegen unbedingt selber lesen. Fünf Sterne für einen bezaubernden Weihnachtsroman.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.10.2024

Gefühlvoller Roman mit Tiefenwirkung

Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben
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Ella hat beschlossen zu erkunden, wie es ist ein Jahr lang in einem Tinyhouse in einer Siedlung von Tinyhäusern zu wohnen. Dies will sie als Journalistin dokumentieren und filmen bzw. in einer Reportage ...

Ella hat beschlossen zu erkunden, wie es ist ein Jahr lang in einem Tinyhouse in einer Siedlung von Tinyhäusern zu wohnen. Dies will sie als Journalistin dokumentieren und filmen bzw. in einer Reportage verarbeiten. Da ihre Söhne beide gerade aus dem Haus ausgezogen sind, ihr Mann sich von ihr getrennt hat und das gemeinsame Haus nun verkauft worden ist, muss Ella sich sowieso verkleinern und dies macht sie nun aus beruflichen Gründen radikal.
Die Bewohner der Tinyhaussiedlung stehen ihr zunächst eher skeptisch gegenüber und Ella selbst hat nicht geahnt, wie es ist beengt zu wohnen, wenn zudem bei ihrem Einzug im November auch der Ofen nicht gut funktioniert. Erwchwerte Bedingungen, doch mit der Zeit lernt Ella die Bewohner näher kennen und ihren einen Nachbarn findet sie sehr interessant. Geht da mehr? Während Ellas Hormone mit ihr Achterbahnfahren, passieren einige kleine, mittlere und große Katastrophen.
Zu Beginn hat mich der Roman wegen der Thematik Tiny House und sich von Dingen trennen müssen, sehr interessiert. Leider fand ich den Einstieg dahingehend eher oberflächlich und auch so plätscherte die Story für mich eher dahin.. Doch dann erfahre ich immer mehr von den anderen Bewohnern und auch von Ella bzw. dem gesamten Leben in der Siedlung. Es passiert vieles, was mich sehr berührt hat. Zwischesndurch hatte ich Tränen in den Augen und den Tiefgang den der Roman entwickelt, hat mich überrascht. und positiv - trotz dramatischer Szenen - gepackt. Glücklicherweise gab es bei aller Dramatik und Ernsthaftigkeit, dann auch noch "Liebe" sowie humorvolle , sprachliche Einlagen und die haben den Roman abgerundet.
Ich freue mich jetzt schon auf weitere Romane der Autorin.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 07.10.2024

Sehr empfehlenswertes Bilderbuch

Wer hat von meinem Keks genascht?
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Mich hat das Cover sofort positiv angesprochen. Im Buchinneren ziehen mich die wunderschön gestalteten Bilder mit Liebe zu kleinen Details dann in ihren Bann. Der Igel will der Frage nach gehen, wer von ...

Mich hat das Cover sofort positiv angesprochen. Im Buchinneren ziehen mich die wunderschön gestalteten Bilder mit Liebe zu kleinen Details dann in ihren Bann. Der Igel will der Frage nach gehen, wer von dem für ihn bestimmten Keks genascht hat. Dazu sucht er die Tiere in seiner Umgebung auf, um anhand des Gebissabdrucks im Keks den "Täter" zu finden. Die Tiere beißen alle voller Genuss in den Keks, der dabei immer kleiner wird. Wir haben fleißig mitgerätselt und sind von der Auflösung am Ende sehr überrascht gewesen. Die Botschaft der Geschichte ist jedoch eine andere, als die den Täter zu bestrafen o.ä., denn teilen schafft Gemeinschaft, gute Gefühle,....aber auch die Erkenntnis, dass durch die Verdächtigungen der Igel weniger für sich behalten hat und die Suche eigentlich unwichtig ist.Sprachlich ist das Buch auch hervorragend und das Vorlesen macht Spaß. Der Weitergang der Geschichte erschließt sich auch ohne den Text und regt die Kinder zum eigenen Erzählen an. So kann der Vorlesende je nach Kind Textpassagen auch weglassen. Das Bilderbuch bietet viele Botschaften und jedes Kind wird einen anderen Aspekt der Story wichtiger finden. Auf jeden Fall ein tolles Buch, was uns begeistert hat. Anschließend haben wir noch durch das im Buch abgedruckt Plätzchenrezept, die Kekse selber gebacken. Sehr lecker, ein großer Spaß und von uns fünf Sterne!

