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Veröffentlicht am 15.10.2024

dieses Buch hat mich wütend gemacht

Die schönste Version
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Das Buch " Die schönste Version" erzählt die Geschichte von Jella , ihr Aufwachsen in der Lausitz, ihre Teenyzeit, die ersten Begegnungen mit dem anderen Geschlecht, ihre Selbstfindung als Frau und zuletzt, ...

Das Buch " Die schönste Version" erzählt die Geschichte von Jella , ihr Aufwachsen in der Lausitz, ihre Teenyzeit, die ersten Begegnungen mit dem anderen Geschlecht, ihre Selbstfindung als Frau und zuletzt, bzw parallel dazu erzählt es die Beziehung zu Yannik, die ich als toxische Beziehung bezeichnen würde und die in einer Katastrophe endet.

Ich habe in meiner Überschrift geschrieben, dass mich dieses Buch wütend gemacht hat und so war es auch.
Beginnen tut die Geschichte damit , dass Jella sich von Yannik trennt, weil er sie gewürgt hat und sie in dem Moment um ihr Leben gefürchtet hat. Sie ist bei ihrem Vater untergekommen, der allein lebt, da Jellas Mutter sich schon vor langer Zeit von ihm getrennt hat. Sie hat also nicht unbedingt ein Vorbild in ihren Eltern, wie eine Beziehung positiv ausgehen kann.
In Rückblicken erfahren wir von Jellas Jugend, ihren Kontakten zum anderen Geschlecht, das immer davon geprägt war " Was erwarten die Jungs von mir? Bin ich genug? Bringe ich das, was von mit erwartet wird? Nie standen ihre eigenen Bedürfnisse im Vordergrund. Sie machte Sachen und ließ Sachen mit sich machen, hinter denen sie nicht stand, nur um zu gefallen und als es zu einem sexuellen Übergriff kommt, gibt sie sich selbst eine Teilschuld.
Ist es da verwunderlich, dass sie sich in einer Beziehung wiederfindet, die ihr nicht gut tut, wo sie sich nach etwas Verständnis und Entgegenkommen vom Partner im siebten Himmel wähnt, aber gar nicht mitbekommt, wie narzistisch ihr Partner ist und sie nur verlieren kann ?

Dieses Buch hat mir wieder vor Augen geführt, wie wichtig es ist den Kindern Selbstbewusstsein mitzugeben, ihnen das Gefühl zu geben " Du bist in Ordnung , so wie du bist und deine Bedürfnisse sind wichtig und es ist ok nein zu sagen."
Auch das gesellschaftliche Frauenbild, dass immer noch vorgibt, dass die Frau dafür da ist, den Mann zufrieden zu stellen und das die politische Bewegung, die immer mehr nach rechts schwenkt und dieses wieder propagiert und unterstreicht, in eine falsche Richtung geht.

Ruth Maria Thomas hat mich gecatcht mit ihrem Buch, hat die Gefühle in mir zum Klingen gebracht, von denen ich dachte, sie wären überwunden nach Frauenbewegung und Emanzipation. Aber ich merke, diese Themen sind noch lange nicht aufgearbeitet.

Die Autorin hat es wirklich verstanden mit ihrer empathischen und flüssigen Erzählweise den Leser sehr nah an dieses Thema heranzuführen und ich glaube, es bleibt keiner unberührt nach dem Lesen des Buches und ich hoffe, dass ganz viele junge Frauen dieses Buch lesen und für sich den Schluss ziehen " Nicht mit mir".

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Veröffentlicht am 11.10.2024

interessanter Gerichtsthriller

Mit kaltem Kalkül
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Für mich ist „Mit kaltem Kalkül“ das erste Buch dieses Autors das mich gut unterhalten hat.
Yasser, ein 10 jähriger Junge verschwindet mitten am Tag in Berlin. Seine Mutter lebt illegal in Deutschland ...

