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Veröffentlicht am 10.09.2023

Warum liegt der Mond vor meiner Tür?

Tod im Museum
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In Überstadt herrschen Unruhen, als den Detektiv Skarabäus Lampe die Nachricht, über den Tod seines Vaters erreicht. Schon lange hat er zu dem berühmten Archäologen und Ehrenbürger der Stadt kein inniges ...

In Überstadt herrschen Unruhen, als den Detektiv Skarabäus Lampe die Nachricht, über den Tod seines Vaters erreicht. Schon lange hat er zu dem berühmten Archäologen und Ehrenbürger der Stadt kein inniges Verhältnis mehr, doch spurlos geht sein ableben dennoch nicht an ihm vorbei. Als bekannt wird, dass inmitten der Unruhen eine kostspielige Trauerfeier für Archibald Lampe statt finden soll, toben die Massen. Im herunter gekommenen Arbeiterviertel wütet wegen der widrigen Hygiene- und  Wohnbedingungen eine Krankheit und rafft Tag für Tag mehr Tiere dahin. Doch die Schickeria Überstadts lässt sich dieses Ivent Unsummen kosten anstatt bei der Renovierung finanzielle Unterstützung zu leisten. Lampe lässt, noch völlig entrückt und begleitet von wütenden Protesten vor dem Museum, diese Veranstaltung über sich ergehen. Als es plötzlich eine zweiten Toten gibt, der mitten während der Trauerfeier zusammenbricht. Bei Lampe fangen sich endlich wieder an die Zahnrädchen in seinem Gehirn zu drehen. „Zwei Tote Archäologen in so kurzer Zeit, das riecht fischig!“ 

Tod im Museum ist nunmehr der zweite Roman, über den anthropomorphen Skarabäus Lampe. Der detektivische Hase mit beeindruckender Kombinationsgabe. Ganz Überstadt besteht aus Tieren, die sonst jedoch sehr menschenähnlich Leben, agieren und Arbeiten. Eine sehr detaillierte Welt, die Meike Stoverock konstruiert hat und in der nichts dem Zufall überlassen bleibt. Beide Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, da es sich um in sich abgeschlossene Geschichten handelt. Um sich mit dieser Welt, dem Protagonisten und seinem Leben vertraut zu machen würde ich dennoch empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten. Dieses Mal leben wir mehr im Geschehen und in der Aktion, das Augenmerk ist weniger auf das Leben und Überleben der Tiere gerichtet. Die Autorin bringt jedoch in sehr verhältnisvollem Maße die Gepflogenheiten einzelner zur Sprache. Wir sind zwar näher am Kriminalfall, dennoch schafft sie es gekonnt soziale Ungerechtigkeiten in ihr Werk einfließen zu lassen und ist damit ihrem systemkritischen Stil treu geblieben ohne die Handlung davon gänzlich beherrschen zu lassen. In punkto flüssige Story hat sie deutlich zugelegt, dieses Mal bleibt sie eng am Handlungsstrang, was einen durchweg ungestörten Lesefluss ermöglichte. Die Spannung zog sich kontinuierlich durch das Buch, hatte keinen Einbruch, jedoch auch keinen extremen Ausbruch. Wer Thrill und Action sucht könnte hier etwas das nachsehen haben. Dennoch ist es ein gelungener Krimi mit schlüssiger Auflösung, in einem sehr fantasievollen Setting, welcher für Unterhaltung sorgen konnte. Ich hoffe sehr, dass es nicht Lampes letztes Abenteuer war. 

Fazit: ein gepflegter Krimi im Agatha Christie Stil, in einem wohl durchdachten, detailreichen Setting und anthropomorphen Charakteren. 

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Veröffentlicht am 12.08.2023

Was wäre wenn?

