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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

Mitreißende Familiengeschichte!

Die Verlorene
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. Suchst du nach einem Roman, der dich als Leser einfach alles fühlen lässt? Freundschaft, Zuneigung, Liebe, Hass, Neid und Verständnis? Nach einem Roman, der von einer tragischen Familiengeschichte erzählt? ...

. Suchst du nach einem Roman, der dich als Leser einfach alles fühlen lässt? Freundschaft, Zuneigung, Liebe, Hass, Neid und Verständnis? Nach einem Roman, der von einer tragischen Familiengeschichte erzählt? Dann solltest du „Die Verlorene“ unbedingt lesen!
Dieser Ausflug nach Schlesien war eine sehr emotionale Reise, die für mich wegen meiner Herkunft einen ganz besonderes Erlebnis war. 5/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Als Lauras Großmutter Änne schwer erkrankt und es schon zu spät ist, Fragen über Ännes Vergangenheit und Familie zu stellen macht sich Laura kurzerhand auf den Weg nach Polen zum ehemaligen Gutshof der Familie. Bei der Suche nach Antworten auf ihre Fragen taucht Laura in die tragische Familiengeschichte ihrer Großmutter ein.

. In „Die Verlorene“ begleiten wir die Schwestern Änne und Luise, sowie Ännes Tochter und ihre Tochter Laura durch die Vergangenheit und Gegenwart.
Georgs generationsübergreifender Roman entführt uns nach Schlesien in die 1940er Jahre und nach Frankfurt 2019. (Schaut euch auch unbedingt Bilder von Schlesien in den 1940er Jahren an ;))
Die Geschichte der Schwestern war eine emotionale Achterbahn, die mich durch Georgs Schreibstil zum Mitglied der Familie werden lies. Die Protagonistinnen sind nicht unfehlbar und genau deswegen so liebenswert und realistisch.
Die Geschichte um den Pappelhof hätte genauso passiert sein können… mit ihren guten, aber auch tragischen Elementen. Die Freude und Verzweiflung der Figuren ist förmlich spürbar. Durch die bildhafte Sprache wird die passende Umgebung dazu sichtbar.
Zwar steht die Lebensgeschichte der Schwestern im Mittelpunkt des Gesehenes, jedoch wird das Grauen des zweiten Weltkriegs und seine Folgen für Mensch und Natur deutlich greifbar gemacht.
Ich wurde mitgerissen, habe mitgefiebert und spreche deshalb eine große Leseempfehlung für „Die Verlorene“ von Miriam Georg aus! 🫶

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.09.2025

Zwischen Roman, Krimi, Thriller und Satire!

I Know Where You Buried Your Husband
4

. Lust auf Geheimnisse, Rache und Mord? Auf eine Mischung aus „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ und „Pretty Little Liars“, aber nicht mit Teenangern sondern mit verzweifelten Frauen? Dann solltest ...

. Lust auf Geheimnisse, Rache und Mord? Auf eine Mischung aus „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ und „Pretty Little Liars“, aber nicht mit Teenangern sondern mit verzweifelten Frauen? Dann solltest du „I know where you buried your husband“ lesen.
Eine spannende Story mit fragwürdigen Protagonistinnen und einer Prise schwarzem Humor. Ich wurde sehr gut unterhalten…
wollte aber auch eine Protagonistin gerne in die Wüste jagen. 😂
4/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Sofia und ihre Freundinnen sind schon seit der Schulzeit füreinander da, so auch an dem Abend als sie Sofias Ehemann tot im Wohnzimmer vorfinden. Kurzerhand entschließen sie sich die Leiche zu vergraben und ihn als vermisst zu melden. Jahre später kommt es jedoch zu einer Erpressung der Freundinnen und sie müssen eine Lösung finden.

. In „I know where you buried your husband“ folgen wir in verschiedenen Kapiteln den Freundinnen durch ihr Leben. Als Leser erhalten wir einen tiefen Einblick in die Psyche dieser Frauen, ihr Leid und ihre langsam aufkeimenden Bereitschaft etwas in ihrem Leben zu ändern.
Auch wenn die Charaktere sind so ganz ausgereift sind und ich mich oftmals gefragt habe „warum“, macht dies jedoch den Reiz der Geschichte aus. Alles ein wenig übertrieben, überzogen und überdreht. Dies sorgt somit für den ein oder anderen Schmunzler und Lacher, jedoch hätte der schwarze Humor noch viel mehr rauskommen dürfen! Einen leicht satirischen Charakter hatte dieser Roman auf jeden Fall und das mochte ich sehr.
Diese Geschichte mit ihren Thriller- und Krimielementen übt auf ihre Art und Weise Kritik an der heutigen Gesellschaft aus, die eine viel zu hohe Erwartungshaltung an Frauen und Mütter hat und zeigt auf, was passieren kann, wenn es zu weit getrieben wird. Ebenso hatte ich als großer Serien- und Filmnerd meine Freude an den vielen Referenzen, die dieses Buch bereithielt.
Das Ende hat mich nicht wirklich überrascht, jedoch gab es auch genügend unerwartet Ereignisse. Der Schreibstil von O‘Hara ist wirklich klasse. Modern, direkt und schnell.
Dieses Buch ist sicher nicht perfekt, aber meiner Meinung nach lesenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Schwarzer Humor
Veröffentlicht am 29.08.2025

Für Zwischendurch!

Skala des Bösen
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. Lust auf einen kurzweiligen Thriller,
der wie ein Krimi daherkommt?
Lust auf Verrat, Stalking, Mord und falsche Anschuldigungen?
Dann kannst du gerne zu „Skala des Bösen“ greifen! 3/5 ⭐️

. Aber worum ...

. Lust auf einen kurzweiligen Thriller,
der wie ein Krimi daherkommt?
Lust auf Verrat, Stalking, Mord und falsche Anschuldigungen?
Dann kannst du gerne zu „Skala des Bösen“ greifen! 3/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Lena ist Anwältin aus Leidenschaft und hat gelernt sich durchzubeißen. Aber nichts und niemand konnte sie auf diesen Tag vorbereiten…
Ihre Familie verschwindet spurlos.
Während die Polizei sie in die Enge treibt und sie für alles verantwortlich machen will,
kommt ihr ein Kollege und Freund zur Hilfe.

. In „Skala des Bösen“ verfolgen wir Lena als Erzählerin durch die Geschichte.
Zunächst erhalten wir einen tiefen Einblick in ihr Leben mit Job, Mann und Kind. Nach einen ruhigen für mich etwas zähen Einstieg, nimmt die Geschichte endlich an Fahrt auf. Dann folgt alles Schlag auf Schlag und war auch fix wieder vorbei. Häppchenweise werden wir als Leser mit Informationen gefüttert, die den kompletten Verlauf der Story sehr realistisch machen. Wir erfahren mit Lena immer mehr. Schnell wurde mir dann auch klar, wer der Täter war. Jedoch hätte ich mit dem Ende, dass wir präsentiert bekommen nicht gerechnet. Finde es aber super!
Lena war eine super sympathische Protagonist und wirkte wie alle andern Figuren sehr lebensecht. Wobei ich mir etwas weniger Klischeehaftigkeit gewünscht hätte.
Ansonsten ist der Schreibstil von Moser sehr angenehm zu lesen.
Definitiv ein gutes Buch für Zwischendurch!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2025

Emotionale Familiengeschichte!

Onigiri
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. Hast du Lust auf eine kunterbunte Familiengeschichte zwischen deutscher und japanischer Kultur? Auf einen ruhigen Roman, der das Thema Demenz wirklich treffend beschreibt und dich dabei emotional mehr ...

. Hast du Lust auf eine kunterbunte Familiengeschichte zwischen deutscher und japanischer Kultur? Auf einen ruhigen Roman, der das Thema Demenz wirklich treffend beschreibt und dich dabei emotional mehr berührt als du erwartest?
Dann solltest du „Onigiri“ lesen.
Dieser Roman hat mich sehr ergriffen, mir Tränen in die Augen gezaubert und mich dabei trotzdem zum Lächeln gebracht! 5/5 ⭐️

. Worum geht es aber genau…
Als Aki erfährt das ihr japanische Großmutter gestorben ist, bucht sie kurzerhand einen Flug für sich und ihre an Demenz erkrankte Mutter nach Japan in ihre Heimatstadt. Ihre Mutter sollte das vorerst letzte Mal ihren Bruder treffen. So begeben sich Mutter und Tochter auf eine Reise in die Vergangenheit.

