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Veröffentlicht am 10.05.2023

Halb Comic, halb Lebensgeschichte, nicht sehr kindgerecht umgesetzt.

Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Marie Curie
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Ich wollte der Reihe nochmal einen Chance geben und die Persönlichkeit Marie Curie kam mir da genau richtig. Ich finde das Leben von Marie Curie und was sie erreicht hat, nämlich sehr interessant. Das ...

Ich wollte der Reihe nochmal einen Chance geben und die Persönlichkeit Marie Curie kam mir da genau richtig. Ich finde das Leben von Marie Curie und was sie erreicht hat, nämlich sehr interessant. Das Buch kann es aber nicht so gut rüberbringen, wie ich es mir gewünscht hätte. Zunächst wird, wie bei den Vorgängerbänden die schwierige Kindheit mit Armut und Krankheit dargestellt. Es ist auch wirklich in Ordnung, dies so darzustellen, jedoch war es mir mit insgesamt 12 Seiten zuviel davon. Auch, weil sich diese Seiten mit den Vorgängerbänden sehr ähneln und sich somit wiederholen. Wer andere Bücher dieser Reihe nicht kennt, dem wird dies nicht auffallen. Doch weil viel Zeit mit der Kindheit und dann mit der Suche nach einem Studienplatz verbracht wird, kommt der interessante Teil des Lebens von Marie Curie meiner Meinung nach zu kurz. Ihre Forschungen und Erfolge hätten gern ausführlicher ausfallen können. Meist wurde alles nur angeschnitten und für die kindlichen Leser:innen zu abstrakt erzählt. Gern hätte ich auch noch etwas zu ihrem unvermeidlichen Tod lesen wollen, der durch die Folgen ihrer Strahlenforschung zu früh eintrat.

Durch die Augen meines Kindes sind mir zudem folgende zwei Sachverhalte aufgefallen, welche neben einigen anderen Punkten, zu Redebedarf führten:
1. Der Name von Marie Curie: Auf der ersten Seite steht "ich bin Marie Curie". Auf Seite 7 wird erwähnt, dass ihr Spitzname als Kind Manya war. Auf Seite 20 gab sie sich einen neuen Namen, der Marie lautet. Erst auf den letzten Seiten steht auf dem Grabstein ihr Geburtsname Marji Sklodowskiej. Die ganze Namenssache hat wirklich für Verwirrung gesorgt. Es wäre schön gewesen, wenn sie auf der ersten Seite mit ihrem Geburtsname benannt worden wäre und man im Laufe der Geschichte erfahren hätte, warum sie letzten Endes Marie Curie hieß.
2. Die durchweg kindliche Darstellung von Marie Curie: Habe ich bei "Ich bin Albert Einstein" (vgl. meine frühere Rezension zu diesem Band) moniert, dass Albert von Geburt an mit grauen Haaren und Schnurrbart dargestellt wurde, so stört mich bei Marie Curie sehr, dass sie als erwachsene Person immer noch als Kind abgebildet wird. Nicht nur, dass sich das Gesicht und die Kleidung durchweg nicht ändert, auch ihre Körpergröße bleibt so klein dargestellt. Das sieht ehrlich gesagt nicht gut aus, da alle anderen Erwachsenen normal dargestellt werden. Dies ist zwar augenscheinlich das "Besondere" an dieser Comicreihe, ich persönlich komme damit aber leider gar nicht zurecht.

Ich habe mir von "Ich bin Marie Curie" mehr erhofft und komme immer mehr zu der Meinung, dass diese Reihe nicht so ganz kindgerecht ausgearbeitet wurde. Da jedoch sehr gut aufgezeigt wird, dass auch Frauen hervorragende Wissenschaftlerinnen sein können und jede:r die eigenen Träume verwirklichen kann, vergebe ich 3 Sterne für das Buch.

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Veröffentlicht am 10.05.2023

Von der Natur inspirierte Baukunst

Von Ameise bis Wombat: Tierisch geniale Bautricks für unsere Zukunft
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In diesem Buch erfährt man, welche erstaunlichen Bautechniken verschiedene Tiere alltäglich nutzen und uns Menschen zum Nachahmen inspiriert haben. Das Buch eignet sich zum Vorlesen und auch zum Selberlesen ...

In diesem Buch erfährt man, welche erstaunlichen Bautechniken verschiedene Tiere alltäglich nutzen und uns Menschen zum Nachahmen inspiriert haben. Das Buch eignet sich zum Vorlesen und auch zum Selberlesen für junge Leser:innen.

Das recht großformatige Buch umfasst 80 Seiten und ist inhaltlich nach den Arten der Bautechnik unterteilt. Die Unterpunkte sind dabei: Konstruktion, Materialien, Formen, Energie und Wasser.
Jedes Tier bekommt eine Doppelseite zur Verfügung. Dabei sind 26 Tiere (sowie Pflanzen) und noch einige Bautricks mehr erklärt. Es kommen ein paar bekannte Tiere wie der Biber, der Regenwurm und die Ameise vor. Aber vor allem lernt man auch einige unbekannte und seltene Tiere wie zum Beispiel das Seeohr und die Wüstenschnecke näher kennen.

Bei manchen Techniken wird zugleich erklärt, wie die Menschen diese bereits nutzen. Bei anderen Phänomenen gibt es noch keine Umsetzung durch uns Erdbewohner.
Wir finden das Buch sehr informativ und interessant. Die Seiten sind sehr farbintensiv gestaltet, manche sind dabei etwas dunkel geraten, so dass die dunkle Schrift auf dunklem Untergrund nicht so gut lesbar ist.
Ganz witzig finden wir dann noch die letzte Doppelseite mit der Preisverleihung. Dabei muss man den Tieren "ihre Pokale" zuordnen. Dies ist nochmal wie ein kleiner Wissensscheck für die Kinder.

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Veröffentlicht am 07.05.2023

Zunächst etwas langatmig, aber letztlich ein tolles Finale

Master Class, Band 2 - Mut kommt vor dem Fall
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Die Handlung dieses zweiten Teils der Dilogie "Master Class" knüpft unmittelbar an den ersten Band an und es wird ohne Rückblenden weitererzählt.

Riley macht sich nun mit Killian auf den Weg zur Insel ...

Die Handlung dieses zweiten Teils der Dilogie "Master Class" knüpft unmittelbar an den ersten Band an und es wird ohne Rückblenden weitererzählt.

Riley macht sich nun mit Killian auf den Weg zur Insel St. Michael's Mount, auf der das Finale des Schreibwettbewerbes stattfindet. Dort stoßen sie auch auf die anderen Finalist:innen aus anderen Gegenden des Landes. Schnell wird klar, dass die von Riley beschuldete und sich in Polizeigewahrsam befindliche Person nicht der Täter sein kann, da sie auch auf der Insel einen anonymen Brief erhält.

Kitschig wird es in diesem Buch nicht, denn die Liebesgeschichte wird eher zurückgestellt. Vielmehr wird auf Spannung und Drama gebaut. Denn zusätzlich kommt noch ein Unwetter auf und die Insel ist von der Außenwelt abgeschnitten. Mich hat natürlich die ganze Zeit gereizt zu erfahren, wer denn nun der Bösewicht ist. Leider zog sich die erste Buchhälfte etwas hin und ich empfand sie als langatmig und teilweise ausschweifend. Ich denke, man hätte die Geschichte auch in einem Buch unterbringen können, und dafür 100-150 Seiten weglassen können. Die zweite Buchhälfte und das Ende waren aber sehr gut und mega spannend geschrieben. Insgesamt betrachtet ist die Dilogie Master Class auf jeden Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 07.05.2023

Tolle, kindgerechte Geschichte und ein niedlicher Wunschling

Der Wunschling – Wünsche schmecken nach Brausepulver
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Theo ist mit seiner Familie in eine neue Stadt gezogen. Morgen ist sein erster Tag in seiner neuen Schule. Ein bisschen Bammel hat er schon davor. Da erscheint ihm nachts ein Wunschling, der ihn fortan ...