Kafka und der Tote am Seil
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Was wäre, wenn Kafka anstatt mitten im Leben an Tuberkulose zu sterben eines Tages die Augen aufschlägt und sich gesund aus seinem Krankenbett erhebt!
Ungewöhnlich sagen sie? Das findet sicher auch Kafka, ...

Was wäre, wenn Kafka anstatt mitten im Leben an Tuberkulose zu sterben eines Tages die Augen aufschlägt und sich gesund aus seinem Krankenbett erhebt!
Ungewöhnlich sagen sie? Das findet sicher auch Kafka, doch bei dieser Ungewöhnlichkeit soll es nicht bleiben, denn mitten im Zimmer befindet sich eine große, Schaben ähnliche Gestalt. Diese durchaus imposante Erscheinung stellt sich als sehr hilfreiche Pflegekraft heraus. Irgendwo her kommt ihm diese durchaus eloquente Erscheinung bekannt vor. Der Ungewöhnlichkeiten noch nicht genüge getan, werden Kafka und Gregor Samsa sehr bald von einer mysteriösen Agentur als Privatermittler engagiert. Es ist 1924 und in Wien ereignet sich eine bizarre Mordserie, der Kafka und sein außergewöhnlicher Gefährte auf den Grund gehen sollen. Doch Kafka hat von dererlei Ermittlungen keine Ahnung und diese Geschichte stellt sich bald als bedeutend paradoxer heraus, als alles was dem Schriftsteller jemals selbst von der Feder ging.

Eine durchaus spitze, historische Kriminalstory, die Kafka ins Leben zurück holt. Man muss um der Geschichte folgen zu können tatsächlich nichts über Kafka selbst oder seine Werke wissen. Um den Zusammenhang zu Gregor Samsa ziehen zu können hat Penhaligon im Einband des Buches einen Auszug aus Kafkas „Die Verwandlung“ untergebracht, derer die Figur entspringt. Beide sind, in dem fiktionalen Roman von Jon Steinhagen, auf den Spuren einer recht bizarren Mordserie im Wien Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Fokus steht „Der Hängekünstler“, der sich Abend für Abend im Theater vor den Augen aller erhängt nur um am darauffolgenden Abend quick lebendig das selbe zu tun. Auch die zahlreichen Opfer wurden stranguliert, doch nirgends ist ein Tatwerkzeug zu finden und der einzige Verdächtige hat ein wasserdichtes Alibi. Kafka hadert eine ganze Weile mit seinem vermeintlich entronnenem Tod und dem neu geschenkten Leben. Weswegen auch die Story einige Zeit benötigt um fahrt aufzunehmen. Zwischendrin finden sich auch Kapitel, deren handelnde Personen nicht näher benannt werden. Was zunächst verwirrt und nicht direkt informativ zuzuordnen ist, entpuppt sich im Verlauf der Geschichte als gut platzierte, getarnte Puzzelstücke. Ich denke die Erwähnung der Kakerlaken Gestalt Gregor lässt es bereist vermuten, doch man sollte auf das ein oder andere übernatürliche Element gefasst sein. Wer hier nach einer logischen Lösung verlangt könnte enttäuscht werden. Mir hat der Mix aus Krimi, Fantasy und historischen Elementen gut gefallen. Ich konnte das Buch leider nicht in einem kurzen Zeitraum lesen, dennoch blieben Handlung und Personen gut einprägsam im Gedächtnis hängen. Den einzigen Mängel, den ich an dem Werk habe, ist das Verhältnis von Weg und Ziel, welche leider nicht wirklich ausgewogen waren. Es dauerte etwas bis die Story ins rollen kam. Den Weg, die Lösung zu finden war spannend, unterhaltsam und gut nachvollziehbar. Das Ende war jedoch zu abrupt abgehandelt und deutlich schlechter ausgearbeitet, so dass ich nachschauen musste ob ich eventuell Seiten überblättert habe, was nicht der Fall war. Dort hätte etwas mehr Darstellung nicht geschadet.

