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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2023

Wer ist der "Erlöser"?

Totenlichter
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Die Polizeipsychologin Anna Wasmuth erhält in ihrer neuen Wohnung unerwünschten Besuch, der eine Nachricht hinterlässt. Ihr Kollege Jan Nygard, den sie zu sich ruft, nimmt daraufhin die Ermittlungen bei ...

Die Polizeipsychologin Anna Wasmuth erhält in ihrer neuen Wohnung unerwünschten Besuch, der eine Nachricht hinterlässt. Ihr Kollege Jan Nygard, den sie zu sich ruft, nimmt daraufhin die Ermittlungen bei einem Selbstmord einer Frau auf, die in einer Kirche von der Empore gesprungen ist. Rasch wird klar, dass der Suizid keiner war und Verbindungen zu anderen "Selbstmorden" tauchen auf.
Gebannt habe ich die Ermittlungen verfolgt ebenso wie ich immer wieder Einblicke in die Gedankenwelt des Täters und anderer Personen erhielt. Anna und Jan hätte ich manches Mal gerne an die Hand genommen, um sie vor unüberlegten Verhalten zu schützen. Bei beiden würde ich gerne noch mehr über ihr Privatleben erfahren, insbesondere da in meinen Augen die unbekannte Vergangenheit von Jans Vater meine Neugierde weckt. Die Lösung des Falls selber hat mich überrascht - sehr gut! Fünf Sterne!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 16.09.2023

Eher düster und furchteinflößend als magisch

Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1)
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Das Cover und der Titel des Buches haben mich sofort positiv angesprochen und ich habe mich auf ein magisches Abenteuer voller, Freundschaft, Mut und Büchermagie, sowie es der Text auf der Rückseite des ...

Das Cover und der Titel des Buches haben mich sofort positiv angesprochen und ich habe mich auf ein magisches Abenteuer voller, Freundschaft, Mut und Büchermagie, sowie es der Text auf der Rückseite des Buches verkündet, gefreut. Während der Einstieg in die Story mir sehr gut gelang und ich die Geschichte noch magisch als spannend fand, wurde sie in meinen Augen dann immer verwirrender und es fiel mir immer schwerer ihr zu folgen. Ich hatte Schwierigkeiten die vielen Figuren einzuordnen und mir sie vorzustellen. Wer ist gut und wer ist böse? Wer lebt in der Gegenwart und wer kommt aus der Vergangenheit? Den Schrecken, den der der Diktator verbreitet, ist grauenvoll ebenso wie die Gewalt. Mich erinnerte einiges wie der Umgang mit Bücher und Kunst, die zerstört wurde, sowie allgemein die Behandlung der Menschen an grausige Ereignisse aus der Vergangenheit, aber leider auch un der Gegenwart. Das gelungene Ende konnte mich nicht über die insgesamt sehr grausame Story hinwegtrösten. Das empfohlene Lesealter von elf Jahre empfinde ich als zu niedrig angesetzt und würde es bei 13 Jahren ansetzen. Zwei Sterne

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Veröffentlicht am 16.09.2023

Sehr empfehlenswerter Roman

Kein guter Mann
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Der fast 60zigjähre Postbote Walter ist ein zuverlässiger Mann, der sehr regelkonform seine Arbeit ausführt, doch leider fehlt es ihm so scheint es an Einfühlungsvermögen und Humor. So gestaltet sich das ...

Der fast 60zigjähre Postbote Walter ist ein zuverlässiger Mann, der sehr regelkonform seine Arbeit ausführt, doch leider fehlt es ihm so scheint es an Einfühlungsvermögen und Humor. So gestaltet sich das kollegiale Miteinander und der Umgang mit den Kunden manches Mal schwierig. So kommt es, dass er in die Christkindfiliale nach Engelskirchen strafversetzt wird. Hier bekommt er den außergewöhnlichen Brief des 10jährigen Ben zu lesen, der an Gott an einen Brief geschrieben hat und sich keine materiellen Dinge sondern Hilfe wünscht. Walter will dem Jungen helfen, versucht in die Rolle von Gott zu schlüpfen und offenbart dabei eine ganz andere längst vergessene Seite seiner Persönlichkeit.

Zunächst hat der Roman bzw. die Rolle von Walter mich an die Figur des Ove aus dem Roman "Ein Mann namens Ove" erinnert, was mich sofort für Walter eingenommen hat. Auch wenn Walter zu Beginn vielleicht eher ein wenig unsympathisch herüberkommt, ahne ich da schon, dass eine Geschichte hinter seinem Verhalten steckt. Diese Story deckt der Autor in Rückblenden auf und so lerne ich den Teenager Walter kennen, sein Leben und seine Träume sowie das, was dann passiert ist und ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er geworden ist.