. In „Onigiri“ folgen wir Aki als Ich- Erzählerin durch die Gegenwart und Vergangenheit. Durch diese unterschiedlichen Zeitebenen erhalten wir als Leser ein gutes Gesamtbild über das Leben von Aki und ihrer Mutter.
Es ist die Geschichte einer Mutter, die nie richtig Fuß fassen konnte in Deutschland und einer Tochter, die gefangen ist zwischen den Kulturen. Ich persönlich finde die zwiespältige Perspektive von Aki sehr interessant. Vor allem auch, weil ich sie als Aussiedlerkind verstehe. Einerseits dieser tiefe Wunsch in ihrer Kultur zu leben und der Kultur der Mutter zu entfliehen… andererseits der tiefe Wunsch zur Familie zu gehören, egal welche Kultur Mutter oder Vater haben.
Kuhn beschreibt wundervoll emotional den Weg einer Frau, die die Kultur ihrer Mutter letztendlich lieben lernt und die das Erbe ihrer Mutter erhalten möchte.
Ebenso eröffnet uns dieser Roman ein Blick hinter die Kulissen einer Familie, die mit Alltagsrassismus, Depressionen, Fremdheit, Akzeptanz und Aggression zu kämpfen hat.
Kuhn beschreibt eine Familie, die sich mit der Demenz eines Familienmitgliedes arrangiert und auseinandersetzt, mit ihr lebt und trotz des Vergessens die Person hinter der Demenz besser kennenlernt als zuvor. Pflegende Angehörige werden sich zwischen den Zeilen von „Onigiri“ garantiert wiederfinden.

. Einfach ein wunderbarer tiefgründiger Roman, der in mir große Wellen geschlagen hat und tief berührt hat.
Große Leseempehlung, meinerseits!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.08.2025

Kritik an unserer heutigen Gesellschaft und ihren Erwartungen!

Die Ladenhüterin
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. Wenn alle um dich herum…
ihr Leben vollkommen im Griff haben,
heiraten,
eine Familie gründen,
Kinder kriegen oder Karriere machen
und du nicht…
dann lies dieses Buch!
Ansonsten eigentlich auch… 😂 4/5⭐️

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. Wenn alle um dich herum…
ihr Leben vollkommen im Griff haben,
heiraten,
eine Familie gründen,
Kinder kriegen oder Karriere machen
und du nicht…
dann lies dieses Buch!
Ansonsten eigentlich auch… 😂 4/5⭐️

. Aber worum geht es genau…
Keiko war schon ihr ganzes Leben lang anders als alle anderen. Irgendwann lernte sie einfach still zu sein, keine Fragen zu stellen und mit dem Strom zu schwimmen.
Dieser Weg führte sich mit Anfang 20 in einen kleinen Supermarkt als Aushilfe in dem sie sich mit Mitte 30 immer noch als Angestellte befindet. Sehr zur Sorge aller ihrer Mitmenschen!

. In „Die Ladenhüterin“ erfolgen wir Keiko durch ihr Leben. Wir lernen sie und ihre Eigenschaften unter anderem durch Kindheitserinnerungen kennen. Da diese immer wieder zu Problemen führen,
ändert sich Keiko radikal und passt sich der „normalen“ Welt an. Eine ihrer Überlebensstrategie ist es beispielsweise Mädchen und Frauen in ihrem Alter zu imitieren, um nicht aufzufallen und dazuzugehören.
Immer wieder werden Keikos Lebensentscheidungen angezweifelt. Ihr Lebensweg passt einfach nicht zum Leben der Anderen, obwohl sie es versucht. Jedoch findet sie am Ende der Erzählung ihr Glück.
„Die Ladenhüterin“ ist ein hypnotisierender, interessanter, witziger und intelligenter Roman, der eine auf den ersten Blick nicht erkennbare Kritik an unserer heutigen Gesellschaft aufzeigt.
Muratas Protagonistin stellt die Frage,
wieso gibt es in der heutigen Gesellschaft eigentlich keinen Platz mehr für Individualität? Wieso ist unser Lebensweg so vorbestimmt, vor allem für uns Frauen?
Ein kurzes Buch mit knapp 140 Seiten, dass mich für eine Nacht in seinen Bann zog,
um mich danach erstmal sprachlos zurückzulassen.

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