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Veröffentlicht am 30.05.2024

Für Thor und Odin

Millennium Kingdom: Das Blut des Königs
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"Das Blut des Königs" ist der zweite Band der Millennium Kingdom Reihe von Tonny Gulløv. Ulf Palnatoki zieht im Auftrag seines Königs Gorm Richtung Wessex und Irland. Gemeinsam mit dessen Söhnen Harald ...

"Das Blut des Königs" ist der zweite Band der Millennium Kingdom Reihe von Tonny Gulløv. Ulf Palnatoki zieht im Auftrag seines Königs Gorm Richtung Wessex und Irland. Gemeinsam mit dessen Söhnen Harald und Knut sollen sie plündern und Kämpfer rekrutieren, die der König für unvermeidliche Schlachten zur Vereinigung dänischer Reiche benötigt. Doch die Raubzüge laufen nicht so wie ursprünglich geplant. Gorms älterer Sohn Knut Danaast fällt 947 bei einen dieser Raubzüge in Irland und Harald Blauzahn verbleibt als einziger Sohn. Nach der Rückkehr nach Jelling kommt König Gorm über den Verlust von Knut nicht hinweg und stirbt letztendlich als alter verbitterter König. Harald Blauzahn wird sein Nachfolger und rückt 958 auf dem Königsthron nach. Ulf Palnatoki hatte immer ein schwieriges Verhältnis zu Harald und dies beschreibt der Autor auch gut. Trotzdem kämpfen sie vereint weiter um das große Ziel der Vereinigung Dänemarks. In diesem zweiten Band beschreibt der Autor weitere rund 15 Jahre der dänischen Geschichte in seiner fiktiven Form. Das raue Leben der Wikinger und die verschiedenen Anhänger von Glauben wie die, die an den angenagelten Gott glauben, sowie die die den Fäden der Nornen und Thor anhängen. Die Zeit dazwischen möchte man glauben verbringen die Wikinger mit Beutezügen, Schlachten und Bier trinken. Letzteres übertreibt Tonny Gulløv aber erheblich. Wenn Ulf Palnatoki gefühlt jede zweite Seite sich betrinkt, dann passt dies nicht mit einem großen Schwertkämpfer zusammen. Dann wäre er eigentlich nur ein Säufer. Hier wäre es schön wenn dies in einem nächsten Band weniger Raum einnehmen würde. Denn trotz einiger Längen ist die Geschichte der Entwicklung von Dänemark durchaus interessant erzählt. Die Schlachten sind wie auch schon im ersten Band blutig, aber auch sehr spannend erzählt. Hier fiebert man als Leser schon eindeutig im Schildwall mit. Es macht einen daher durchaus neugierig wie in einem nächsten Band die Erzählung weitergeht. Sehr gut und hilfreich ist das Glossar am Ende des Romans, da man sonst schon einige Probleme mit den alten Namen von Städten und Begrifflichkeiten bekäme.

Veröffentlicht am 19.05.2024

Die dunkle Seite der Alpen

Tod im Chiemgau
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"Tod im Chiemgau" ist ein Kriminalroman von Mathias Lehmann. Toni Hauser war zehn Jahre nicht mehr in seinem Heimatort und nun liegt sein Vater im Sterben. Nur mit einem Wanderrucksack als Gepäck kommt ...

