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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2026

Schaurig schön!

Die Besucher
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. Dieser Roman ist ein raffiniert komponiertes Verwirrspiel der Wahrnehmung…
meisterhaft konstruiert und von bedrückender Intensität.
Ständig stellt sich die Frage…
Was ist Wirklichkeit und was entspringt ...

. Dieser Roman ist ein raffiniert komponiertes Verwirrspiel der Wahrnehmung…
meisterhaft konstruiert und von bedrückender Intensität.
Ständig stellt sich die Frage…
Was ist Wirklichkeit und was entspringt bloß der Vorstellung?
Und genau darin liegt die faszinierende Kraft dieses Romans!
Fesselnd, düster, spannungsgeladen und auf verstörende Weise einnehmend!
„Die Besucher“ zieht einen
unaufhaltsam in seinen Bann.
Lies dieses Buch!
Ich bin überzeugt,
du wirst es nicht bereuen! 5/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie haben ein echtes Schnäppchen gemacht und ein altes Haus in einer abgelegenen Gegend erstanden um es zu renovieren und Gewinnbringend weiter zu verkaufen. Doch eines Tages steht eine Familie vor der Tür. Dies war das Elternhaus des Vater und dieser wollte es seiner Familie einmal zeigen…
Eve bittet sie herein ohne zu ahnen, dass sie diese Familie nicht so leicht wieder loswird!

. „Wenn du den Raum mit einem Buch in der Hand betrittst, ein dickes Grinsen im Gesicht und dein Ehemann nur sagt: „Du siehst glücklich aus!“
Dann weißt du, dass dieses Buch etwas Besonderes ist.“

. In „Die Besucher“ begleiten wir die Geschichte aus der Perspektive von Eve, unserer Erzählerin. Zwischen den Kapiteln finden sich aber auch immer wieder rätselhafte Fragmente — Foreneinträge, Polizeiprotokolle, Zeitungsausschnitte — kleine Schnipsel, die zunächst zusammenhangslos wirken.
Doch dann, Stück für Stück fügen sie sich zu einem beunruhigend klaren Bild zusammen,
bis man langsam beginnt zu begreifen.
. Die Protagonistin war mir dabei sofort sympathisch…
in manchen Momenten erinnerte sie mich sogar an mich selbst! Allerdings hätte ich wohl deutlich früher auf mein Bauchgefühl gehört und garantiert niemanden ins Haus gelassen. Mit mir in der Hauptrolle gäbe es dieses grandiose Buch vermutlich nicht. 😂
. Besonders gelungen ist die Atmosphäre!
Anfangs wirkt alles erstaunlich realistisch und bodenständig. Nur hin und wieder schleichen sich düstere Momente ein, die eine unterschwellige Beklemmung erzeugen. Gerade diese Mischung aus Alltäglichkeit und feiner, kaum greifbarer Bedrohung macht die Geschichte so fesselnd.
Alles erscheint mysteriös und gleichzeitig unscheinbar und genau deshalb zieht einen das Buch so tief hinein in die Geschichte.
Es fällt unglaublich schwer,
es aus der Hand zu legen.
. Mit jedem neuen Hinweis spannt sich das erzählerische Netz enger, zieht einen tiefer hinein und lässt nicht mehr los.
Über die Handlung selbst möchte ich gar nicht viel verraten,
denn „Die Besucher“ ist ein Buch,
das man am besten völlig unvoreingenommen erlebt.
. Ich bin wirklich beeindruckt von dieser Gruselgeschichte. Kliewer gelingt hier ein teuflisch gutes Werk, das kaum Blut vergießen muss, um unter die Haut zu gehen.
. Schaurig schön und für mich
eine absolute Leseempfehlung!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2026

Für alle Karin Slaughter Fans!

Vier Minuten Stille - Und dann kam der Sturm
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. Wenn du einen Thriller suchst,
der dir dunkle menschlichen Abgründe vor Augen führt und dich zugleich auf eine emotionale Reise mitnimmt…
solltest du „Vier Minuten Stille“
unbedingt lesen.
Von der ...

