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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Hat Spaß gemacht

Eine von uns
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❓ Warum wollte ich das Buch lesen?

Als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde, musste ich nicht lange überlegen, es klang spannend und hat mich sofort neugierig gemacht.

🔎 Worum geht’s?

Nachdem Ginas Haus ...

❓ Warum wollte ich das Buch lesen?

Als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde, musste ich nicht lange überlegen, es klang spannend und hat mich sofort neugierig gemacht.

🔎 Worum geht’s?

Nachdem Ginas Haus abgebrannt ist, steht ihr Leben auf dem Kopf. Zum Glück nimmt ihre alte Freundin Annie Gina und deren Familie vorübergehend in ihr wunderschön renoviertes Haus auf, da sie selbst im Urlaub ist. Doch dann taucht eine Frau namens Mary auf, die sich als Haushälterin ausgibt, und Gina beginnt zu zweifeln. Etwas stimmt nicht. Bald holen sie Erinnerungen an eine dunkle Nacht ein, die sie längst verdrängt hatte. Doch das ist erst der Anfang.

🧠 Meine Meinung:

Schon früh hatte ich eine Ahnung, was es mit Mary auf sich haben könnte und trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich fragte mich ständig, habe ich recht oder täusche ich mich? Die Geschichte entwickelt eine starke Sogwirkung, die einen immer wieder zum Weiterlesen drängt.
Marys Sohn Tyler bringt zusätzlich eine seltsame, beklemmende Stimmung ins Geschehen. Zwar hatte die Geschichte zwischendurch Momente, in denen sie ins Stocken geriet, doch die Grundspannung blieb weiterhin erhalten.
Interessant fand ich auch die kleinen, eingestreuten Sätze, bei denen ich nie sicher war, sind sie wichtig oder sollen sie mich nur in die Irre führen? Atmosphärisch wirklich stark. Einziger Kritikpunkt, - nicht alles wirkte perfekt durchdacht, aber komischerweise störte es mich hier nicht, weil ich gar keine Zeit hatte länger darüber nachzudenken. Die Geschichte war einfach zu fesselnd, um loszulassen. Und dann kam noch ein letzter Twist, mit dem ich so nicht gerechnet hatte.

✅ Fazit:

Ein atmosphärischer Thriller mit psychologischem Tiefgang und einem unerwarteten Finale. Hat mir Spaß gemacht!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2025

Sehr atmosphärisch

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde, hat mich sofort das düstere Cover angesprochen. Auch der Klappentext über die vor Jahren verschwundene Freundin machte mich ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde, hat mich sofort das düstere Cover angesprochen. Auch der Klappentext über die vor Jahren verschwundene Freundin machte mich neugierig.

🔎 Worum geht’s?

Vor über 20 Jahren verschwand Sveas beste Freundin spurlos. Jetzt wurde ihre Leiche gefunden. Für Svea steht fest: Der Täter ist ihr Schwager Eric. Doch es fehlen die Beweise. Widerwillig kehrt sie an die Schlei zurück, fest entschlossen, ihre Schwester und deren Kinder vor dem Mann zu schützen, den sie für einen Mörder hält. Ein düsteres Kapitel ihrer Vergangenheit holt sie ein und diesmal will sie die Wahrheit ans Licht bringen.

🧠 Meine Meinung:

Wie durch dichten Nebel betrat ich diese Geschichte. Anfangs etwas orientierungslos, aber fasziniert. Doch mit jeder Seite lichtete sich der Schleier. Beziehungen wurden klarer, Verbindungen deutlicher. Stück für Stück setzte sich das Puzzle zusammen, bis ich erkannte, wer hier Freund, Familie oder vielleicht doch Feind ist.
Die Autorin erschafft ein Setting, das so intensiv und atmosphärisch ist, dass es beinahe fremdartig wirkt. Besonders Torges Welt und die Lebensweise seiner Familie hinterließen bei mir ein seltsames, leicht verstörendes Gefühl.
Von Anfang an wirft die Geschichte Fragen auf, die einen nicht mehr loslassen.
Was ist mit Julia passiert?
Und wem gehören die Hände, die im Prolog so gnadenlos zupacken?
Die kurzen Kapitel und wechselnden Perspektiven sorgen dafür, dass man regelrecht durch das Buch fliegt. Jeder Charakter wirkt auf seine Weise undurchschaubar und rätselhaft. Der Verdacht wechselt deswegen ständig, genau das macht den Reiz aus.
Zum Ende hin zieht das Tempo spürbar an. Ereignisse überschlagen sich, und man wirbelt beinahe atemlos durch die letzten Seiten. Ob ich mich an das Finale noch längerfristig erinnern werde, weiß ich noch nicht, aber das Leseerlebnis selbst war intensiv und absolut mitreißend.


