Super süß und trotzdem auch recht tiefgehend v.a. wenn man das Alter der Charaktere und der Zielgruppe in Betracht zieht. Ich mochte sehr, wie die Jugendlichen miteinander kommuniziert haben, wie offen ...
Super süß und trotzdem auch recht tiefgehend v.a. wenn man das Alter der Charaktere und der Zielgruppe in Betracht zieht. Ich mochte sehr, wie die Jugendlichen miteinander kommuniziert haben, wie offen und empathisch sie miteinander redeten. Das kam mir wirklich sehr gesund vor und damit bietet dieses Buch hoffentlich auch ein gutes Vorbild, das ich im Alter von 18 Jahren wirklich gut gebrauchen hätte können!
Einziger Kritikpunkt ist die Sprache, vor allem in den wörtlichen Reden, die nicht wirklich zeitgemäß ist oder, ehrlich gesagt, jemals war…? Ich glaube, Jugendliche haben im realen Leben noch „Das ist doch echt der Brüller!“ und Bezeichnungen wie „Klatschmaul“ geäußert. Das mag eventuell an der Übersetzung liegen, aber manchmal hat mich die Wortwahl schon zum Schmunzeln gebracht :) Gerade, weil das Buch mit einem recht aktuell gebräuchlichem Jugendwort betitelt ist, hatte ich mir einen etwas zeitgemäßeren und lässigeren Schreibstil gewünscht. Ich glaube, das würde jüngere Leser*innen auch mehr ansprechen, wenn es beim Lesen nicht manchmal so gekünstelt und fiktiv wirkt.
Alles in allem habe ich das Buch aber wirklich genossen und in kurzer Zeit durchgesuchtelt, was immer ein positives Zeichen ist, vor allem, wenn das Genre und die Zielgruppe nicht 100% auf mich zutrifft!
Als Erstes hatte mich das Cover aufmerksam werden lassen und vielleicht habe ich mir deshalb so viel von dem Buch erhofft. Leider empfand ich die Geschichte und vor allem dem Weg zum Ende, der Katastrophe, ...
Als Erstes hatte mich das Cover aufmerksam werden lassen und vielleicht habe ich mir deshalb so viel von dem Buch erhofft. Leider empfand ich die Geschichte und vor allem dem Weg zum Ende, der Katastrophe, als eher langwierig und das Buch konnte mich über weite Strecken hin (vor allem im Mittelteil) nicht fesseln, weshalb ich vergleichsweise auch echt lange für die Lektüre gebraucht habe. Eine Teilschuld daran hat vielleicht auch die Übersetzung, die das Geschriebene oftmals etwas holprig und nicht so natürlich auf mich wirken ließ, was mich dann, wie erwähnt nicht so schnell ans Buch fesselt und das Leseerlebnis dadurch zäher wird. Besonders schwer fiel es mir bei den Flashback Kapiteln, die mich immer wieder rauswarfen aus der Geschichte und regelrecht nervten, weil sie mich vom spannenden oder interessanten Part des Buches wieder wegzerrten. Diese Kapitel wirkten auf mich auch anders, was den Schreibstil angeht und entsprachen nicht ganz so meinem Geschmack.
Leider konnten mich die Charaktere auch nicht überzeugen und ich brauche meist Sympathien für die Hauptfiguren, um wirklich mit Herz und Seele in die Geschichte einzutauchen und das war hier nicht der Fall.
Das Ende gefiel mir wiederum wirklich ganz gut, was das Buch wieder auf die 3 von 5 Sternen verhalf, aber hier möchte ich nicht zu viel verraten.
In “If You Fly Too Far” von Tine Nell geht es um die kürzlich verlassene Fitnesstrainerin Elana, die daraufhin nach Fuerteventura auswandert und dort in einem Luxusresort anheuert. Die einzige Regel in ...
In “If You Fly Too Far” von Tine Nell geht es um die kürzlich verlassene Fitnesstrainerin Elana, die daraufhin nach Fuerteventura auswandert und dort in einem Luxusresort anheuert. Die einzige Regel in ihrem neuen Job: keine Flirts oder Beziehungen zu den Gästen des Hotels. Natürlich ist eine ihrer ersten Begegnungen der gutaussehende, junge Adrian, zu dem sie eine Anziehung spürt. Eins kommt zum anderen und die beiden gehen das gefährliche Spiel ein.