. Wenn du einen Thriller suchst,
der dir dunkle menschlichen Abgründe vor Augen führt und dich zugleich auf eine emotionale Reise mitnimmt…
solltest du „Vier Minuten Stille“
unbedingt lesen.
Von der ersten Seite an entfaltet die Geschichte einen unwiderstehlichen Sog, der dich nicht mehr loslässt,
bis sie schließlich in einem überraschenden wie erschütternden Finale gipfelt! 5/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Eine Frau, ein Festival und eine neue Liebe…
doch jemand anderes will diese Idylle zerstören…
Eine Frau, tot in ihrem Garten…
Zwei unterschiedliche Fälle…
die jedoch auf tragische Weise miteinander verbunden sind!

. In „Vier Minuten Stille“ begleiten wir den Ermittler „Wase Rahimi“ als Erzähler durch die Gegenwart der Handlung. Immer wieder öffnen sich dabei Fenster in die Perspektiven anderer Figuren…
mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit. Gerade dieses raffinierte Wechselspiel verleiht dem Thriller eine beeindruckende erzählerische Tiefe, der ich mich kaum entziehen konnte.
. Die Geschichte beginnt mit atemloser Intensität und verliert zu keinem Zeitpunkt an Tempo. Stück für Stück treten neue Details des Mordfalls ans Licht, sorgsam verborgene Geheimnisse werden enthüllt und Zusammenhänge offenbaren sich auf ebenso schmerzhafte wie packende Weise. Dabei beantwortet der Roman sogar Fragen, die nach „Fünfzehn Minuten“ offen geblieben sind. Deshalb kann ich nur empfehlen, auch den ersten Band der Rahimi-Reihe zu lesen. Zwar funktioniert „Vier Minuten Stille“ problemlos eigenständig und bietet ein fesselndes Leseerlebnis, doch wenn man die Figuren bereits ins Herz geschlossen hat, treffen einen manche Enthüllungen umso tiefer…
Tränen nicht ausgeschlossen.
. Dieser Thriller ist durch und durch gelungen. Warnat versteht es meisterhaft, die Spannung Kapitel für Kapitel weiter anzuziehen, sodass Langeweile keine Chance hat. Besonders beeindruckend fand ich erneut die realistische Darstellung der polizeilichen Ermittlungsarbeit, die schon in „Fünfzehn Sekunden“ überzeugt hat. Als Leser oder Leserin fühlt man sich beinahe selbst als Teil des Ermittlerteams.
. Und als wäre all das noch nicht genug,
hat mich die Auflösung unerwartet getroffen. Zwar hatte ich eine Ahnung,
doch mit dieser Wendung hätte ich dann doch nicht gerechnet.
Warnats Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und unglaublich mitreißen!
Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen.
. Eindrucksvolle Charaktere, ein packendes Setting und eine grandios erzählte Geschichte machen diesen Thriller für mich zu einer absoluten Leseempfehlung!
Und ehrlich gesagt bleibt am Ende vor allem ein Wunsch zurück…
Ich brauche unbedingt mehr davon!
. In diesem Sinne…
Memento mori!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2026

Kann man lesen/ muss man aber nicht. 😂

Das Haus des Exorzisten
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. Wenn du Lust auf eine zuckersüße kleine Exorzismus-Geschichte hast,
die dir zwar nicht das Blut in den Adern gefrieren lässt, dich dafür aber
für ein paar Stunden uncharmant charmant unterhält und ...

. Wenn du Lust auf eine zuckersüße kleine Exorzismus-Geschichte hast,
die dir zwar nicht das Blut in den Adern gefrieren lässt, dich dafür aber
für ein paar Stunden uncharmant charmant unterhält und bei der ausgerechnet der Dämon in meinen Augen zur sympathischsten Figur avanciert ,
dann solltest du „Das Haus des Exorzisten“ lesen. Oder, wie in meinem Fall, hören.

. Aber worum geht es genau…
1994, West Virginia. Die Hills kaufen ein altes Farmhaus ohne zu ahnen welche Gefahr im Keller ihres neuen Hauses lauert.

