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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2024

Dieser eine Mensch

Okaye Tage
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"Okaye Tage" von Jenny Mustard und übersetzt von Lisa Kögeböhn ist eine Geschichte in der es insbesondere um die Beziehung zu diesem einen Menschen geht, den man besonders liebt. Wir treffen auf Sam und ...

"Okaye Tage" von Jenny Mustard und übersetzt von Lisa Kögeböhn ist eine Geschichte in der es insbesondere um die Beziehung zu diesem einen Menschen geht, den man besonders liebt. Wir treffen auf Sam und Luc, die eigentlich nicht unterschiedlicher sein könnten und trotz größter Diskrepanzen immer wieder zueinander finden.

Der Beginn der Geschichte war für mich ein wenig holprig, auch weil ich mit der ganzen Situation erst mal klarkommen musste. Dennoch habe ich dann sehr schnell in den Lesefluss gefunden, was auch am Schreibstil lag: Dieser ist superlocker und leicht geschrieben, bezieht sich häufig auf Umgangssprache und lässt keinerlei Verständnisprobleme aufkommen.

Ebenfalls ist der Aufbau der Geschichte sehr gelungen, besonders im Hinblick auf den Countdown mit den Tagen, der alles greifbarer wirken lässt. Auch das Verweben von Vergangenheit und Gegenwart ist recht gelungen, obwohl ich auch hier sagen muss, dass ich zwischendurch ein paar Probleme damit hatte, weil es so schnell hin und her ging.

Auf jeden Fall bekommt man dadurch auch einen guten Einblick in die Beziehung von Luc und Sam. Man lernt sie kennen, kann in ihre Gefühle eintauchen und die Dynamiken werden bildlicher. Die Nebenprotagonisten vervollständigen das Bild und sorgen für interessante Wendungen.

Alles in allem ist es eine Geschichte, die man gut lesen kann und die zeigt, dass es diesen einen Menschen gibt, von dem man nicht wegkommt, auch wenn man es noch so sehr möchte. Es ist eine Empfehlung für alle, die in das Leben zweier Menschen eintauchen möchten, das alles andere als perfekt läuft und die ein oder andere Hürde bereithält.

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Auf das Leben

Die Sache mit Rachel
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4,25/5

"Die Sache mit Rachel" von Caroline O’Donoghue und gesprochen von Nora Schulte ist ein Buch, das auf vielen Ebenen agiert und das Leben von Rachel mit all seinen Schattierungen zeigt. Es geht um ...

4,25/5

"Die Sache mit Rachel" von Caroline O’Donoghue und gesprochen von Nora Schulte ist ein Buch, das auf vielen Ebenen agiert und das Leben von Rachel mit all seinen Schattierungen zeigt. Es geht um die Freundschaft, die Liebe, Vertrauen und Fehler. Caroline O’Donoghue zeigt eindrucksvoll, dass es okay ist, wenn das Leben mal nicht so läuft.

Besonders die Charaktere werden mir im Gedächtnis bleiben. Insbesondere Rachel: Sie erlebt so viel und ihre Gefühle werden sehr eindrücklich geschildert. Man erlebt ihr Leben mit ihr und es fühlt sich beinahe so an, als wäre man mit ihr befreundet. Dazu kommen mit Dr. Fred Byrne, ihr Literaturprofessor und James, ihrem besten Freund, zwei Männer in die Geschichte, die dem Ganzen eine gewisse Dramaturgie verleihen, die anders ist, als man vielleicht denkt. Und dann gibt es da ja auch noch den anderen James. James Carey, der nur Carey genannt wird, weil Rachel eben schon einen James in ihrem Leben hat. Mit ihm ergeben sich noch weitere Dynamiken, die weitere Facetten offenbaren.

Zwar benötigte ich so meine Zeit, bis ich richtig in die Geschichte fand, weil sie sich besonders zu Beginn und in der Mitte etwas zog, dennoch konnte mich das Ende voll und ganz abholen. Es ergibt sich einfach ein super Gesamtbild. Gerade auch aus dem Grund, dass mit Nora Schulte eine Sprecherin gewählt wurde, die Rachel von der Stimme her so einfach passend widerspiegelt. Die Emotionen und Gefühle kommen an den richtigen Stellen rüber, aber auch diverse andere Nuancen stechen hervor.

Schlussendlich ist es auch eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, eben weil so viele wichtige Themen, die das Leben betreffen, angesprochen werden. Eine Empfehlung ist es definitiv, denn nicht alle Tage lernt man so viel über das Leben einer jungen Frau in Irland.

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Ganz anders als erwartet

Die Unmöglichkeit des Lebens
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2,5/5

"Die Unmöglichkeit des Lebens" von Matt Haig ist ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. So begleiten wir Grace nach Ibiza, aufgrund eines Briefes von einer ehemaligen Freundin. ...

2,5/5

"Die Unmöglichkeit des Lebens" von Matt Haig ist ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. So begleiten wir Grace nach Ibiza, aufgrund eines Briefes von einer ehemaligen Freundin. Dort ergeben sich viele außergewöhnliche Situationen und Dinge, die nicht unbedingt der Realität entsprechen.

Vom Klappentext her habe ich eine Geschichte erwartet, die über die Probleme des Lebens erzählt, davon, wie man mit Trauer umgehen kann und anfängt, das Leben zu genießen. Und die Geschichte habe ich auch bekommen. Zumindest einigermaßen. Bis sie anfing, in magischen Realismus und teilweise auch Fantasy abzudriften. So hat mich die Geschichte immer weiter verloren, auch weil es irgendwann einfach too much von allem wurde. Der Hang zum Realistischen ging verloren sowie der eigentliche Handlungsstrang.
So kann es passieren, dass man sich im Verlauf der Geschichte von den Protagonisten distanziert und keine Verbindung mehr spürbar ist. An sich sind die Protagonisten interessant - keine Frage - aber so richtig nah kommt man ihnen nicht.