Ich fand die Idee und Geschichte wirklich nett und habe mich auch gut unterhalten gefühlt. Klar, das Ende und der Plottwist waren recht früh eindeutig, aber das ist, glaube ich, dem Genre geschuldet und hat mich nicht davon abgehalten, wissen zu wollen, was passiert.
Ein paar Punkte haben mir nicht ganz so gut gefallen, aber das ist natürlich auch einfach persönliches Empfinden.
Einige Ereignisse wurden einfach so erzählt, ohne näher darauf einzugehen. Beispielsweise hat Elanas Exfreund, mit dem sie sogar zusammenwohnte, einfach Schluss gemacht, aber darauf wurde nicht weiter eingegangen oder auch ihre Gefühlslage dazu wurde in ein paar Sätzen abgefrühstückt, als wäre es nur eine kleine Flirterei gewesen. Für mich wirkt das nicht nur unrealistisch, es ist auch eine gute Möglichkeit für Charakterbildung der ansonsten ehrlich gesagt eher flachen Figur Elana nicht genutzt worden. Daraus gelernt hat sie offensichtlich ja nicht, wenn man bedenkt, wie schnell sie sich am Ende wieder in eine ernste Beziehung mit Adrian stürzt. Auch der Vorfall mit Aleksej wird nicht mehr groß thematisiert, wobei Nell sich das ja vielleicht für Teil 2 noch aufgehoben hat. Nicht weiter eingegangen wird auch auf den „Fakt“, dass Elana einfach keine Freunde hat…? Ich meine, sie ist nett und hat im Resort ja auch sofort innige Freundschaften geschlossen. Für mich geht nicht auf, wieso sie gleichzeitig als Einzelgängerin gezeichnet ist...?
Ein weiterer Punkt, der mich irgendwie gestört hat, war diese angebliche Chemie und Anziehung zwischen Elana und Adrian. Die beiden haben nur Sport miteinander gemacht oder waren unterwegs und haben sich angeglotzt. Körperliche Anziehung schön und gut, aber dass sich eine kürzlich so verletzte Frau direkt wieder auf eine verbotene Beziehung mit einem Mann einlässt wirkt für mich sehr naiv und nicht ganz nachvollziehbar. Außerdem ist sie doch noch so jung, wieso ist ihr Glück denn immer von einer festen, monogamen, ernsten Beziehung zu einem Mann in einer Machtposition (beides Mal ihr Chef) abhängig?! Ich glaube, all das war ein Grund dafür, wieso ich von Anfang bis Ende nie so wirklich warm mit Elana und den meisten anderen Charakteren wurde…
Grundsätzlich hätte ich mir anstatt der Beschreibungen des ständigen Sporttreibens (klar, versteh ich schon als Fitnesstrainerin) auch insgesamt einfach mehr Szenen oder Dialoge über echte Emotionen und Gedanken gewünscht. Vielleicht hätte ich dann die Handlungen und Geschehnisse eher als plausibel und spannend empfunden.
Alles in allem war es so ein nettes Leseerlebnis, das mir aber wohl eher nicht längerfristig im Kopf und im Herzen bleibt, was aber vollkommen okay ist, wenn man Lust auf einen recht unterhaltsamen Quick Read hat.
In “Loving Lucas” von Jay McLean, dem ersten Buch der Preston Brothers-Trilogie, wird aus den Perspektiven von Lukas Preston und Lois „Laney“ Sanders die Freundschaft und später Beziehung der beiden erzählt. ...
In “Loving Lucas” von Jay McLean, dem ersten Buch der Preston Brothers-Trilogie, wird aus den Perspektiven von Lukas Preston und Lois „Laney“ Sanders die Freundschaft und später Beziehung der beiden erzählt. Die beiden lernen sich mit 11 Jahren kennen, sind sofort beste Freunde und ohne es gegenseitig von sich zu wissen, verlieben sie sich auch ineinander. Beide jungen Leben sind von vielen Tragödien gezeichnet und glücklicherweise stehen sie und ihre Familien sich so nahe, dass sie diese gemeinsam durchstehen, was ihre Bindung ganz besonders und innig macht, fast schon co-abhängig. Leider kommen sie bis zu ihrem letzten High Schooljahr nicht zusammen, was diversen Gründen und falschen Timings oder fehlender Kommunikation zu schulden ist. Dass sie dann eine gemeinsame Nacht verbringen und wieder wegen einiger unglücklicher Umständen zerstreiten ist nur ein Grund, wieso Laney dann statt mit Lucas mit dem älteren Cooper zusammenkommt. Anfangs wirkt die Beziehung glücklich und mit der Zeit nähern sich auch Laney und Lucas wieder freundschaftlich an, aber bald wird klar, dass etwas nicht stimmt. Diese Kapitel bekommen wir hauptsächlich aus Lucas‘ Sicht beschrieben, der auch in seiner Familie einige Hürden zu überwinden hat und vielleicht auch deshalb nicht mitkriegt, wie verkehrt und schlimm abgedriftet die Beziehung von Laney geworden ist, die sich immer mehr zurückzieht/zurückziehen muss. Wie toxisch, gewalttätig und missbräuchlich Cooper geworden ist, erfahren wir erst am Ende, nachdem es aufs Äußerste eskaliert ist.
