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Veröffentlicht am 23.08.2025

die Geschichte über Theklas Freundinnen

Wir sehen uns wieder am Meer
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In den ersten beiden Büchern der Autorin wird über Juni`s Großmutter und Großvater geschrieben, das letzte Buch ihrer Trilogie widmet die Autorin Theklas Freundinnen Birgit, Nadia und Annelies.
" Wie ...

In den ersten beiden Büchern der Autorin wird über Juni`s Großmutter und Großvater geschrieben, das letzte Buch ihrer Trilogie widmet die Autorin Theklas Freundinnen Birgit, Nadia und Annelies.
" Wie sehen uns wieder am Meer" hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen, weil es über die Kriegszustände und die Nachkriegszeit in Norwegen und Russland berichtet, Ländern, die nicht so häufig in Büchern vorkommen.

Im Mittelpunkt dieses Buches stehen Birgit und Nadia.
Nadia wird von den Deutschen aus der Ukraine verschleppt, die Norwegen besetzt haben und muss als Zwangsarbeiterin in den Fischfabriken in Bodo arbeiten, sieblebt in einem Lager.
Birgit kommt als Krankenschwester in diesen kleinen norwegischen Ort und lernt Nadia im Rahmen ihres Berufes kennen.
Wir erfahren als Leser viel über die Zustände, die in solchen Lagern herrschten, von der Willkür und Grausamkeit der deutschen Besatzer und der Ausweglosigkeit der russischen Kriegsgefangenen, die zu tausenden in Norwegen in Lagern lebten und dort mishandelt wurden.

Birgit engagiert sich neben ihrem Beruf als Krankenschwester im Widerstand und hilft entflohenen Kriegsgefangen bei der Flucht und sich zu verstecken. Außerdem arbeitet sie als Spionin für die Amerikaner.
Als sie dabei erwischt wird, wird sie von den Deutschen kurz vor Kriegsende gefangen genommen.
Nach dem Krieg arbeitet sie für die norwegische Botschaft in Moskau, trifft dort ihre Liebe wieder und wird dort widerum vom KGB erpresst, für dwen KGB zu arbeiten.

Mich haben die Schicksale von Nadia und Birgit, aber auch von Annelies, die aber nur eine Nebenrolle hat , stark bewegt und noch lange beschäftigt. Trude Teige versteht es sehr gut dem Leser die Kriegs,- aber auch die Nachkriegszeit in diesen beiden Länder nahe zu bringen, die politischen Entwicklungen, die dazu führten, dass Russland und Norwegen sich immer weiter voneinander entfernten.

Tekla, Juni´s Großmutter spielt hier insofern eine Rolle, als sie durch Briefe und Gespräche in die Geschichte involviert ist.

Schade, dass diese Reihe mit diesem Buch endet, ich habe alle drei Bücher, die man auch unabhängig voneinander lesen kann, sehr gerne gelesen und kann sie nur empfehlen.



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Veröffentlicht am 23.08.2025

Borkum und seine Vergangenheit

Der Sommer am Ende der Welt
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Eva Völler ist eine von mir geschätzte Autorin deren Bücher ich immer wieder gerne lese. Auch ihr neues Buch " Der Sommer am Ende der Welt" hat mir gefallen, allerdings fand ich das Hauptthema des Buches ...

Eva Völler ist eine von mir geschätzte Autorin deren Bücher ich immer wieder gerne lese. Auch ihr neues Buch " Der Sommer am Ende der Welt" hat mir gefallen, allerdings fand ich das Hauptthema des Buches , das Schicksal der Verschickungskinder etwas öberflächlich behandelt.

Inspiriert zu diesem Buch wurde die Autorin durch ein Ereignis in der eigenen Familie. Ihr Bruder gehörte auch zu der Generation der"Verschickungskinder "und hat ähnliches erlebt, wie in diesem Buch beschrieben. Hanna übernimmt diese Rolle im Buch, denn auch ihre Mutter hat als " Verschickungskind viel Leid ertragen müssen in dem Haus, das früher ein Kinderheim war und heute als Luxushotel Hanna Unterkunft auf Borkum bietet.

Erzählt wird diese Geschichte auf zwei Zeitebenen, einmal in der Gegenwart, in der die Journalistin Hanna auf die Nordseeinsel Borkum fährt und dort Recherchearbeit betreibt für einen Artikel über das Schicksal von " Verschickungskindern " in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Was sie dort zutage fördert ist nicht nur erschreckend, sondern geht noch weiter bis in die Kriegszeit zurück, in der die verantwortlichen Personen sich weiterer Verbrechen schuldig gemacht haben. Was macht dieses Wissen mit nachfolgenden Generationen ?

