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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2023

Ein neuer Blickwinkel auf den großen Erfinder

Leonardos Erbe
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Ein Buch für Leonardo da Vinci-Interessierte. 31 Kapitel über die verschiedensten Gedanken, Skizzen und Erfindungen Leonardos, unterteilt in die Themen Wasser, Luft, Krieg und Kraft.

Über die üblichen ...

Ein Buch für Leonardo da Vinci-Interessierte. 31 Kapitel über die verschiedensten Gedanken, Skizzen und Erfindungen Leonardos, unterteilt in die Themen Wasser, Luft, Krieg und Kraft.

Über die üblichen ZDF-Dokumentationen hinaus erhält man einen Einblick in die skeptischen Ansichten über Leonardo. Nicht nur erfährt man über berühmte Erfindungen wie das Flugzeug, der Kran und ähnliche, die Leonardo da Vinci zugeschrieben werden, sondern auch über unbekanntere Skizzen und Erfindungen.

Dabei behält Matthias Eckoldt immer die Frage „Hat Leonardo das wirklich erfunden?“ im Kopf und wirft immer einen skeptischen Blick auf die Zeichnungen. Unter Berücksichtigung verschiedenster Quellen kommt er gerne zu dem Schluss, dass Leonardo diese Erfindungen eigentlich gar nicht erfunden hat, weil die Idee entweder schon existierte oder die Skizzen nie funktionsfähig gewesen wären. Interessant ist dabei vor allem, dass Leonardo so gut wie keine Prototypen konstruiert zu haben scheint, ganz im Gegensatz zu den bekannten Dokumentationen und Filmen über den großen Erfinder.

Veröffentlicht am 04.07.2023

Eine kurze Reise durch die Astrophysik für Normalsterbliche

Das Universum für die Hosentasche
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Von den klassischen Themen solcher Bücher wie Größenverhältnisse im Universum, Planeten, Sterne, Galaxien und Schwarzen Löchern ist alles dabei, bis hin zur Suche nach Aliens, Zeitreisen, dem Multiversum ...

Von den klassischen Themen solcher Bücher wie Größenverhältnisse im Universum, Planeten, Sterne, Galaxien und Schwarzen Löchern ist alles dabei, bis hin zur Suche nach Aliens, Zeitreisen, dem Multiversum und der Zukunft der Menschheit im Universum. Es ist also auch etwas für die Leute dabei, die mit den Grundzügen des Universums bereits vertraut sind.

Die ersten Kapitel beginnen mit Themen, die man aus der Allgemeinbildung bereits kennt und geht dann in eher ungewöhnlichere Themengebiete über. Dabei ist das Buch auch für Laien gut verständlich geschrieben und mit Grafiken und ungewöhnlichen Beispielen wie die Messung von Entfernungen in Cheeseburgern veranschaulicht.
Leider wird man dann doch bei mathematischen und physikalischen Themen und Formeln, gerade beim Quantentunneln, früher oder später etwas abgehängt.

Veröffentlicht am 28.05.2023

Rechtsstreit statt Thriller

Obsession
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Voyeur, Tiere, Flammenbrut und Obsession sind anders als die übrigen Simon Beckett-Bücher. Sie fallen unter die Psychothriller, wobei sie keine klassischen Thriller sind. Die Geschichten beginnen nicht ...

Voyeur, Tiere, Flammenbrut und Obsession sind anders als die übrigen Simon Beckett-Bücher. Sie fallen unter die Psychothriller, wobei sie keine klassischen Thriller sind. Die Geschichten beginnen nicht mit einer Leiche und einer darauf folgenden Ermittlung. Außerdem bekommt man viele überzeugende Einblicke in das kranke Gehirn der Protagonisten.

Nach dem Tod seiner Frau Sarah bleibt Ben nur noch sein autistischer Stiefsohn Jacob. Als Ben die Sachen seiner Frau aussortiert entdeckt er eine Schachtel mit Zeitungsausschnitten über ein entführtes Baby von vor 6 Jahren zusammen mit Jacobs Geburtsurkunde. Nach der Bestätigung seines Verdachts, dass Jacob nicht Sarahs leibliches Kind ist, macht sich Ben auf die Suche nach Jacobs leiblichen Eltern. Ben fechtet die Entscheidung des Jugendamts Jacob seinem leiblichen Vater zu übergeben nicht an. Diese Entscheidung wird er bald bereuen … nicht nur, weil ihm sein Junge fehlt, sondern wegen der Persönlichkeiten Jacobs neuer Eltern. Als Fotograf beginnt Ben Nachforschungen um belastendes Material zu sammeln und seinen Sohn zurückzubekommen.

