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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

eine Frau in den besten Jahren

Ja, nein, vielleicht
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Die Protagonistin dieses Romans ist Ende fünfzig,seit 10 Jahren geschieden und Mutter von Zwillingen. Die Kinder sind erwachsen, sie hat wieder Zeit zu schreiben und kann gut von ihrer Schriftstellerei ...

Die Protagonistin dieses Romans ist Ende fünfzig,seit 10 Jahren geschieden und Mutter von Zwillingen. Die Kinder sind erwachsen, sie hat wieder Zeit zu schreiben und kann gut von ihrer Schriftstellerei leben.Sie hat es sich in ihrem Singleleben bequem gemacht und genießt ihre Lebenssituation.
Eines Morgens entdeckt sie einen wackelnden Zahn und erfährt vom Zahnarzt, dass er nicht mehr zu retten ist. Dieser Zahn ist für sie Anlass über ihre Endlichkeit und ihre weitere Zukunft nachzudenken.
Ihre Freundin steht kurz vor der Heirat, was die Ich - Erzählerin sehr traurig macht, denn bei Treffen ist sie nun fast der einzige Single. Als sie dann Friedrich, eine verflossene Liebe wiedertrifft fragt sie sich, ob es sich lohnt noch mal den Mut aufzubringen in eine neue Beziehung zu gehen , um das Alleinsein, das sich für sie gar nicht so unangenehm anfühlt und ihre Selbstständigkeit aufzugeben.

Mir hat dieses Buch von Anfang an gut gefallen, ich mochte den Schreibstil der Autorin, von der ich bisher noch nichts gelesen hatte, der oft humorvoll war, aber auch zum Nachdenken anregte.
Sicherlich gehöre ich zu der Altersgruppe, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigt, das Älterwerden und alles, was damit zusammenhängt, aber der Autorin gelingt es einfach gut, diesen Lebensabschnitt und die Gedanken einer Frau zu den verschiedenen Themen in Worte zu fassen und trotzdem eine unterhaltsame Geschichte daraus zu machen.
Ich werde sicherlich noch zu weiteren Romanen dieser Autorin greifen.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

absolutes Lesevergnügen

Die Familienangelegenheiten der Johanne Johansen
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Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen, zuletzt immer wieder ihre wahren Lebensgeschichten, die meist schwere Schicksale wiedergaben. und schwer verdaulich waren.
Dieses Buch ist eine tolle ...

Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen, zuletzt immer wieder ihre wahren Lebensgeschichten, die meist schwere Schicksale wiedergaben. und schwer verdaulich waren.
Dieses Buch ist eine tolle Familiengeschichte, die mich von Anfang an begeistern konnte.

Johanne Johannsen geht nach 42 Jahren in den Ruhestand. sie war eine geschätzte Angestellte und Kollegin, die in der Schiffslogistiki gearbeitet hat und sich jetzt auf ihren Ruhestand freut. Doch dieser währt nicht lange.

Das Familienunternehmen Kurt Johannsen& Söhne, an der Johanne auch Anteile hält, steht kurz vor der Pleite. Der Mann ihrer zehn Jahre jüngeren Cousine Luise Gehrke, Thilo Alexander und sein missrater Sohn, haben die Reederei abgewirtschaftet. Louie hat ihrem Mann vertraut und Jpohanne, die damals in das Unternehmen einsteigen wollte und von ihrem Onkel schroff abgewiesen wurde, weil sie eine Frau war, hat sich auch nicht mehr gekümmert, doch jetztb ist ihr Ehrgeiz geweckt, denn schließlich handelt es sich um das Familienunternehmen. Und das wa´ihr Onkel damals nicht wollte, Frauen ins Unternehmen zu holen, ist jetzt die Rettung desselbigen. Mit voller Frauenpower machen sich die Frauen der Familie daran das Unternehmen zu retten. Werden sie es schaffen?