Fazit: fantastisch fiktive Geschichte über Kafka, der nicht nur einen Aufschub des eigene Ablebens erhält sondern auch prompt mit seinem ungewöhnlichen Gefährten zum Ermittler einer bizarren Wiener Mordserie wird.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Nicht die Toten solltest du fürchten, vielmehr die Lebenden

Die Insel der Unschuldigen
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Mayken ist 1628 an Bord der Batavia. Sie ist auf dem langen und beschwerlichen Weg nach Java, zu ihrem Vater, an den sie sich kaum erinnern kann. Von Anfang an fasziniert sie das Treiben auf dem Schiff. ...

Mayken ist 1628 an Bord der Batavia. Sie ist auf dem langen und beschwerlichen Weg nach Java, zu ihrem Vater, an den sie sich kaum erinnern kann. Von Anfang an fasziniert sie das Treiben auf dem Schiff. Mit ihrer herzlich neugierigen Art und forschem Mut erobert sie zuerst die dunklen Stellen des Schiffes und immer mehr die Passagiere. Doch nicht jeder ist das was er zu sein vorgibt und das wahre Gesicht einiger zeigt sich als das Schiff kentert und nach Panik und Chaos schlussendlich die Gewalt ausbricht.

Gil ist 1989 auf dem Weg nach Beacon Island, um nach dem Tod seiner Mutter bei seinem Großvater zu leben. Ein einsilbiger alter Mann, der verhasst bei den restlichen Fischern ist, legt keine sonderlich gute Fürsorge an den Tag. Gil der schon immer ein Einzelgänger war, drückt sich lieber auf der Insel oder bei den Wissenschaftlern rum. Doch dieses abgeschieden Fleckchen Erde hat einen merkwürdigen Einfluss auf die Menschen und plötzlich rückt das Recht des Stärkeren an erste Stelle und die Ereignisse geraten außer Kontrolle.

Zwei Kinder, zwei Leben, ein Strudel aus Ereignissen und am Ende steht die Unschuld dem alles verschlingenden Kampf um Macht gegenüber.

Jess Kidd lässt immer auch die etwas ernsteren Themen in ihre Werke einfließen, doch die Insel der Unschuldigen weicht weit von ihrem sonstigen Stil, mit von charmant nervigen Geistern geplagten Protagonisten, ab. In diesem Buch herrscht viel kindliche Verzweiflung über die grausame Welt der Erwachsenen. Unter all dem Schmerz finden sich auch rührende, herzerwärmende Momente, doch für Humor ist weder auf der Batavia, noch auf Beacon Island Platz. Wir wechseln zwischen zwei Handlungen, auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Tatsächlich zieht sich die ein oder andere Parallele durch beide und in dunklen Stunden scheinen sich für einen Wimpernschlag hier Welten zu berühren. Wir verfolgen wie sich das Machtgefälle verschieben kann, wenn Menschen auf engem Raum unter unwirtlichen Bedingungen Leben. Wie Recht und Ordnung, ethische Grundsätze und menschliches Mitgefühl zu kippen drohen und Chaos ausbricht, sobald das vermeintliche Recht der Stärkeren regiert. Eine schaurige Vorstellung der man beim unvermeidlichen Untergang tatenlos beiwohnen muss. Jess Kidd beleuchtet eingehend sowohl Maykens Monate auf dem Schiff, als auch Gils seelischen Zustand. Was am Anfang zum einen Interessant bzw. auch langwierig erscheint, ist gegen Ende wichtig um emotional mit den Protagonisten verankert zu sein. Mit Mangel an Wissen über Gils Hintergrund würde uns als Leser der gleiche Fehler wie seinen Mitmenschen passieren. Wir würden urteilen, verurteilen und noch schlimmer Vorverurteilen. Nur wenn wir das große Ganze kennen, ist es uns eventuell möglich frei von voreiligen Schlüssen zu verstehen. Ohne Mayken ein Gesicht zu gebe, wäre es die reine Erzählung eines Schicksals gewesen, die wir lesen und allenfalls grob im Hinterkopf behalten. Jess Kidd lässt uns jedoch (basierend auf den Aufzeichnungen der Überlebenden dieser wahren Begebenheit) die Geschichte dieses Mädchens und all ihren durchlebten Gefühlen zu spüren. In dieser Form, die direkt das Herz des Lesers berührt, bleibt die Erzählung über dieses Unglück sicher noch lange im Kopf lebendig.

Fazit: ein deutlich Ernster als gewohntes Werk, was zunächst lang Nähe zu den Protagonisten aufbaut, zum Schluss dafür aber umso mehr schmerzt.

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Veröffentlicht am 17.05.2023

Im Spiegelland sind wir sicher

Das Spiegelhaus
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Cats Zwillingsschwester ist verschwunden, so kehrt sie nach 20 Jahren in das Haus ihrer Kindheit zurück. Das Haus in dem sie zusammen jede Nacht die wildesten Abenteuer im Spiegelland erlebten. Doch nun ...

Cats Zwillingsschwester ist verschwunden, so kehrt sie nach 20 Jahren in das Haus ihrer Kindheit zurück. Das Haus in dem sie zusammen jede Nacht die wildesten Abenteuer im Spiegelland erlebten. Doch nun ist El verschwunden, die Polizei und ihr Ehemann glauben, sie sei tot, doch Cat hätte es gespürt. Nicht nur das ausbleibende Gefühl auch die Emails, die Cat auf einer Schnitzeljagd durch das Haus und ihre Erinnerungen hetzten, lassen sie Els tot in Frage stellen. Ihre Verzweiflung wächst, denn sie soll sich erinnern, dabei hat sie gar nichts vergessen. Sie erinnert sich ganz genau oder doch nicht?

Ein Buch voller Irrungen und Wirrungen, ganz wie in einem Spiegelkabinett. Nichts, was man meint zu sehen oder zu glauben, ist so wie es scheint. Mansches ist verzerrt, manches erkennt man erst bei genauerem Hinsehen und wieder anderes ist genau spiegelverkehrt. Mit Cat, die gern verdrängt haben wir eine unzuverlässige Erzählerin. Doch auch El, die die Erinnerung gern biegt und verdreht ist nicht immer zu trauen. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen muss man als Leser einmal komplett durch das Spiegelland schreiten und sich dessen Akteure genau ansehen. So verwirrend wie sich diese Fantasiewelt auch darstellt und nur Stückweise aufdröselt, so mitreißend könnte deren Auflösung sein. Viele kleine Puzzleteile, die man zum Teil nicht mal als solche wahrnimmt, fügen sich ab einem bestimmten Zeitpunkt zu einem ganzen Bild zusammen. Raum für Spekulationen gibt es hier zur Genüge, doch ob Carole Johnstone die Lesenden hier durch einen Trugspiegel schauen lässt oder ob sie schlussendlich die blanke Wahrheit entdecken, bleibt bis zum Ende fragwürdig. Eine gut konstruierte Story, bei der man die Augen offenhalten sollte. Leider gab es auch hier die ein oder andere unnötige Szene und Cats Flashback Momente hätten deutlicher dargestellt werden sollen. Da es teilweise viel Verwirrung in den Text brachte, wenn sie in einem Satz im hier agiert und im nächsten Satz die Vergangenheit sieht. Eine Gegenwart, die in ihrer Gestalt von der Vergangenheit stark beeinflusst wird, deswegen wird es Zeit sich zu erinnern.

Fazit: Ein ziemliches Verwirrspiel, in dem die Schatten der Vergangenheit erst nach und nach ihren Platz finden und ihre wahre Gestalt annehmen.

