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Jergine

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2019

So viel Potential aber echt schlecht umgesetzt.

Dragon Hunter Diaries - Drachen bevorzugt
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Veronika wird von jetzt auf gleich aus ihrem Alltag als Lehrerin gerissen, denn durch ihre Schwester Helen wird sie gezwungen die Welt der Drachenjäger oder auch Halbdrachen genannt kennen zu lernen. Diese ...

Veronika wird von jetzt auf gleich aus ihrem Alltag als Lehrerin gerissen, denn durch ihre Schwester Helen wird sie gezwungen die Welt der Drachenjäger oder auch Halbdrachen genannt kennen zu lernen. Diese neue Welt bietet für sie viele Gefahren und Risiken, welche sie sich nun stellen muss. Zu einer dieser Abenteuer gehört der Drachenjäger Ian, welchem sie gleich zu Anfang begegnet. Doch es lauern noch mehr Intriganten und Rivalen hinter jeder Ecke.

Meine Meinung:
Ich muss echt sagen, dass ich mich total auf das Buch gefreut habe. Denn bis jetzt konnte mich der Lyx Verlag noch nie enttäuschen und das wunderschöne Cover hat mich sehr von dem Buch überzeugt und zum Lesen angeregt. Diese Lesefreude verging mir aber schon beim Prolog, da man diesen sich eigentlich auch sparen kann zu lesen, denn man versteht kein Wort. Wie soll man auch was verstehen, wenn weder die Charaktere noch Fachbegriffe erklärt werden. Naja aber da dachte ich mir vielleicht ist es extra so ein Einstieg mit sehr vielen offenen Fragen, damit man diese Stück für Stück im Laufe des Buches auflösen kann . Da habe ich mich aber geirrt, denn ja ein paar Fragen wurden schon beantwortet, diese aber sehr knapp und nicht immer schlüssig, was mich sehr aufgeregt hat. Denn ich habe die ganze Zeit auf eine lange Erklärung gewartet, damit man sich endlich richtig auskennt. Die Autorin hat uns aber leider Dunkeln gelassen. Außerdem fand ich Veronicas Charakter so unauthentisch und unrealistisch, dass ich nur den Kopf schütteln konnte. Denn erst einmal wird im 1. Kapitel erwähnt, dass sie Lehrerin ist. Dieser Fakt wird aber danach einfach nie wieder thematisiert. Hat sie etwa Ferien oder warum sagt sie kein Wort zu ihrer täglichen Arbeit? Zudem ist ihr Putzzwang an sich echt ein interessantes Thema und ich finde es auch sehr wichtig, dass dieser im Roman einbaut wird. Kritisch sehe ich aber, dass keine Message dahinter steht, denn einmal ist ihr Ordnungszwang da dann auf einmal ist er wieder total vergessen. Und so richtig gearbeitet wird an Veronicas Angststörung jetzt auch wieder nicht, wodurch ich diese Zwänge im Buch als sehr sinnlos empfinde. Ein weiterer Minus Punkt ist was und wie viel Veronica redet, denn ihr Gequassel ist echt unerträglich und erinnert an ein Kind. Dazu kommt, dass sie manchmal total unsicher und schüchtern ist und dann auf einmal mutig und professionell kämpfen kann, obwohl sie gerade mal eine Stunde in ihrem Leben trainiert hat. Das Buch hat insgesamt keine Spannung, da sogar die Kampfszenen durch Ronnies Gequatsche verharmlost werden und durch komische Sprüche eine merkwürdige Stimmung aufkommt. Was mir an dem Buch gefallen hat, ist Ians Charakter eigentlich. Aber als er dann sich in Ronnie verliebt empfinde ich ihn ebenfalls als sehr unauthentisch. Insgesamt ist die Beziehung zwischen den beiden echt lächerlich und ein Witz, denn Romantik hat man zwischen den beiden eindeutig nicht gespürt.

Mein Fazit:
Das Buch hat mich echt enttäuscht, ich fand die Charaktere sehr unauthentisch und man konnte gar keine Verbindung mit ihnen aufbauen. Des Weiteren hat mich am meisten genervt, dass nicht endlich irgendwer einfach mal ein bisschen ausführlicher erklären konnte, was diese Drachenwelt mit dem ganzen Drachenjargon bedeutet und die Zusammenhänge klären konnte. Ich muss zwar wirklich sagen, dass mich die Grundidee des Buches total anspricht und auch großes Potential besteht. Dies wurde aber so schlecht umgesetzt, dass ich den nächsten Band wahrscheinlich nicht mehr lesen werden.

  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 03.07.2019

Nette Unterhaltung für Zwischendurch aber auch nicht mehr

Hearts on Fire
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Nicht nur bei Eriks Arbeit als Feuerwehrmann geht es heiß her, auch bei ihm Zuhause glüht es nur vor Konflikten und Dramen. Schwierigkeiten bereiten ihm im Privaten seine Schwiegereltern und der Exmann ...

Nicht nur bei Eriks Arbeit als Feuerwehrmann geht es heiß her, auch bei ihm Zuhause glüht es nur vor Konflikten und Dramen. Schwierigkeiten bereiten ihm im Privaten seine Schwiegereltern und der Exmann seiner Frau, besonders aber eine von ihm gerettete Frau die zu seiner persönlichen Stalkerin mutiert. Zudem kämpft er bei der Arbeit für seine heiß ersehnte Beförderung.

