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Veröffentlicht am 29.09.2025

Vergiftetes Präsent

Das Geschenk
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Dies ist mein erster Roman der flämischen Autorin. Sie lässt diesen nicht in ihrer Heimat, sondern in Berlin spielen. Die Handlung beginnt damit, dass der Präsident von Botswana 20000 Elefanten nach Deutschland, ...

Dies ist mein erster Roman der flämischen Autorin. Sie lässt diesen nicht in ihrer Heimat, sondern in Berlin spielen. Die Handlung beginnt damit, dass der Präsident von Botswana 20000 Elefanten nach Deutschland, speziell in den Großraum Berlin, schickt. Das erklärt auch die Covergestaltung. Er erklärt sein Geschenk damit, dass Deutschland ein Einfuhrverbot für Jungstrophäen beschlossen hat und damit einem Teil seiner Bevölkerung die Lebensgrundlage durch Einnahmen aus dem Tourismus entzogen wurde, während obendrauf die Elefanten immer mehr werden und Ernten vernichten. Der deutsche Bundeskanzler steht nun vor einem enormen Problem, da die Elefanten in der Großstadt schnell Schaden anrichten, was die Bevölkerung gegen die Regierung aufbringt, während zugleich radikalere Parteien einfache Lösungen für das Problem versprechen.

Somit wirkt die Geschichte auch etwas wie ein Gleichnis bezogen auf die Flüchtlingsthematik. Die Autorin bringt viele interessante Gedankengänge und auch eine ordentliche Portion Satire ein, ohne zu sehr ins klamaukhafte abzugleiten. Somit wird man einerseits gut unterhalten, andererseits aber auch zum Nachdenken darüber angeregt, wie unsere eigenen Verhaltensweisen, aktuell und auch schon weit in der Vergangenheit dazu beitragen, dass es Menschen anderswo schlecht geht. Auch, was unsere Reaktionen auf Problemsituationen angeht, wird uns als Leser:in und auch der Politik so oft ein Spiegel vorgehalten. Der Schreibstil war dabei gut lesbar und anschaulich und auch die Sprecherin des Hörbuches empfand ich als passend gewählt. Man konnte ihr sehr gut folgen. Teilweise hätte ich mir aber noch etwas genauere Hintergründe gewünscht, insbesondere dazu, wie 20000 Elefanten überhaupt nach Deutschland gekommen sein sollen, aber auch zu weiteren konkreten Problemsituationen, die durch ihre Anwesenheit in der Großstadt entstanden sind.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Runder Abschluss der Trilogie um starke Frauen

Wir sehen uns wieder am Meer
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Mit dem dritten Teil „Wir sehen uns wieder am Meer“ beendet die norwegische Autorin Trude Teige ihre Trilogie um Juni Bjerkes Großmutter und Menschen, die dieser nahestanden. Die Gestaltung des Covers ...

Mit dem dritten Teil „Wir sehen uns wieder am Meer“ beendet die norwegische Autorin Trude Teige ihre Trilogie um Juni Bjerkes Großmutter und Menschen, die dieser nahestanden. Die Gestaltung des Covers fügt sich gut in die Reihe der beiden Vorgänger ein und bietet so einen großen Wiedererkennungswert. Ich selbst habe auch die ersten beiden Teile gelesen, dadurch, dass die einzelnen Bände aber doch in einem recht großen zeitlichen Abstand herauskamen, erinnerte ich mich kaum noch an Details der Handlung, sodass ich sagen würde, dass man den dritten Roman auch gut unabhängig von den beiden Vorgängern lesen kann, auch wenn diese ebenfalls sehr lesenswert sind und der Gesamtzusammenhang nur durch die Kenntnis aller drei Romane richtig klar wird.

Die Freundinnen Birgit, Tekla und Anneliese stammen aus Kragero, einem Dorf in Norwegen. Birgit absolviert dann eine Ausbildung zur Krankenschwester in Oslo und lernt dort den viel älteren Russen Ilja kennen, bei dem sie Russisch lernen will, dann aber eine Beziehung mit ihm beginnt und nach dessen Tod sogar seine Osloer Wohnung erbt. Während des Zweiten Weltkrieges geht sie dann aber nach Bodo, um dort als Krankenschwester zu arbeiten. Dort setzt sie ihre Russisch-Kenntnisse auch ein, um Ostarbeiterinnen zu helfen und ist im Widerstand aktiv. Dabei lernt sie den verletzten Russen Sascha kennen und verliebt sich in ihn. Nach Kriegsende lässt sich Birgit dann als Spionin in Moskau anwerben, um Sascha wiederzufinden, was alles andere als ungefährlich ist.

Ich fand es wieder sehr interessant, mehr über die Zeit des Zweiten Weltkrieges in Nordnorwegen und das Leid, das die Nationalsozialisten auch dort angerichtet haben, sowie über die Widerstandsbewegung in Norwegen zu erfahren. Die Autorin erzählt dies alles gut nachvollziehbar und anschaulich und die Geschichte um die verschiedenen Frauen und insbesondere Birgit hat mich sehr gefesselt. Die Sprecherin des Hörbuches ist gut gewählt und trägt den Roman in einer passenden Stimmlage vor. Das Erzähltempo ist angenehm, sodass man ihr gut folgen kann. Ich bin schon auf weitere Bücher der Autorin gespannt.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Der Griff nach den Sternen

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Da ich schon einige Bücher der Autorin gelesen habe und auch die Covergestaltung großen Wiedererkennungswert hat und optisch ansprechend gestaltet ist, war mein Interesse an dem Roman direkt geweckt.

Im ...

Da ich schon einige Bücher der Autorin gelesen habe und auch die Covergestaltung großen Wiedererkennungswert hat und optisch ansprechend gestaltet ist, war mein Interesse an dem Roman direkt geweckt.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Sophie, Tochter eines verstorbenen Sternekochs und selbst erfolgreiche Restaurantkritikerin in London. Sie ist frisch geschiedene Mutter einer Teenager Tochter und auch um ihre, recht extrovertierte Mutter muss sie sich kümmern, da diese aus ihrer Seniorenresidenz geworfen wurde. Dann bekommt Sophie selbst Probleme, nachdem sie aus einem Impuls heraus das neue Restaurant eines Models extrem schlecht dastehen lassen hat und man ihr nun die Schuld an den psychischen Problemen der Besitzerin geben will. Daher schlägt Sophies Chef vor, sie solle den Beweis antreten, dass sie es besser kann als das Model und ein recht heruntergekommenes Restaurant in Cornwall zum Sternelokal machen. Sophie hat keine große Wahl und zieht also mit Mutter und Tochter im Schlepptau von London in einen kleinen Ort in Cornwall, wo sie ein recht schrulliges Team in dem Lokal erwartet und auch die Gäste wenig Lust auf Veränderung haben.

Der Schreibstil der Autorin war gewohnt gut lesbar, anschaulich und unterhaltsam. Man kann sich recht gut an die Orte der Handlung versetzen. Die Protagonistin Sophie war mir sympathisch und ihre Familie und das Team des Restaurants sorgen immer wieder für kurzweilige Erlebnisse. Manches ist sicher ein bisschen vorhersehbar, aber, das ist bei diesem Genre ja nicht schlimm. Dafür erhält man einen schönen Roman für den Sommer, der auch Lust darauf macht, selbst einmal nach Cornwall zu reisen. Die Sprecherin des Hörbuchs passt auch gut zu dieser Geschichte und man kann ihrer angenehmen Stimme sehr gut folgen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Cold Case am Campingplatz

Der Trailer (Donkerbloem 1)
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Das Cover dieses Thrillers ist düster gestaltet und so sehr passend zur Thematik. Die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke nimmt, angeregt durch einen True-Crime-Podcast, und, weil das potentielle Opfer ...