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Veröffentlicht am 03.05.2023

Das Buch zum Podcast

Früher war mehr Verbrechen
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Bei -Früher war mehr Verbrechen- gibt es seit 2020 alles über historische Kriminalfälle zu hören. Im gleichnamigen Buch veröffentlichen Nina Batram und Katharina Kolvenbach die spektakulärsten Fälle ihres ...

Bei -Früher war mehr Verbrechen- gibt es seit 2020 alles über historische Kriminalfälle zu hören. Im gleichnamigen Buch veröffentlichen Nina Batram und Katharina Kolvenbach die spektakulärsten Fälle ihres Podcastes. Ob mysteriöse Morde, blutige Komplotte, aus dem Ruder gelaufene Umsiedlungen oder hinterhältige Familienmitglieder, die Autorinnen beleuchten die Geschichten der Opfer, wägen Verdachtsmomente ab oder ordnen einige Aussagen und Begebenheiten zum besseren Verständnis, in die jeweilige zeitliche Bedeutung ein. Ein spannender Exkurs für alle, die Geschichte einmal von der mörderischen Seite kennenlernen wollen.

Im Buch finden viele unterschiedliche, historische Kriminalfälle ihre Erwähnung. Diese sind zum Teil gelöst, viele sind jedoch auch immer noch Cold Cases und können aufgrund des Alters oder der Zeit zugrundeliegenden, schlechten Ermittlungsverfahren nicht mehr eindeutig gelöst werden. Die Autorinnen geben nach den Fakten zum jeweiligen Fall auch die möglichen Tathergänge bzw. Verdächtigen an. Stets auf die Sachlichkeit bedacht verlieren sie sich nicht in wilden Spekulationen. Auch eine historische Einordnung dieser Zeit, Glaube und Gepflogenheiten findet man zu jedem Bericht, um das Verhalten aller Beteiligten oder einzelne Reaktion und Abläufe besser verstehen zu können. Trotz, dass mir alle Fälle geläufig waren, war es interessant die vollständigen Fakten zu eben jenen noch einmal zu lesen. Ich glaube, wer sich etwas eingehender mit historischen Kriminalfällen beschäftigt, wird nicht allzu viele Überraschungen erleben. Wer hingegen zwar einige Taten/ Täter: innen kennt aber sonst nicht tiefer in die Materie vorgedrungen ist, wird von den Fakten und gut recherchierten Hintergründen positiv überrascht sein. Mich persönlich haben zwei Dinge gestört. Die Donnerparty ist eine etwas zu große Katastrophe um ihr in einem (wenn auch längeren) Kapitel gerecht zu werden. Natürlich soll hier ein Anreiz zur Vertiefung und dem Interesse gegeben werden, doch die Umsetzung zu diesem Fall war einfach zu oberflächlich gehalten. Das Augenmerk lag auf einem reißerischen Detail dieser Geschichte ohne jedoch die Tragweite, die zu dieser Entscheidung führte genug auszuleuchten. Bei Jack the Ripper wurde versucht so viel wie möglich an Informationen zu vermitteln ohne die Kapitel gravierend in die Länge zu ziehen. Da auf die Nennung der Straßen/Kreuzungen wert gelegt wurde, hätte mir eine grobe Karte der damaligen Begebenheiten sehr geholfen. Ohne ungefähre Verortung all dieser Plätze, auch im Hinblick auf die patrouillierenden Polizisten, ist die Aufzählung der Straßen eine eher unnötige Erwähnung, da die wenigsten sich in den viktorianischen Bezirken auskennen. Die Autorinnen haben zwar eine zeitliche Einordnung zwischen Fixpunkten und Tatorten geschaffen, als optische Unterstützung wäre eine Karte trotzdem toll gewesen.

Fazit: Für „alte“ Hasen wahrscheinlich eher eine nette Faktensammlung. Für alle, die sich noch nicht näher damit befasst haben, eine tolle Übersicht zu einigen sehr spektakulären, historischen Mordfällen.

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