Meine Meinung:
Das Buch hat viele Dramen parat, was mir sehr gut gefällt, denn wer liebt den keine verzwickten Situationen, die dann Stück für Stück gelöst werden können? Frida Lambertis Schreibstil gefiel mir sehr gut, denn die lockere und nicht komplizierte Sprache machte es mir möglich die Seiten super schnell zu lesen und das Buch fast nie weglegen zu müssen. Meiner Meinung nach hätte das Buch gerne sogar mehr Seiten haben können. Denn nun kommen wir auch schon zu meinen Kritikpunkten. Die Seitenanzahl hätte länger sein dürfen, da manche Themen und Situationen zu kurz und nicht tiefsinnig genug für mich beschrieben wurde. Ein Beispiel wäre das super spannende Ende, was wie ich finde noch detaillierter beschrieben hätte werden dürfen. Außerdem hat das Buch in Sachen Spannung nicht ganz meinen Geschmack getroffen, denn einerseits werden die Beziehungskonflikte zwischen den Charakteren echt super interessant beschrieben, andererseits hatte ich mir bei dem Titel und Eriks Beruf mehr lebensgefährliche und spannende Feuerwehreinsätze gewünscht. Vielleicht wollte die Autorin den Beruf des Feuerwehrmannes nicht überdramatisieren, dafür hat sie aber in andere Figuren mehr Spannung hineingelegt. Insgesamt finde ich hätte das Buch so viel Potential mit den Handlungssträngen, diese Spannungen werden aber viel zu früh immer aufgelöst und es kommt oftmals zu früh zum Friede Freude Eierkuchen.

Fazit:
Abschließend kann ich sagen, dass mir der Roman trotz meiner Kritiken gut gefallen hat und ich ihn weiterempfehlen kann, wenn man leichte Kost für Zwischendurch sucht. Hundertprozentig hat er mich nicht gepackt,weswegen ich ihn auch nur mit 3 Sternen bewerte, da ich mir noch mehr Spannung gewünscht hätte. Trotzdem war es ein schönes Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 13.06.2019

Kein Ratgeber aber trotzdem interessant

»Ich glaub, ich bin jetzt warm genug angezogen«
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„Warum wir (meistens) am besten wissen, was gut für unsere Kinder ist“ , so preist Jan Abele seinen neuen Erziehungsratgeber ganz über das Thema der heutzutage kritisierten Helikoptereltern an und stellt ...

„Warum wir (meistens) am besten wissen, was gut für unsere Kinder ist“ , so preist Jan Abele seinen neuen Erziehungsratgeber ganz über das Thema der heutzutage kritisierten Helikoptereltern an und stellt somit eine Hypothese auf, die er durch bestimmte Stereotype und Beispiele beweisen will. Ob in Sachen Angstzustände, Ernährung oder Langeweile aus seiner Sicht schadet das helikoptern, also das zu fürsorgliche Verhalten der Eltern, den Kindern in keiner Weise. Somit will er den verunsicherten Helikopter Eltern Mut machen, dass ihre Erziehungsmethode die richtige sei und Gegner dieser Erziehungsmethode anzuregen ihre Vorurteile nochmal zu überdenken.

Meine Meinung:
Das Buch ist vom Schreibstil locker und verständlich geschrieben und man kann auch als totaler Amateur in Sachen Erziehung leicht in das Thema einsteigen, was man von anderer Fachliteratur nicht immer behaupten kann. Zu Anfang sei aber gleich gesagt, dieses Buch ist eindeutig kein Ratgeber, denn meiner Meinung nach argumentiert Jan Abele viel zu persönlich, als das man objektive Tipps aus dem Buch herauslesen kann. Ich persönlich finde seine eigenen Kindheitsgeschichten sehr amüsant und auch schön zu lesen. Die Reflektion der Geschichten mit der Gegenwart sind aber nicht vergleichbar und nur ein Versuch seine Erziehungsmethode zu rechtfertigen und zu begründen. Anstatt auch mal auf Gegenargumente einzugehen, bleibt er linear bei seiner Sichtweise. Außerdem fand ich es schade, dass er zwar echt tolle Themen wie den Fleischkonsum und die Feinstaub Problematik anspricht, diese aber dann nur sehr oberflächlich behandelt und viel zu schnell zum nächsten Thema überleitet.
Zudem finde ich manche Aussagen aus seiner Sicht viel zu überspitzt dargestellt, denn ein Kind wird nicht durch einen Spielplatzbesuch sterben oder es ist auch nicht wichtig jeden Bissen des Kindes zu beobachten, damit diese ja nicht stirbt. Man muss aber sagen, dass der Grundgedanke des Buches mir sehr gut gefällt. Den Jan rät den Eltern auf ihre eigenen Erziehungsmethoden zu vertrauen und sich nicht von Anderen beunruhigen zu lassen und versucht die Kritik von Außen für Helikoptereltern zu minimieren, indem er andere verstehen lässt, warum manche Eltern so handeln wie sie handeln.

Mein Fazit:
Für Leute die Tipps und Ratschläge für Ihre Erziehung suchen, ist dieses Buch leider nichts. Aber wer sich einfach für Jan Abeles persönliche Geschichte interessiert oder gerne auch einmal einen anderen Blickwinkel auf Überfürsorgliche Eltern haben möchte kann ich das Buch schon empfehlen. Wobei man sich nicht durch teilweise überspitze Darstellungen beeinflussen sollte, sondern lieber das Buch als Anregung zum kritischen Überdenken von manchen Themen sehen sollte.