Profilbild von Karmann67

Karmann67

Lesejury Profi
offline

Karmann67 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Karmann67 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2024

spannender Auftakt einer neuen Reihe

Die Vernehmung
0

Berlin, 1999 – das Millennium steht kurz bevor und die Menschheit fängt schon an durchzudrehen.
Zeitgleich sitzt Yvonne Becker auf dem Polizeirevier, da sie angeblich einen Mord beobachtet hat. Sie spricht ...

Berlin, 1999 – das Millennium steht kurz bevor und die Menschheit fängt schon an durchzudrehen.
Zeitgleich sitzt Yvonne Becker auf dem Polizeirevier, da sie angeblich einen Mord beobachtet hat. Sie spricht aber nur mit Lisa Seifert, einer jungen Hauptkommissarin, die durch ein Zeitungsinterview im Mittelpunkt des Reviers steht. Wie sich beim Gespräch herausstellt, ist der Mord, den Yvonne meldet, noch gar nicht geschehen. Sie ist angeblich von Visionen geplagt.
Nach seinem Unfall, bei dem er ein Bein verloren hat, sitzt Jan Theurer in der OPE. Dort soll er eigentlich ein Täterprofil erstellen, da 4 Obdachlose brutal ermordet wurden. Frustriert über den Stillstand seiner Ermittlungen kommt ihm die Anfrage einer anderen Direktion gerade recht – diese bringt ihn auf die Spur von Lisa.
Und obwohl er sich offiziell nicht in ihren Fall einmischen soll, ergeben die beiden ein großartiges Team und kommen der Lösung immer näher. Dabei finden sie heraus, dass die beiden Fälle miteinander zu tun haben….
Wow, was für ein Auftakt….
Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen und war natürlich auf die neue Reihe mehr als gespannt.
Den Schreibstil von Roland mag ich generell sehr gerne. ER schafft es auch hier wieder, eine ganz ungewöhnliche Geschichte super spannend zu schreiben. Besonders gefiel mir, das ich lange Zeit nicht wusste, warum die Menschen alle sterben mussten.
Der Charakter von Jan war mir von Anfang an sehr sympathisch, Auch Lisa ist ein toller charakterstarker Mensch. Da sie noch recht jung ist, finde ich sie im Team mit Jan perfekt.

Ein genialer Auftakt – ich freue mich auf sehr viele Fälle mit den beiden 😊

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2024

ein HIghlight

Happy End
2

Isa erlebt ihren dunkelsten Albtraum, als ihr 4 Monate alter Sohn Ben aus ihrem Haus verschwindet. Sie versteht die Welt nicht mehr und setzt alles daran, ihn wieder zu finden. Unterstützung erhalten Sie ...

Isa erlebt ihren dunkelsten Albtraum, als ihr 4 Monate alter Sohn Ben aus ihrem Haus verschwindet. Sie versteht die Welt nicht mehr und setzt alles daran, ihn wieder zu finden. Unterstützung erhalten Sie und ihr Mann Mark von der Polizei, unter anderem von Kommissar Simons.

Doch knapp 6 Monate später taucht Ben auf einmal wieder auf. Während die Polizei weiterhin nach Antworten sucht, kommen in Isa Zweifel auf. Hatte Ben schon immer so klare blaue Augen? Wo ist der Knick in seinem Ohr und der Leberfleck auf seinem Rücken? Mit der Zeit wird sie auch ihrem Mann Mark gegenüber immer skeptischer. Was hat er denn zu verbergen und wieso ist er nicht mehr ehrlich zu ihr?

Als ich die Ersten paar Seiten gelesen hatte und Ben schon wieder da war, dachte ich noch, was kann denn jetzt noch groß geschehen…. Aber es geschieht noch so einiges! Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und auch die verschiedenen Charaktere passen perfekt zur Story. Besonders gut gefiel mir, dass sich der Spannungsbogen stetig erhöhte. Dadurch ist man nur so durch die Seiten geflogen.

Der Charakter von Isa gefiel mir von Anfang an richtig gut und ich glaube jeder würde sich so eine Nachbarin oder Freundin wünschen. Mark hingegen war von Anfang an nicht meine Kragenweite. Neben den beiden Hauptcharakteren gibt es noch einige Nebencharaktere, die auch alle sehr gut dargestellt wurden. Mein persönlicher Liebling ist Simons von der Polizei. Ihn habe ich mit seiner Art gleich in mein Herz geschlossen.

Und dann das Ende…. Wenn man glaubt es kann nicht mehr spannender werden, setzt die Autorin nochmals einen drauf. Mit diesem Ende hätte ich definitiv nicht gerechnet.

Mein Fazit: Das Buch war dieses Jahr definitiv unter meinen Top 5 der geilsten Bücher!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.10.2024

Lässt einen Nachdenken

Für immer und ein Jahr
0

Als Kaya an Krebs stirbt, bricht für ihren Mann eine Welt zusammen. Doch er muss sich nun allein um die zwei Kinder Finn und Lina kümmern und hat Kaya ja auch versprochen, ihren Geburtstagskalender weiterzuleben. ...