Ich muss sagen, dass ich dieses Buch sehr gerne gelesen habe, es wurde sehr flüssig und auch spannend erzählt, denn Frau Völler belässt es nicht nur bei der Erzählung über das Schicksal der "Verschickungskindern",das mich sehr berührt hat, sondern bringt auch noch eine Liebesgeschichte und eine Kriminalgeschichte in das Geschehen mit ein und da liegt auch mein Kritikpunkt bei diesem Buch. Irgendwie hat sie zuviel gewollt. Vielleicht wollte sie mit den Nebensträngen dem Thema die Schärfe nehmen und das ganze etwas auflockern, aber irgendwie ist mir dabei das Hauptthema ein wenig zu oberflächlich geraten. Das Schicksal der " Verschickungskinder" wurde dadurch für mich zu Nebensache und Hannas Erlebnisse, die dann durch die Kriminalgeschichte noch etwas an Dramatik erfährt, stand dann im Vordergrund.

Trotzdem empfehle ich dieses Buch, denn es lässt sich wirklich gut lesen, man erfährt nebenbei auch noch viel über die Nordseeinsel Borkum, die ich nach diesem Buch gerne noch einmal wieder besuchen möchte.


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Veröffentlicht am 17.08.2025

psychologische sehr interessantes Buch

Schattengrünes Tal
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" Schattengrünes Tal " ist das erste Buch das ich von dieser Autorin gelesen habe und es hat mir , vor allem vom psychologischen Aspekt, gut gefallen.

Die Geschichte spielt in einem kleinen Ort im Nordschwarzwald. ...

" Schattengrünes Tal " ist das erste Buch das ich von dieser Autorin gelesen habe und es hat mir , vor allem vom psychologischen Aspekt, gut gefallen.

Die Geschichte spielt in einem kleinen Ort im Nordschwarzwald. Lisa ist die Tochter eines Hotelbesitzers , der das Hotel " Zum alten Forsthaus"betreibt,das mittlerweile in die Jahre gekommen ist und dringend renoviert gehörte . Lisa arbeitet bei der örlichen Tourismusbehörde, hilft ihrem Vater aber auch bei der Buchführung und möchte das Hotel eigentlich übernehmen. Ihr Vater aber, ein Patiarch wie er im Buche steht, hofft auf die Rückkehr seines Sohnes, der mehr oder weniger vor ihm geflohen ist, weil er ihn ständig in Rollen drängen wollte, in denen er sich nicht sah.Doch die Wünsche der Kinder spielten nie eine Rolle. Die Mutter, sehr zurückhaltend und früh an Demenz erkrankt, konnte dem nichts entgegensetzten. Lisa spielt nur die zweite Geige, tut aber alles , um die Anerkenneung ihres Vaters zu bekommen, die er ihr aber ständig verwehrt.
Ihre Ehe ist mittlerweile auch zu einer gewissen Gewohnheit geworden, seitdem die Tochter im Ausland ist, suchen Simon und sie einen anderen Weg zueinander.

Eines Tages kommt eine junge Frau in das Dorf, die das Leben aller Personen innerhalb der Familie maßgeblich verändert.
Daniela gibt sich zu Anfang hilflos und bereit überall zu helfen , doch das Blatt wendet sich, was führt sie im Schilde ?

Der Sog dieses Buches entwickelt sich nach und nach. Was beschaulich beginnt, wird zu einer Geschichte von der man weiß, das kann nicht gut ausgehen. Der Autorin gelingt es wirklich gut, die Psychologie dieser Geschichte herauszuarbeiten und zum Mittelpunkt der Spannung zu machen.

Die einzelnen Protagonisten werden gut beschrieben, vor allem Daniela, die die Manipulation beherrscht , wie keine Zweite und sie betreibt sie so geschickt, dass Lisa und auch alle anderen Personen lange brauchen, um ihr Spiel zu durchschauen.

Den Schreibstil habe ich als sehr flüssig empfunden und so bin ich schnell durch das Buch geflogen das mich wirklich gut unterhalten hat.

Ich werde sicherlich noch weitere Bücher dieser Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

auch ihr zweites Buch hat mich begeistert

Eine gute Ehe
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" Eine gute Ehe" ist das zweite Buch das ich von Lisa Quentin lese. Ihr Debüt " Ein völlig anderes Leben" konnte mich genauso begeistern wie ihr neues Buch.

Aniko, später Margarete ist Deutsch- Ungarin ...

" Eine gute Ehe" ist das zweite Buch das ich von Lisa Quentin lese. Ihr Debüt " Ein völlig anderes Leben" konnte mich genauso begeistern wie ihr neues Buch.

