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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

✎ Petra Hammesfahr - Das Geheimnis der Puppe

Das Geheimnis der Puppe
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Ich habe das Buch vor einigen Jahren schon mal gelesen, konnte mich aber überhaupt nicht mehr daran erinnern, wie der Inhalt war und wie ich es fand. Als ich dann das Hörbuch entdeckte, entschloss ich ...

Ich habe das Buch vor einigen Jahren schon mal gelesen, konnte mich aber überhaupt nicht mehr daran erinnern, wie der Inhalt war und wie ich es fand. Als ich dann das Hörbuch entdeckte, entschloss ich mich, es direkt vom Reread-Stapel zu befreien.

Ich war sehr schnell in der Geschichte um den Ich-Erzähler Tom drin.
Die ganze Story ist auch nicht sonderlich undurchsichtig. Im Gegenteil, man weiß sehr schnell, was Sache ist. Trotzdem fand ich den Aufbau ganz nett. Und das Ende wirklich traurig.

Zugute halten möchte ich der Autorin, dass sie den Mysterybogen nicht überspannt hat. Ich bin ja nicht so für Übernatürliches und denke mir auch immer, dass jeder selbst wissen muss, inwieweit er an so etwas glaubt. Hier fand ich es aber gut in die Geschichte integriert und nicht zu überbewertet.

Es ist jetzt nichts, was ich unbedingt weiterempfehlen würde, weil es manchen wohl etwas zu leise wäre. Jedoch denke ich, dass es Lesern gefallen könnte, die einfach auch mal eine ruhige (Familiengeheimnis)Geschichte suchen und die sich auf das ein oder andere einlassen können..

©2016

Veröffentlicht am 15.09.2016

✎ Renate Ahrens - Das gerettete Kind

Das gerettete Kind
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Ich war super gespannt auf die Geschichte, denn ich interessiere mich wirklich sehr für das Schicksal der Juden bzw die Geschehnisse in dieser Zeit.

Der Einstieg war auch wirklich toll, denn Renate Ahrens ...

Ich war super gespannt auf die Geschichte, denn ich interessiere mich wirklich sehr für das Schicksal der Juden bzw die Geschehnisse in dieser Zeit.

Der Einstieg war auch wirklich toll, denn Renate Ahrens hat einen mega Schreibstil, der einen an das Buch förmlich fesselt. Man fliegt durch die Seiten, wird durch das Buch getragen.

Es ist gut eingeteilt: 3 Frauen erzählen jeweils aus ihrer Perspektive. Dabei sind die Abschnitte meist recht kurz, sodass man immer mal zwischendurch schnell noch was lesen kann.

Leider gefiel mir die Geschichte an sich aber nicht.
Man erfährt zwar einiges von Irma, Leah und Rebecca, aber nur wenig aus der Vergangenheit - und das war doch das, was mich eigentlich interessiert hat, was ich vom Klappentext her erwartete.
Auch die Dinge, die man über die Frauen erfährt, sind nicht so mitreißend, dass mich die Geschichte gefangen nehmen konnte. Nur der Schreibstil war durchweg mein Rettungsanker..

Das Geheimnis um das Verhältnis der gesamten Familie, was ich teilweise wirklich sehr schlimm fand, wurde für mich auch nicht zufriedenstellend erklärt.

Die Story lässt mich daher unbefriedigt zurück. Es wurde alles nur an der Oberfläche beschrieben und ich habe nichts Tiefgreifendes erfahren. Gerade nach dem Lesen des Buchrückens und aufgrund des Themas habe ich mit sehr vielen Emotionen gerechnet, die es in meinen Augen einfach nicht gab.

Renate Ahrens kann schreiben - das steht für mich außer Frage. Und sicher war dies auch nicht mein letztes Buch von ihr. Aber ich hoffe, dass sie in ihren anderen Geschichten ergreifender schreibt..

©2016

Veröffentlicht am 15.09.2016

✎ Devon Monk - Allie Beckstrom 1 Magie im Blut

Magie im Blut
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Ich bin ja kein typischer Fantasy-Leser.. und trotzdem finde ich auch in dem Genre immer mal wieder etwas, was mich interessiert - gerade, wenn es etwas mit Magie zu tun hat.

Da die Geschichte in der ...

Ich bin ja kein typischer Fantasy-Leser.. und trotzdem finde ich auch in dem Genre immer mal wieder etwas, was mich interessiert - gerade, wenn es etwas mit Magie zu tun hat.

Da die Geschichte in der Ich-Form geschrieben ist, nämlich aus der Sicht Allies, dachte ich, dass ich sehr leicht Zugang zu ihr und ihrer Umwelt finde, aber bis zum Schluss habe ich darauf leider vergebens gehofft. Mir blieb alles irgendwie zu oberflächlich und emotionslos.

Gut fand ich mal die andere Sicht auf die Magie: Man muss bei der Anwendung einen (hohen) Preis bezahlen - und das kann auch Gedächtnisverlust sein. Auch wo die Magie herkommt - in Rohren unter der Stadt gespeichert -, habe ich so noch nicht gelesen.