Als Kaya an Krebs stirbt, bricht für ihren Mann eine Welt zusammen. Doch er muss sich nun allein um die zwei Kinder Finn und Lina kümmern und hat Kaya ja auch versprochen, ihren Geburtstagskalender weiterzuleben. Kaya, die alle wichtigen Geburtstage in einem Buch vermerkt hat, und jeden einzelnen daraus anrief, um zu gratulieren – das ist nun Jans Aufgabe. Doch Jan fällt dies sichtlich schwer und am Liebsten würde er es nicht tun. Doch versprochen ist versprochen. So kommt es, das Jan doch das ein oder andere Mal zum Telefon greift, um ihm fremde Menschen anzurufen, um zum Geburtstag zu gratulieren.

Das Buch für immer und ein Jahr beschreibt vorrangig die Trauer um Kaya – und wie Jan damit umgeht. Die Trauer der Kinder bleibt dabei meiner Meinung nach, etwas auf der Strecke.
Alles in allem ein tolles Buch, das einem immer wieder zum Nachdenken innehalten lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2024

ein grandioser 2. Teil

Mit kaltem Kalkül
0

Yasser, ein achtjähriger Junge aus der High-Deck-Siedlung verschwindet spurlos. Der Ex-Geheimdienstler Khalaf sucht mit Hochdruck nach dem Jungen, denn ihm schenken die Neuköllner Bewohner mehr vertrauen ...

Yasser, ein achtjähriger Junge aus der High-Deck-Siedlung verschwindet spurlos. Der Ex-Geheimdienstler Khalaf sucht mit Hochdruck nach dem Jungen, denn ihm schenken die Neuköllner Bewohner mehr vertrauen als der Polizei. Dabei findet Khalaf heraus, das Yasser nicht das erste verschwundene Kind ist…

Dr. Sabine Yao hat es auch diesmal wieder mit außergewöhnlichen Todesfällen zu tun. Zwei in schwarze Samtkleidung gehüllte und bizarr entstellte Tote, die im Wald an einem Gestell hängen, geben genauso viel Rätsel auf, wie der Tote in einem Bauwagen, umgeben von Fetischartikeln, Spielzeug und Perücken.

Mit dem 2. Fall um die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao ist dem Autor mal wieder ein grandioses Buch gelungen. Ich hatte den Ersten Teil schon verschlungen, aber dieser Teil toppt ihn noch. Beim Lesen merkt man, das Dr. Michael Tsokos einfach vom Fach ist und weiß, wovon er schreibt. Der Schreibstil allein hält den Spannungsbogen schon sehr weit oben. Ein Buch, das man einfach nicht weglegen kann und möchte.

Der Autor beschreibt sehr viele Dinge haarklein und sehr genau, was vermutlich dem ein oder anderen Leser zu viel werden könnte. Ich fand manche Stellen krass beschrieben, aber genau deswegen handelt es sich hier um einen guten Thriller!


Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und er beschreibt sie sehr präzise und genau.

Ich freue mich schon auf weitere Teile rund um die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao und Team.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2024

konnte mich leider nicht fesseln

Familienbande
0

Der Lokaljournalist Aksel ist immer auf der Suche nach spannenden Geschichten. Seine Schwerster Ellinor hingegen ist da ganz anders – sie entzieht sich lieber der Realität. Doch trotz der großen Unterschiede ...

Der Lokaljournalist Aksel ist immer auf der Suche nach spannenden Geschichten. Seine Schwerster Ellinor hingegen ist da ganz anders – sie entzieht sich lieber der Realität. Doch trotz der großen Unterschiede sind die beiden unzertrennlich. Sie vereint der Hass auf ihre Mutter, die ihre Kindheit zur Hölle machte. Eines Tages wird die Mutter tot aufgefunden. Haben die Geschwister etwas damit zu tun?

Anhand des Klappentextes war ich auf einen spannungsgeladenen Thriller gefasst, doch leider setzte die Spannung sehr spät ein und war auch nicht so, wie ich es erwartet hätte.

Man spürt beim Lesen die düstere Stimmung der Kinder und kann auch mitfühlen.
Ich brauchte auch etwas um in die Geschichte reinzukommen, denn es werden immer wieder die Erinnerungen der Kinder in kurzen Anrissen beschrieben. Auch mit den Charakteren konnte ich mich leider nur sehr schwer anfreunden.

Die Ermittlungsarbeit, nachdem die Mutter tot aufgefunden wurde, fehlte mir leider komplett. Der Kommissar Eddie Feber bekommt nur einen kurzen Auftritt.

Für mich war es leider kein Krimi, sondern eher eine Familientragödie, die leider auch die ein oder andere Länge aufweist. Daher kann ich nur 3 ⭐vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere