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Veröffentlicht am 16.11.2019

Nicht erwartet

Totenstille
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Leider muss ich gleich mit der Tür ins Haus fallen und gestehen, dass mir das Buch nicht sonderlich gut gefallen hat. Ab einem bestimmten Punkt habe ich auch nur noch überflogen und es schließlich sogar ...

Leider muss ich gleich mit der Tür ins Haus fallen und gestehen, dass mir das Buch nicht sonderlich gut gefallen hat. Ab einem bestimmten Punkt habe ich auch nur noch überflogen und es schließlich sogar abgebrochen - obwohl ich das wie die Pest hasse und eigentlich versuche zu vermeiden.

Der Anfang und der Klappentext waren viel versprechend. Das ist ein Buch, dachte ich, dass ich sicher mögen und dementsprechend schnell durch haben könnte.
Falsch gedacht.
In den ersten Kapitel fand ich es echt gut, dass der Autor Tuvas Handicap nicht "vergessen" hatte. Passiert leider oft, dass anfangs immer ein großes Drama um eine Beeinträchtigung gemacht wird, die aber immer mehr in den Hintergrund gerät. Hier ist allerdings das Gegenteil der Fal. Mir kam es vor, als würde auf jeder Seite mindestens zweimal das Hörgerät genannt werden, was auf die Dauer echt nervig wurde. Dazu kam, dass die Protagonisten Tuva selbst, mit immer unsympathischer wurde. Klar, sie war total unzufrieden mit ihrer Lage. Weit weg von Großstädten, mit einer todkranken Mutter und einem schrecklichen Handicap. Aber irgendwie machte sie auf mich immer einen negativen Eindruck.
Ja, sie hat ein Handicap und ja, ihre Mutter liegt im Sterben. Aber trotzdem scheint es sie nicht so richtig zu interessieren, was mit ihrer Mutter ist. Sie besucht sie kaum und jeder, der schon einmal mit krebskranken Menschen zu tun hatte, weiß, dass man eigentlich so viel Zeit wie möglich mit dieser Person verbringen sollte. Tuva schien das aber nicht so richtig klar.

Dann kamen noch die ganzen anderen Charaktere. Es gab einige, über die nur positives gesagt wurde, und dann kam der Rest. Der, der so eklig beschrieben wurde, dass mit teilweise echt Schlecht wurde.
Dazu kam, dass ich als Vegetarierin nicht sonderlich begeistert von den ganzen Tiertrophäen war. Es war einfach nur eklig. Ich sag nur "Tête de veau". Mir ist klar, dass Elchjagd und die Jagd an sich ein großes Thema in Schweden ist, aber das war mir ein bisschen zu viel Imput seitens des Autors dazu.

Es gibt noch einige andere Sachen, die ich nicht so toll fand. Beispiels, dass manche Sätze überhaupt keinen Zusammenhang zu dem Verlauf der Erzählung passten, aber ich will jetzt auch nicht alles schlecht reden.

Mir hat es nicht gefallen. Für andere war es sicher echt spannend, aber meins war es leider nichts. Ich bin froh, dass ich das Buch nicht gekauft, sondern bei der Leserunde "gewonnen" habe.
Das Cover und der Klappentext waren wirklich gut gestalltet, aber die Geschichte und leider auch die Spannung war eher mau.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 14.10.2019

Gruselig, aber spannend!

In der Schwebe
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Ein tolles Buch von Tess Gerritsen!

Ihre meisten Bücher haben eine starke medizinische Ader, die besitzt dieses Buch ebenfalls, gepaart mit technischen und wissenschaftlichen Fakten über das Weltall und ...

Ein tolles Buch von Tess Gerritsen!

Ihre meisten Bücher haben eine starke medizinische Ader, die besitzt dieses Buch ebenfalls, gepaart mit technischen und wissenschaftlichen Fakten über das Weltall und die NASA.

Als Laie bekommt man einen recht guten Einblick in das Leben eines Astronauten. Dass das Leben in All so belastend sein kann - psychisch als auch physisch - hätte ich nicht gedacht! Aber umso spannender war es darüber zu lesen.
Tess Gerritsen zeigt in diesem Buch eine komplett andere Welt und Lebensweise, wie wir "normalen Erdlinge" sie nicht kennen, obwohl wir ebenfalls von dem Planeten Erde stammen.

Die Figuren sind sympathisch - sogar irgendwie die eiskalte Diana Estes. Wobei ich bei dem Namen der Hauptfiguren schmunzeln musste - Emma Watson.
Ich bin mit den Harry Potter Filmen aufgewachsen, also hatte ich die ganze Zeit Hermine im Weltraum vor Augen.
Aber diese Emma Watson ist mindestens ebenso schlau und mutig.

Trotzdem empfand ich dieses Buch, so gut es auch geschrieben war, sehr gruselig. Wenn nicht sogar das gruseligste von Tess Gerritsen überhaupt.
Denn diese außerirdische Killer - Mikrobe hat es wirklich in sich. Vor allem ist das Buch so realistisch geschrieben, dass man annehmen könnte, solch eine Katatstrophe könnte wirklich irgendwann einmal passieren.

Da können wir dann nur noch hoffen, dass es dann ebenfalls eine Emma Watson in unserer Wirklichkeit gibt...

Viel Spaß beim Lesen! Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der Spannung, Wissenschaft und Grusel liebt!

Veröffentlicht am 10.10.2019

Eine außergewöhnliche Erzählung

Zorngeboren - Die Empirium-Trilogie (Bd. 1)
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Im ersten Kapitel lernen wir eine der beiden der Hauptpersonen kennen. König Rielle.
Sie erscheint zuerst als eine weise Frau, die jedoch Geheimnisse hat. Aber im folgenden Buch lernt man sie dann doch ...

Im ersten Kapitel lernen wir eine der beiden der Hauptpersonen kennen. König Rielle.
Sie erscheint zuerst als eine weise Frau, die jedoch Geheimnisse hat. Aber im folgenden Buch lernt man sie dann doch ganz anders zu schätzen ein.
Es ist unglaublich beschrieben, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Vor allem, wenn nur jedes zweite Kapitel sich mit ihr befasst.
Die anderen Kapitel spielen in einem ganz anderen Zeitalter - in dem von Eliana. Eine ebenso interessanten Persönlichkeit.
Sie ähnelt Rielle in nur einer Sache: Sie sind beide speziell.
Ansonsten gibt es auf den ersten Eindruck keine weiteren Gemeinsamkeiten. Aber auch nur auf den ersten Eindruck.
Wie die beiden miteinander verbunden sind, wird von der Autorin geschickt nach und nach offen gelegt. Dabei lässt sie einige wichtige Schlüsselfiguren entscheidene Dinge sagen oder tun, die weder Rielle oder Eliana, noch der Leser erwartet hätte.

Ein schönes Buch, allerdings muss sich erst einmal in die abwechselnden Kapitel hineinlesen. Ich persönlich werde nicht so gerne hin und her gerissen. Schließlich werden die Geschichten der beiden mit einer Zeitspanne von über 1000 Jahren dazwischen erzählt.