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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2017

✎ Sabine Ebert - Hebammen-Saga 2 Die Spur der Hebamme

Die Spur der Hebamme
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So hin- und hergerissen war ich bei einem Buch lange nicht mehr..

Zum einen gefällt mir der leichte Stil, mit dem Sabine Ebert hier hantiert. Zum anderen kommen die Geschehnisse um Marthe und Christian ...

So hin- und hergerissen war ich bei einem Buch lange nicht mehr..

Zum einen gefällt mir der leichte Stil, mit dem Sabine Ebert hier hantiert. Zum anderen kommen die Geschehnisse um Marthe und Christian teilweise ein wenig langweilig daher.

Es ist kein Spoiler, wenn ich sage, dass den beiden Protagonisten immer wieder etwas zustößt und sie am Schluss dennoch auf beiden Beinen stehen - so viel kann man bereits erahnen, da man weiß, dass die Saga 5 Bände umfasst.

Der erste Teil hat mir auch wirklich gut gefallen. Aber hier hatte ich das Gefühl, alles so oder so ähnlich bereits gelesen zu haben. Außerdem ist er unsagbar vorhersehbar. Hier und dort tauchen Stellen auf, mit denen ich so nicht ganz gerechnet habe, dennoch kommt nicht wirklich Spannung und schon gar keine Überraschung auf.

Der geschichtliche Zusammenhang tritt absolut in den Hintergrund - was mich nicht weiter störte -, jedoch wird er an Stellen, an denen er Verwendung findet, doch sehr trocken wiedergegeben, sodass man diese Stellen nicht wirklich mit Begeisterung liest.

Ich hadere noch mit mir, ob ich die Reihe weiter verfolgen möchte, denn große Überraschungen erwarte ich ehrlich gesagt nicht. Jedoch habe ich mich bereits selbst ein wenig gespoilert und möchte eigentlich wissen, was genau noch in 3 weiteren Bänden passieren soll..

Gefallen haben mir am Ende die Zeittafel und das Glossar.

©2017


Zitate:

"»Nun löffelt die Suppe ein, die ihr euch eingebrockt habt«, zitierte sie die allbekannte Regel.
»Wer den letzten Löffel voll erwischt, der hat in der Ehe das Sagen.«" (S. 145)

"»Neid und Hass sind keine guten Ratgeber.«" (S. 584)

Veröffentlicht am 04.04.2017

✎ Jenny Blackhurst - Das Mädchen im Dunkeln

Das Mädchen im Dunkeln
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Von einer Kollegin empfohlen, wollte ich dieses Buch nicht zu lange in meinem Regal stehen lassen, bevor es zurück zur Besitzerin geht. Ich hatte mich dann spontan dazu entschlossen, es mir als Hörbuch ...

Von einer Kollegin empfohlen, wollte ich dieses Buch nicht zu lange in meinem Regal stehen lassen, bevor es zurück zur Besitzerin geht. Ich hatte mich dann spontan dazu entschlossen, es mir als Hörbuch auszuleihen, denn ich dachte, etwas Spannendes während des Joggens kann nicht schaden.

Ich brauchte eine kleine Weile, bevor ich in der Geschichte drin war, denn anfangs tauchen sooo viele Namen auf, die man erstmal zuordnen muss, welche man jedoch im Laufe des Geschehens ganz gut unter bekommt.

Zeitweise - gerade zum Schluss hin - empfand ich es allerdings ein wenig anstrengend. Ich habe keine Probleme mit Perspektivwechsel, dennoch sind es mir hier eindeutig einige zu viel. Man wird nur noch hin und her geschmissen und verliert beim Hören teilweise einfach den Überblick, wer zu wem gehört.

Ab einem bestimmten Punkt fand ich einige Dinge / Geschehnisse zudem vorhersehbar - da hätte ich mir gewünscht, dass uns die Autorin ein wenig länger im Dunkeln tappen lässt. Es gibt aber auch Enthüllungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe.

Den Schreibstil von Jenny Blackhurst fand ich schon gelungen und ich überlege tatsächlich, ihr erstes Buch ebenfalls zu lesen oder zu hören - dazu muss aber noch ein wenig Zeit verstreichen.

Ich glaube ja, dass ich es als Buch vielleicht nicht so schnell gelesen hätte - da wäre es sicher das ein oder andere Mal an die Seite gewandert. Zum Hören war es ganz ok, aber wirklich weiterempfehlen würde ich es von mir aus nicht.

©2017

Veröffentlicht am 26.03.2017

✎ Sebastian Fitzek - Der Seelenbrecher

Der Seelenbrecher
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Sebastian Fitzek ist einer der meist gelesenen Autoren in meinem Regal. Bereits 10 seiner bisher 17 erschienenen Bücher habe ich kennengelernt - und war mal mehr, mal weniger begeistert.

Bei seinen Werken ...

Sebastian Fitzek ist einer der meist gelesenen Autoren in meinem Regal. Bereits 10 seiner bisher 17 erschienenen Bücher habe ich kennengelernt - und war mal mehr, mal weniger begeistert.

Bei seinen Werken ist es oft so, dass er zu Übertreibungen neigt oder eine Erklärung der Auflösung präsentiert, die nicht mit meinen übereinstimmen.

Manchmal jedoch vermag er mich zu fesseln.

Beim vorliegenden Fall war ich anfangs begeistert. Die Atmosphäre stimmte. Der Schreibstil ist passend. Die Charaktere waren toll ausgewählt. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fehlt mir.

Es gibt Begebenheiten, die ich gerne (näher) erläutert gehabt hätte. Es gibt Situationen, die ich weder beim Lesen, noch mit der Erklärung nachvollziehen konnte. Die Personen, die auftauchen, sind teilweise zu viel und vor allem zu blass. Die Umgebung verspricht eine Gänsehaut verursachende Story, wird meines Erachtens jedoch zu wenig ausgebaut bzw. genutzt.