"Tod im Chiemgau" ist ein Kriminalroman von Mathias Lehmann. Toni Hauser war zehn Jahre nicht mehr in seinem Heimatort und nun liegt sein Vater im Sterben. Nur mit einem Wanderrucksack als Gepäck kommt er zurück nach Reit im Winkl und muss erfahren, dass er zu spät ist. Er beschließ nur bis zur Beerdigung zu bleiben, dann aber den Ort, wo zehn Jahre zuvor sein bester Freund Hans tödlich verunglückte, sofort wieder zu verlassen. Denn der örtliche Bürgermeister und Vater von Hans hat ihm nie verziehen. Er sieht in Toni den Schuldigen für den damaligen Tod seines Sohnes. Doch dann geschehen im nächsten Umfeld von Toni weitere Todesfälle und schnell steht für ihn und die ermittelnde Kommissarin Roxana Mayrhofer fest, dass man anscheinend Toni nach dem Leben trachtet. Mathias Lehmann erzählt diesen Krimi im im oberbayerischen Reit im Winkl, nahe der österreichischen Grenze. Dabei geht uns um alte Freundschaften und Beziehungen, aber auch lange währende Familienfeindschaften. Dazwischen der verlorene Sohn als Heimkehrer, aber auch die dörfliche Gemeinschaft mit ihren Abhängigkeiten. Die Kapitel sind kurz gehalten, der Schreibstil flüssig. Und obwohl ich früh den richtigen Verdacht bzgl. der Täterschaft hatte liest sich dieser Krimi sehr angenehm. "Tod im Chiemgau" ist ein gelungener Regionalkrimi eingebettet in die schöne Bergwelt der Chiemgauer Alpen.

Veröffentlicht am 15.05.2024

Freundschaft und Neuanfang am Gnadenhof für Tiere

Das Licht in den Birken
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"Das Licht in den Birken" ist ein Roman der Autorin Romy Fölck. Das Buch handelt über Freundschaft und Neuanfang dreier Menschen, die sich vorher nicht kannten und ihre Wege sich kreuzen. Thea war mit ...

"Das Licht in den Birken" ist ein Roman der Autorin Romy Fölck. Das Buch handelt über Freundschaft und Neuanfang dreier Menschen, die sich vorher nicht kannten und ihre Wege sich kreuzen. Thea war mit Anfang dreißig nach einer gescheiterten Beziehung nach Portugal ausgewandert und kehrt nun nach über zwanzig Jahren in ihre Heimat in der Lüneburger Heide zurück. Benno betreibt einen Gnadenhof für Tiere auf dem vormals elterlichen Hof und ist über beide Ohren verschuldet. Juli ist ein junges Mädchen dass sich auf Wanderschaft nach Amsterdam begeben hat, nachdem ihr geliebter Opa gestorben ist und sie mit ihrer Mutter im ständigen Streit lebt. Thea zieht in Bennos Hof zur Untermiete ein und Juli strandet mit verletztem Knöchel ebenfalls dort. Das Buch erzählt die Geschichte dreier Menschen, die sehr unterschiedlich sind, aber auch sich immer mehr annähern. Dabei öffnen sie sich gegenseitig immer mehr, werden sich vertrauter und es entsteht ein Miteinander. Eine Freundschaft zwischen den dreien. Romy Fölck beschreibt dies in einer empathischen Form, die den Leser in dem Setting gefangen nimmt. In die Story einzutauchen war für mich ein Genuss, teils mit den Protagonisten mitzufühlen ein besonderes Leseerlebnis. Eine Geschichte, die ans Herz geht, ohne in kitschige Klischees abzudriften. Im Gegenteil - Romy Fölck konnte mich mit "Das Licht in den Birken" vollends für diesen Roman gewinnen und mir hat er sehr gut gefallen. Für mich eine wunderschöne Geschichte und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 09.05.2024

Der zweite Weltkrieg kommt über den großen Teich

Das Vermächtnis des Vaters
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"Das Vermächtnis des Vaters" ist der zweite Band der Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Direkt nach der Ankunft in New York wird Harry Clifton, der sich als Tom Bradshaw ausgibt, von der Polizei verhaftet ...