Von Anfang an war ich drin in dieser Familiegeschjichte. Sowohl der Schreibstil , als auch die Charaktere haben es mir sehr leicht gemacht mich in der Geschichte wohl zu fühlen. Johanne ist eine unnahbare Frau, die Sachen immer pragmatisch angeht und von " Schnickschnack" und Gefühlsduselei nicht viel hält. Und Luise, die Jahrzehnte lang nur als " Schmuckstück" ihres Mannes diente und ein oberflächliches High Socitiy Leben führte, macht eine erstaunliche Entwicklung in diesem Buch durch.
Viel hanseatisches Flair und humorige Schilderungen runden dieses Buch ab, das ich fast in einem Rutsch durchgelesen habe.

Einfach ein tolles Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Arcadia blieb mir seltsam fern

Durch das Raue zu den Sternen
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Arcadia ist ein dreizehnjähriges Mädchen, das ganz genau weiss, dass sie eines Tages eine musikalische Karriere haben wird. Ihre Mutter , die kurz weg ist, komponiert Musikstücke und hat sie früh an die ...

Arcadia ist ein dreizehnjähriges Mädchen, das ganz genau weiss, dass sie eines Tages eine musikalische Karriere haben wird. Ihre Mutter , die kurz weg ist, komponiert Musikstücke und hat sie früh an die Musik herangeführt. Nun will Arkadia Mitglied in einem berühmten Knabenchor werden in der Hoffnung, dass ihre Mutter dann zurückkommt, wenn sie davon erfährt, dass Arcadia eine bekannte Solistin geworden ist.

Was soll ich sagen. leider konnte mich das Buch nicht so erreichen und begeistern wie viele andere hier.
Ich habe keinen richtigen Zugang zu Arcadia gefunden und auch die Art zu erzählen, die der Autor für dieses Buch gewählt hat habe ich als anstregend empfunden.
Ja, das Schicksal von Arcadia ist schwer. Eine psychisch kranke Mutter, ein Vater, der damit nicht zurecht kommt. Arcadia ein Mädchen das hochbegabt ist und das Schicksal vieler dieser Kinder teilt, dass sie meist Einzelgänger sind und wenn dann oft erwachsene Freunde haben. Ja, es hat mich beeindruckt, wie sie um das gekämpft hat, was ihr wichtig war, um es zu erreichen, aber trotzdem ist sie mir in dem ganzen Buch nie so nahe gekommen, dass ich sagen kann, es hat mich total berührt und ich habe mit ihr mitgelitten und mitgefiebert. Ich weiss nicht genau woran es gelesen hat, aber die ganze Geschichte blieb mir seltsam fern.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

was für ein Buch

Am Meer ist es schön
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Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen und jedes Mal bin ich begeistert.
Auch mit diesem Buch das ein Kapitel unserer Geschichte beschreibt, das sicherlich viele meiner Generation betraf ...

Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen und jedes Mal bin ich begeistert.
Auch mit diesem Buch das ein Kapitel unserer Geschichte beschreibt, das sicherlich viele meiner Generation betraf und das gern unter den Tisch gekehrt wird, hat Barabara Leciejewski mich wieder begeistert.

Sie verbindet zwei Themen miteinander, die es in sich haben, die Kinderverschickung von hunderttausenden von Kindern und ihre Konsequenzen und die Zustände in Pflegeheimen und der Abschied der Kinder von ihrer Mutter.

Susanne Lach ist als Kind nach St. Peter- Ording verschickt worden, da sie für zu leicht befunden wurde. 6 Wochen sollte sie eine schöne Zeit am Meer verbringen mit vielen anderen Kindern. Die Eltern wähnten sie in guten Händen.
In den sechziger Jahren ein gängige Praxis bei vielen Kinder, was sich allerdings in diesen Heimen zugetragen hat an psychicher und physischer Gewalt, ist erst vor einigen Jahren durch eine Dokumentation im Fernsehen publik gemacht worden. Seitdem nehmen sich viel Autoren dieses Themas an.
Diese Autorin hat dieses Thema sehr sensibel und kenntnisreich umgesetzt.

