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Veröffentlicht am 05.03.2017

Die Freiheitsbund-Saga geht weiter...

Die Ketzer
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"Die Ketzer" ist der zweite Band der Freiheitsbund-Trilogie von Jeremiah Pearson und schließt nahtlos an den ersten Band "Die Täufer" an. Kristina und ihre Gefährten haben auf dem Gut von Dietrich Geyer ...

"Die Ketzer" ist der zweite Band der Freiheitsbund-Trilogie von Jeremiah Pearson und schließt nahtlos an den ersten Band "Die Täufer" an. Kristina und ihre Gefährten haben auf dem Gut von Dietrich Geyer Unterschlupf gefunden. Nach dessen Tod führt seine Witwe Anna mit Hilfe des Vogt Lud dieses Gut. Sie unterbreitet Kristina ein Angebot ihr über zehn Jahre zu dienen und dafür würde sie und keiner ihrer Gefährten an die Magistrate gemeldet. Kristina, die ein Kind erwartet, geht auf das Angebot ein und lehrt Anna das Lesen und Schreiben. Doch Vetter Konrad streckt schon machtgierig seine Fühler nach Annas Gut Giebelstadt aus. So lässt sie ihren Sohn und Erben Florian aus Oxford zurückberufen, um den Plänen Konrads entgegenzuwirken. Dieser, ein Schüler von Erasmus von Rotterdam, glaubt fest an die Idee von Freiheit und Gleichheit und schon kurz nach seiner Ankunft muss er in Würzburg geschickt seine Fäden ziehen am Hofe des Fürstbischofs. Doch als Konrad nach dessen Tod neuer Fürstbischof wird, wird Florian exkommuniziert und über Giebelstadt hängt das Damoklesschwert. Pearson hat hier einen sehr gelungenen zweiten Band der Freiheitsbundsaga vorgelegt. Die Geschichte zur Zeit Luthers hat mich gefesselt und obwohl ich den ersten Band schon vor einiger Zeit gelesen hatte, war ich sofort wieder im Geschehen drin. Alles endet mit einem Cliffhanger, der neugierig auf den Ende Mai 2017 erscheinenden letzten Teil "Der Bauernkrieger" macht.

Veröffentlicht am 03.03.2017

Wallner und Kreuthner ermitteln wieder...

Wolfsschlucht
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"Wolfsschlucht" ist zum einen eine schöne Aufstiegsroute auf den Schildenstein in den Blaubergen, hier aber der Titel des sechsten Fall aus der Wallner- & Kreuthner-Reihe von Andreas Föhr. Ich lese diese ...

"Wolfsschlucht" ist zum einen eine schöne Aufstiegsroute auf den Schildenstein in den Blaubergen, hier aber der Titel des sechsten Fall aus der Wallner- & Kreuthner-Reihe von Andreas Föhr. Ich lese diese Reihe sehr gern, besonders der Opa Manfred hat es mir mit seiner Komik immer angetan. Gerade weil einiges manchmal den überspitzten Humor a la "Hubert & Staller" hat, bereitet dieser Krimi nicht nur Spannung, sondern auch die nötige Brise Humor. Gerade die Geschichte rund um den Maibaumklau ist der Hit. So meint der Kommissar Wallner manchmal an Opa und Kollege verzweifeln zu müssen. Der Kriminalfall war zwar diesmal für mich persönlich nicht ganz so spannend wie in so manchem Vorgängerband, aber in Summe ist dieses Buch wieder eine nette und kurzweilige Lektüre, die sich flüssig liest.

Veröffentlicht am 01.03.2017

Der Auftakt der bayrischen Henkersaga der Kuisls

Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1)
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"Die Henkerstochter" von Oliver Pötzsch ist der erste Band einer Saga rund um die Kuisls, einer bayerischen Scharfrichter-Dynastie. Der Autor selbst ist ein Nachfahre dieser Familie. Die Geschichte spielt ...