"Das Vermächtnis des Vaters" ist der zweite Band der Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Direkt nach der Ankunft in New York wird Harry Clifton, der sich als Tom Bradshaw ausgibt, von der Polizei verhaftet und unter Mordanklage gestellt. Angeblich hat Bradshaw seinen Bruder getötet. Harry wird der renommierte Anwalt Jelks zur Seite gestellt, der ihn überzeugt, einen Deal zu machen und seine wahre Identität nicht preiszugeben. Im Gegenzug würde seine Mutter in England einen Scheck über 10000 Pfund erhalten und er Strafminderung. Doch er wird reingelegt und zu sechs Jahren Haft verurteilt. Es folgen die Ereignisse während des zweiten Weltkrieges sowohl für die Cliftons und die Barringtons im Zeitraum 1939 - 1945. Jeffrey Archer schließt gleich zu Anfang direkt an das Ende des ersten Bandes an und setzt die Story damit fort. Als Leser erlebt man dabei erneut die Geschehnisse beidseits des Atlantiks jeweils abschnittsweise aus den Erlebnissen des jeweiligen Protagonisten. Archer erzählt dabei diese in einer Art und Weise, die mich als Leser in den Bann zog. Wenn ich beim Lesen nur so durch die Seiten fliege, dann hat ein Autor mich einfach mit seinem Roman gefesselt. Mit diesem zweiten Band der Clifton-Saga ist dies Jeffrey Archer erneut gelungen. Die Story ist spannend und schlüssig, an der ein oder anderen Ecke ein klein wenig klischeehaft, aber dies ist überhaupt nicht störend. Der Roman liest sich sehr flüssig und ich fühlte mich gut unterhalten. Für mich steht jetzt schon fest, dass ich bald den dritten Band lesen werde um zu erfahren wie es mit den Cliftons und den Barringtons weitergeht.

Veröffentlicht am 03.05.2024

Der lange Weg in die Freiheit und neue Welt

Die Brücken der Freiheit
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"Die Brücken der Freiheit" ist ein historischer Roman von Ken Follett. Er handelt von einem schottischen Kohlekumpel und einer schottischen Adligen auf der Suche nach Freiheit. Dabei ist der Roman in drei ...

"Die Brücken der Freiheit" ist ein historischer Roman von Ken Follett. Er handelt von einem schottischen Kohlekumpel und einer schottischen Adligen auf der Suche nach Freiheit. Dabei ist der Roman in drei geografische Teile aufgeteilt. Der erste Teil spielt in Schottland, wo der junge Mack McAsh als Leibeigener in den Kohlengruben arbeitet. Nachdem er die rechtliche Grundlage der Praxis des "Payment of Arles" anzweifelt und dabei ein Aufstand der Bergarbeiter durch Sir George Jamisson knapp verhindert wird, flieht er Richtung Süden. Der zweite Teil spielt in London. Mack arbeitet als Kohlelöscher und entlädt die Schiffe im Themsehafen. Doch auch hier ist er angetrieben von seinem Gerechtigkeitssinn, und so organisieren sich er und seine Kollegen und beginnen einen Streik. Doch erneut werden sie getäuscht und Mack wird in die Verbannung nach Virginia geschickt. Im letzten Teil spielt dann das Geschehen in den Südstaaten, wo Mack weiterhin als Sklave arbeiten muss. Doch sein Freiheitsdrang ist ungebrochen und so flüchtet er erneut. An seiner Seite die Frau seines Herrn, mit der er immer seit den Zeiten in Schottland aufeinander traf und mit der ihn mehr verbindet. Denn auch diese will vor der herrschsüchtigen Familie Jamisson und ihrem brutalen Ehemann fliehen. Ken Follett greift in diesem Roman Themen wie Leibeigenschaft, Deportation und das Leben in Kolonien auf. Ohne das der Roman die ganz große Tiefe hat, weiß er aber doch zu unterhalten. Zwar gibt es durch die drei Spielorte Wiederholungen, aber letztendlich habe ich diese Geschichte doch gerne gelesen. Erstmalig in Deutschland bereits 1996 erschienen entführt der Autor einen ins Jahr 1767. In Summe für mich ein guter Roman mit einigen Klischees, aber doch angenehm unterhaltend.