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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2024

Wer war es?

Dem Sturm entgegen
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Ich habe schon viele Cecilia Ahern Romane gelesen, daher hat es mich gefreut, dass sie ein neues Werk herausgebracht hat. In diesem geht es um Enya, eine Ärztin in Irland, die nachts auf dem Rückweg von ...

Ich habe schon viele Cecilia Ahern Romane gelesen, daher hat es mich gefreut, dass sie ein neues Werk herausgebracht hat. In diesem geht es um Enya, eine Ärztin in Irland, die nachts auf dem Rückweg von einem Patientenbesuch auf einen überfahrenen Jungen trifft. Der Taxifahrer, der ihn gefunden hat, wird verdächtigt, beharrt aber darauf, es nicht gewesen zu sein. Enya dagegen ist erst einmal schockiert, da die Kleidung des Jungen der ihres Sohnes ähnelt...

Der Roman hat bis zum Schluss Potenzial gehabt. Am Anfang dachte ich, dass ich es schon gelöst habe und es ein stupider Liebesroman wird, weil die Protagonistin endlich bemerkt, was für einen Mann sie da verblendet geheiratet hat. Aber so war dem nicht. Es ging wirklich hauptsächlich um den Fall des überfahrenen Jungen. Die große Auflösung hat mich dann leider schwer enttäuscht und ich konnte nicht glauben, dass es wirklich darauf hinausgelaufen ist. Aber die 400 Seiten vorher sind für Fans sicherlich lesenswert.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Belanglos

Genau so, wie es immer war
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Der Roman ist sehr zäh und nur für hartgesottene Literaturfans zu empfehlen. Es geht um Julia, die mit Anfang 50 in einer Midlifecrisis steckt. Ihre beiden Kinder, langsam flügge. Sie will es nicht recht ...

Der Roman ist sehr zäh und nur für hartgesottene Literaturfans zu empfehlen. Es geht um Julia, die mit Anfang 50 in einer Midlifecrisis steckt. Ihre beiden Kinder, langsam flügge. Sie will es nicht recht wahr haben, was aus ihnen geworden ist. Die Tochter hat sich dem anderen Ufer zugewendet und der Sohne eine Frau geschwängert. Sie ist in ihrer Ehe unglücklich, obwohl ihr Ehemann perfekt scheint. Dann trifft sie schicksalsartig eine alte Bekannte und alles ändert sich... In meinen Augen ist die Protagonistin interessant, wenn man sich in einer ähnlichne Lage befindet. In meinen Augen, deutlich jünger und nicht in solch einer Lage, war sie einfach nur undankbar. Daher war sie mir extrem unsympathisch. In einer Welt, in der die linke Politik immer mehr absurde Ideen feiert, finde ich die Probleme Julias wirklich absonderlich. Ich gehe schwer davon aus, dass ich einfach nicht die richtige Zielgruppe des Romans bin. Ich bin etwas stark enttäuscht, wie wichtig einer Person Sex sein kann, wenn alles andere so reibungslos läuft. Es handelte wirklich sehr viel nur um dieses Thema. Etwas mehr Vielfalt an Problemen wäre interessanter gewesen.

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Zu spirituell

Lieben
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Ich habe bisher noch nichts von Roig gelesen und nach dem Buch bleibt es wohl auch erst einmal dabei.

Meine erste Ernüchterung kam Recht schnell als ich Genderdoppelpunkte gesehen habe. Das verhunzt die ...

Ich habe bisher noch nichts von Roig gelesen und nach dem Buch bleibt es wohl auch erst einmal dabei.

Meine erste Ernüchterung kam Recht schnell als ich Genderdoppelpunkte gesehen habe. Das verhunzt die Sprache, stört den Lesefluss und alles ausgeschrieben ist mir in dem Punkt viel lieber, da es dann grammatikalisch auch korrekt ist.