Das Cover dieses Thrillers ist düster gestaltet und so sehr passend zur Thematik. Die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke nimmt, angeregt durch einen True-Crime-Podcast, und, weil das potentielle Opfer aus ihrem Heimatort stammt, die Ermittlungen im 15 Jahre alten Cold Case einer unter mysteriösen Umständen auf einem abgelegenen Campingplatz in den Ardennen verschwundenen Studentin wieder auf. Von dem Podcast hat auch Wout Meertens, ein Stalker und Barbesitzer aus Köln, der zur selben Zeit wie die verschwundene junge Frau in Camp Donkerbloem war, etwas mitbekommen. Er zögert jedoch, mit der Polizei Kontakt aufzunehmen, da er wegen seiner Vorgeschichte Angst hat, verdächtigt zu werden. Dann geschehen auch noch weitere Morde, die in Zusammenhang zu dem alten Fall zu stehen scheinen.

Ich fand den Thriller grundsätzlich sehr spannend, mit einigen überraschenden Wendungen und einem Cliffhanger zum nächsten Teil am Ende. Nicht richtig warm wurde ich aber mit der Ermittlerin und ihrer Lebenseinstellung. Positiv anzumerken ist der sehr anschauliche Schreibstil, durch den man sich die Personen und Orte der Handlung sehr gut vorstellen kann. Auch der Sprecher des Hörbuchs war gut gewählt. Er passte zur Stimmung des Thrillers und man konnte ihm gut folgen. Auch die Spannung wurde durch ihn passend transportiert.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Pläne sind dazu da, umgeworfen zu werden

Weihnachten in Applemore
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Bei Weihnachten in Applemore handelt es sich um den vierten Teil einer Reihe, um mehrere Geschwister und eine Dorfgemeinschaft. Wie das Cover und der Titel eindeutig verraten, handelt die neueste Episode ...

Bei Weihnachten in Applemore handelt es sich um den vierten Teil einer Reihe, um mehrere Geschwister und eine Dorfgemeinschaft. Wie das Cover und der Titel eindeutig verraten, handelt die neueste Episode um Weihnachten herum.

Harry, der beste Freund von Polly (beide haben sich noch nicht eingestanden, mehr füreinander zu empfinden) möchte über die Weihnachtstage sein Hotel mit Pub und zugleich gehobener Küche schließen, um es renovieren zu lassen, damit die Zimmer wieder dem Stand der Zeit entsprechen. Da funkt ihm allerdings Influencerin Ivy dazwischen, die sehr spontan und ausgerechnet an Weihnachten, in seinem Hotel heiraten möchte. Das wäre natürlich eine super Werbung für das Hotel, sorgt aber für jede Menge zusätzliche Arbeit und bringt alle Pläne durcheinander. Polly überzeugt Harry aber, die Anfrage anzunehmen und es gibt in Applemore ja zum Glück auch sonst viele helfende Hände, die ihn unterstützen wollen.

Es handelt sich hier um ein weihnachtliches Wohlfühlbuch, mit dessen Hilfe man beim Lesen in einen kleinen Ort in den Schottischen Highlands abschweifen kann. Der Schreibstil der Autorin ist anschaulich und angenehm lesbar, gut für einen tristen Herbst- oder Wintertag auf dem Sofa. Die Menschen der Dorfgemeinschaft sind allesamt auf ihre Art sympathisch. Mir fiel es allerdings etwas schwer, mit den ganzen Namen und Zusammenhängen klar zu kommen, da ich ansonsten nur den ersten Teil kenne. Das ist nicht so schlimm für die aktuelle Geschichte, es schadet aber sicher grundsätzlich nicht, auch die anderen Teile gelesen zu haben. Gut fand ich, dass die Autorin auf zu explizite Sexszenen, wie sie heute oft üblich sind, verzichtet hat. Die Liebesgeschichte hätte aber grundsätzlich noch etwas mehr Raum neben den ganzen Nebenhandlungen bedingt durch die recht hohe Anzahl der Nebenfiguren, einnehmen dürfen.

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