Theo ist mit seiner Familie in eine neue Stadt gezogen. Morgen ist sein erster Tag in seiner neuen Schule. Ein bisschen Bammel hat er schon davor. Da erscheint ihm nachts ein Wunschling, der ihn fortan jeden Wunsch erfüllt.

Das Buch beinhaltet eine wirklich süße Geschichte, die gleichermaßen für Jungs und Mädchen geeignet ist. Durch die größeren Schrift, den Zeilenabstand und den meist relativ kurzen Sätzen ist der Text perfekt für gute Erstleser:innen. Außerdem gibt es auf jeder Seite ein farbiges, anschauliches und textbegleitendes Bild, welches dazu einlädt, ein wenig länger auf den Buchseiten zu verweilen. Das Buch eignet sich natürlich auch gut zum Vorlesen. Die Ereignisse und Entwicklungen in Theos Schule passen sehr gut und finde ich gelungen. Es gibt immer ein Kind wie Amo, der eher vorlaut ist und das Sagen zu haben scheint. Schön, wenn sich andere Kinder davon nicht einschüchtern lassen. Auch die Freundschaft zwischen Theo und Lia ist mit Freude anzuschauen. Und der Wunschling hat sein Übriges dazu beigetragen. Mein Kind und ich mussten beim gemeinsamen Lesen öfters über die Handlung schmunzeln, denn es gibt so einige humorvolle Szenen. Am Ende des Buches kann man sein Kind nochmal bei drei Leserätseln testen, ob es sich Einzelheiten der Geschichte gemerkt und die Handlung verstanden hat. Ausserdem ist das Buch bei Antolin gelistet, wo wieder Wissensfragen beantwortet werden können.

Fazit: Nicht nur der Textaufbau und die Schrift sind sehr gut für geübte Erstleser geeignet, sondern auch die Handlung, welche die Themen Schule und Freundschaft beinhaltet, ist perfekt für Erst- und Zweitklässler.

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Veröffentlicht am 04.05.2023

Spannender Jugendroman mit romantischen Entwicklungen

Master Class, Band 1 - Blut ist dicker als Tinte
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Riley ist mit ihrer digitalen Schreibgruppe zu einem Schreibwettbewerb bei der Familie Master eingeladen. Dort lernt sie auch endlich ihre Schreibfreunde persönlich kennen. Täglich gibt es eine Schreib-Aufgabe ...

Riley ist mit ihrer digitalen Schreibgruppe zu einem Schreibwettbewerb bei der Familie Master eingeladen. Dort lernt sie auch endlich ihre Schreibfreunde persönlich kennen. Täglich gibt es eine Schreib-Aufgabe zu bewältigen. Doch es werden auch Geschichten eingereicht, die von Riley persönlich handeln. Wer hat es auf sie abgesehen und kennt dermaßen viele Details aus ihrem Leben?

Der Plot konnte mich sofort mitreißen. Denn es geht um die Entstehung von Geschichten, um junge Leute, die Autor:innen werden wollen und deshalb an diesem Schreibwettbewerb teilnehmen. Auch ich habe so manche mir bisher unbekannte Begriffe in diesem Zusammenhang kennengelernt. Zwischen den Kapiteln kommt ab und zu die "Stimme aus dem Off" - sozusagen eine Notiz vom Antagonisten. Das macht die ganze Geschichte für den/die Leser:in noch spannender, denn zwischen den Zeilen versucht man selbst herauszufinden, wer denn nun dahinter stecken könnte. Der Handlungsort auf dem Schloss der Familie Master ist zudem perfekt für ein leicht schauriges Gefühl. Nebenbei wird es zwischen Riley und Killian zunehmend romantischer und als Leser:in fragt man sich auch im Bezug auf den bereits auf dem Buchumschlag erwähnten Cliffhanger, ob nicht vielleicht Killian was zu verbergen hat. Ich werde es bald wissen, denn der 2. Band von Master Class ist bereits bestellt.

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