✅️ Fazit:

Ein fesselnder, atmosphärischer Thriller mit Figuren, die allesamt fragwürdig und lange undurchsichtig bleiben. Das Ende glich einem Schleuergang, war aber dennoch spannend bis zur letzten Seite.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Nicht das, was erhofft, aber ein genialer Twist am Ende

Hello Stranger
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Gesichtsblindheit, ein Thema, das mich sofort neugierig gemacht hat und auch der Grund war, warum ich mich für dieses Buch interessiert habe. Gewünscht habe ich mir ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Gesichtsblindheit, ein Thema, das mich sofort neugierig gemacht hat und auch der Grund war, warum ich mich für dieses Buch interessiert habe. Gewünscht habe ich mir eine tiefgründige, interessante Story, die mich aber auch mal zum Lachen bringt. Vor allem aber mir Charakteren, die mein Herz erobern.

🔎 Worum geht’s?

Als die talentierte Malerin Sadie das Finale des renommierten North American Portrait Society Wettbewerbs erreicht, trifft sie ein harter Schicksalsschlag. Im Krankenhaus erhält sie die Diagnose Prosopagnosie, - sie kann keine Gesichter mehr erkennen. Während sie kämpft, ihren Traum dennoch nicht aufzugeben, treten gleich zwei Männer in ihr Leben. Der einfühlsame Tierarzt ihres Hundes und ihr charismatischer Nachbar. Doch wer hilft ihr wirklich, sich selbst und die Liebe neu zu erkennen?

🧠 Meine Meinung:

Ich hatte mir eine tiefgründige Geschichte erhofft, die ein bislang, für mich, wenig beleuchtetes Phänomen in den Mittelpunkt stellt. Was ich bekommen habe, war allerdings etwas anderes. Nicht unbedingt schlechter, nur überraschend anders.
Der Einstieg fiel mir zunächst leicht, und obwohl die Charaktere durchaus sympathisch waren, blieb die emotionale Nähe leider aus. Es fehlte mir das gewisse Etwas, das Figuren unvergesslich macht. Vielleicht lag es auch daran, dass mich der Mittelteil nicht vollständig gepackt hat. Ich griff seltener zum Buch, als ich es ursprünglich gedacht hätte.
Was das Buch jedoch rettet und sogar noch aufwertet, ist das letzte Drittel. Der Twist kam unerwartet, war clever konstruiert und gab der Geschichte genau den Kick, der zuvor fehlte. Plötzlich war ich wieder mittendrin, überrascht und begeistert von der Wendung, die vieles in neuem Licht erscheinen ließ.
Insgesamt ist es eine charmante Rom-Com mit originellem Aufhänger, die unterhält und stellenweise zum Schmunzeln bringt. Wer jedoch auf der Suche nach Tiefe und komplexen Figuren ist, könnte ein wenig enttäuscht werden. Für mich war es letztlich ein nettes Leseerlebnis. Kein Highlight, aber auch keine allzu große Enttäuschung. Nur eben nicht ganz das, was ich erwartet hatte.

