"Fröhliche Weihnacht überall ..."
Bevor die Stadt erwachtDie alleinerziehende Amelie Rothermund kümmert sich tagsüber um ihren kleinen Sohn Elias und während er schläft und sich für die Schule fertig macht, arbeitet sie in ihren zwei Jobs. Sie ist zufrieden ...
Die alleinerziehende Amelie Rothermund kümmert sich tagsüber um ihren kleinen Sohn Elias und während er schläft und sich für die Schule fertig macht, arbeitet sie in ihren zwei Jobs. Sie ist zufrieden mit ihrem Leben, hat sie doch alles, was sie glücklich macht - ein liebes Kind und nette Kolleginnen. Kurz vor Weihnachten ist in dem Feinkostgeschäft, in dem sie vor Ladenöffnung arbeitet, immer allerhand zu tun. So passiert es auch, dass der Wunschzettel, den Elias extra für den Weihnachtsmann geschrieben hat und der nur die Bitte enthält, dass seine Mama nicht mehr so müde sein soll, zusammen mit einer Lieferung an Lebensmitteln bei dem Komponisten Ephraim Sasse landet. Dieser ist genervt vom Weihnachtsfest, hat er doch grad eine kreative Blockade und Schwierigkeiten, sein neustes Stück zu komponieren. Da liest er den Wunschzettel von Elias und ab dem Moment ist nichts mehr, wie es war. Sowohl für den verbitterten Mann, als auch für Amelie wird es ein Weihnachtsfest, was sie nie mehr vergessen werden.
Ein wunderschöner Roman für die Vorweihnachtszeit. Mit viel Witz und Gefühl beschreibt Kerstin Hohlfeld in ihrem Roman das Wunder von Weihnachten. Die Figuren sind allesamt auf ihre Weise sympathisch - sogar der griesgrämige Ephraim Sasse, der tief versunken sein Herz doch am rechten Fleck hat. Ein bisschen hat er mich an Ebenezer Scrooge aus "Der Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens erinnert. Aber auch Amelie wächst dem Leser von Anfang an ans Herz. Der recht einfache und flüssige Schreibstil lässt das Buch in einem Rutsch Weglesen - perfekt also für ein Adventswochenende auf der Couch. Dieses Buch versüßt einem die Weihnachtszeit - und etwas Kitsch ist auch dabei :)