Für mich ist „Mit kaltem Kalkül“ das erste Buch dieses Autors das mich gut unterhalten hat.
Yasser, ein 10 jähriger Junge verschwindet mitten am Tag in Berlin. Seine Mutter lebt illegal in Deutschland und kann sich daher nicht an die Polizei wenden. Sie beauftragt den jordanischen Geheimdienstler Khalef mit der Suche. Khalef bewegt sich bei der Suche am Rande der Legalität und darüber hinaus, gibt der Polizei aber auf Umwegen einen Tipp, der ein weiteres Verbrechen aufdeckt.

Der zweite Fall der Rechtsmedizinerin Sabine Yao, hat mir gut gefallen. Ohne den ersten Fall zu kennen, war ich gleich mitten im Geschehen.
Als Leser bekommt man nicht nur einen spannenden Kriminalfall zu lesen, der für mich sehr realistisch war, sondern erfährt nebenbei sehr viel über die Arbeit von Rechtsmedizinern.

Wer Interesse an solchen Dingen hat, wird bei diesem Buch voll auf seine Kosten kommen, denn ein großer Teil dieses Buches widmet sich diesem Thema.

Mir persönlich kam dadurch die Spannung etwas zu kurz, daher 4 Sterne.

Der Schreibstil ist aber sehr flüssig und die einzelnen Kapitel kurz und knackig, was das Lesen einfach macht.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

verwirrend und mit einigen Längen

Das Pfauengemälde
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Wer sich für dichte Familiengeschichten interessiert und zudem Interesse an der Geschichte Rumäniens zeigt, wird sicherlich Freude an diesem Buch finden, mich konnte es leider nicht fesseln.

Ana und ...

Wer sich für dichte Familiengeschichten interessiert und zudem Interesse an der Geschichte Rumäniens zeigt, wird sicherlich Freude an diesem Buch finden, mich konnte es leider nicht fesseln.

Ana und ihr Vater Nicu leben mittlerweile in Deutschland. Nicu hat sich aber zur Aufgabe gemacht, den Familienbesitz, den das kommunistische Regime in Rümänien enteignet hat, wieder zurückzubekommen. Sinnbildlich dafür steht in diesem Buch " das Pfauengmälde".Über dieses Vorhaben hinaus stirbt Nicu und seine Tochter Ana führt dieses Vorhaben im Sinne ihres Vaters weiter.
Nachdem sie Kontakt zur Familie ihres Vaters aufgenommen hat fährt sie zurück nach Rumänien, um wieder in den Familienbesitz zu kommen. Diese Reise lässt viele Erinnerunge wieder hochkommen, die mit ihrer Kindheit und der Geschichte des Landes verbunden sind.

Die Autorin hat sicherlich viele gut Ansätze beim Lesen gehabt, doch leider überfordert sie mich als Leser mit zu vielen Namen und mit einigen Längen, die das Lesen sehr zäh gemacht haben. Die Geschichte Rümaniens ist sicherloich sehr intressant, doch die Erzählwiese konnte mich einfach nicht fesseln, weil das Ganze teilweise zu verwirrend konzipiert war.

Menschen, die einen Bezug zu diesem Land haben , werden das Buch sicherlich mit Interesse lesen, mich konnte es leider nicht begeistern.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

toller erster Teil

Im Nordwind
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„Im Nordwind „ ist der erste Teil einer Dilogie , der sich um eine junge Frau namens Alice dreht.
Wir schreiben das Jahr 1913 und Alice lebt im Arbeiterviertel von Hamburg zusammen mit ihrer Tochter Rosa ...

„Im Nordwind „ ist der erste Teil einer Dilogie , der sich um eine junge Frau namens Alice dreht.
Wir schreiben das Jahr 1913 und Alice lebt im Arbeiterviertel von Hamburg zusammen mit ihrer Tochter Rosa und ihrem gewalttätigen Ehemann Henk.Als die Misshandlungen überhand nehmen, entscheidet sich Alice, die aus einer Schaustellerfamilie kommt, sich von ihrem Ehemann zu trennen. Ein schwieriges Unterfangen zu der Zeit, da Frauen wenig Rechte hatten.
Bei der Scheidung soll ihr der Rechtsanwalt John Reeven helfen, der einmal in der Woche gemeinnützige Arbeit leistet und einfachen Menschen, die sich einen Rechtsanwalt nicht leisten können, Rechtsbeistand anbietet. Doch zwischen den beiden ist von Anfang an eine Vertrautheit, die sich auf Grund der Klassenunterschiede verbietet, zumal Reeven aus einer vermögenden Unternehmerfamilie stammt und verlobt ist.

Mir hat der Schreibstil der Autorin von Anfang an gut gefallen, sie schildert die Lebensumstände der einfachen Leute sehr realistisch und ihre Art zu erzählen lässt die Seiten nur so dahinblättern.
In Rückblicken erfahren wir auch noch einige Geheimnisse., die Alice umgeben und auch von der Familie Reeven erfährt der Leser so einiges.

Ich bin gespannt, wie die Geschichte um John Reeven und Alice weitergeht und werde die Autorin im Auge behalten und mir ihre anderen Bücher auch anschauen.

Dicke Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.09.2024

ein Trauma in der amerikanischen Geschichte

Die Frauen jenseits des Flusses
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Kristin Hannah hat in ihrem Buch " Die Frauen jenseits des Flusses" ein Thema der amerikanischen Geschichte aufgegriffen und in einem Roman verarbeitet, das bis heute nachwirkt, den Vietnamkrieg. In diesem ...

Kristin Hannah hat in ihrem Buch " Die Frauen jenseits des Flusses" ein Thema der amerikanischen Geschichte aufgegriffen und in einem Roman verarbeitet, das bis heute nachwirkt, den Vietnamkrieg. In diesem Roman wird überwiegend über die Frauen berichtet, die in Geschichtsbüchern wenig Erwähnung finden.

Frances McGrath wächst wohlbehütet in den sechziger Jahren in einer wohlhabenden Familie in Kalifornien auf. Sie lässt sich zur Krankenschwester ausbilden, weil sie nicht nur darauf warten will, irgendwann einen passenden Ehemann zu finden, das Ansinnen vieler jungen Frauen in dieser Zeit.
Als ihr Bruder in den Vietnamkrieg zieht und nicht wiederkommt, entscheidet sich Fances als Krankenschwester in den Krieg zu ziehen. Grausame Erfahrungen in dieser Zeit lassen das Nachhausekommen nach 2 Jahren Dienst an der Front schwierig werden. Die Oberflächlichkeit ihrer Umwelt ist für sie schier unterträglich. Was ihr aber am meisten zu schaffen macht, dass weder ihre Eltern , noch das amerikanische Volk ihren Einsatz zu schätzen weiß, im Gegenteil, Hass und Ablehnung schlagen den Rückkehrern entgegen. Sie werden angespuckt und als Babykiller tituliert.
Francis hat neben einem schweren Posttraumatischen Belastungssyndrom nicht nur mit dieser Ablehnung ihre Probleme, sondern trauert auch ihrer großen Liebe nach, die sie in Vietnam verloren zu haben scheint.

Dieses Buch hat mich tief beeindruckt. In einer sehr anschaulichen, aber auch spannenden und unterhaltsamen Art und Weise, erfährt der Leser viel über den Vietnamkrieg und das Trauma, das Amerika durch diesen Krieg davongetragen hat. Zehntausende Soldaten starben für ihr Vaterland und noch mehr Soldaten wurden schwer verletzt und für ihr Leben gezeichnet.
Proteste formierten sich, nicht nur gegen den Vietnamkrieg, sondern später auch gegen das Vorgehen der Amerikaner gegen die Veteranen dieses Krieges. Lange muss man um eine Anerkennung kämpfen und ganz geschlossen hat sich diese Wunde doch nie ganz.
Auch die Liebesgeschichte von Frances findet einen Platz in diesem Buch, obwohl sie für mich nicht so wichtig war, wie die historischen Ereignisse in der Geschichte. Trotzdem wird dieses Buch auch durch die privaten Erlebnisse von Francis getragen. Es wird beschrieben, wie schwer es für Frances war ,ihre Erlebnisse zu verarbeiten und wieder in die amerikanische Gesellschaft zurückzukehren, die so gespalten war. Ihr Kampf zurück ins Leben hat mich sehr berührt.

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, was es ein ganz besonderes Buch ist, dass die Unsinnigkeit und Grausamkeit des Krieges noch einmal deutlich aufzeigt.

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