Ich mochte es, dass mir/ uns der Spiegel vorgehalten wird, was für Folgen unser Handeln hat, wenn wir voreilig über jemanden urteilen. Im digitalen Zeitalter, wo sich Nachrichten sehr schnell verbreiten und Meinungen gepusht werden, gewinnt dies zusätzlich an Brisanz. Die Entwicklung der Figuren habe ich voller Neugierde verfolgt und konnte mich gut in sie einfinden. Walter ist eine sehr facettenreiche Figur und zugleich ein tragischer Held in meinen Augen. Den Humor, die Intelligenz sowie die Empathie des Autors bezüglich Namensgebung, Beschreibungen und Dialogen fand ich grandios, denn so entschärfte er selbst sehr dramatische, tragische und traurige Situationen - wobe er manchmal einfach dies durch Schaffen von Sachlichkeit tat. Ein Roman , der mindestens fünf Sterne verdient hat. Ganz großes Kino der leisen Töne!


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Veröffentlicht am 13.09.2023

Humorvolle Story mit wunderschönen Illustrationen

Nelly & Düse – Ein Schwein zieht Leine
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In den Stadtteil, in dem Nelly (Zweitklässlerin) mit ihrer Familie und ihrem Jack Russell Terrier namens Düse wohnt, ist der aus dem Fernsehen bekannte Hundetrainer Lorenzo Spitzo gezogen. Da Nellys Nachbarin ...

In den Stadtteil, in dem Nelly (Zweitklässlerin) mit ihrer Familie und ihrem Jack Russell Terrier namens Düse wohnt, ist der aus dem Fernsehen bekannte Hundetrainer Lorenzo Spitzo gezogen. Da Nellys Nachbarin Berta ebenso wie Nelly und ihr gleichaltriger Freund Max auch Fan von Lorenzo Spitzo ist und ihre Königspudeldame Cinderella ebenso wie Düse dringend erzogen werden müsste, beschließen die Drei Lorenzo aufzusuchen. Der Hundetrainer entpuppt sich als Schweinebesitzer, sieht anders aus als im Fernsehen, aber es wird ein höchst vergnügliches Treffen. Die Story ist in einer angenehmen Schriftgröße gedruckt, hat kurze Kapitel und wird durch sehr ansprechende Illustrationen bereichert. Der Schreibstil ist unterhaltsam und die Kinder, denen ich die Geschichte vorgelesen habe bzw. wie uns mit dem Lesen abgewechselt haben, waren begeistert. Das Buch eignet sich zum Vorlesen für Kinder im Vorschulalter und für Grundschüler zum Selberlesen bzw zum gemeinsamen Lesen. Fünf Sterne😁👍

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Veröffentlicht am 13.09.2023

Ein sehr berührender Roman über das Leben der Hinterbliebenen nach einem Femizid

Warum wir noch hier sind
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Der Roman erzählt auf 218 Seiten die Geschichte der Menschen, die nach einem Femizid zurückbleiben und weiterleben "müssen". In dem Roman wird die 14jährige Etty kurz vor ihrem Zuhause ermordet und während ...

Der Roman erzählt auf 218 Seiten die Geschichte der Menschen, die nach einem Femizid zurückbleiben und weiterleben "müssen". In dem Roman wird die 14jährige Etty kurz vor ihrem Zuhause ermordet und während die Polizei noch im Dunklen tappt, steht die Mutter Heide kurz vor einem Zusammenbruch. Zum Glück kümmern sich ihre zwei Freundinnen rührend um sie.Während sie gemeinsam sich Bilder von Etty anschauen, Heide vom Bürokratiekram, der im Todesfall fällig wird, fast überrollt wird und gleichzeitig dies mit Präzision erledigt, steht die gute Freundin - die Ich-Erzählerin - des Romans auch kurz vorm Zusammenbrechen. Für sie war Etty, bei deren Geburt sie dabei war, quasi auch eine Art Tochter und sie will unbedingt stark sein und funktionieren für Heide, aber auch für ihre Großmutter, der es gesundheitlich immer schlechter geht und die ihren Mann vor einiger Zeit beerdigen musste.

Selten habe ich so gefühlt hautnah mitbekommen wie Menschen mit dem gewaltsamen Tod überhaupt mit Verlusten umgehen. Ich selber weiß von mir, dass ich nicht so eine gute Freundin bin, aber gerne gewesen wäre bzw. wäre. Heide nimmt die Hilfe ihrer Freundinnen an und die Freundinnen bilden ein starkes Team. Trotz des furchtbaren Todes der Teenagerin, der Tochter, und all der Trauer, die hoffentlich irgenwann weniger wiegen wird, wie die Autorin es sehr philosophisch ausdrückt und zugleich ihre Zweifel hat, so zeigt sie auch den Zusammenhalt der Freundinnen, was etwas positives ist.

Dieser Roman ist wichtig, denn er beschäfigt sich mit dem wichtigen Thema des Femizids und der Tatsache, dass jeden dritten Tag eine Frau durch einen Mann stirbt. Zurückbleiben immer Menschen, die es nicht fassen können und deren Leben sich für immer verändert hat.

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