✅️ Fazit:

Eine romantische Komödie, deren Charakteren es zwar etwas an Tiefe fehlt, die aber mit einem überraschend genialen Twist am Ende dann doch noch überzeugt.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Moralisch aufwühlend

Trophäe
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wie ich beim Lesen manchmal meine Komfortzone verlasse, suche ich hin und wieder auch die Herausforderung. Dieses Cover ist mir auf Instagram häufig begegnet, doch nie ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wie ich beim Lesen manchmal meine Komfortzone verlasse, suche ich hin und wieder auch die Herausforderung. Dieses Cover ist mir auf Instagram häufig begegnet, doch nie habe ich mich näher damit beschäftigt. Erst als mir eine Freundin von einem Buch erzählte, das von einer Jagd in Afrika handelt und dabei moralische wie ethische Fragen aufwirft, wurde ich neugierig. So stieß ich erneut auf das gelbe Cover mit dem ehrwürdigen Nashorn. Ob ich Angst davor hatte? Ja, aber genauso groß war meine Neugier.

🔎 Worum geht’s?

Hunter, ein steinreicher Amerikaner und begeisterter Jäger, verfolgt ein letztes großes Ziel, um die "Big Five" zu vollenden, - ein Nashorn. Doch Wilderer durchkreuzen seine Pläne. Wut und Enttäuschung treiben ihn an, und plötzlich stellt sich die Frage, ob er bereit ist für die "Big Six"?

🧠 Meine Meinung:

Die Jagd als Thema war für mich die große Herausforderung. Ich kann dem Ganzen wenig abgewinnen und stehe "Jagdtrophäen" eher kritisch gegenüber. Doch kaum hatte ich zu lesen begonnen, zog mich Afrika mit seiner gewaltigen Flora und Fauna in den Bann. Was zunächst wie eindrucksvolle Naturbeschreibungen wirkt, entpuppt sich schnell als tiefgehende Auseinandersetzung mit der umstrittenen Welt der Trophäenjagd.
Hunter White, schon sein Name bedient kolonialistische Klischees. Er ist eine provokante Figur voller Widersprüche, genauso wie sein Freund, der Jagdleiter Van Heeren.
Sätze wie: „Es ist Gott, der bestimmt, wer der Jäger ist und wer die Beute.“ (S. 152) lösen gleichermaßen Nachdenken wie Beklemmung aus. Das Thema ist brisant und für viele schlicht ein sinnloses Gemetzel. Für Van Heeren und Hunter jedoch dient die Jagd angeblich dem Artenschutz. Doch ist das wirklich so?
Obwohl ich meine kritische Haltung beibehalte, hat das Buch etwas in mir ausgelöst und genau das schätze ich sehr an der Autorin. Als sich die Geschichte mit der Idee der „Big Six“ weiterentwickelt, werden die moralischen Kontraste noch deutlicher. Die Fragen nach Ethik und Verantwortung stehen plötzlich im Raum. Ich war vollkommen gefesselt.
„Das hier ist Afrika. Das Menschenleben hat hier einen anderen Wert.“ (S. 155) Ein Satz, der verstört, provoziert und nachhallt, sodass ich das Echo immer noch höre.
Das Buch stellt unbequeme Fragen und fordert heraus, aber genau das war ja mein Ziel, und genau das macht es auch so lesenswert.
Gegen Ende jedoch verlor die Geschichte für mich etwas an Reiz. Vielleicht lag es an der anfänglichen Faszination für das Neue, das Unbekannte, vielleicht am Reiz des Verbotenen, der zu Beginn noch so stark war. Mein Interesse ließ jedenfalls nach und das, obwohl der Showdown ja noch folgte. Dennoch habe ich etwas Wesentliches mitgenommen, - Dankbarkeit. Dafür, wie ich leben darf, und dafür, dass dieses Buch es geschafft hat, meine Überzeugungen zumindest für einen Moment zu erschüttern.