Ansonsten geht es in vielen Punkten rund um das Thema Liebe. Sie schweift aber dabei in sehr viele Kategorien aus, sodass mir das Buch ab der Mitte etwas zu absurd und abstrus wurde. Sie erklärt, wie sie durch einen Todesfall die Liebe zu Pflanzen entdeckt hat und mit ihnen spricht und sie wie Kinder pflegt und bemerkt, dass sie verkümmern, wenn sie lange weg bleibt, obwohl Nachbarn sie gießen. Äh,...Krankheiten eventuell???

Strange fand ich zudem, dass sie sich immer als emanzipiert Frau sieht, stets einbaut, dass sie promoviert hat und gleichzeitig aber schreibt, keine männlichen Freunde zu haben, weil es sich nicht ergeben hat. Okay, auch suspekt in meinen Augen.

Insgesamt muss man sich auf das Buch einlassen. Es wirkt in meinen Augen weniger wissenschaftlich sachlich, sondern vielmehr philosophisch esoterisch buddhistisch. Es hilft sicher auch, wenn man ein bisschen wie Roig gesinnt ist.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Belanglos

Okaye Tage
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Der Roman klang nach dem Klappentext zu urteilen wirklich interessant. Und nachdem ich dieses Jahr von "Alles gut" vom Eichhorn Verlag so begeistert war, habe ich mich auf einen genauso intensiven und ...

Der Roman klang nach dem Klappentext zu urteilen wirklich interessant. Und nachdem ich dieses Jahr von "Alles gut" vom Eichhorn Verlag so begeistert war, habe ich mich auf einen genauso intensiven und begeisternden Roman vorbereitet. Leider fielen meine Erwartungen schnell in den Keller, nachdem ich über die Kennenlerngeschichte hinaus war.

Der Anfang mit der Erzählung der beiden Protagonisten von ihrem Kennenlernen war noch ganz unterhaltsam und mit am spannendsten. Aber danach ging es nur noch darum, wie sie seitenweise komischen Geschlechtsverkehr miteinander hatten und stets planten, dass sie gezwungen sind, sich zu trennen, da sie zurück in ihre Heimat kehren muss.

Ich war ab 40 Seiten nur noch am Lesen, bei dem ich den Geist ausgeschaltet habe, weil es so belanglos und langweilig war. Keine Empfehlung. Nervig fand ich auch, dass gegendert wird und der Roman wirkte insgesamt etwas woke.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Enttäuschung von Versprechen

Als wir Schwäne waren
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Behzad Karim Khani schreibt in seinem neuen Werk über seine Erfahrungen in Deutschland. Er wirft Rückblicke in seine Kindheit und Jugend. Dabei erzählt er ungeschönt, was alles quasi schief gelaufen ist. ...

Behzad Karim Khani schreibt in seinem neuen Werk über seine Erfahrungen in Deutschland. Er wirft Rückblicke in seine Kindheit und Jugend. Dabei erzählt er ungeschönt, was alles quasi schief gelaufen ist. Er teilt Kritik aus, ist aber dabei fair. Insgesamt gefällt mir, dass man auf jeden Fall bemerkt, dass er diesem Kreis durchbrechen konnte und nicht mehr in dieses Klischee passt. Ich finde es wichtig, dass man Migranten eine Stimme bietet, um diese Klischees zu durchbrechen und zu erkennen, dass es eben nur Klischees sind. Ich bin mir sicher, in zwanzig Jahren werden Syrer und Afghanen (hoffentlich) auch Stimmen bekommen und ihre Geschichten erzählen. Wir sollten alle einfach ein bisschen mehr zuhören und durch die Fehler von den früheren Migrationszügen lernen.

Er beschreibt ausführlich über sein Leben, wie er in Deutschland nie wirklich als vollwertiger Mensch akzeptiert wurde. Egal, in welcher Generation man schon hier lebt. Es wird immer der Italiener, Türke, Araber bleiben. Wenn man das nicht für immer für sich und seine Nachkommen akzeptieren will, ist klar, dass man da radikale Entscheidungen trifft, da er einfach unendlich enttäuscht worden ist. Von den Menschen, von der Regierung...

Das Buch ist ein kleines Mahnmal, was derzeit in Deutschland fatal läuft. Absolut zu empfehlen. Meiner Meinung nach hättees defintiv ein bisschen ausführlicher ausfallen können.

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