"Die Henkerstochter" von Oliver Pötzsch ist der erste Band einer Saga rund um die Kuisls, einer bayerischen Scharfrichter-Dynastie. Der Autor selbst ist ein Nachfahre dieser Familie. Die Geschichte spielt nach dem dreißigjährigen Krieg in der bayrischen Stadt Schongau, nahe Augsburg. Aus dem Lech wird ein sterbender Junge gezogen, der nicht nur viele Messerstiche aufweist, sondern auch eine Tätowierung auf der Schulter. In der Zeit von Aberglauben bringt man diese Tätowierung natürlich auch gleich mit Hexenwerk zusammen. Die Hebamme des Ortes soll verantwortlich sein und der Henker soll mit Hilfe von Folter für ein schnelles Geständnis sorgen. Doch der Henker ist überzeugt von deren Unschuld und sucht auf eigene Faust nach dem wahren Täter. Dieser Roman war für mich eine gelungene Kombination aus Krimi und historischem Roman. Flüssig zu lesen und spannend. Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen und obwohl diese Reihe bereits 2008 begann, werde ich die weiteren erschienenen Bände noch lesen. Die Geschichte der Kuisls gefällt mir und ich bin gespannt wie es weitergeht.

Veröffentlicht am 28.02.2017

Familienabgründe und ein Wettlauf gegen die Zeit

Zeig mir den Tod
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"Zeig mir den Tod" ist der dritte Fall des Kommissar Ehrlinspiel und mein erstes gelesenes Buch von Petra Busch. Dabei ist das Geschwisterpaar Marius und Rebecca plötzlich verschwunden und alles deutet ...

"Zeig mir den Tod" ist der dritte Fall des Kommissar Ehrlinspiel und mein erstes gelesenes Buch von Petra Busch. Dabei ist das Geschwisterpaar Marius und Rebecca plötzlich verschwunden und alles deutet auf eine Entführung hin. Marius ist ein 18-jähriger Einzelgänger und steht kurz vor dem Abitur. Rebecca, seine zuckerkranke kleine Schwester, liebt er aber über alles und ist fürsorglich für sie da. Nach und nach taucht der Leser in die Familienwelt der Assmanns ein und Stück für Stück ergeben sich Abgründe, Widersprüche und Ungereimtheiten. Bereits 20 Jahre davor haben die Assmanns schon ein Kind verloren, das ebenfalls bis heute nicht gefunden wurde. Petra Busch schreibt durchaus spannend, aber trotzdem konnte mich Buch nicht voll überzeugen. Teilweise empfand ich einige Charaktere als sehr unsympathisch und unrealistisch, andererseits waren teilwiese so viele Irrungen und Wirrungen für den Leser eingebaut, so dass es mir ein wenig Zuviel wurde. Dies führte dann bei mir zum Spannungsabriss und der Frage: "Na was denn jetzt?" Etwas weniger hätte mir hier besser gefallen. Trotzdem in Summe ein solider Krimi, aber nicht unbedingt ein Ermittler von dem ich eine ganze Reihe lesen muss.

Veröffentlicht am 24.02.2017

Eine Giftspur in Hessen

Giftspur
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Daniel Holbe schreibt seit dem Tode von Andreas Franz die Krimireihe der Julia Durant Serie weiter. Sabine Kaufmann war dort eine Mitarbeiterin der Kommissarin Durant. In "Giftspur" kommt Sie nun in einer ...

Daniel Holbe schreibt seit dem Tode von Andreas Franz die Krimireihe der Julia Durant Serie weiter. Sabine Kaufmann war dort eine Mitarbeiterin der Kommissarin Durant. In "Giftspur" kommt Sie nun in einer neuen Serie das erste Mal eigenständig zum Ermitteln. Doch leider zieht sich dieser Krimi sehr in die Länge und konnte mich nicht wirklich fesseln. Zwar wäre der Handlungsplot durchaus interessant, aber über weite Strecken verstrickte sich der Autor in Nebensächlichkeiten und ich vermisste den Spannungsbogen. Hier wäre etwas weniger bestimmt mehr gewesen. In Summe für mich ein durchwachsener Einstieg in die neue Spin-Off Reihe rund um Kommissarin Sabine Kaufmann.