Ich empfand die Story als sehr traurig und emotional, selbst wenn es sich um Lebensrealitäten handelt, die mir so fern sind, wenn man bedenkt, dass es sich um Jugendliche im Highschool-Alter in den USA dreht. Außerdem war einiges in diesem Buch schon sehr übertrieben und plakativ gezeichnet, z.B. wie Laneys Mutter sich verhält oder was die finale Eskalationsstufe beinhaltet, aber auch das ist irgendwie sehr typisch amerikanisch und wenn man sich darauf einlässt und sich nicht davon stören lässt, dass die Geschichte alles andere als subtil ist, ist sie wirklich gut geschrieben.
Ich mochte die Charaktere und die Familien, die ihre Macken haben, aber doch ein gutes Herz und richtige Moralvorstellungen. Manchmal fand ich Aussagen, Monologe oder Liebeserklärungen und dergleichen aber als schon sehr theatralisch und offensichtlich von einer erwachsenen Frau geschrieben, als dass sie authentisch spontan aus dem Mund eines Teenagers kommen könnten. Aber es handelt sich ja um Fiktion und da darf man sowas schonmal akzeptieren.
Dadurch, dass ich Prestons wirklich liebgewonnen habe, freue ich mich schon auf die nächsten Teile und ich denke, das sagt schon alles darüber aus, ob ich das Buch weiterempfehlen würde (wenn man das Genre mag und über die Übertreibungen hinwegsehen kann).
Ich habe Evelyn Weigert nie groß verfolgt, aber da eine Freundin von mir sie so sehr feiert, wollte ich dem Buch gerne eine Chance geben. Ich wusste, dass Evelyn Weigert witzig finden würde, aber fand ...
Ich habe Evelyn Weigert nie groß verfolgt, aber da eine Freundin von mir sie so sehr feiert, wollte ich dem Buch gerne eine Chance geben. Ich wusste, dass Evelyn Weigert witzig finden würde, aber fand wirklich großartig, wie sie diesen tollen, ehrlichen und teilweise provokanten, aber reuelosen Humor aufs Papier gebracht hat. Ich liebe es, wenn Frauen schonungslos ehrlich und direkt sind, weil ich mich das oft nicht traue, aber bin der Überzeugung, dass Frauen wie Evelyn anderen (u.a. mir) helfen, ehrlich mit sich selbst und anderen zu sein.
Ich selbst habe keine Kinder und will auch keine, deshalb hatte ich Sorge, dass mir das Thema des Buches nicht zuspricht, aber ich konnte, obwohl ich zu Vielem als kinderlose Frau nicht relaten kann, das Lesen wirklich genießen. Manche Stellen, die wirklich nur für Eltern interessant und hilfreich (ist immerhin ein Ratgeber) sind, habe ich überspringen, so ehrlich will ich sein. Aber alles, was ich gelesen habe, hat mir wirklich gefallen.
Außerdem habe ich das Buch an oben erwähnte Freundin und Weigert-Superfan verschenkt, die mir seitdem ständig Fotos von Passagen schickt, die sie entweder besonders witzig oder als Mama und Ehefrau sehr nachvollziehbar findet, was mir große Freude bereitet und meinen Punkt bestätigt, dass Bücher und Aussagen wie in diesem Fall von Evelyn Weigert wirklich empowernd und hilfreich für andere sind, vor allem für andere Frauen.
Sorry für die vielen Anglizismen, aber ich wollte in der Rezension, inspiriert von Evelyn, wirklich einfach schreiben, was mir als erstes in den Kopf kam und das sind leider auch oft irgendwelche denglischen Wörter :)