Dazu kommt der Schreibstil: An sich ist er sehr angenehm und gut zu lesen. An sich einfach mal was anderes als das, was man sonst so kennt, eben weil er so ins Poetische driftet. In diesem Buch steht besonders viel zwischen den Zeilen und das wird meist eher bei längerem Nachdenken deutlich. Was der Geschichte zum Großteil gutgetan hat, sind die wirklich kurzen Kapitel, die es ermöglichen, schnell in der Handlung voranzukommen.

Insgesamt ist also ein Buch, das ganz anders als erwartet ist. Es passieren Dinge, mit denen man aufgrund des Klappentextes einfach nicht rechnen kann und die sich durchaus als negative Überraschung entpuppen können. So wird dieses Buch vorerst mein erstes und letztes von Matt Haig bleiben.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Absolut fesselnd

One Dark Window - Die Schatten zwischen uns
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4,25/5

"One dark Window - Die Schatten zwischen uns" von Rachel Gilling ist ein Buch voller Geheimnisse und Magie. Man trifft auf die unterschiedlichsten Protagonisten und eine Welt rund um Blunder, die ...

4,25/5

"One dark Window - Die Schatten zwischen uns" von Rachel Gilling ist ein Buch voller Geheimnisse und Magie. Man trifft auf die unterschiedlichsten Protagonisten und eine Welt rund um Blunder, die besonders durch ihre Atmosphäre besticht.

Der Einstieg in die Geschichte ist allerdings etwas holprig, sodass ich ein paar Seiten brauchte, um richtig in die Geschichte hineinzufinden, die Protagonisten und die Magie der Karten zu verstehen. Dafür beinhaltet das Buch eine Auflistung der Wichtigsten Dinge mitsamt Erklärungen, die alles ein wenig leichter macht. Doch auch der Schreibstil ist super angenehm und sorgt dafür, dass man in die Geschichte findet. Besonders die Beschreibungen lassen das Setting echt werden und eine ganz besondere Atmosphäre entstehen.

Mit Elspeth findet man zudem eine Protagonistin vor, die vor kaum etwas zurückschreckt und weiß, was sie will. Sie lässt sich auch von den Männern nicht unterkriegen, hat aber ein Geheimnis, das ihr zum Verhängnis werden könnte. Mit Ravyn verhält es sich ähnlich: Auch er hat etwas zu verbergen. So geht es allerdings vielen Protagonisten in diesem Buch. Dennoch hat er mir als Charakter supergut gefallen, einfach weil man seine Gefühle und seinen Zwiespalt immer gut verstanden hat, auch wenn das meiste aus der Sicht von Elspeth geschrieben wurde. Positiv ist auch, dass die Lovestory nicht zu viel Platz in der Handlung einnimmt und die Beziehungen, Verrat und diverse andere Dinge im Vordergrund stehen.

Insgesamt ist es also eine wirklich gelungene Geschichte, auch wenn ich am Anfang so meine Probleme hatte und zwischendurch immer mal Phasen waren, in denen die Geschichte nur s dahingeplätschert ist.
Eine Empfehlung ist es definitiv für alle, die ein neues Magiesystem kennenlernen wollen und bereit dafür sein, in eine dunkle Welt abzutauchen, in der nicht alles ist, wie es scheint.

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Veröffentlicht am 16.09.2024

Schottische Lovestory

Skye In Our Hearts
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"Skye in our Hearts - April on my Mind" von Elliot Fletcher ist ein Buch, das vor allem durch das Setting und die Nebencharaktere überzeugt. Eine Whiskybrennerei ist doch eher ein ungewöhnlicher Ort für ...

"Skye in our Hearts - April on my Mind" von Elliot Fletcher ist ein Buch, das vor allem durch das Setting und die Nebencharaktere überzeugt. Eine Whiskybrennerei ist doch eher ein ungewöhnlicher Ort für eine Lovestory, passt hier aber genau. Auch aus dem Grund, weil die Protagonisten alle schon Anfang 30 sind.

Wenn man auf die Protagonisten blickt, dann bleibt man zuerst bei April und Mal hänge, die eine gemeinsame Jugend verbindet. Beide haben ihre Eigenarten und es ist schön zu sehen, wie beide langsam wieder zueinanderfinden. So wird sich besonders zu Beginn sehr viel Zeit gelassen, was mir gut gefallen hat. Am Ende ging es mir dann doch ein wenig zu schnell und auch die Sexszenen waren an gewissen Stellen einfach über.
Besonders überzeugen können dagegen die Nebenprotagonisten, wie die Geschwister von Mal oder die Freunde von April. Sie geben der Geschichte den nötigen Schwung. Mein wahres Highlight sind allerdings die Hunde von April und Mal, die quasi ihre eigene kleine freundschaftliche Liebesgeschichte erleben und einfach toll sind.

Auch der Schreibstil passt zur Geschichte: Die Atmosphäre kommt gut rüber, aber auch die Gedanken, Gefühle, Emotionen bleiben nicht auf der Strecke. Zwar empfand ich den Schreibstil zwischendurch als etwas holprig, aber da kann ich drüber hinwegsehen, denn im Großen und Ganzen fliegt man durch die Seiten.
Dies liegt auch, wie schon erwähnt, am Setting: Skye ist eine wundervolle kleine Insel, die dazu einlädt, Urlaub zu machen. Dazu die Whiskybrennerei. Irgendwie lädt alles zum Wohlfühlen ein.

Schlussendlich ist es vielleicht keine richtig mitreißende Liebesgeschichte, aber dafür eine, bei der man sich fallen lassen und wohlfühlen kann.

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