. In „Das Haus des Exorzisten“ begleiten wir mehrere Figuren, die abwechselnd als Ich-Erzähler/innen durch die Handlung führen. Dadurch entsteht nicht nur ein vielschichtiger Blick auf die Gegenwart, sondern auch auf die Vergangenheit der Charaktere und des Hauses selbst.
Die Figuren wirken dabei durchaus realistisch gezeichnet, dennoch wurde mir kaum jemand wirklich sympathisch.
Viele von ihnen erschienen mir etwas plump und klischeehaft angelegt.
Tatsächlich war ausgerechnet das Böse in dieser Geschichte noch die charmanteste Präsenz. 😂
. Der Roman beginnt ausgesprochen vielversprechend und erinnert atmosphärisch an einen gelungenen Horrorfilm der 90er-Jahre. Nach einem ersten spannenden Höhepunkt verliert die Geschichte jedoch merklich an Intensität. Ich habe lange auf jene verstörenden, schockierenden Momente gewartet, die man sich von einer guten Exorzismusgeschichte erhofft…
leider vergeblich.
Statt eines stetigen Spannungsanstiegs entfaltet sich die Handlung eher linear und bedient sich dabei klassischer Genre-Elemente, die häufig vorhersehbar bleiben.
. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, denn wirklich erfüllt wurden sie leider nicht. Trotzdem fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten und frage mich im Nachhinein, ob mich das Buch in gedruckter Form möglicherweise stärker oder zumindest anders begeistert hätte.
. Das Hörbuch selbst ist qualitativ wirklich hervorragend umgesetzt. Persönlich bevorzuge ich es allerdings, wenn weibliche Figuren auch von einer weiblichen Stimme gesprochen werden. Nichtsdestotrotz war die Vertonung klar, angenehm und selbst in erhöhter Geschwindigkeit noch wunderbar verständlich. 😁
. Die vielen überragenden positiven Bewertungen kann ich durchaus nachvollziehen…
empfehlen würde ich
„Das Haus des Exorzisten“ jedoch eher Leser/innen, die noch nicht allzu tief im Horrorgenre zuhause sind!

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Solider Krimi!

Polarblut - Tödliches Leuchten
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. Wie wäre es mit einem kleinen Abenteuer in den hohen Norden, um die tanzenden Polarlichter zu bestaunen? Doch sei gewarnt: Pass gut auf, dass du nicht selbst zur nächsten dunklen Legende wirst…
Spannend, ...

. Wie wäre es mit einem kleinen Abenteuer in den hohen Norden, um die tanzenden Polarlichter zu bestaunen? Doch sei gewarnt: Pass gut auf, dass du nicht selbst zur nächsten dunklen Legende wirst…
Spannend, wenn auch weniger düster als erhofft, bleibt „Polarblut“ ein lohnendes Leseerlebnis! Besonders für alle, die sich gerade erst in das Genre wagen. 4/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Tromsø. Ein brutaler Mord am Tourismusunternehmer Glen Solberg erschüttert die Gegend, doch noch bevor die Ermittlungen von Anta Thorsen und Hans Vigeland richtig Fahrt aufnehmen können geschieht ein weiterer Mordfall. Ein Mann wird in einer abgelegenen Waldhütte tot aufgefunden…
Nun gilt es herauszufinden, ob die Fälle eventuell miteinander verbunden sind…

. In „Polarblut – Tödliches Leuchten“ begleiten wir vor allem das Ermittlerduo Anta und Hans durch die Handlung. Doch auch viele andere Figuren treten ins Licht…
ihre Kollegen, Zeugen, Verdächtige!
All jene, die auf die eine oder andere Weise in die Mordfälle verstrickt sind. Dadurch entsteht ein sehr detailliertes, facettenreiches Bild der Geschehnisse. Besonders Anta und Hans lernen wir dabei intensiv kennen…
eigenwillig, mit Ecken und Kanten und dennoch auf eine sympathische Art, die sie greifbar und lebendig macht.
. Alle Charaktere sind authentisch gezeichnet, wodurch die Fälle glaubhaft wirken. Fast so, als könnten sie sich tatsächlich irgendwo im realen Leben abspielen. Es gibt keine überdrehten Wendungen oder übertriebenen Effekte, sondern zwei solide, spannende Kriminalfälle, die einen nachvollziehbaren Verlauf nehmen und zufriedenstellend aufgelöst werden.
. Einzig ein wenig Dunkelheit fehlte mir!
Mehr Düsternis, eine tiefer gehende depressive Stimmung hätten das Buch noch stärker ins Nordic-Noir-Genre gehoben. Dennoch bleibt die Neugier auf Anta und Hans bestehen und ich würde sie gerne noch näher kennenlernen.
. Wer also einen spannenden, gut strukturierten Kriminalroman sucht,
liegt mit „Polarblut“ richtig.
Eine klare Leseempfehlung! 🩵

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Ein gelungener Thriller!

Der Fjord
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. Hast du wieder einmal Lust auf einen rasanten Thriller, der dich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt?
Dann solltest du dich auf diese Reise einlassen. Dieser Roman vereint alles, ...

. Hast du wieder einmal Lust auf einen rasanten Thriller, der dich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt?
Dann solltest du dich auf diese Reise einlassen. Dieser Roman vereint alles, was einen herausragenden Thriller ausmacht…
eine unterschwellige Spannung, die sich unaufhaltsam verdichtet,
sowie Wendungen, die dich genau dann treffen, wenn du glaubst,
alles durchschaut zu haben.
Wage den Besuch zum Fjord —
du wirst ihn so schnell nicht wieder vergessen. 5/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Was würdest du tun, wenn deine Schwester verschwunden wäre?
Wie weit würdest du gehen um herauszufinden, was mit ihr passiert ist?
Amelia jedenfalls geht aufs Ganze!
Getarnt als Freundin eines Gastes geht sie auf Spurensuche nach ihrer Schwester auf dem legendären Sommerfest der Familie Fowley. Und so steigt sie immer tiefer hinab in die Welt der Mächtigen und Reichen…

. In „Der Fjord“ begleiten wir Amelia als Erzählerin durch eine Geschichte voller Abgründe, Geheimnisse und gefährlicher Entscheidungen. Und genau in diesen liegt auch die Stärke des Thrillers…
Amelia ist eine Protagonistin, wie man sie sich für einen guten Thriller nur wünschen kann…
sympathisch, greifbar, authentisch und mit einem bemerkenswerten Talent gesegnet, stets fragwürdige Entscheidungen zu treffen.
Doch nicht nur Amelia macht diesen Thriller so mitreißend. Die Geschichte vereint all das, was das Genre auszeichnet…
eine beklemmende Locked-in-Atmosphäre, zwielichtige Figuren mit verborgenen Motiven und Wendungen, die einen immer wieder auf dem falschen Fuß erwischen, so ging es zumindest mir.
Auch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
. Dabei beginnt die Handlung zunächst erstaunlich ruhig, fast trügerisch zurückhaltend. Doch mit jedem Kapitel zieht die Spannungsschraube weiter an, bis sich die Geschichte zu einem regelrechten Sog entwickelt. Besonders getragen wird diese Dynamik von Amelias oftmals fragwürdigen Entscheidungen. Mehr als einmal habe ich beim Lesen ungläubig den Kopf geschüttelt und dennoch fieberte ich ununterbrochen mit ihr mit, hoffte, dass sie bei ihrem gefährlichen Spiel nicht auffliegt. Gerade dadurch ist sie mir im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen.
. Auch die übrigen Figuren wirken sehr glaubwürdig. Die wohlhabende Familie, in deren Welt Amelia gerät, erscheint nach außen hin schillernd und faszinierend, doch hinter der glänzenden Fassade verbergen sich Verdorbenheit, Intrigen und ein Leben, das vom Reichtum längst eingenommen würde. Genau dieser Blick hinter die Kulissen macht „Der Fjord“ so unterhaltsam.
. Hinzu kommt Goodwins angenehm flüssiger Schreibstil, der einen mühelos durch die Seiten trägt. Die Sprache wirkt leicht und atmosphärisch zugleich,
nicht zuletzt dank der gelungenen Übersetzung. Beim Lesen fällt es leicht,
sich gedanklich in die raue und wunderschön geheimnisvolle Kulisse Norwegens zu verlieren.
. „Der Fjord“ ist ein Thriller, der hervorragend unterhält, sich mitreißend leicht lesen lässt und dabei niemals überladen oder zu konstruiert wirkt.
Für mich eine ganz klare Leseempfehlung!

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