Erzählt wird diese Geschichte, in dem Susanne, die ihre Mutter in einem Pflegeheim betreut, ihrer Tochter, die sie begleitet, diese Geschichte erzählt. Auch ihre Mutter , die im Sterben liegt, will plötzlich wissen, wie das denn früher gewesen ist, denn als Susanne aus der Kur zurückkam und erzählte, was ihr dort Schreckliches passiert ist, haben die Eltern ihr nicht geglaubt. Sie wurde mit dem Erlebten allein gelassen und das hat tiefe Traumata hinterlassen, die bis ins Erwachsenenalter nachhallen und ihr Leben maßgeblich beeinflusst haben.

Es ist schon erschreckend zu lesen, was sich in diesen Heimen teilweise zugetragen hat. Erzeihungsmethoden, die noch die deutliche Handschrift der Nazipädagogik trugen, haben die Seelen vieler Kinder verletzt und sie konnten sich nicht wehren.
Fast jeder hat in der Familie jemanden, der in solch einer Kur war. Nicht alle Heime waren so schrecklich , wie das hier beschriebene, aber es gab auch welche, die noch schlimmer waren. Es soll sogar zu Todesfällen gekommen sein.

Hoffen wir, das solch eine Zeit nicht wiederkommt.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

die Geschichte über Theklas Freundinnen

Wir sehen uns wieder am Meer
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In den ersten beiden Büchern der Autorin wird über Juni`s Großmutter und Großvater geschrieben, das letzte Buch ihrer Trilogie widmet die Autorin Theklas Freundinnen Birgit, Nadia und Annelies.
" Wie ...

In den ersten beiden Büchern der Autorin wird über Juni`s Großmutter und Großvater geschrieben, das letzte Buch ihrer Trilogie widmet die Autorin Theklas Freundinnen Birgit, Nadia und Annelies.
" Wie sehen uns wieder am Meer" hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen, weil es über die Kriegszustände und die Nachkriegszeit in Norwegen und Russland berichtet, Ländern, die nicht so häufig in Büchern vorkommen.

Im Mittelpunkt dieses Buches stehen Birgit und Nadia.
Nadia wird von den Deutschen aus der Ukraine verschleppt, die Norwegen besetzt haben und muss als Zwangsarbeiterin in den Fischfabriken in Bodo arbeiten, sieblebt in einem Lager.
Birgit kommt als Krankenschwester in diesen kleinen norwegischen Ort und lernt Nadia im Rahmen ihres Berufes kennen.
Wir erfahren als Leser viel über die Zustände, die in solchen Lagern herrschten, von der Willkür und Grausamkeit der deutschen Besatzer und der Ausweglosigkeit der russischen Kriegsgefangenen, die zu tausenden in Norwegen in Lagern lebten und dort mishandelt wurden.

Birgit engagiert sich neben ihrem Beruf als Krankenschwester im Widerstand und hilft entflohenen Kriegsgefangen bei der Flucht und sich zu verstecken. Außerdem arbeitet sie als Spionin für die Amerikaner.
Als sie dabei erwischt wird, wird sie von den Deutschen kurz vor Kriegsende gefangen genommen.
Nach dem Krieg arbeitet sie für die norwegische Botschaft in Moskau, trifft dort ihre Liebe wieder und wird dort widerum vom KGB erpresst, für dwen KGB zu arbeiten.

Mich haben die Schicksale von Nadia und Birgit, aber auch von Annelies, die aber nur eine Nebenrolle hat , stark bewegt und noch lange beschäftigt. Trude Teige versteht es sehr gut dem Leser die Kriegs,- aber auch die Nachkriegszeit in diesen beiden Länder nahe zu bringen, die politischen Entwicklungen, die dazu führten, dass Russland und Norwegen sich immer weiter voneinander entfernten.

Tekla, Juni´s Großmutter spielt hier insofern eine Rolle, als sie durch Briefe und Gespräche in die Geschichte involviert ist.

Schade, dass diese Reihe mit diesem Buch endet, ich habe alle drei Bücher, die man auch unabhängig voneinander lesen kann, sehr gerne gelesen und kann sie nur empfehlen.



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