Aniko, später Margarete ist Deutsch- Ungarin und wird mit ihren Eltern nach dem Krieg aus ihrem Geburtsland vertrieben. Sie verlieren alles und müssen fünf Jahre in einem kleinen Zimmer auf einem Bauernhof leben, nicht willkommen und dieses Gefühl verliert sich auch nie. Sie sind die, die aus Ungarn kommen, die Zigeuner.
In Deutschland wird Aniko zu Maragarete und ihr größßter Wunsch ist es Lehrerin zu werden. Sie beginnt ihr Studium und ist sehr erfolgreich. Doch dann lernt sie Lenz kennen, wird schwanger und heiratet und ihr Studium rückt in weite Ferne. Ihr Mann wird ein erfolgreicher Mediziner und in den sechziger Jahren , in denen das Buch spielt, ist es klar, dass Margarete sich um die Familie kümmert, egal welche Wünsche sie hat. Der Mann bestimmt und die Frau hat zu folgen.
Die Ehe wird für Maragarete zu einer großen Herausforderung. Ihr Mann kauft ohne überhaupt mit ihr geredet zu haben ein grosses Haus in einem angesehenen Viertel, weit außerhalb, Maragarte wird noch einmal schwanger mit Anja und ihr Mann betrügt sich in regelmäßigen Abständen mit anderen Frauen.
Margarete wird immer unglücklicher, fühlt sich überfordert und versucht einen halbherzigen Versuch aus ihrem Leben auszubrechen, der aber gleich durch ihr schlechtes Gewissen abgebrochen wird.
Wie soll sie einen für sie erträgliches Leben findn.

Wie schon in ihrem ersten Buch trifft die Autorin mit dem Thema wieder genau ins Schwarze. Die Rolle der Frau in den fünfziger und sechziger Jahren und als Protagonistin, die sich mit dieser Situation nicht zufrieden gibt.

Ich fand die Zeit und die Rolle der Frau sehr gut beschrieben, die Ausweglosigkeit, die auch dadurch für Frauen, die etwas verändert wollten entstand, dass sie auch bei ihren Geschlechtsgenossinnnen kein Verständnis fanden.
ber auch die Situation von Vertriebenen, die ihr Leben lang ihrer Heimat hinterhertrauern und sich nirgendwo zu Hause fühle, wurde gut beschrieben.
Margarete war für mich eine sehr sympathische Protagonistin , der ich gern gefolgt bin und deren Gedanken und Gefühle ich gut verstehen konnte.

Von mir eine großeLeseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.08.2025

ein überzeugendes Debüt

Nest
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Passend zur Pressemitteilung, dass die häuslichen Missbrauchsfälle weiter angestiegen sind, habe ich das Debüt " Nest" von Roisin O`Donnel gelesen und muss sagen, dass mich dieses Buch voll und ganz überzeugt ...

Passend zur Pressemitteilung, dass die häuslichen Missbrauchsfälle weiter angestiegen sind, habe ich das Debüt " Nest" von Roisin O`Donnel gelesen und muss sagen, dass mich dieses Buch voll und ganz überzeugt hat. Von Seite eins an verfolgt man gebannt die Geschichte von Ciara und fragt sich, wie das endet.

Ciara Fay ist Lehrerin aus England. Sie ist mit einem Iren verheiratet und hat 2 kleine Töchter. Eines Tages entschließt sie sich ihren Mann zu verlassen .Der charmante, aufmerksame Mann , den sie geheiratet hat, wird für sie immer mehr zur Bedrohung. Sie fühlt sich nicht mehr sicher in ihrer Ehe, die psychischen Misshandlungen nehmen immer mehr zu, sie merkt, sie ist nicht mehr der Mensch , der sie einmal war und sie wartet jeden Tag darauf, dass alles eskaliert.

Als Leser verfolgen wir Ciara Fay auf ihrem Weg , der es in sich hat. Von der ersten Seite an baut dieses Buch Spannung auf und man erfährt nach und nach, was Ciara erleiden musste, wie sie immer mehr klein gemacht und unterdrückt wurde , ihre Bedürfnisse und Wünsche ignoriert wurden, bis sie nicht mehr der Mensch war, der diese Ehe einging.
Mitzuverfolgen, wie sich eine Frau in einer Ehe fühlt in der psychische Gewalt ausgeübt wird und wie schwer es ist , sich aus diesem Kreislauf zu befreien, war erschreckend mitanzusehen. Ich glaube jeder, der so etwas nicht mitelebt hat, kann nicht ermessen, wieviel Kraft es kostet, sich von solch einem Menschen zu befreien. Allein den ersten Schritt zu wagen kostet Kraft und Mut und das ist ja erst der Anfang.

Mir ist es oft kalt über den Rücken gelaufen und ich habe oft gedacht, warum reagiert Ciara jetzt so, warum setzt sie ihm nichts entgegen, aber ich denke wirklich, dass man nur nachempfinden kann, wieviel Angst man hat, wenn man es selbst erlebt hat.

Der Autorin gelingt es wirklich ausgezeichnet die Gefühle und Ängste der Protagonistin darzustellen. Ihre vielen Versuche der Befreiung, ihr widerholtes Scheitern, immer in Angst, dass die Kinder keinen Schaden nehmen und das Wissen, dass man mit vielen Problemen ganz allein darsteht.

Auch die Sprache dieses Buches hat mir gut gefallen und hat das Lesen, abgesehen von dem Thema zu einem Vergnügen gemacht. Ich bin gespannt, was wir von dieser Autorin noch hören.

Eine überraschendes und überzeugendes Debüt, dem ich eine große Leserschaft wünsche.

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