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 30.09.2024

Eine Story, die sehr spannend ist und nachdenklich stimmt

Who's to blame - Direkt, brutal, realitätsnah: ein spannender Jugendthriller über ein brandaktuelles Thema
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n diesem Buch geht es um eine spezielle Art von "Amoklauf" an einem Gymnasium, denn nicht ein Schüler ist Täter sondern der Deutsch-LK- Lehrer nimmt die Teilnehmer seines Kurses als Geiseln im Klassenzimmer ...

n diesem Buch geht es um eine spezielle Art von "Amoklauf" an einem Gymnasium, denn nicht ein Schüler ist Täter sondern der Deutsch-LK- Lehrer nimmt die Teilnehmer seines Kurses als Geiseln im Klassenzimmer und bedroht sie mit einer Waffe. Von Amokläufen an Schulen habe ich in der Presse schon häufiger gehört oder gelesen, was mir Sorge bereitet. In diesem Fall ist nun der Lehrer der Täter bzw. auch Opfer. Die Autorin Silke Heimes lässt mich einerseits in die Welt im Klassenzimmer eintauchen, in dem sie den Fokus abwechseln auf einzelne Schüler legt und mich an ihren Gedanken, Gefühlen und Beschreibungen des Geschehens aus deren Sicht teilhaben lässt. Zu 'Beginn des Kapitels wird mit Uhrzeit, Ort und Name der Person mir stets gezeigt, wo ich bin im Klassenraum oder außerhalb, denn hier befinden sich im Laufe der Zeit andere Personen u.a. die Polizei ein und auch aus deren Sicht wird diese Situation geschildert. Zudem gibt es zu Beginn einen Sitzplan, der als Bild immer wieder vorangestellt wird, wenn sich die Situation im Raum ändert. Mir gefällt insgesamt die optische Gestaltung des Buches , sei es durch unterschiedliches Schriftbild und -größe sowie des Raumplanes oder Darstellung der Überschrift. Die kurzen Kapitel unterstreichen die Dramatik des Geschehens.

Anders als ich erwartet habe, ist der Lehrer Moritz Brandl keine unsympathische Figur, ebenso wenig wie irgendeiner aus der Schülerschaft. Der Lehrer möchte Gerechigkeit und wissen, wer hinter dem steckt, was ihn in eine Krise gestürzt hat. Durch Fragen, die er als Spielrunden gestaltet, will er diejenigen "aussieben", die er gehen lassen will. Die Fragen bzw. Antworten haben es in sich und offenbaren viel Privates auf beiden Seiten. Ich lerne die Menschen hinter den Namen kennen. Mehr möchte ich zum Fortgang der Geschichte nicht verraten, jedoch es tun sich Abgründe auf. Das Besondere an der Geschichte ist jedoch auf jeden Fall die Gemeinschaft, die innerhalb des Kurses der zusammengewürfelten Menschen entsteht.

Es handelt sich um einen Roman für Jugendliche ab 14 Jahre, doch möchte ich den Roman/Thriller insbesondere den Erwachsenen ans Herz legen, die mit Kindern und Jugendlichen privat oder beruflich zu tun haben. Die Frage, die sich für mich am Ende stellt, was können wir als Gesellschaft bzw. als einzelne Person tun, damit weder Schüler noch Lehrer eine Waffe zücken, weil sie meinen sich in ausweglosen Situationen zu befinden. Wie verhalten wir uns deeskalierend?

Der Autorin ist es sehr wichtig gewesen ganz unterschiedliche Menschen sowie ihre Probleme oder ihren Alltag darzustellen und für Verständnis aller zu werben, was ihr gut gelungen ist. Gendergerechte Sprache ist ihr ein besonderes Anliegen, was sie mir an einigen Stellen zu " intensiv" umgesetzt hat. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass die Story aufgrund vieler Themen (Krankheiten, Alkoholsucht, Misshandlung, Identitätsfindung, Trauer, sexuelle Orientierung, Suizid.....) manchmal überfrachtet auf mich wirkt.

Trotz meiner Kritikpunkte ist der Roman/Thriller für mich absolut herausragend und er sollte nicht alleine gelesen werden sondern unbedingt in Schulen/Elternhäusern etc. besprochen werden, denn alleingelassen sollte mit den Problematiken keiner.

Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 25.09.2024

Ein schönes Vorlesebuch für Sams-Fans

Das Sams 12. Das Mini-Sams ist weg
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In diesem Buch geht es um das Mini-Sams, das durch ein Loch in der Mauer ausbüchst, um zu erfahren wie die Welt auf der anderen Seite aussieht.Ich bin vor vielen Jahren durch meine Kinder Fan der Reihe ...

In diesem Buch geht es um das Mini-Sams, das durch ein Loch in der Mauer ausbüchst, um zu erfahren wie die Welt auf der anderen Seite aussieht.Ich bin vor vielen Jahren durch meine Kinder Fan der Reihe geworden, aber habe sie ein wenig aus den Augen verloren und habe mich zwar an einige der Figuren sowie ihre Besonderheiten sofort erinnert, aber die riesengroße Begeisterung, die ich für die älteren Bücher hatte, ist bei mir leider nicht aufgekommen. Ich habe das Buch einem Kind vorgelesen, was die anderen Bücher nicht kannte und es fand die Figuren zwar toll, aber mit dem Text taten wir uns beide stellenweise schwer. Also von uns volle Punktzahl für die Illustrationen - super!!! - , aber die Story an sich hat uns nur bedingt überzeugt, obwohl der Autor Paul Maar wieder geniale Einfälle hatte, denn das "Beamen" von der Sams-Welt in die Welt von Taschenbier, Rotkohl und Mon war witzig etc.

3,5 Sterne aufgerundet 4 Sterne!

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