Am Schreibstil gibt es für mich nichts auszusetzen. Ich finde, er hat einen auffälligen Schreibstil, der mich auch immer wieder zu seinen Werken greifen lässt, obwohl sie mich nicht jedes Mal voll packen.

Was mir hier ebenfalls gefallen hat, war, dass man das Cover - zumindest meine Version - in der Geschichte wiederfindet. Hat man ja eher selten, aber ich fand es einen tollen Bezugspunkt.

'Der Seelenbrecher' ist ein Werk des Autors, welches nicht lange im Gedächtnis bleiben wird - das haben andere aus seiner Feder bereits geschafft. Daher kann ich auch nicht wirklich eine Leseempfehlung aussprechen und bin geneigt, zu sagen, dass ich mich von diesem Schriftsteller eher entfernen sollte - meine Erwartungen sind wohl zu hoch an ihn..

"Zwei Menschen, die in einer einzigen Nacht so viel durchmachen mussten, dass für weitere gemeinsame Erlebnisse einfach kein Platz mehr vorhanden war." (S. 177)

©2017

Veröffentlicht am 25.03.2017

✎ Cecelia Ahern - Perfect 2 Perfect, Willst du die perfekte Welt?

Perfect – Willst du die perfekte Welt?
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Nachdem mich 'Flawed - Wie perfekt willst du sein?' wirklich überraschen konnte, wollte ich schnell wissen, wie es mit Celestine weitergeht.

Beim 2. Teil geht es gleichermaßen um Kritik an unserem System ...

Nachdem mich 'Flawed - Wie perfekt willst du sein?' wirklich überraschen konnte, wollte ich schnell wissen, wie es mit Celestine weitergeht.

Beim 2. Teil geht es gleichermaßen um Kritik an unserem System und die Aufforderung, mehr zu hinterfragen, was wir scheinbar als gegeben hinnehmen. Die Idee ist nicht neu, aber in meinen Augen toll umgesetzt. Diesen Punkt hat Cecelia Ahern für mich persönlich erfüllt.

Mit was sich die Schriftstellerin jedoch absolut keinen Gefallen getan hat, waren die Wiederholungen. Von Anfang an war ich bereits genervt. Die Eckpunkte aus dem ersten Teil kommen permanent wie ein Echo an, weil der Hauptcharakter diese ständig wiedergibt. Und das bedurfte es meiner Meinung nach nicht. Diese Eigenart zieht sich bedauerlicherweise durch die gesamte Geschichte.

Ganz großer Pluspunkt ist hier - wie schon beim vorhergehenden Hörbuch - die Sprecherin Merete Brettschneider. Ihre Stimme passt wirklich perfekt: sie ist jung und unterstreicht dadurch Celestines Alter und Persönlichkeit. Ich werde schauen, welche Bücher sie noch so eingelesen hat, denn ihr habe ich absolut gern gelauscht.

Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn man das Geschehen ein wenig gestrafft und dafür nur 1 Buch daraus gemacht hätte. So muss ich leider sagen, dass mich der erste Teil mega geflasht hat und ich diesen auch uneingeschränkt empfehlen möchte. Um die Geschichte jedoch abzuschließen, muss man ebenfalls den zweiten Band kennen, der allerdings einige Durststrecken enthält.

©2017

Veröffentlicht am 18.03.2017

✎ Sigge Eklund - Das Labyrinth

Das Labyrinth
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Ich könnt schreien, heulen, wüten,.. und doch bin ich fasziniert.

Als mir eine Kollegin dieses Buch ausgeliehen hat, habe ich ziemlich schnell danach gegriffen, denn ich wollte unbedingt wissen, was mit ...

Ich könnt schreien, heulen, wüten,.. und doch bin ich fasziniert.

Als mir eine Kollegin dieses Buch ausgeliehen hat, habe ich ziemlich schnell danach gegriffen, denn ich wollte unbedingt wissen, was mit der kleinen Magda geschieht. Außerdem liebe ich Geschichten, die im hohen Norden spielen, da die Landschaftsbeschreibungen meist wunderschön sind.

Auf die tolle Umgebung musste ich verzichten - damit hält sich der Schriftsteller nicht auf. Dafür widmet er sich mehr oder weniger intensiv den Menschen. Immer wieder wechselt die Perspektive bzw. der Erzähler. Durch die Personen- und Zeitsprünge, fühlt man sich stellenweise selbst wie in einem Labyrinth. Man folgt einem Pfad und plötzlich dreht man um, weil man einen anderen einschlagen möchte, von dem man annimmt, dass dieser zum Ziel führt.

Anfangs noch eher verhalten, hatte mich der Psychothriller irgendwann richtig in seinem Bann. Gerade die letzten Seiten habe ich atemlos hinuntergeschlungen.

Als alles sich dann dem Ende näherte und ich hoffte, dass meine Vermutungen sich bestätigen, tut der Autor etwas, womit ich so gar nicht klar komme: Er verwendet ein Stilmittel, welches für mich persönlich ein absolutes NoGo ist, was ich aber hier nicht weiter erläutere, da ich sonst spoiler..

Auch jetzt - einige Tage nach dem Auslesen - bin ich wütend und fasziniert zugleich, denn Sigge Eklund hat für mich einen Psychothriller geschaffen, der mich nicht mehr loslässt..

Ich empfehle ihn allen Lesern, die mal eine andere Art von Psychothrillern kennenlernen möchten. Man muss sich darauf einlassen - und ich bin sicher, keiner rechnet mit diesem Ende.

©2017