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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2022

Was ist schon normal?

Aurora und die Sache mit dem Glück
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Aurora lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrem Hund Duck in einer Kleinstadt. Schon als Baby war sie "anders" als andere Kinder und hat am liebsten alleine gespielt . Mittlerweile ist sie in der fünften ...

Aurora lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrem Hund Duck in einer Kleinstadt. Schon als Baby war sie "anders" als andere Kinder und hat am liebsten alleine gespielt . Mittlerweile ist sie in der fünften Klasse und dort eine Außenseiterin. Aurora ist sehr intelligent, doch mit ihrem Sozialverhalten und verschiedenen Ticks eckt sie an. Von einen auf den anderen Tag ändert sich Auroras Leben, so dass sie am Ende besser mit sich selber und mit anderen zurechtkommt.
Die Autorin schildert das, was Aurora in den Augen der anderen als speziell ausmacht. Gleichzeitig beschreibt sie die Sorgen der Mutter, von den Aurora genervt ist, weil sie sich selber als gar nicht so besonders empfindet und dadurch erst das Gefühl bekommt, das etwas mit ihr nicht stimmt, was sie sehr unsicher macht. Nicht nur Kinder, die in der Klassengemeinschaft ausgegrenzt werden, weil andere nicht mit ihen umgehen können und sich deswegen schlecht fühlen, werden sich in dieser Geschichte wiedererkennen, sondern auch die Erwachsenen, egal ob Eltern, Lehrer etc. Vielmehr sollten wir uns alle die Frage stellen, was ist schon normal und was ist besonders bzw. jeden Menschen so nehmen wie er ist. Mobbing ist da besonders fies.
Besonders schön ist, dass die Autorin ihre Botschaft sehr indirekt und nicht belehrend herüberbringt.
Mich hat die Geschichte sehr berührt.

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Veröffentlicht am 04.02.2022

Geschichte, die mir zu viele Themen behandelt und Fragen aufwirft

Mama, die Schlüpferfee
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Ich kannte aus früheren Jahren die Schnullerfee und ich habe wohl eine völlig verkehrte Erwartung an dieses Bilderbuch gehabt.Die Frage, was die Eltern in der Nacht machen bzw. Abends, wenn die Kinder ...

Ich kannte aus früheren Jahren die Schnullerfee und ich habe wohl eine völlig verkehrte Erwartung an dieses Bilderbuch gehabt.Die Frage, was die Eltern in der Nacht machen bzw. Abends, wenn die Kinder schlafen, beschäftigt die meisten jüngeren Kinder. Die Idee fand ich grandios, nur mit der Umsetzung hatte ich so meine Schwierigkeiten.

Ich hatte erwartet, dass es um Sachen geht, die Eltern evtl. nachts machen, was aber nicht immer der Fall war. Einige Ideen fand ich phantasievoll und toll, andere Anworten bzw. Erklärungen waren auf den Humor für Erwachsene gemünzt, andere, wie die Aussage, dass die Mama Geschwister machen kann, fand ich "merkwürdig", da ja sachlich falsch. Schwierig fanden die Kinder, dass immer andere Personen auftauchten. Das ging mir auch so, aber ich habe es so verstanden, dass die Autorin die Vielfalt an Müttern und Vätern zeigen wollte und sie nicht auf ihre Rolle festlegen wollte. Warum dann aber der dunkelhäutige Vater den Rockstar gibt im Stil der 70ziger, das fand ich dann schon sehr klischeehaft. Auch sorgten die Mütter für das Essen, in dem sie kochten und einkauften. Alle Mädchen hatten lange Haare...

Was super toll war, war die Maus und die wurde auch auf allen Bildern fleißg gesucht.

Zwei Sterne!

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Veröffentlicht am 02.02.2022

Abgedrehte Geschichte

Wir
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Diese fünf Mädchen, um die es geht haben, haben alle ihre eigenen Träume und Pläne, die sie einander doch nicht unbedingt gegenseitig verraten. Jede von ihnen hat ihre ganz eigenen Probleme, doch als seinem ...

Diese fünf Mädchen, um die es geht haben, haben alle ihre eigenen Träume und Pläne, die sie einander doch nicht unbedingt gegenseitig verraten. Jede von ihnen hat ihre ganz eigenen Probleme, doch als seinem Mädchen helfen wollen, geraten sie in eine gefährliche Situation.