✅️ Fazit:

Ein moralisch aufwühlendes Buch über Macht, Jagd und Menschlichkeit. Es fordert heraus, provoziert und hat mich nicht kaltgelassen. Auch wenn es für mich gegen Ende etwas an Reiz verliert, bleibt es ein intensives Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Eine so schöne Reihe

Sommernächte unter dem Eiffelturm
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Mittlerweile ist es schon zur kleinen Tradition geworden, gemeinsam mit der lieben Virginia (virginias.lesewelt, Insra) die Bücher von Anne Stern unter ihrem Pseudonym ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Mittlerweile ist es schon zur kleinen Tradition geworden, gemeinsam mit der lieben Virginia (virginias.lesewelt, Insra) die Bücher von Anne Stern unter ihrem Pseudonym Lily Martin zu verschlingen. Wir freuen uns jedes Mal riesig darauf, in eine neue Geschichte einzutauchen und dabei ein weiteres Pariser Stadtviertel zu entdecken. Dieses Mal lädt uns Montmartre zum Träumen ein.

🔎 Worum geht’s?

Aurélie, eine Schriftstellerin mit akuter Schreibblockade, soll für ihren Verlag eine sommerlich-leichte Liebesgeschichte verfassen. Doch als ewige Single-Frau fehlt ihr die zündende Idee. Auf der Suche nach Inspirationen meldet sie sich bei einer Datingplattform an, ahnt jedoch nicht, dass ihr Herz längst für jemand anderen schlägt. Mathieu, den Buchhändler mit eigenem emotionalen Gepäck. Zwei verschlossene Herzen auf der Suche nach dem großen Glück.

🧠 Meine Meinung:

Die ersten Sätze treffen die Stimmung der Geschichte perfekt!
„Wissen Sie, weshalb ich so gerne lese? Ein gutes Buch ist wie ein perfektes Rendezvous.“
Und genau das war es, - und auch ein Match!
Ich liebe Lily Martins Romane. Sie sind wie eine warme Umarmung für zwischendurch. Wohltuend, charmant, heiter und mit jeder Seite fühlt es sich ein bisschen mehr nach Heimkommen an. Besonders schön finde ich auch, dass man immer wieder vertrauten Figuren aus den vorherigen Bänden begegnet. Und trotzdem kann man diese Bücher auch unabhängig voneinander lesen.
Aurélie war mir von Anfang an sympathisch, ebenso wie Mathieu, dessen Hintergrund berührt. Und dann ist da noch die allwissende Erzählstimme, die jedes der Bücher einleitet. Sie vermittelt Bridgerton-Vibes, wirkt reif, lebenserfahren und ist voller kluger Beobachtungen. Ich liebe diese Perspektive, weil sie Tiefe und Herz verleiht und ganz vielleicht kennt man sie ja auch, oder Jacobine. Du kennst bestimmt die Antwort.
Das Setting ist, wie immer, traumhaft schön. Paris, das sonst oft mit Hektik und Menschenmengen assoziiert wird, zeigt sich hier von seiner märchenhaften Seite. Klischee? Vielleicht. Aber genau die machen den Zauber aus, den man mit dieser Stadt verbindet.
Auch der Schreibstil verdient eine Erwähnung. Leicht und beschwingt, aber mit Feingefühl und Tiefgang. Manche Metaphern laden zum Innehalten ein, geben Gedanken eine neue Richtung und führen die Figuren weiter in ihren Entscheidungen.
Wer jedoch dramatische Plot-Twists oder ein ewiges Hin und Her erwartet, könnte enttäuscht werden. Denn obwohl es emotionale Konflikte gibt und auch geben muss, sind diese nachvollziehbar, nicht überzogen und angenehm zu lesen. Für mich ist das wichtig, für ein perfektes Happy End auf beider Seiten.
Ein wunderschöner Abstecher in Europas drittgrößte Metropole. Paris ist und bleibt einfach immer eine Reise wert, - auch zwischen zwei Buchdeckeln.
Bis zum nächsten Mal, liebe Lily Martin aka Anne Stern,  wir freuen uns schon sehr! 👋
P.S. Geht es weiter? 🙏

✅️ Fazit:

Koffer packen und ab nach Paris!
Montmartre überzeugt mit einem Buchladen, in dem das Herz wohnt.
Dazu fein gezeichnete Charaktere, eine zarte Liebesgeschichte und ganz viel Atmosphäre.
Eine Wohlfühl-Reihe, die glücklich macht.

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