In dem Buch geht es mehr um den Rechtsstreit um Jacob und die Beobachtungen der neuen Familie als um einen Kriminalfall. Bis zum Schluss, an dem endlich mal Action ins Geschehen kommt, handelt es sich hier um einen Roman.

Johannes Steck ist dabei der perfekte Leser für das kranke Gehirn. Man hört seine Freude beim lesen. Die Illusion muss wohl durch viel Zeit und Mühe zur Perfektion getrieben worden sein.

Veröffentlicht am 28.05.2023

Unvorhergesehene Entwicklung

Flammenbrut
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Voyeur, Tiere, Flammenbrut und Obsession sind anders als die übrigen Simon Beckett-Bücher. Sie fallen unter die Psychothriller, wobei sie keine klassischen Thriller sind. Die Geschichten beginnen nicht ...

Voyeur, Tiere, Flammenbrut und Obsession sind anders als die übrigen Simon Beckett-Bücher. Sie fallen unter die Psychothriller, wobei sie keine klassischen Thriller sind. Die Geschichten beginnen nicht mit einer Leiche und einer darauf folgenden Ermittlung. Außerdem bekommt man viele überzeugende Einblicke in das kranke Gehirn der Protagonisten.

Die Geschichte fängt wie ein Drama oder eine Hollywood-Romanze an - eine nun seit Jahren alleinstehende Frau mit einem Arschloch von Ex-Freund, die nun feststellt, dass sie ein Baby will bevor ihre biologische Uhr endgültig abläuft; sie erkundigt sich über künstliche Befruchtung und sucht über eine Anzeige persönlich einen Spender aus. Was nun wohl passiert?

Man wartet die ganze Zeit auf den Auftritt des psychisch Kranken, auf das Ausrasten des Ex-Freundes, auf die für Simon Beckett typische Wendung. Und diese Wendung ist durchaus überraschend. Bei sämtlichen Theorien kann man damit nicht (oder zumindest nicht in diesem Ausmaß) damit gerechnet haben.

Johannes Steck ist dabei der perfekte Leser für das kranke Gehirn. Man hört seine Freude beim lesen. Die Illusion muss wohl durch viel Zeit und Mühe zur Perfektion getrieben worden sein.

Veröffentlicht am 28.05.2023

Großartig gelesen, toootal kranke Geschichte

Tiere
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Voyeur, Tiere, Flammenbrut und Obsession sind anders als die übrigen Simon Beckett-Bücher. Sie fallen unter die Psychothriller, wobei sie keine klassischen Thriller sind. Die Geschichten beginnen nicht ...

Voyeur, Tiere, Flammenbrut und Obsession sind anders als die übrigen Simon Beckett-Bücher. Sie fallen unter die Psychothriller, wobei sie keine klassischen Thriller sind. Die Geschichten beginnen nicht mit einer Leiche und einer darauf folgenden Ermittlung. Außerdem bekommt man viele überzeugende Einblicke in das kranke Gehirn der Protagonisten.

Es geht um einen erwachsenen Mann, der sich in seinem Keller unter der längst geschlossenen Bar Abteile zusammengestellt hat, in denen er menschliche Tiere hält. Verwahrloste Individuen, die Nigel als nichts geringeres als Tiere ansieht. Dabei traut niemand Nigel seine Bösartigkeit zu, er denkt und verhält sich wie ein Kind, was die meisten als Dummheit fehlinterpretieren. Nigel lebt mit seinen „Mitbewohnern“ alleine; als sich dann doch Besuch ankündigt wird alles erst richtig spannend.

Der Schreibstil ist wirklich gut. Es wirkt wirklich so, als ob Nigels kindlich-kranke Gedanken genau so aufs Papier gebracht wurden. Angefangen bei der Bezeichnung „es“ für die Menschen, die er im Keller hält, wodurch man sich am Anfang nicht sicher ist, ob es sich wirklich um Menschen handelt und später lange nicht weiß, ob es sich um Männer oder Frauen handelt. Es zieht sich bis zum häufigen Gebrauch Nigels von einzelnen Wörtern, am auffälligsten wohl toootal, durch.

Johannes Steck ist dabei der perfekte Leser für das kranke Gehirn. Man hört seine Freude beim lesen. Die Illusion muss wohl durch viel Zeit und Mühe zur Perfektion getrieben worden sein.