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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2022

Rennen beeinflusst das Leben

Ghost
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Castle Cranshaw wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter in einer ärmlichen, sozial schwachen, Gegend auf. Probleme und Auseinandersetzungen in der Schule bestimmen seinen Alltag. Per Zufall beobachtet ...

Castle Cranshaw wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter in einer ärmlichen, sozial schwachen, Gegend auf. Probleme und Auseinandersetzungen in der Schule bestimmen seinen Alltag. Per Zufall beobachtet er eine Gruppe Kinder beim Lauftraining. Da er meint, es mit ihnen aufnehmen zu können, stellt er sich einem Rennen und der Trainer nimmt ihn in seine Mannschaft auf unter der Maßgabe keine Schwierigkeiten in der Schule zu verursachen.
Castle Cranshaw, der Ghost genannt werden möchte, hat damit große Schwierigkeiten und obwohl er es eigentlich nicht möchte, manövriert er sich immer in neue missliche bzw. schlechte Situationen.
Durch das Lauftraining, die Mitläufer und vor allen Dingen den Trainer, erkennt er seine Grenzen und muss sich seinen Problemen stellen.
Der Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen - ein toller Schreibstil - und er zeigt, so schwierig auch die Lage eines Einzelnen sein mag, man kann nicht vor seinen Problemen davonlaufen, sondern muss sich ihnen stellen.
Jeder in der Mannschaft hat seine eigenen Probleme und auch wenn Ghosts Geschichte im Mittelpunkt steht, so weiss er auch teilweise um die Probleme derer und das jeder Stärken und Schwächen hat, egal ob im Leben oder beim Laufen.
Ich bin, durch den Cliffhanger am Ende des Buches, sehr neugierig geworden auf die anderen Bücher der Reihe. Eine absolute Leseempfehlung von mir!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2022

Ein Krimi aus Südtirol, zwei ungeklärte Todesfälle und tolle Ermittler

Wut kommt selten allein
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"Wut kommt selten allein" ist der 7. Teil der Südtirolkrimis von Ralphl Neubauer. Ich habe bisher kein Buch der Reihe gekannt, was meinem Lesevergnügen jedoch gar keinen Abbruch getan hat, sondern mich ...

"Wut kommt selten allein" ist der 7. Teil der Südtirolkrimis von Ralphl Neubauer. Ich habe bisher kein Buch der Reihe gekannt, was meinem Lesevergnügen jedoch gar keinen Abbruch getan hat, sondern mich nur neugierig auf die vorherigen Teile gemacht hat.

Es kommt gleich zu Beginn des Buches zu zwei Todesfällen, die Rätsel aufgeben. Bei dem einen handelt es sich um einen jungen Mann, Urlauber, der beim Joggen zu Tode kam und bei dem anderen um eine eine einheimische Frau mittleren Alters, die an einem steilen Weg abgestürzt ist. Ermittler im ersten Fall ist Commissario Fabio Fameo, Ehemann, Besitzer eines sehr alten Hauses und liebevoller Vater eines kleinen Sohnes. Im zweiten Fall ermittelt sein Freund der Carabiniere Tommaso Caruso. Im Laufe der Ermittlungen tauchen immer wieder Verbindungen zwischen den beiden ungeklärten Todesfällen auf.

Mir hat der Schreibstil von Ralph Neubauer sehr gut gefallen, denn er hat es nicht nur geschafft, mir Südtirol bildlich vor Augen zu führen sondern auch die Atmosphäre, die im Dorf sowie im Unterland herrscht, für mich spürbar zu machen. Jede "kleinste" Rolle der Geschichte wurde von ihm sorgfältig ausgearbeitet und mit Leben erweckt. Egal, ob es sich um den kleinen Laurin, den Sohn des Commissarios handelt, der vernarrt ist in die Geschichte von Jim Knopf und ich selber gerade an dieser Stelle sofort eigenen Erinnerungen an die Kleinkindzeit meiner Kinder hatte, die ebenfalls große Fans dieser Geschichte waren. ....oder den Besuch im Restaurant und die Darstellung des Wirtes..... oder um die einzelnen Schauspieler...oder um Streitereien und Beschuldigungen wegen Bienendiebstahl...
Es ist kein rasanter Krimi, der einen vor Spannung nicht schlafen lässt, sondern ein "gemächlicher" Krimi, in dem sehr gründlich Spuren verfolgt werden, jedoch oft recht unkonventionell und der mich in seinen Bann gezogen hat. Es gab viele kleine Puzzleteile, die ein ganzes Bild ergaben. Ich wurde ebenso wie die Ermittler Fabio, Tommaso und ihre Kollegen immer neugieriger auf die Todesursache bzw. die Hintergründe. Mir gefiel die Geduld der Ermittler und ihre Sichtweise auf die Fälle aber auch auf das Leben allgemein. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt un musste manches Mal echt schmunzeln.

Veröffentlicht am 10.01.2022

Ein "gemächlicher" Thriller mit einem brisanten, aktuellem Thema

Die Tote und der Polizist
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Die Polizistin Emma Sköld wird von ihren eigenen Kollegen ermordet, bzw. halten diese sie nun für tot ebenso wie ihre eigene Familie außer ihrem Vater und einem Arzt. Emma ist üblen Machenschaften bezüglich ...

Die Polizistin Emma Sköld wird von ihren eigenen Kollegen ermordet, bzw. halten diese sie nun für tot ebenso wie ihre eigene Familie außer ihrem Vater und einem Arzt. Emma ist üblen Machenschaften bezüglich der Tötung von Ausländern einiger ihrer Kollegen einschließlich ihres Chefs auf die Spur gekommen und hat dies nicht schweigend hingenommen. Eine Migrantin namens Soraya ist einer "Säuberungsaktion" des Polizeichefs enkommen und seitdem auf der Flucht. Beide Frauen lernen sich kennen und Emma will durch Sorayas Hilfe den Polizeichef und sein übles Spiel auffliegen lassen.
Für mich ist der dritte Teil der Reihe um Emma, das erste Buch was ich davon lese und ich habe mich gut in die Story hineingefunden, obwohl ich manches Mal gerne mehr Vorwissen gehabt hätte.
Die Autorin schreibt in sehr kurzen, knappen Kapiteln und stetig wechseln auch die Protogonisten, die gerade im Focus stehen bzw. über deren Erleben etc. gerade geschrieben wird. Einzig und allein Emma tritt als Ich-Erzählerin auf. Die wechselnden Perspektiven und Darsteller gestaltetetn für mich das Lesen ein wenig anstrengend, aber nichts desto trotz machte dies in meinen Augen auch das Tempo der Geschichte aus und ich hatte als Leser Einblick in die jeweiligen Gedanken der Protagonisten, was mir gut gefiel.
Ich befürchte, dass es auch in der Realität einige "böse" Menschen bei Behörden gibt und es sich leider nicht um reine Fiktion handelt. Ich fand den Thriller jetzt nicht übermäßig spannend, denn ich konnte das Buch gut zwischendurch aus der Hand legen. Die Täter waren ja auch fast alle von Anfang an bekannt und so wartete ich geduldig auf den "Showdown".

Veröffentlicht am 10.01.2022

Toller Krimi, der an der Nordseeküste spielt

Tidetod
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"Tidetod" von Gerd Kramer spielt an der Nordseeküste und ist mein erster Krimi des Autors gewesen.
Die Geschichte ist sehr vielseitig aufgebaut, so geht es einmal um Entführungen, in denen die Opfer eine ...

"Tidetod" von Gerd Kramer spielt an der Nordseeküste und ist mein erster Krimi des Autors gewesen.
Die Geschichte ist sehr vielseitig aufgebaut, so geht es einmal um Entführungen, in denen die Opfer eine "Chance" bekommen, dem Tod zu entkommen. Dann geht es wiederherum um einen Autofahrer, der scheinbar willkürlich Menschen durch Pfützen fährt, um andere Menschen nasszuspritzen und sie teilweise dabei fast umfährt. Die Protagonisten sind u. a. die Beamten Flottmann und Hilgersen, die potentiellen Opfer, der Täter selbst, ein sehr unterhaltsamer Kater, ein Musiker mit hochsensiblen Gehör und Menschen aus ihrer Umgebung.
Mir hat dieser Krimi ausnehmend gut gefallen, da er mich bis zum Schluss über den Täter im Unklaren ließ. spannend war, über interessante Protagonisten verfügte und mich trotz mancher Dramatik an manchen Stellen schmunzeln ließ, wenn die menschlichen Schwächen der Kommissare samt ihrer Frotzeleien zu Tage traten.
Eine absolute Leseempfehlung von mir!

Veröffentlicht am 10.01.2022

Tolles Buch zum Thema " Mobbing" in der Grundschule

Uli Unsichtbar
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Kurz zum Inhalt: Uli zieht mit seinen Eltern um, dies bedeutet nicht nur das Zurücklassen der alten Freunde und seiner Großeltern, sondern auch der Neuanfang in der dritten Klasse der Grundschule. Obwohl ...

Kurz zum Inhalt: Uli zieht mit seinen Eltern um, dies bedeutet nicht nur das Zurücklassen der alten Freunde und seiner Großeltern, sondern auch der Neuanfang in der dritten Klasse der Grundschule. Obwohl er noch während der Sommerferien zwei Kinder, die bei ihm im neuen Haus wohnen , aus seiner Klasse kennenlernt und diese auch sehr nett findet, ist der Neuanfang in der Klasse sehr schwierig.

Das Buch schildert aus der Sicht von Uli, wie er seine Umwelt wahrnimmt und wie er sich fühlt. Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich konnte mich gut in Uli und seine Situation hineinversetzen. Die Geschehnisse, die in der Schule stattfinden, kommen mir aus den Erzählungen meiner Kinder und eigener Kindheitserinnerungen sehr bekannt vor. Im Buch wird die Problematik des Mobbens und des Ausgrenzens auf sehr beeindruckende Weise gelöst bzw. auf den richtigen Weg gebracht.
Die Geschichte ist trotz des ernsten Themas auch humorvoll und wird durch sehr schöne Illustrationen im Buch aufgelockert bzw. unterstützt.
Eine absolute Leseempfehlung von mir für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren!
Es eignet sich in meinen Augen auch hervorragend als Klassenlektüre.

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