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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2025

Ein Blick in die Rechtsmedizin, der unter die Haut geht

Mit kalter Hand
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„Mit kalter Hand“ bietet erneut spannende Einblicke in die Arbeit der Rechtsmedizin rund um Sabine Yao. Der Fokus liegt weniger auf Hochspannung, sondern auf der realistischen Darstellung von Ermittlungsarbeit, ...

„Mit kalter Hand“ bietet erneut spannende Einblicke in die Arbeit der Rechtsmedizin rund um Sabine Yao. Der Fokus liegt weniger auf Hochspannung, sondern auf der realistischen Darstellung von Ermittlungsarbeit, fachlich fundiert und erschreckend nah an wahren Fällen. Besonders das Ende zeigt eindrucksvoll, dass es in der Rechtsmedizin kein Innehalten gibt, die Arbeit geht einfach weiter.

Man begleitet die Rechtsmedizinerin Sabine Yao bei mehreren ungewöhnlichen Fällen: ein vermeintlicher Suizid, ein mysteriöser Unfall ohne Waffe, grausam getötete Pferde und schließlich Leichenteile im Spandauer Forst. Während sich einige Spuren schnell als harmloser entpuppen, bleibt die Frage nach dem Pferderipper lange spannend. Am Ende zeigt sich: Die Täter sind nicht dieselben und genau diese realistische Wendung passt zum nüchternen, authentischen Stil der Reihe. Ich fand die Mischung aus fiktiven Geschichten und wahren Fällen wieder sehr gelungen.
Etwas schade fand ich, dass Yao als Privatperson diesmal kaum beleuchtet wurde. Auch manche Fälle wirkten für mich nicht ganz so packend wie in den Vorgängerbänden, und spannende Ermittlungsansätze wie das „Büchsenlicht“ wurden nicht weitergeführt. Trotzdem überzeugt das Buch durch Authentizität, fundierte Recherche und eine starke Protagonistin.

Ein besonderer Thriller mit anderem Fokus, realistisch, detailreich und empfehlenswert für alle, die echte Einblicke in die Rechtsmedizin schätzen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Spannend, atmosphärisch, aber nicht ganz ohne Schwächen

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
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Das Buch konnte mich mit seiner dichten Atmosphäre, dem spannenden Setting und den vielen kleinen Anspielungen auf Horror- und Teenie-Kultfilme von Anfang an fesseln. Besonders das Setting im Spukhaus ...

Das Buch konnte mich mit seiner dichten Atmosphäre, dem spannenden Setting und den vielen kleinen Anspielungen auf Horror- und Teenie-Kultfilme von Anfang an fesseln. Besonders das Setting im Spukhaus hat für eine tolle Stimmung gesorgt, die sich wirklich wie ein Horrorfilm angefühlt hat.

Allerdings hatte ich persönlich Schwierigkeiten, mich komplett in die Protagonisten hineinzuversetzen, da sie noch sehr jung sind und dementsprechend auch jugendlich reagieren. Das hat für mich manchmal eine gewisse Distanz geschaffen.

Auch das Ende empfand ich eher als vorhersehbar. Die entscheidenden Hinweise gab es schon recht früh, sodass die Auflösung keine echte Überraschung mehr war. Buffys Verhalten, das lange so verdächtig wirkte, wurde am Ende zwar erklärt, diese Erklärung fand ich jedoch nicht ganz überzeugend. Zudem war mir das Happy End insgesamt ein wenig zu glatt und unrealistisch.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich der Schreibstil mitgerissen, und ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen. Wer Lust auf eine spannende, atmosphärische Story mit Grusel-Feeling hat, wird hier auf seine Kosten kommen, auch wenn das große Finale nicht jeden überraschen dürfte.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Nervenkitzel geht in die nächste Runde

Good Girl, Bad Blood
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Nach dem packenden Auftakt war ich gespannt, ob Holly Jackson die Spannung im zweiten Band halten kann und sie hat mich nicht enttäuscht!

Pip hat sich eigentlich geschworen, nie wieder zu ermitteln. Doch ...

Nach dem packenden Auftakt war ich gespannt, ob Holly Jackson die Spannung im zweiten Band halten kann und sie hat mich nicht enttäuscht!

Pip hat sich eigentlich geschworen, nie wieder zu ermitteln. Doch als Jamie, der Bruder ihres Freundes Connor, spurlos verschwindet und die Polizei untätig bleibt, beginnt sie erneut Fragen zu stellen. Diesmal ist der Druck noch größer, denn die Zeit läuft ihr davon.

Die Mischung aus klassischem Krimi, jugendlicher Frische und modernen Elementen wie Pips True-Crime-Podcast hat mir sehr gefallen. Es wirkt stellenweise wirklich so, als würde man Pip, Ravi und die anderen live begleiten. Nach einem etwas langsameren Einstieg nimmt die Handlung deutlich Fahrt auf und wird zu einem echten Pageturner. Die Wendungen sind clever konstruiert, das Ende überraschend und gleichzeitig emotional.

Pip selbst wirkt hier reifer als im ersten Band, doch man spürt auch, wie sehr sie unter den Folgen ihrer Bekanntheit leidet. Dadurch bekommt ihre Figur noch mehr Tiefe. Ravi ist und bleibt ein Highlight, seine Unterstützung und die süße Dynamik zwischen ihm und Pip sind eine schöne Ergänzung zur spannenden Handlung.

Ein kleiner Kritikpunkt: An einigen Stellen hat sich die Übersetzung für mich etwas holprig gelesen. Außerdem muss man akzeptieren, dass es nicht ganz realistisch ist, wie selbstverständlich Pip in Ermittlungen eintaucht, die eigentlich in die Hände der Polizei gehören. Wer sich daran stört, könnte Schwierigkeiten mit der Glaubwürdigkeit haben.

Insgesamt ist Good Girl, Bad Blood aber ein spannender, emotionaler und cleverer zweiter Band, der Lust auf das Finale der Trilogie macht. Für Fans von Jugendthrillern, die zum Miträtseln einladen, auf jeden Fall empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Ein Krimi zum Miträtseln: clever, emotional, überraschend

A Good Girl’s Guide to Murder
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„A Good Girl’s Guide to Murder“ ist ein wahnsinnig spannender Debütroman, der mich von Anfang bis Ende mitgerissen hat. Holly Jackson schafft es, die Ermittlungen von Pippa so authentisch zu schildern, ...

„A Good Girl’s Guide to Murder“ ist ein wahnsinnig spannender Debütroman, der mich von Anfang bis Ende mitgerissen hat. Holly Jackson schafft es, die Ermittlungen von Pippa so authentisch zu schildern, dass man sich selbst wie ein Teil des Falls fühlt. Besonders gelungen fand ich die Mischung aus klassischen Kapiteln und Protokollen, die den Lesefluss auflockern und das Gefühl verstärken, direkt in Pips Kopf mitzudenken.
Die Geschichte bleibt bis zur letzten Seite fesselnd, mit unerwarteten Wendungen und einem Finale, das man so nicht kommen sieht. Genau diese Unvorhersehbarkeit macht das Buch aus und hebt es von vielen anderen Jugendthrillern ab. Ich habe es in kürzester Zeit durchgelesen und konnte es kaum aus der Hand legen.
Pip als Protagonistin ist dabei nicht immer einfach: zu Beginn wirkt sie oft besserwisserisch und etwas kindlich, was manchmal schwer nachvollziehbar war. Doch im Verlauf der Handlung habe ich mich an ihre Eigenheiten gewöhnt und fand ihre Hartnäckigkeit letztlich sehr überzeugend. Besonders gut gefallen haben mir die Nebenfiguren, allen voran Ravi, der gemeinsam mit Pip ein starkes Ermittlerteam bildet, und auch Victor, der Pip immer wieder unterstützt. Eine der emotional stärksten Stellen für mich war, was mit Hund Barney geschieht, das ging mir unglaublich nahe.
Natürlich gibt es auch ein paar Punkte, die man kritisch sehen kann. So ist es etwas unrealistisch, dass eine 17-Jährige eine ganze Mordermittlung besser vorantreibt als die Polizei, und dass fast alle Figuren so bereitwillig intime Details preisgeben. Doch das habe ich der Spannung zuliebe gerne in Kauf genommen.

Alles in allem ist „A Good Girl’s Guide to Murder“ ein packender Jugendthriller, der zum Miträtseln einlädt und mich trotz kleiner Schwächen absolut begeistert hat.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Atmosphärisch, düster und voller Geheimnisse

Gothikana – Eine Liebe, die alle Regeln bricht
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Gothikana entführt in eine düstere, geheimnisvolle Welt voller Atmosphäre. Ein Schloss auf einem Hügel, neblige Wälder, dunkle Seen, die University of Verenmore ist der perfekte Schauplatz für eine Geschichte, ...

Gothikana entführt in eine düstere, geheimnisvolle Welt voller Atmosphäre. Ein Schloss auf einem Hügel, neblige Wälder, dunkle Seen, die University of Verenmore ist der perfekte Schauplatz für eine Geschichte, die Romantik, Geheimnisse und eine Spur Gefahr miteinander verwebt.
Corvina, die Außenseiterin, bekommt hier die Chance auf einen Neuanfang und findet Freundschaften, aber auch eine rätselhafte Vergangenheit. Die mysteriösen Vorfälle an der Universität haben mich sofort gefesselt, und besonders die Interaktionen zwischen ihr und Professor Vad Deverell sorgen für eine Mischung aus Spannung, Verbotenem und emotionalem Knistern.
Der Schreibstil ist lebendig, bildhaft und transportiert die düstere Atmosphäre perfekt. Auch wenn mich die Liebesgeschichte gut unterhalten hat, hätte es den Spice für mich persönlich gar nicht gebraucht, die Spannung, die Figuren und das Setting tragen die Geschichte auch ohne.

Alles in allem ein packender, atmosphärischer Roman, der sich perfekt für alle eignet, die Dark Academia, geheimnisvolle Schauplätze und verbotene Liebe mögen.

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