Ich gehöre nicht zur Zielgruppe, lese jedoch sehr gerne Jugendbücher, doch dieses Mal ist es mir äußerst schwer gefallen mich in der Geschichte einzufinden. Ich konnte mich in keines der Mädchen so richtig einfühlen und auch die Sprache war nicht meine. Die Story an sich zog sich für mich gefühlt, bis sie zum Ende hin rasanter wird. Hier passiert jedoch für mich viel in meinen Augen unvorstellbares und ich hoffe sehr, dass es nur für wenige Mädchen und Jungen in dem Alter ihrem Alltag entspricht. Großes Lob gebührt dem Cover, was mir sofort ins Auge gefallen ist und ich äußerst faszinierend und ansprechend finde.

2 Sterne

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Veröffentlicht am 02.02.2022

Wunderschöne Liebesgeschichte

Eingeschneit verliebt
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Amber lebt in London, ist Städterin durch und durch, sowie sie viel unterwegs ist, um als Journalistin für andere Menschen über schöne Reiseziele zu berichten. Eigentlich sich Städte ihr Gebiet, doch sie ...

Amber lebt in London, ist Städterin durch und durch, sowie sie viel unterwegs ist, um als Journalistin für andere Menschen über schöne Reiseziele zu berichten. Eigentlich sich Städte ihr Gebiet, doch sie springt für eine Kollegin ein und befindet sich kurz vor Weihnachten in den Highlands. Gar nicht vorstellen kann Amber sich den Schneesturm, der am Tag ihrer Abreise auf sie zukommt. Mit ihrem Auto bleibt sie auf dem Weg zum Flughafen liegen und schafft es völlig durchnässt sowie durchgefroren gerade noch in einen Pub in einem kleinen schottischen Dorf. Der Besitzer des Pubs ist Ewan, ein attraktiver Schotte.

Die AutorIn Martina Gercke lässt mich auf bezaubernde Art und Weise teilhaben an dieser Geschichte, in der sie abwechselnd Amber und Ewan aus deren Sicht erzählen lässt. So bekomme ich Einblick in ihre Gefühle und erfahre alles, was sie bewegt, was sie sehen, hören, schmecken, denken etc. Was auf den ersten Blick wie eine lockere und humorvolle Liebesgeschichte wirkt, bekommt Tiefgang, in dem quasi "hinter die Kulissen" geschaut wird. Es geht auch um Trauer und Verlust, doch über all dem liegt Humor, Hoffnung, Neubeginn, Liebe und ganz viel Lebensweisheit. So musste ich mir zwischendurch sogar eine Träne wegwischen, aber das Lachen überwog bei weitem, so wie schöne Liebesszenen dem Ganzen die Krone aufsetzten.

Gerne würde ich noch mal nach Schottland in die Highlands reisen.

Fünf Sterne für dieses Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 24.01.2022

Eine junge Frau erlebt als Rotkreuzschwester das Leid des zweiten Weltkrieges ha

Die Klänge der Freiheit
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Inge ist eine 21jährige Frau, die bei ihrem alleinerziehenden Vater aufgewachsen ist und 1943 raus aus Nürnberg möchte, um die Welt kennenzulernen und im Krieg zu helfen. Sie ließ sich als Rotkreuzschwester ...

Inge ist eine 21jährige Frau, die bei ihrem alleinerziehenden Vater aufgewachsen ist und 1943 raus aus Nürnberg möchte, um die Welt kennenzulernen und im Krieg zu helfen. Sie ließ sich als Rotkreuzschwester ausbilden, strengt sich besonders an, den die Besten dürfen sich ihren Wunscheinsatzort aussuchen. Doch statt Afrika wird sie aufgrund ihrer besonders guten Leistung an die Ostfront geschickt.j
Die Autorin Tara Haigh schildert ergreifend und ungeschönt, so hat es für mich den Anschein, den Alltag in Chakrow. Sie erzählt unter welchen unvorstellbar schlechten Bedingungen die Arbeit der Schwestern von statten geht und welches Leid sie und die Soldaten ertragen. Die Beschreibung der Triage, die damals schon stattgefunden hat und die miserabelnen hygienischen Bedingungen unter denen die Operationen stattfanden, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Die Täter waren in dieser Situation gleichzeitig Opfer. Nichtsdestotrotz sind sie weitherhin auch Täter und das Leid, was sie der Bevölkerung antun ist grauenvoll. Auf Inge wird ein verletzter deutscher Offizier durch ihr Geigenspiel aufmerksam, der nicht leicht zu durchschauen ist. Künstlerseele und überzeugter Nationalsozialist. Inge bekommt durch ihn die Chance ins wärmere Italien zu kommen, wo sie zunächst unter besseren Bedingungen lebt. Wie die Geschichte dann weiter geht und der Krieg auch hier massiv deutlich wird und was die Liebe mit Menschen macht, sollte jeder selber lesen.

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