Dennoch lässt mich der Rest der Story eher kalt zurück. So richtig Spannung kam nicht auf. Auch der Schreibstil war nicht besonders herausragend. Im Gegenteil, ich fand ihn anfangs sogar sehr anstrengend, weil die Sätze teilweise richtig abgehakt klingen und kein richtiger Fluss reinkommen will. Zum Glück hat sich das irgendwann ein bisschen gegeben. Die Wiederholungen störten mich aber schon sehr.

Wenn meine Nachforschungen korrekt sind, ist die Reihe um Allie Beckstrom in den USA sehr erfolgreich - dort gibt es auch bereits 9 Teile. Ins Deutsche wurde wohl nur der erste (und eventuell der zweite) Band übersetzt. Ich kann es auch gut nachvollziehen, denn ich würde es jetzt nicht (unbedingt) empfehlen, obwohl ich den Gedanken mit der Nutzung der Magie wirklich toll fand.

©2016

Veröffentlicht am 15.09.2016

✎ Charlotte Kerner - Blueprint

Blueprint
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Ich denke, vielen wird dieses Buch ein Begriff aus ihrer Schulzeit sein. Auch ich habe es während dieser Zeit gelesen und bin mir heute nicht mehr sicher, wie es mir damals gefiel - deshalb habe ich es ...


Ich denke, vielen wird dieses Buch ein Begriff aus ihrer Schulzeit sein. Auch ich habe es während dieser Zeit gelesen und bin mir heute nicht mehr sicher, wie es mir damals gefiel - deshalb habe ich es mir einfach nochmals gegönnt.

Sehr gut gewählt, fand ich hier die zwei unterschiedlichen Stimmen. Ich finde, das hätte man im Buch auch so deutlich abgrenzen können: einmal die Gedanken von Siri, einmal die Geschichte aus Iris ihrer Sicht.

Das Thema, um was es hier geht, nämlich 'Klonen' ist ja schon sehr brisant. 1999, als das Buch erschien, war sicher noch nicht so viel bekannt, wie es heute der Fall ist. Aber scheinbar hat man auch schon damals darüber nachgedacht und Experimente gemacht.

Für mich ist es sehr erschreckend, aus welchem Grund Siri "entsteht", denn wenn ich wüsste, dass ich nur gemacht wurde, um meine Mutter weiterleben zu lassen - und zwar als Klon und nicht als eigenständiger Mensch -, dann wäre das schon sehr traurig.

Siri versucht zu beschreiben, wie sie sich fühlt. Wie es ihr in ihrer Kindheit erging. Was sie aus ihrem Leben gemacht hat, nachdem ihre Mutter verstorben ist. Oft hatte ich sehr großes Mitleid mit ihr. Und verstehen konnte ich sie auch.

Vielleicht ist es als Schullektüre durch die etwas anspruchsvollere Sprache nicht wirklich geeignet, auch wenn das Thema an sich sehr interessant ist. Dafür wird die Thematik 'Klonen' jedoch ein wenig zu einseitig gesehen. (wobei man im Unterricht dann natürlich 1000 Möglichkeiten hat, das auszubauen und andere Literatur mit einzubeziehen) Stoff zum Diskutieren gibt es definitiv genug. Und wer nicht spätestens nach dem Buch anfängt, über dieses Thema nachzudenken, der hat das Buch einfach nicht verstanden..

Ich finde das Buch von Charlotte Kerner durchaus lesenswert. Gerade auch, weil es kein alltägliches Thema ist und größtenteils aus der Sicht eines Klons beschrieben wird. Wer also mal etwas aus der Reihe lesen mag, dem kann ich diese Lektüre empfehlen.

©2016

Veröffentlicht am 15.09.2016

✎ Peter Nichols - Die Sommer mit Lulu

Die Sommer mit Lulu
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Von diesem Buch hatte ich mir wirklich viel versprochen. Es heißt ja schon im Klappentext, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird - und sowas hat man nicht alle Tage, sodass allein dies schon ein Hingucker ...

Von diesem Buch hatte ich mir wirklich viel versprochen. Es heißt ja schon im Klappentext, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird - und sowas hat man nicht alle Tage, sodass allein dies schon ein Hingucker ist.
Auch ist dies ein Klappentext, der nicht direkt die ganze Story verrät, sodass ich sehr gespannt war, was sich denn hinter dem Hass verbirgt.

Anfangs hat mich die Geschichte auch mitgenommen. Der Schreibstil ist angenehm. Die Beschreibungen wirklich bildhaft. Leider hat meine Begeisterung aber ziemlich schnell abgenommen.

Es ist / wird langweilig. Die Geschichte wird durch die sehr vielen Personen undurchsichtig. Kein Charakter, der mich besonders fasziniert oder berührt hat. Es wird sooo viel erzählt, dass ich hier und dort wirklich die Übersicht ein wenig verlor. Auch habe ich oft nicht verstanden, was genau das denn jetzt bedeuten soll, wie wichtig das für die Geschichte um Lulu und Gerald an sich ist.

Meiner Meinung nach hätte ein wenig Fokus auf die Hauptakteure gut getan und die ein oder andere Seite weniger wäre auch nicht schlecht gewesen, denn so habe ich mich mit den 500 Seiten doch eher gelangweilt.

Eine Empfehlung für die Geschichte gebe ich nicht, aber wer sich für Mallorca interessiert, wie es früher einmal war, der kann einen Blick hinein wagen.

©2016